Es gibt ein Problem mit dem Autopiloten.

Oct 31, 2019 Last reply: 6 years ago 707 Replies

Hallo Ewald,

Du schriebst am 25 Nov 2019 02:49:34 GMT:

Ich will damit auch nurverdeutlichen, wasdazu "in den Büchern steht".

...

unddamit dasgenaueGegenteildessen, was anderwärts Gepflogenheit ist (d.h. geplegt wird, woher dieGepflogenheit ja stammt).

...

Gut, wenn sich damit dieses "Deutschland" unbedingt vom Rest der Welt absondern zu müssen meint (engl.:reflexion, frz.: reflexion u.a.)... MancheDeutsche waren wohl schon immer besonders, ihrer Meinung nach.

Hallo Hartmut,

Du schriebst am Mon, 25 Nov 2019 09:12:09 +0100:

Weil Dein Spiegelbild mit _dessen_ Vorderseite vor Dir steht, wie einer, mit dem Du ratschst. Schaut der jetzt in dieselbe Richtung wie Du oder Dir entgegen?

Wenn ich "hinter meinem Spiegekbild stehe", dann gibt es das Spiegelbild nicht mehr. Aber die Diskussion ist sowieso recht müßig, im dreidimensionalen Raum gibt es eben zwei inkongruente (inkompatible) Orientierungsmöglichkeiten, zwischen denen Spiegelsysmmetrie besteht - ob man da links-rechts, vorn- hinten oder oben-unten vertauscht sehen will, kommt auf die jeweilige Sichtweise und Situation an. Wie siehst Du übrigens Dein Spiegelbild, wenn Du _auf_ einem Spiegel stehst? Ist dann für Dich auch links und rechts vertauscht und nicht etwa unten und oben?

...

Ich überlege durchaus, was und wie ich schreibe, und prüfe das auch mal durch Nachlesen. Manchmal mache ich mir durchaus auch ein paar Gedanken über die mögliche Herkunft - da gibt es übrigens eine ganze Fachrichtung, die das professionell macht, nennt sich Etymologie. Einfach bloß Buchstaben (oder beim Sprechen Lautfetzen) in die Gegend zu schmeißen verbessert die Wahrscheinlichkeit, von anderen verstanden zu werden, durchaus nicht. Sich an Konventionen zu halten dagegen sehr wohl.

Du schriebst am Mon, 25 Nov 2019 09:15:02 +0100:

Weil die Optik das Bild einfach um 180° dreht - seitenverkehrt _und_ kopfstehend hebt sich wieder auf, so daß das Bild effektiv die gewohnte Orientierung aufweist. Schau's Dir einfach mal von der anderen Seite an, auch wenn das nicht ganz einfach zu machen ist (Du mußt Dich über die Kamera beugen und an Deinem Körper vorbeizielen).

Hallo Hartmut,

Du schriebst am Mon, 25 Nov 2019 09:46:18 +0100:

[Eisenbahn]

Richtig, und die sind nach einem völlig anderen Prinzip miteinander gekoppelt als Autokolonnen. Bremst bei letzteren ein Fahrzeug, schiebt sich die Kolonne umso stärker zusammen, je länger sie ist. Bremst ein Eisenbahnzug, _streckt_ er sich, weil das Bremsen _von hinten_ beginnt. Komisch? Nee, ist so - Eisenbahnzüge bremsen mit Druckluft, die vom Kopfende ausgehend erstmal durch den ganzen Zug nach hinten eleitet wird und erst von dort wieder nach vorn an die Bremsen. Die Erfindung dieser Methode war übrigens der Schlüssel für den effizienten Eisenbahnbetrieb, weil erst die die Bildung von, theoretisch beliebig, langen Zügen ermöglichte. Ganz zu Anfang mußte zum sicheren Betrieb auch da eine Sichtverbindung von vorn nach hinten bestehen, damit die Bremser (Du kennst vielleicht noch den Begriff "Bremserhäuschen"?), idealerweise alle zugleich, das Zusammenschieben der Wagen beim Bremsen verhindern konnten. Damals soll es einige Eisenbahnunglücke wegen falschem Bremsen gegeben haben

Hallo Hanno,

Du schriebst am Mon, 25 Nov 2019 11:51:21 +0100:

Ächt? Haste gut verstecken können.

