Half Duplex Telefon?

May 16, 2024 Last reply: vor 2 Jahren 287 Replies

Funklöcher gibt es deutlich mehr als man glauben mag, besonders etwa beim Notruf aus dem Keller

MfG Rupert

Am 18.05.2024 18:10 Uhr schrieb Rupert Haselbeck:

Auch bei mir immer ein Grund für die Wahl der Apparate. Immer auffindbar. :-)

Hallo Marc,

Du schriebst am Fri, 17 May 2024 22:06:08 +0200:

Redundanter nicht, aber besser versorgungsgesichert, mit einer eigenen Speisebatterie in jeder _Unter_-Verteilung. Heute haben das nichtmal mehr alle Sendestationen, die jeweils mehrere Antennenmasten versorgen, und die Festnetzvermittlungen sowieso schon lange nicht mehr, seit ISDN.

Am 18.05.2024 16:14 Uhr schrieb Ralph Aichinger:

Haben meine Familienmitglieder leider noch nicht gelernt. Ich habe das schon manchmal genutzt.

Hallo Marco,

Du schriebst am Sat, 18 May 2024 11:48:24 +0200:

Und zwar genau _der_ (Groß-) Teil der Kunden, die der Werbung der Hersteller glauben und sich nicht weiter für ihre Geräte interessieren. Und das gilt "quer durch die Bank", für alle Sparten und Bereiche.

...

Wieso? Auch bei ISDN gab es eine Fernspeisemöglichkeit, da halt normalerweise nur für ein Gerät. Aber die Verbindung war - wäre - gesichert (gewesen).

Die wenigsten Leute haben ein Festnetztelefon für Notrufe im Keller. Aber im besiedelten Gebiet sind echte Funklöcher mittlerweile selten. Gerade für Notrufe, wo man auf alle Netze zugreifen kann.

In meinem Alltag kenne ich nur mehr ein Funkloch, das mich regelmäßig nervt: Unsere Straßenbahn fährt durch einen Tunnel, der auf vielleicht

200m keinen Empfang hat.

/ralph

Bei uns nutzen das sogar die Kinder. Eine Kurzwahltaste mit "Durchsage" belegt, draufgedrückt, und alle Festnetztelefone quäken los ;)

/ralph

Kein Scherz. Bei mir sind 2 Apparate aus dem Grund fest an der Wand angeschraubt. Ganz wie es das Vierteltelefon (hat es bei euch in .de sowas gegeben?) meiner Kindheit war.

/ralph

>

Hallo Marco,

Du schriebst am Sat, 18 May 2024 11:52:31 +0200:

Das war dann allerdings kurz vor dem Ende von ISDN, als DSL aufkam, um höhere Übertragungsraten für Daten zu erreichen als die 115,irgendwaskbps, die mit ISDN gingen. (Würde ich heute hier auf Telekom umstellen, kriegte ich wohl wieder genau das als Maximum angeboten. Übers Fernsehkabel geht halt doch mehr, und derService ist genauso [mis...erabel].)

Selber schuld. Und mitschuldig an der heutigen großartigen Technik. ...

Das ist halt das Hauptübel - man schert sich in keiner Weise um die Folgen, und sogar nichtmal darum, daß es auch mit der neuen Lösung besser gehen müßte. Hauptsache bequem und billig.

[Starlink]

Sind die relevant? Auch bei derzeitigen Verbindungen kannst Du - zumindest kenne ich sowas - Latenzen von zig bis sicher > 100ms erleben, oft auch garniert mit einem kräftigen Echo, so daß Du nach dme Aussprechen in Ruhe überlegen kannst, was Du gesagt hast. Sozusagen "Hinterbandkontrolle"...

Alles weiterver"arbeiten", was an Daten 'reinkommt, als Minimum. Das ist ja alles "für die Servicesicherheit nötig" und damit legal erfassungsfähig. Wenn da die geamte Kommunikation drüberläuft, dann kannst Du auch evtl. unerwünschte "Dienste" nicht einfach unterdrücken, sofern das einen benötigten Kanal mitbeträfe. Dann muß der !"Dienstleister" ggfs. tiefer eingreifen, was er sich wohl bezahlten lassen wird. Abre denk' Dir halt selber was aus, Du wirst sicher die eine oder andere Methode finden, wie sich da was holen ließe. Ich bin darin relativ schlecht.

