Genaue Temperaturmessung unerwünscht? Die Geschich te einer angelehnten Dissertation.

Aug 07, 2019 Last reply: vor 7 Jahren 814 Replies

Ja. Man muß den Mann und seine Meinung nicht mögen -- ich kenne weder ihn noch sie und kann dazu nichts sagen -- aber auch dem nur geringsten Ansatz, einen feigen und hinterhältigen Mord irgendwie zu relativieren, ist entgegenzutreten.

Mit der "klammheimlichen Freude" der 68er, unter denen ich schon seit meiner Jugend zu leiden hatte, will und werde ich nichts zu schaffen haben. Wer deren Methoden nachahmt, disqualifiziert sich vollkommen selbst. Genau das habe ich auch ausdrücklich denjenigen gegenüber gesagt, die stolz darauf waren, mit Trillerpfeifen Angela Merkel am Gehörtwerden gehindert zu haben.

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"Werte" wird da für "unsere Flüchtlingspolitik" eingesetzt, so, wie vorher "Ärzte, Ingenieure, Pflegewillige" für "Migranten" eingesetzt wurde, und "Schutzsuchende" für "Wirtschaftsflüchtlinge", etc.. Es wurde von Anfang an nie differenziert, und wer Bedenken hatte, wurde damit gekillt, dass sich unter 100 Wirtschaftsflüchtlingen auch vielleicht 10 Asylberechtigte befanden, und dass er moralisch das Schwein sei.

Es lässt sich doch nicht übersehen, dass jede Massnahme mit einem hehren Wortschwulst überhöht wird, der Andersdenkende entmachten und gutmenschlich niedermachen soll. Dann kann man Andersdenkenden leicht vorwerfen, sie hätten falsch zitiert, weil sie eben nicht wörtlich, sondern dem innewohnenden Sinn gemäss zitiert haben.

Meinst Du wirklich, der Zuwachs der AfD käme nur von Blöden, die nicht verstehen, was abläuft? Wenn man die WÄHLER der AfD mal ernst nähme, wäre das Problem wohl alsbald lösbar. Ich glaube nicht, dass man die AfD aus Liebe wählt, sondern aus Verzweiflung. Und dass man bei einer sachlich zutreffenden Migrationspolitik "Werte" missachten würde, sollte wohl erst noch bewiesen werden.

Grüße, H.

PS Ich habe mir das Video extra nochmal angesehen/gehört.

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Da wird doch deutlich, dass das Publikum GENAU verstanden hat, was ihm gesagt wurde. Man kann eigentlich ALLES, was bis dahin zu "unserer Migrationsproblematik" gesagt wurde, in diesem Satz zusammen fassen. Leider.

Ich habe keine Ahnung, wieviel jünger Du bist als ich, aber in dem Jahr war ich Abiturient und Erstsemester und ich erinnere mich sehr gut an die allgemeine Stimmung der Zeit. Die Zustimmung und Heldenverehrung war sehr weit verbreitet.

Es wird deshalb pars pro toto so oft zitiert, weil es die allgemein verbreitete Stimmung wiedergibt. Wen stört die Meinung eines irrelevanten einzelnen?

Da sind wir einer Meinung. Es geht aber AUCH darum, zu verstehen, WARUM etwas passiert sein könnte. Schon um Wiederholungen möglichst zu verhindern.

Grüße, H.

Wegen

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und spätestens seit Walter Lübcke ist der Ruf nach "offenem Visier" bei den Gegnern der Rechten so was wie ein verklausulierter Mordaufruf.

Setz dich mal für ein offenes Visier bei den Hongkong-Demonstranten ein, die sind da alle vermummt!

Hanno

Wer das war, steht im 3. Satz des von dir selber verlinkten Wikipedia-Artikels.

Hanno

Nein, du Witzbold. Er wurde *von den Medien* gerne auf diese Art zitiert, um eine bestimmte Art von Stimmung zu *erzeugen*. Ich finde ja diesen geistigen Spagat immer so beeindruckend, daß aus einer gewissen politischen Ecke ununterbrochen auf die "Lügenpresse" geschimpft wird, aber gleichzeitig alles, was denen in den Kram paßt, unkritisch als völlig objektive Darstellung akzeptiert wird.

