Frueher war doch alles besser!

Jan 23, 2024 Last reply: 2 years ago 95 Replies

Am 27.01.2024 um 13:43 schrieb Volker Bartheld:

...

Das ist ganz normal. Subventionen dienen primär dazu, einen Wirtschaftszweig unter die Kontrolle des Staates zu bringen. Solche Subventionen sind dann immer mit Bedingungen verknüpft, die nicht der Wettbewerbsfähigkeit der subventionierten Unternehmen dienen.

Wenn man einen so an Subventionen gewöhnten Wirtschaftszweig die Subventionen streicht, führt das zu einem Zusammenbruch.

Das passiert auch dann, wenn man einen Wirtschaftsbereich, in dem einige Unternehmen nicht mehr wettbewerbsfähig sind subventioniert um diese schlechten Unternehmen zu erhalten. Damit schwächt man die guten Unternehmen der Branche.

Das ist durchaus auch in der Landwirtschaft zu beobachten. Es gibt da durchaus auch in der Landwirtschaft Bereiche, die keine direkten Subventionen erhalten und die hoch profitabel sind. Die sind aber inzwischen dabei, ihre Aktivitäten ins Ausland zu verlegen.

Da sind keine Subventionen aufgeführt, sondern Steuerbegünstigungen.

Einiges ist auch kurios, z.B. Mehrwertsteuerbefreiung von internationalen Flügen. Warum sollte der deutsche Staat eine MwSt. kassieren für Flüge, die ins Ausland gehen.

Das ist jedenfalls keine wissenschaftliche Studie sondern einfach nur Ökospinnergeschwätz.

Subventionen sind grundsätzlich schädlich und es wäre besser, wenn man darauf grundsätzlich verzichten würde. Vermutlich würden Nahrungsmittel dann teurer werden. Dem Landwirt könnte das grundsätzlich egal sein, aber wenn die Politik ihn in eine Abhängigkeit von diesen Subventionen getrieben hat, ist er am Arsch.

Es geht zuerst einmal darum, die Dinge richtig einzuordnen und Steuervergünstigungen sind keine Suvention.

Subventionen führen grundsätzlich zu Wettbewerbsverschiebungen, d.h. sie belasten leistungsfähige Marktteilnehmer und begünstigen leistungsschwache Markteilnehmer. Untern Strich führt das in der Regel zu einer schlechteren Ressourcennutzung und damit zu einer höheren Umweltbelastung. Das kann man z.B. in manchen Bereichen der Öko-Landwirtschaft beobachten.

Wenn es um die Verbrennung von Kohle geht, oder der Abfallbeseitigung, kommen da allerdings noch andere Aspekte hinzu.

Das ist das Problem. Viele Menschen halten sich für gebildet und informiert, plappern aber in Wirklichkeit nur das nach, was man ihnen in den Medien eingetrichtert hat.

Nein, sie glauben an die Legende, die man ihnen erzählt und sie haben ein gutes Gefühl weil man ihnen erzählt, dass sie mit ihrer Entscheidung nicht nur etwas für die Umwelt (und Ihren Geldbeutel*) sondern auch für das eigene Seelenheil tun.

** das mit dem Geldbeutel funktioniert in manchen, aber nicht in allen Fällen. Es funktioniert, wenn man das E-Auto als Dienstwagen fährt und die 0,5% Regelung in Anspruch nimmt weil man da gegenüber dem Verbrenner einen Steuervorteil hat. Wenn man sich privat ein E-Auto kauft, muss man sich aber selbst was in die Tasche lügen.

Seelenheil...

Das Auto ist das beste und universellste Fortbewegungs- und Transportmittel das wir haben. Für Fernreisen sind Flugzeuge und eventuell die Bahn besser geeignet, aber immer in Verbindung mit Autos am Start- und Zielort. Der ÖPNV ist gar nicht in der Lage, die verschiedensten Mobiliätsanforderungen, die das Auto erfüllt, zu erfüllen.

...

Am 27.01.24 um 16:18 schrieb Stefan:

Es gibt auch noch eine andere Form von Subventionen: Jene, welche sich Großkonzerne durch Bestechung der Politik auf Maß schneidern lassen, um Wettbewerb auszuschalten und/oder strauchelnde Geschäftsmodelle zu stützen.

Auch selektive Steuerbegünstigungen sind eine Form von Subvention.