Am 18.05.2024 um 20:00 schrieb Rupert Haselbeck:

Ja, GSM Repeater sind eine größere Nummer. Sofern es die eigene Immobilie ist, kann man lokal etwas mehr machen, wie ein weiteres a/b Telefon. Ich habe neben div. "Schnur"-IP-Telefonen 4 DECT Basen (mit Roaming) auf dem langgezogenen Haus+Grundstück, aber im alten Gewölbekeller geht tatsächlich nur an manchen Stellen und nur schlecht eine Mobilfunkverbindung - für Paniksituationen nicht ganz sicher. DECT brauche ich da nicht nachzurüsten, da ja in den Keller keiner ein Handset mitnimmt (und ein Mobiltelefon auch eher sehr selten), bliebe ein IP54+ a/b Telefon. Schwierig...

Bei den benachbarten BTS oder anderen Basisstationen, die im Thread erwähnt wurden: ja, das klappt bei einem Ausfall gut im Überlappungsbereich, aber schlecht nahe an der ausgefallenen Basisstation, weil sich die Versorgungsbereiche nicht zwingend über die Mittelpunkte überlappen - Kostenfrage. Schlechtesten-falls hat man das vor Ort falsche Netz (falls man nicht 3 SIM/eSIM der drei Netze in .de im Telefon hat).

Absolute Sicherheit ist eben sehr, sehr problematisch.

Am 18.05.2024 19:11 Uhr schrieb Ralph Aichinger:

Ja, das gab es.

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Als Nachfolger gab es dann Anschlussmultiplexer mit digitaler Übertragung, gleichzeitige Nutzung war möglich.
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Hallo Ralph,

Du schriebst am Sat, 18 May 2024 16:14:34 -0000 (UTC):

Dem Vernehmen nach soll die Funkabdeckung nicht überall 100% und höher sein.

Nicht nur die. Die Zukunftspläne sehen ja wohl 5G als neue Basis für einfach ALLES vor. Jedenfalls wird das immer behauptet Industrievernetzung, Automotive und generisches Handynutzung alles zusammen zugleich und überall machbar zu "machen".

Ob's das nun wird (oder 6G, 7G, ???G) bleibt ab zu warten.

Wenn Festnetz schon nicht mehr standzeit bei Ausfall hat ist das wohl auch unvermeidlich.

Sicher. Und die ganze Kette aktiver Komponenten bis zum nächsten Uplink außerhalb des vom Energieausfall betroffenen Bereiches.

Wie Marc aber schon anmerkt sind sie Geiziger geworden. Und das ist erst mal kein Gutes Ohmen wenn es um die Prioritäten beim USV-Ausbau geht.

Naheliegend das Ballungszentren mit vielen Kunden vorrangig sind. Das ist die Notrufdichte sicher auch höher, aber zugleich wohl auch die Zahl der Zahlenden; und meckernden; Kunden die man ggf. nicht verprellen will.

Auf dem Flachen Land.... naja: Es hat etliche Jahre nach Einführung gedauert bis es HIER ISDN und später auch DSL gab. Da waren die Städte fast schon zwei Technologie-generationen weiter.

Also nein ich glaube nicht das aus meiner Sicht Geiz hier Geil wäre...

Bye/ /Kay

Ich dachte bisher, Polizei im speziellen und BOS im Allgemeinen hätten von den alten Analogfunken auf Tetra umgestellt? Aber etwas rumsuchen deutet darauf hin, das der Ausbau in der Breite doch arg harzt.

Gut, kommerzielle GSM-Telefonie (private Mobiletelefone) hatten wir damals schon bei der Bundeswehr zur Einsatzkoordination u.a. bei Übungen in Verwendung (aka "Funkkreis 3"), weil dass das einzige war, was halbwegs zuverlässig funktioniert hat - die militärischen Funkgeräte haben nicht viel getaugt.

Warum sollte es da heute der Polizei besser gehen ... ;-)

Klingt gut.