Jedenfalls distanziert sich der Rest des Mescalero-Textes von Gewalt. Vgl. auch

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Hanno

ACK

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Das stimmt. Aber wenn sie de facto geschlossen ein Kartell und damit Monopol bilden oder besser zu bilden gezwungen werden, sieht es anders aus.

Darauf läuft es in der Praxis hinaus, wobei "ausreiched" diskutierbar ist. Hier in Köln mußte das Recht zudem schon mehrfach vor Gericht erkämpft werden. Es wird im Rat ganz offen und unverhüllt diskutiert, städtische Räume, und sei es formal, an private Pächter zu vergeben, damit die dann von der Vertragsfreiheit Gebrauch machen und die Vermietung ablehnen können. Daß ein privater Pächter frei sein könnte, die Auswahl seiner Kunden anders zu treffen, als es die rotgrünen Berufspolitiker wünschen, ist dabei für sie vollkommen undenkbar -- dafür würden sie sorgen können.

Doch, mir ist aufgefallen, daß jeder, der dort aktiv wird, das selbstverständlich allein auf Geheiß von Putin oder Erdogan tun wird und kann. Die mit Steuergeldern in Bussen zum Einsatzort gekarrte "Antifa"

-- das wurde mehrfach in parlamentraischen Anfragen bewiesen -- ist natürlich vollkommen privat und unabhängig. Ganz Abgesehen davon ist es die *Aufgabe* des Staates, Freiheitsrechte durchzusetzen, ganz egal von wem sie bedroht werden. Zwischen untätigem Zusehen und aktivem Handeln muß deshalb in diesem Fall gar nicht unterschieden werden.

Dir ist schon aufgefallen, daß der Anlaß meines Kommentars nicht war, daß sie zu dem vorgehen manmgels Alternative gezwungen waren, sondern daß sie von der Einheitspresse (alle scheinbar alternativen Regionalzeitungen kommen hier aus ein- und demselben Haus) dafür beschimpft wurden, als hätten sie etwas ganz ungeheuerliches getan.

Ich weiß, daß es das gibt und ich begrüße es. In Odenthal und in Köln, von wo aus ich schreibe, gibt es das nicht. Bei den "Wesselmännern" geht es um Großplakate, das leider sehr übliche Verschandeln aller Straßenlaternen steht allen offen.

Woher soll ich das wissen? Ich zitiere den bekannten Satz, den ich aus anderen Zusammenhängen kenne, deshalb, weil er meine Erfahrung und Beobachtung aus der Zeit treffend wiedergibt.

Deine Meinung stimmt also mit der politischen Stimmungsmache der MSM [1] zur Zeit deiner Sozialisierung überein? Welch enormer Zufall.

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BTW.

"Dann rückt Hülbrock allerdings von terroristischer Gewalt ab. „Wir alle müssen davon runterkommen, die Unterdrücker des Volkes stellvertretend für das Volk zu hassen“, schreibt er. Radikale Linke müssten sich gegenüber dem von ihnen bekämpften System nicht nur im Ziel, sondern auch in den Mitteln positiv abgrenzen: „Unser Zweck, eine Gesellschaft ohne Terror und Gewalt (wenn auch nicht ohne Aggression und Militanz), heiligt eben nicht jedes Mittel, sondern nur manches. Unser Weg zum Sozialismus (wegen mir: Anarchie) kann nicht mit Leichen gepflastert werden.“

Zahlreiche Medien kritisieren den „Nachruf“. Die meisten zitieren aus dem 226 Zeilen langen Text aber nur die vier Zeilen über die „klammheimliche Freude“ und verschweigen, dass sich der „Mescalero“ zumindest partiell von Gewalt distanziert. Linke studentische Gruppen sowie 48 Hochschullehrer aus dem gesamten Bundesgebiet lassen den „Nachruf“ nachdrucken, sie verlangen „eine öffentliche Diskussion des gesamten Artikels“."

Hanno

[1] vorsicht Ironie.

Zu Mechanismen und Ursache äußere ich mich bewußt nicht, aber es *war* die überwiegende Stimmung zumindest des nicht schweigenden, wahrnehmbaren Teils der Studentenschaft. In nicht unerheblichem Maß hat es seinerzeit auch mich selbst mitgerissen. Meine heutigen Gedanken zur RAF sind andere als damals.