...

Weil das eben in keinem der Fälle so sicher ist, und bei der Bahn aufgrund der viel größeren Abstände noch viel weniger.

Nicht von mir - ich seh' das auch eher als problematisch an.

Halt - da hast Du jetzt einen wichtigen Punkt unterschlagen: Bei Kfz sind die Bremswege der Fahrzeuge untereinander einigermaßen vergleichbar lang (ja, auch zwischen Klein-Pkw und 40t-Laster). Bei der Bahn sind die Bremswege unterschiedlicher Einheiten (es handelt sich ja meist nicht um Einzelfahrzeuge) um bis zu über einem Faktor 10 unterschiedlich - da würde ein schnell bremsendes Fahrzeug von einem dichtauf folgenden langsamer bremsfähigen einfach völlig überrannt.

Und aus dem vorstehenden Grund ist das bei der Bahn eben _nicht_ einfacher.

Nein, wenn man das System betrachtet. Da müßte es dann für jede Zug"gattung" (so nennt man das) separate Gleisstrecken geben, dann hättest Du recht.

Hallo Hartmut,

Du schriebst am Mon, 25 Nov 2019 09:55:18 +0100:

[Kolonnen bremsen]

Ja, durchaus in etwa so. Die Kolonnenfahrzeuge tauschen die Daten ihrer Bremsfähigkeit untereinander aus und einigen sich dann auf einen Wert, der ein sicheres Bremsen der gesamten Kolonne ermöglicht. Motto: Besser etwas später sicher zum Stehen gekommen als alles Kraut und Rüben über- und durcheinandergeschoben.

Ähnliches wird doch auch in der Netzwerktechnik gemacht, wo sich die Netzteilnehmer (-geräte) über ihre Übertragungsmöglichkeiten austauschen und sich auf eine für alle verträgliche Betriebsweise einigen.

Sieghard Schicktanz schrieb:

Und wenn du hinter dir eine Kamera hinstellst, diese ein Bild oder ein Video aufnehmen läßt und dir das dann ansiehst? Du solltest dann dich und dein Spiegelbild in dieser Aufnahme sehen.

Guido

Am 26.11.19 um 21:50 schrieb Sieghard Schicktanz:

Es wird dennoch bei der postulierten engen Kolonnenfahrt (Abstand 3 Meter oder so) und (Not)bremsbedarf nicht jeder so stark bremsen, wie die Reibung hergibt, weil die Toleranzen im Bremsweg aus 80 oder 100 km/h die genannten 3 Meter sicherlich übersteigen werden. Daher wird man auch die Bremskraft (vernetzt) nachregeln, damit die Abstände nicht zu klein werden.

Warum sollten die unterschiedlichen Bremswege ein Problem sein? Wenn es nur darum geht, dann regelt man die Bremskraft der stärker verzögernden Züge einfach so weit ab, bis sie alle den gleichen Bremsweg, nämlich den des mit dem längsten Bremsweg, haben, und der Drops ist gelutscht. Oder?

Ich vermute aber, es gibt noch das eine oder andere Problem, was bei dieser Betrachtung unter den Tisch gefallen ist... :-]

Hanno

Sieghard Schicktanz snipped-for-privacy@schs.de:

Du greifst immer noch zu kurz. Außerdem sind die paar Zauseln mit westeuropäischen Wurzeln nicht gleich der Rest der Welt.

Auf englisch eher reflection, bei American Heritage wird angemerkt, reflexion sei eine Chiefly British Variant of reflection, ebenso bei Merriam-Webster: das ist chiefly British spelling. Vielleicht schreiben die voneinander ab.

Hier ein Absatz zum Sprachgebrauch im Englischen:

formatting link
(also mit x zuerst, seit 14. Jh., mit ct erst ab 18. Jh. bevorzugt, per Einfluss durch das Verb.)

Französisch eindeutig Reflexion. Aber da geht auch die Übersetzung des reflektieren anderswohin, nach réfléchir, sowohl für nachdenken als auch für zurückbiegen oder -werfen, statt im Englischen auf reflect.