Weil ein wesentlicher Teil dieser Leistung im Inland erbracht wird? Jedes Frachtunternehmen am Boden zahlt selbstverständlich Steuern auf diesen Anteil, und bei Leistungserbringung an Endverbraucher selbstverständlich auch MwSt. Warum sollte man ausgerechnet Fluggesellschaften davon ausnehmen?

Jein. Es gibt Bereiche, welche so existenziell sind, das man sie besser nicht dem freien Wettbewerb überlässt. Dazu gehören die Produktion von

*GRUND*Nahrungsmitteln, dazu gehört die Verkehrsinfrastruktur, dazu gehören die Energienetze.

Subventionen sind allerdings ein maximal ineffizienter Weg, um den Einfluss des Staates über solche Marktsegmente sicher zu stellen.

Spätestens wenn sie so teuer werden, das Bevölkerungsteile sie sich nicht mehr leisten können, hast du doch wieder eine Subvention. Diesmal allerdings auf dem langen Umweg über aufgeblähte Behörden, Sozialleistungsempfänger und Supermarktkonzerne, was sicher stellt, das nur wenige Prozent der aufgewandten Geldmittel beim Bauern ankommen.

Das hängt stark davon ab, wie gerecht diese verteilt werden und wie zuverlässig sie fließen...

Universell ja, aber auch maximal ineffizient und damit NICHT überall die beste Wahl.

Das Auto ist gar nicht in der Lage, die Mobilitätsanforderungen eines Ballungsraums zu erfüllen. So viel Straßenraum lässt sich schlicht nicht schaffen und gesund Leben kann in dem Lärm und der Luftverschmutzung dort dann auch niemand mehr. Selbst autozentrische Nationen wie die USA unterhalten in Ballungsräumen ÖPNV.

Hallo Thomas,

Du schriebst am Sat, 27 Jan 2024 10:13:12 +0100:

Erinnert mich an die Jahr-2000-Panik, da mußte ich mal für eine Steuerung bestätigen, daß die trotzdem weiterliefe. Hochregal, ohne Logging o.ä., zwar - grade eben - neu mit SPS, aber ohne sonstige Anbindung.

In "Deinem" Fall würd'ich da einfach schreiben, daß die "Cybersicherheit" von der Netzstromversorgungsstelle garantiert wurde und darüberhinaus keine weiteren Maßnahmen möglich sind...

olaf, 2024-01-23 19:13:

Ebenso erstaunlich finde ich, dass das Ding 55 Jahre am selben Platz steht. Das bedeutet auch, dass die Leute seit über 55 Jahren dort wohnen. Und dass die Gefriertruhe in 55 Jahren nie abgetaut worden sein soll, halte ich auch für eher unwahrscheinlich.

Kay Martinen, 2024-01-24 10:46:

Hier steht eine ca. 20 Jahre alte W986 (evtl. sogar älter), die ich schon gebraucht mit Garantie vor etwa 7 Jahren übernommen habe. Bisher ein neuer Antriebsriemen, ein neues Magnetventil und den Haupt-Schalterblock ersetzt. Ansonsten läuft sie immer noch einwandfrei und wird jede Woche mehrfach genutzt.

Der TÜV bietet gleich den Gutachterservice an, um die Cybersicherheit zu dokumentieren.

Praktisch, gell, brauche ich garnix schreiben!

(Kosten ~100 Öcken.)

Uff, Thomas Prufer

Ich darf auch an "Gefangen im Kasino" (SdW 12/2019) erinnern:

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Hier schon 1'001x erwähnt, ich will nicht weiter das Flohmarktmodell von Chakraborti erörtern und was es für die Daseinsberechtigung der Aussage "ohne Fleiß kein Preis" bedeutet.

Jup. Und?

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Stimmt. Allerdings gibt es nicht "die Nahrungsmittel", welche man sich dann evtl. nicht mehr leisten kann. Vielleicht und hoffentlich fallen Fleischprodukte, Fast Food und Fertigfutter zuerst weg. Gibt aber auch Zweifler, neulich einen Bericht gesehen, wie Cola mit seiner einwegverpackten Brause günstiger sein kann als Trinkwasser:

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Volker

Hier ein Siemens WM71631 (auch als Siemens Siwamat iQ 716 bekannt), damals für rund 1'500 DM angeschaft. Zwischenzeitlich neue Stoßdämpfer, neuer Keilriemen, neue Kommutatorenplatte vom Motor und Einspülventile gereinigt, Teile für unter 400€.