Ich spreche nicht von dem Text, den ich gar nicht kenne (ziemlich sicher irgendwann einmal überflogen und wieder vergessen), sondern von der einen Fromulierung, die die Stimmung der Zeit genau trifft. Das ganze wurde nicht als Verbrechen sondern als toller Coup wahrgenommen. vom Opfer wurde durchweg als "Schleicher" und auf andere verhöhnende Weise gesprochen. Mir wurde das damals noch far nicht richtig bewußt.

Ja, und Schmidt war im Fernsehen. Die "Obrigkeit" war gegen "uns", so wurde das damals in weiten Bereichen empfunden.

Von confirmation bias hast du aber schon mal gehört?

Hanno

Könntest Du bitte erläutern, was "eine zumindest partielle Distantzierung von Gewalt" sein soll?

Grüße, H.

Am 19.09.19 um 22:20 schrieb Heinz Schmitz:

Ich hab das nicht geschrieben. Text lesen oder die Quelle fragen. Ich vermute: Rest des Textes vs. die üblicherweise zitierten 4 Zeilen.

Hanno

Den Satz

Hanno Foest wrote: [2019-09-19 15:56:13 +2]

hast Du selbst geschrieben oder zumindest nicht als Zitat kenntlich gemacht.

Korrektur: Genauer hingesehen ist es ein Zitat von Dir aus der TAZ, das Du Dir, soweit erkennbar, allerdings zu eigen machst.

Tatsächlich?

In folgendem Link wird als "die Hauptursache" CO2 genannt. Weiter im Text wird nicht nur abgeschwächt sonder widerrufen.

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Seit etwa 1890 steigt die Temperatur. Der CO2 Wert in der Luft nimmt kontinuierlich zu. Die Kältephase zwischen etwa 1940...1980 spiegelt sich in der Mauna Loa Kurve nicht. Grund steht noch aus.

Die Gründe die du anführst beeinflußen die klimatischen Bedingungen örtlich. Global - darum geht es - sind sie unbedeutend.

Ich hatte mir mal die Demonstranten am Freitag dem 20. Sept. angesehen. Überwiegend Mädchen und Frauen zumeist alternativ gewandet. Die Argumente der Mädchen beschränkten sich auf "Man müsse das Klima retten", "In 12 Jahren würde alles aus sein". Die Argumente einiger Frauen waren nicht viel aussagekräftiger. Mein Einwand, bevor man das Klima retten will, bescheidener mit dem Wetter anzufangen, wurde mit Verständnislosigkeit quittiert. :-( Weiter ist mir aufgefallen, daß die Demonstrierenden offensichtlich durchweg in Berufen tätig sind, die mehr oder weniger staatlich alimentiert werden. Menschen die Tätigkeiten nachgehen welche die materiellen Grundlagen unseres Wohlstandes schaffen, konnte ich nicht sichtigen. Heißt Kinder der "Unterschicht" waren offenbar nicht demonstrieren.

In China sind viele Unterrichtsräume etc.pp. im Winter ungeheizt. YouTube hilft für weitergehende Informationen. Es wäre mal interessant zu sehen, wie unsere wohlstandsverwöhnten Demonstranten unter gwöhnlichen chinesischen Unterrichtsbedingungen reagieren würden. Ich denke, es fällt nicht schwer, das zu erraten. :-))

Das Hauptargument ist "Hört auf die Wissenschaftler".

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Das würde ich auch mit Verständnislosigkeit quittieren, das ist eine völlig unlogische Idee.

Jugendliche gehen meistens gar keinem Beruf nach.

Aha. Eine "staatlich alimentierte" Krankenschwester oder Polizistin schafft also keine materiellen Grundlagen des Wohlstands?

Ist das das "geht doch nach drüben" nicht-Argument?

/ralph

Am 22.09.19 um 14:42 schrieb Ralph Aichinger:

Eher das "ich bild mir ein, alle sind so faul und bequem wie ich selber" Argument (aka "von sich auf andere schließen").

Hanno

Das du zwischen Wetter und Klima keinen Zusammenhang erkennen kannst, ist dir schwerlich zu glauben, aber ich will dir nicht immer widersprechen zumal heute Sonntag ist.

Ein guter Schüler zu sein, also intensiv zu lernen, mag vielen nicht als Arbeit erscheinen. Einen Beruf daraus zu machen, sollt wohl überlegt sein. :-)

Welchen produktiven Mehrwert schaffen die?

Du kennst den Spruch also auch.

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