Deutschsprachig darfst Du jetzt Fundstellen selbst suchen, abwechselnd zu Reflektion und Reflexion, es sind beide reichlich vorhanden, auf Zeno.org und in den verschiedenerlei Abgründen (Korpora) der dwds ("Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute").

Da wirfst Du jetzt aber e> Du schriebst am Mon, 25 Nov 2019 09:46:18 +0100:

... die Rede ist, in einen Topf. Wenn ich den mutigen Plan richtig verstehe, will man die einzelnen Kfz auf der Autobahn mit virtuellen Methoden ähnlich rigide koppeln, wie das bei den Wagen eines Zuges rein mechanisch der Fall ist.

Natürlich kann man das machen, setzt nur voraus, daß die Tempi der Fahrzeuge eines virtuellen Zuges identisch sind, sich die Verzögerung im Falle einer Notbremsung am schwächsten Fahrzeug orientiert (ja, man kann mit den Sicherheitsabständen spielen und noch ein paar 1/10m/s^2 herauskitzeln, oben redete man aber von "Abstand Null") und die Kopplung, d. h. der Datentransfer zuverlässig, sicher und annähernd verzögerungsfrei erfolgt.

Natürlich wird sich der Fahrer des Porsche 911 Turbo S, der die Kolonne anführt, wärmstens bedanken, wenn sein Fahrzeug auf das Niveau eines Dacia Duster abgeregelt wird und er bei der Notbremsung zu dessen Gunsten nähere Bekanntschaft mit den Innereien eines Rehbocks macht, aber das sind Marginalien und Administrativa - wie auch das Protokoll, mit dem eine Notbremsung oder andere Aktivitäten solcher Ad-Hoc-Netzwerke verhandelt werden sollen. Sieht man ja bei Bluetooth und WiFi, alles längst gelöste Probleme.

Geht also vollkommen trivial, in Pippi Langstrumpfs Welt.

Wie bei den Fahrzeuggattungen auf der Autobahn. Da kriegte der Porsche-Pilot dann die linke Spur zugewiesen und keinen Rehbock mehr auf dem Beifahrersitz, aber dafür vielleicht die rauchenden Trümmer vom V8 des BMW X6M hinter ihm, falls es mit dem Sichtfahrgebot evtl. doch klüger gewesen wäre - angesichts des noch menschlich gesteuerten Golf R32, der mit 200km/h auf der linken Spur parkt.

SCNR, Volker

Am 26.11.19 um 21:29 schrieb Sieghard Schicktanz:

Entgegen, das ist also eine Widerspigelung (ohne "ie"). ;) Kannst es auch "Refletion oder "Reflexion" nennen, sol mir beides recht sein. ;)

Du sollst dir das ja auch nur denken. Mir scheint, dir fehlt etwas räumliches Vorstellungsvermögen.

Stimmt, das kommt dazu. Aber nicht, ob man's sehen will, sondern ob man's sieht. Nur das Gehirn täuscht sich da. Dir ist nicht bewusst, dass dein Spiegelbild seitenverkehrt ist.

Beides , wage ich zu behaupten. Egal, ob du darauf oder davor stehst, sitzt, liegst, ... Überlege, bevor du antwortest. ;)

Klar. Besonders missverständlich ist es wohl, wenn man einmal "Reflektion" sagt, ein andermal "Reflexion". ;)

Nimm's mit nicht übel, jetzt glaube ich, du bist etwas unterbelichtet. ;) Oder der Altersstarrsinn bricht sich Bahn oder beides. ;)

Ich bin hier 'raus. Kannst mich mal anmailen, wenn du das vollzogen hast, was du von mir verlangst: Überlegen. ;)

Am 27.11.2019 um 10:35 schrieb Hartmut Kraus:

Das wird wohl daran liegen, dass du bekloppt bist.

Am 26.11.19 um 22:28 schrieb Guido Grohmann:

Oder wenn der Friseur dir vor dem Spiegel einen Handspiegel hinter dein weises Haupt hält? Dann siehst du es von hinten, aber zweimal gespiegelt, also wieder seitenrichtig.