Die Maschine faßt 8kg und schleudert bis 1550U/min. Ein (ehrlicher)

40°C-Buntwaschgang bei voller Maschine schlug mit exakt 530Wh (ermittelt am Tevion GT-PM-04 Energiemeßgerät) und 100 Litern Wasser zu Buche - eine halbe Badewanne oder etwa 15 "große" Toilettenspülungen.

Bei SWM-Ökostrom Regional und einem angenommenen Jahresverbrauch von

2'000kWh entstehen so Stromkosten von rund 20ct pro Waschgang.

Hat schon drei seiner Nachfolger überlebt (Beobachtungen im Waschkeller).

Wörtliches Zitat meines Spezls: 'Gnirf. Wama kaputt, leider nicht mehr sinnvoll reparierbar. Neue gekauft. Ich glaube jetzt, Deine Theorie ist richtig: Neue Waschmaschinen waschen schlechter. Diese hier feuchtet die Wäsche mit einem Spritzer Wasser an und am Ende sind die Hosen immer noch matschig vom Wald. Was für ein Reinfall. Testberichte natürlich voll des Lobes ob des "geringen Wasserverbrauchs". Eh klar.'

Der wählt jetzt immer "Wasser Plus" und "Flecken Intensiv". Was das für den Wasserverbrauch sowie die Stromkosten bedeutet, können wir uns ja denken. Soviel also zum ökologischen Fußabdruck einer neuen, "sparsamen" Maschine, die einen alten Stromfresser ablösen soll. Zumindest falls man nicht nur zwei Schlüpfer mit Pipifleck wäscht.

Volker

Am 28.01.24 um 11:26 schrieb Volker Bartheld:

Wenn du die Preisentwicklung dem Markt überlässt, sicher nicht. Junkfood lässt sich billiger produzieren als hochwertige Lebensmittel. Und wo dies mal nicht der Fall ist, bestechen die Konzerne die Politik, kaufen die Rohstoffe weg oder klagen die lästige Konkurrenz in Grund und Boden.

Sag ich doch. Und das beschränkt sich nicht auf Mexiko. Stichwort bevorzugter Zugang zum Grundwasser für die Tesla-Gigafactory in Grünheide, mitten in einer Region, in der der Grundwasserpegel sowieso schon Jahr für Jahr bedrohlich sinkt...

Müßte die Frage nicht eher sein, warum überhaupt MEHRWERTsteuer abgegriffen wird? Weil es so einfach ist?

Bei einer Fertigungskette zahlt jede Stufe Mehrwertsteuer, aber wenn die Endstufe nicht verkauft wird, wurde wofür dann Steuer entrichtet? Dafür, dass sich Beschäftigte erfolglos bewegt haben?

Mit jeder Preissteigerung kann mehr Steuer abgegriffen werden. Mit welchem Recht?

Genügend viele Weselskis machen den Staat reich und den Bürger arm.

Mit der Mehrwertsteuer ist es gelungen, das Konzept der Besteuerung von Gewinn als eine Kaufsteuer auf die vorher bei Käufen steuerfreien Bürger auszuweiten.

Möge die Heizung stets mit Euch sein, sowie Habeck bei den Kindern, und Baerbock im Flieger, Grüße, H.

Am 28.01.24 um 12:44 schrieb Heinz Schmitz:

Falls die Fettschreibung dazu dienen sollte, dich am Begriff aufzugeilen... das Ding heißt gar nicht Mehrwertsteuer, sondern UMSATZsteuer.

Ansonsten: der Staat muss sich irgendwie finanzieren. Er kann dies tun, indem er Besitz besteuert (Grundsteuer, Vermögenssteuer), indem er Unternehmen besteuert (Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer), indem er Ware/Dienstleistungen besteuert (Umsatzsteuer), oder indem er Arbeit besteuert (Lohnsteuer).

Willst du die Besteuerung von Waren streichen, müsstest du die anderen entsprechend erhöhen, was auf gewisse Widerstände der jeweiligen Lobby stoßen wird.

Vielleicht solltest du dich doch mal zumindest über die rudimentären Grundlagen des Steuerrechts informieren, bevor du dumme Sprüche klopfst.

Die Umsatzsteuer ist natürlich nur einmal am Ende der Fertigungskette zu entrichten, und auch nur dann, wenn das Produkt tatsächlich an einen Endverbraucher verkauft wird.

Für im Lager liegende Waren fällt noch KEINE Umsatzsteuer an.