Ausrede akzeptiert ;-)

Und vor allem das Geld einsetzen, dass sowas kostet. Zuverlässige Infrastruktur kostet halt.

Man liest sich, Alex.

Die Rentner ohne Berührungsangst zu neuer Technik und souveränem Umgang mit Mobiltelefon und Computer gibt es, keine Frage. Deswegen hatte ich explizit "ohne IT-Ahnung" dazugeschrieben, denn Rentner heisst nicht automatisch "Ich nix Computer". Aber ich kenne halt auch solche, denen ist ein DVD/BluRay Player zu kompliziert - und von _der_ Seite des Spektrums schrieb ich.

Die Wandler fressen teuren Platz (und CapEx) im Strassenrandkasterl, deswegen sollen die Weg.

_Das_ wurde in dem Fall gelöst durch jüngere Leute im Haus ;-)

Man liest sich, Alex.

Am 18.05.24 um 11:48 schrieb Marco Moock:

Was vermutlich eher daran liegt das niemand es seinerzeit verpflichtend gemacht hätte den mit ISDN ein mal gesetzten Standard auch 1:1 in die neuere Technik zu übersetzten.

Denn dann könnte heute jeder ein VoIP-ISDN Gateway für wenig Geld erwerben, Hinter seine ISDN-TKA klemmen und quasi transparent mit anderen ISDN Nutzern verbinden.

Bye/ /Kay

Thomas Einzel schrieb:

Das mit dem "Telefon immer am Mann(bzw. der Frau)" ist freilich ein häufiges Problem. Und da kommen eben bei der immer größer werdenden Zielgruppe die Gadgets ins Spiel, welche man als Armband, um den Hals hängend oder auch am Gürtel, je nach Vorlieben des Kunden, trägt. Da kann man dann per DECT über die Basisstation des Hausnotrufdienstes eine Verbindung herstellen. Oder das Gerät macht das automatisch, wenn es einen Sturz des Trägers (samt Liegenbleiben desselben) erkennt. Oder die Basisstation startet automatisch einen Notruf, wenn sie den Sender eine gewisse Zeitspanne lang nicht mehr "sieht" (das kommt dann immer wieder gut an, wenn jemand Einkaufen geht, oder zum Kaffeeklatsch und den Knopfdruck zum Abmelden vergisst)

In der Tat! Aber so ein Hausnotruf ist beispielsweise durchaus preisgünstig zu haben. Ab 25€ pro Monat ist man dabei und oft zahlt das sogar die Pflegeversicherung (und nein, das ist keine Werbung! Ich bin nur ehrenamtlich ein wenig dabei, Leuten zu helfen, die das brauchen)

MfG Rupert

Natürlich kostet das Geld! Ich staune halt immer wieder über die Billig-Billig-Billig-Mentalität, auch mancher Netizen hier in der NG, welche Maximalanforderungen zum Besten geben, dennoch aber nur marginale Preise zahlen wollen. Und das, obwohl sie es angesichts der diversen Dipl.-Ings. etc. eigentlich wissen sollten. Zu Zeiten der Bundespost hat alles bestens funktioniert, was angeboten wurde. Es kostete halt Geld und es war _etwas_ hinter dem, was technisch möglich war. Heute gibt es modernste Technik mit allen möglichen Firlefanzereien zu Spottpreisen und dann ist es auch wieder nicht recht, wenn die Anbieter an allen Enden sparen (müssen), um die doch etwas absurden Preisvorstellungen der Kunden befriedigen zu können. VoIP ist ISDN und letzteres ist einer analogen Verbindung weit überlegen. Aber man muss das einfach so machen, wie es sich gehört, um gut zu funktionieren. Das geht in der Tat nur mit Geld

MfG Rupert

Und es hat keinen Akku, der bei Bedarf immer leer ist.

DoDi

Am 18.05.2024 21:44 Uhr schrieb Kay Martinen:

War die Verzögerung bei ISDN da so groß? Ich habe zudem gelesen, dass an solchen Stellen ISDN über

9xxxxx-Nummern bereitgestellt wurde, über eine andere ISDN-Vermittlungsstelle in der Nachbarschaft.

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