Am 26.11.19 um 21:40 schrieb Sieghard Schicktanz:

Wissemer doch. Bring' doch mal deinen Ironietdetektor zur Reparatur. Der erkennt ja nicht mal Smileys. ;)

Am 26.11.19 um 23:08 schrieb Hanno Foest:

Oder. ;) Dann kannst du sowas wie Notbremsungen vergessen. Der eine machen müsste (und auch könnte), brummt dann eben auf das Hindernis drauf. Und der schlechter bremsende hinter ihm möglicherweie noch ihm.

Am 26.11.19 um 22:00 schrieb Sieghard Schicktanz:

Schöne Zukunftsmusik, aber das müssten dann wirklich /alle/ können. Also mache ich mich da mal jetzt nicht heiß. ;)

Richtig, aber in einem Netzwerk sind eben auch alle dafür gebaut, auf der Straße noch lange nicht.

Am 27.11.2019 um 10:52 schrieb Hartmut Kraus:

Wieso trennen wir nicht einfach mal den Normalbetrieb von Sabotage und Notfällen? Und dann betrachten wir die Massenkarambolagen, die von schlafenden Fahrern nach einer einfachen Karambolage verursacht werden.

Dann werden wir feststellen, daß bereits die Ursachen für solche Staus mit Autopilot verschwindend gering werden, und ebenso die Folgen.

DoDi

Am 27.11.2019 um 10:21 schrieb Volker Bartheld:

[...] Das kann nicht passieren, wenn er auf dem für testosterongestörte verkannte Rennfahrer freigegebenen Grand Prix Rundkurs fährt :-]

Wer Porsche kauft, macht sich seine Welt - wo bloß? Meist endet die schon am Brett vor dem Kopf ;-)

...wenn er in der Lage ist, auch noch diese seine Spur zu finanzieren. Alles kein Problem für Porsche Langstrumpf :-]

DoDi

Am 27.11.19 um 11:58 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Das gibt mir ja wieder Hoffnung. ;)

Am 27.11.19 um 12:08 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Du bist ja bloß neidisch, weil du dir keinen Porsche leisten kannst. ;)

Du meinst, ein System muß nur unter optimalen Bedingungen funktionieren und dort zumindest ansatzweise das Potential zeigen, die Situation zu verbessern? Ja, diese "Gut-Gemeint-Lösungen" kenne ich zur Genüge. Gelegentlich auch als "Was-kann-es-schon-schaden-Ansatz" bezeichnet.

Jup. Aber auch die Existenzberechtigung für den Aufmerksamkeitsassistenten wäre bewiesen. Damit ist die EU auf dem goldrichtigen Weg und wir dürfen uns entspannt zurücklehnen, Papi paßt auf:

formatting link

"[...] Nach den neuen Vorschriften müssen fast 30 verschiedene Merkmale oder Systeme in neue Fahrzeuge verschiedener Typen eingebaut werden. Die meisten Technologien werden im Mai 2022 für neue Modelle [...] und ab Mai

2024 für bereits bestehende Modelle verpflichtend. [...] Das System der intelligenten Geschwindigkeitsunterstützung (ISA) [...] gibt dem Fahrer Feedback, basierend auf Karten und Verkehrszeichenbeobachtung, immer dann, wenn die Höchstgeschwindigkeit überschritten wird. [...] Zu den weiteren lebensrettenden Systemen, die in Neufahrzeugen eingeführt werden sollen, gehören: Notbrems-Assistenzsysteme und Notbremslicht, fortgeschrittene Fahrerablenkungswarnung, Notfall-Spurhaltesysteme, Rückfahrwarnsysteme und alkoholempfindliche Wegfahrsperren. [...]"

Mal sehen, ob der Rückgang der argumentierten 3206 Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen anno 2016 dann ähnlich motiviert ist wie bei z. B. einer Radhelmpflicht und wie hoch er wohl ausfällt. Aber wir wissen ja: Jedes Menschenleben zählt, das rechtfertigt beliebigen Aufwand. Außer in der Krankenversicherung, am Arbeitsplatz, im Schulwesen, bei der Kinderbetreug oder der Rente natürlich.

Vol"Was unternimmt man eigentlich bei den gut 100'000 Schwangerschaftsabbrüchen jährlich, davon über 95% mit Beratungsregelung, d. h. ohne medizinische oder kriminologische Indikation?"ker

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required