Für an andere Unternehmen verkaufte Zwischenprodukte fällt ebenfalls KEINE Umsatzsteuer an.

Sollte ein Unternehmen ein Zwischenprodukt erwerben, das fälschlich bereits mit Umsatzsteuer belastet ist, darf es die zu viel gezahlte Steuer mit der noch zu zahlenden Steuer für das Endprodukt verrechnen ("Vorsteuerabzug").

Thomas Prufer schrieb:

Tja, wenn heute jede Kackhauslampe ihr eigenes WLAN aufmacht passiert dann schon mal sowas. Könnt ja einer mit seinem Not-So-Smartphone Disco in der Kabine veranstalten.

Guido

Ich habe gerade mehrere (natürlich nur ein Exemplar pro Geräteart) probeweise gekaufte Tuyas in der Nachbarschaft verschenkt. Was ich verwende, redet nur mit meinem Raspberry, bleibt strikt innerhalb des LAN und bekommt alle Außenverbindungen im Router abgedreht.

Die Mehrwertsteuer gab es auch. Sie war aber aufwendiger und komplizierter als die Umsatzsteuer mit Vorsteuererstattung.

Nein, falsch, siehe oben.

I wo. Dumme Sprüche gehen auch so.

Man kann sich die Steuer aber auch mehrfach erstatten lassen:

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Volker

Käse!

Nein, falsch. Die zutreffende Bezeichnung ist "Umsatzsteuer". Die umgangssprachliche Bezeichnung "Mehrwertsteuer" meint exakt dasselbe. Und natürlich hat dein Vorredner auch im übrigen recht

MfG Rupert

Dann findest Du doch auch sicher die Zeit, den deutschen Wikipediaartikel "Mehrwertsteuer" zu korrigieren und in Deinem Sinne zu ändern.

Warum? Der Artikel weist völlig korrekt darauf hin, das in Deutschland schon seit 1968 keine Mehrwertsteuer mehr erhoben wird, sondern Umsatzsteuer. Diese unterscheidet sich gerade in dem entscheidenden Punkt, das NICHT jede Stufe der Wertschöpfungskette, sondern nur das Endprodukt besteuert wird.

Der Begriff "Mehrwertsteuer" wird heute im deutschen Volksmund als (falsches) Synonym für Umsatzsteuer verwendet.

Ja und. Ich schrieb ja "gab es". Vor allem war die reine Umsatzsteuer, die jeden Umsatz besteuert, etwas anderes. Mit dem Vorsteuerabzug wurde die Umsatzsteuer, unter Beibehaltung des Namens, zur de facto Mehrwertsteuer umgestaltet.

Der Verwaltungsaufwand der wenigen Länder mit echter Mehrwersteuer ist auch beschrieben.

Falsch bleibt aber, die Umsatzsteuer würde nur vom Endverbraucher erhoben. Sie fällt auf jeder Stufe an, kann nur auf der Einkaufsseite nicht zwingend voll erstattet sondern mit eingenommener Umsatzsteuer verrechnet werden. Wenn die Einnahmen nicht reichen (unverkäufliche Ware z.B. oder unbrauchbares Vorprodukt), bleibt sie auch am Nicht-Endverbraucher hängen (der allerdings dabei zum de facto Endverbraucher wird).

Das ist falsch.

Richtig ist, dass der Unternehmer, der Ware einkauft im Regelfall die darauf entfallende Umsatzsteuer an den Verkäufer zahlt. Wird die Ware weiterverkauft, schlägt der Verkäufer auf den Netto-Verkaufspreis die MwSt. auf und stellt diese dem Käufer in Rechnung.

Die Differenz aus gezahlter Vorsteuer und eingenommener MwSt. zahlt der Unternehmer dann an das Finanzamt.

Diese Differenz kann auch negativ sein, z.B. wenn größere Warenmengen aufs Lager gehen und nicht sofort wieder verkauft werden oder wenn größere Investitionen, z.B. in Maschinen, gemacht werden.

Dann erhält der Unternehmer die Differenz vom FA überwiesen.

Liefert der Unternehmer an einen Unternehmer im Ausland, z.B. in ein anderes EU-Land, wird keine MwSt. abgerechnet.

Dann kann es vorkommen, dass die Differenz jeden Monat negativ wird und dass jeden Monat eine Erstattung vom Finanzamt gezahlt wird.

Dasselbe gilt für auf Investitionsgüter gezahlte MwSt.

Daneben gibt es einige Sonderfälle.

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