Audio-Cinch mit Multimeter messen

Aug 13, 2006 37 Replies

Hallo,



um den Defekt einer Endstufe im Auto zu finden, würde ich gerne messen, ob die Audiosignale vom Radio (Cinch-Buchsen) am Kabelende im Kofferraum ankommen. Kann mir jemand sagen, ob das mit einem einfachen Multimeter möglich ist? Oder was brauche ich dazu (nur wissen, ob was ankommt, mehr ist gar nicht nötig)? Ich wollte es mit der Einstellung 'AC' versuchen, und eine Kontaktspitze in die Cinch-Buchse stecken, und die andere Messspitze an das blanke Gehäuse der Buchse. Ist das richtig? In welchem Bereich müsste die Spannung so liegen? Das Multimeter bietet für DC 200, 2000 und 20.000 mV und für AC 230 und 750 Volt. Wenn AC richtig ist, ist die Auflösung vielleicht zu schlecht, so dass ich trotz ankommenden Signals nicht zu sehen bekomme?



Welche Möglichkeit gibt es sonst? Außer "zweite Endstufe versuchen" oder "neues Kabel versuchsweise verlegen"..



Vielen Dank für jeden Tip! Nico


Nicklas Pentax schrieb:

Das klingt doch ganz vernünftig. Wenn man die Spannung nicht so genau weiß ist es immer gut, mit dem größten Spannungsbereich anzufangen und sich dann weitervorzuarbeiten. Misst du mit einem Digitalmultimeter? Oder mit nem alten analogen Zeigerinstrument? Bei Digitalen ist das meist sehr einfach, weil die sich in weiten Bereichen selbst einstellen.

Vielleicht liegts auch an der Box? Aber das mit dem Messen ist schon ok.

Gruß Chris Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird beides verlieren

"Christian Schroeder" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@news.dfncis.de...

Aber das Messgeraet taugt dafuer nicht: Der Wechselspannungsbereich beginnt bei 200V, weil kein aktiver Gleichrichter, sondern eine simple Diode als Gleichrichter verwendet wird. Spannungen unter 0.7V, also Audiosignale, versacken da. Ein Messgeraet mit durchgaengigen Bereichen, also auch 2V VAC, wie das M3900 von Pollin waere geeignet.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Hallo Manfred,

Also meine Multimeter konnten das alle, auch die analogen. Ich habe oft Line Level Audiosignale damit gemessen. Das alte Metex Digitalmeter aus Germany hat sogar einen 200mV AC Bereich.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Hallo Nicklas,

Leih Dir eines aus, was einen 2V oder weniger AC Bereich hat.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Hallo Manfred,

Sorry, Misverstaendnis im vorigen Post. Das Geraet, das Nicklas jetzt hat, geht in der Tat nicht. Ausser mit einer Diode und Widerstand davor.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Danke an alle für Tips! Ich folgere insgesamt mal: Audiosignale sind Wechselspannungen im Bereich von ca. 0,7 Volt und mit meinem Digital(!)-Multimeter wohl zu klein.

Danke + Gruß, Nico

Nimm lieber eine Glühbirne statt ein Voltmeter. Aber eine für 24V von LKW und BUS. Manche Verstärker können nämlich mehr als 12V AC liefern wenn du voll aufdrehst und dann flutscht die Birne durch.

Servas

das smiley ist im header verborgen

Hallo!

rn

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube der OP will das Line-Pegel-Audiosignal messen, welches zum Verst=E4rker f=FChrt.

LG, Edi

Nicklas Pentax schrieb:

Kauf Dir einen Kristall-Ohrh=F6rer mit passenden Steckeradapter. Die normal =FCblichen Pegel m=FCsste mabn damit schon gut h=F6ren k=F6nnen; zum Vergleich k=F6nnte man den H=F6rer ja mal an einem funktionierenden Verst=E4rker anschliessen. Gruss Harald

Nicklas Pentax schrieb:

Naja, das mit dem Meßgerät wird ja scheinbar nichts, aber Du kannst statt dessen einfach überprüfen, ob die Endstufe eingehende Signale verstärkt: Nimm ne Strippe von Deinem Messgerät, Spitze in die Chinch-Buchse und am anderen Ende mit dem Finger drauftappen - auf so etwas reagiert normalerweise jede Endstufe mit Brummen/Rauschen/Knacken.

Was Deine Lautsprecher angeht - einfach mit dem Ohmmeter durchmessen: Wenn ein Durchgang vorhanden ist (also keine 8 Ohm Impedanz - die gilt für 1 kHz, sondern fast Kurzschluß) sind die wahrscheinlich in Ordnung. Das Messen selber kann man normalerweise auch im Lautsprecher hören - knacken und kratzen beim drauftippen. Davon abgesehen kannst Du dann auch die Lautsprecher nehmen, um Dein Kabelende zu prüfen - einfach mal damit verbinden und horchen. Dieses NF-Signal ist zwar recht leise, aber mit Lautsprechern immer deutlich hörbar.

Also anders gesagt - für die komplette Diagnose brauchst Du eigentlich nur Deine Finger und etwas Draht. Bei einem Auto kann ich das auch ohne Gewissensbisse empfehlen, weil Du nicht an der NF-Spannung hängen bleiben kannst. ;o)

Gruß,

Ed

"Nicklas Pentax" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@individual.net...

Nein, diese Diode ist im Messgeraet fuer den 200V AV Bereich schon drin und frisst deine 0.7V. Joerg liegt falsch, das man mit einer davorgebauten Diode Audiosignale messen koennte.

(Wir reden hier jetzt nicht ueber vorgespannte Germaniumdioden oder sonst was, wo man dann gleich mit aktiven Gleichrichter richtig bauen koennte)

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

JA

1 V AC ist aber mit einem 5 Euro Messger=E4t nicht richtig zu messen. (m=FCsste true rms sein)

der

Kopfh=F6rer - leise stellen!!

Nicklas Pentax schrieb:

Wenn du mit Box=Lautsprecher meinst, ja das geht. Einfach das Messgerät auf "Widerstandsmessung" stellen und den passenden Messbereich einstellen. Lautsprechher vom Verstärker abklemmen und direkt an den Lautsprecheranschlüssen messen. Müßte dann so bei 4 Ohm liegen. Ausnahme bilden hier z.B. Hochtöner mit passiver Frequenzweiche. Ich gehe aber mal einfach davon aus, dass es ein Tief/Mitteltöner ist. HTH Andy

dann hab ich ihn mißverstanden :-(

"5 Köpfe denken in 1 h produktiver als 1 Kopf in 5 h". Das sagen die 4 Köpfe mehrheitlich, die sich nach der 1-h-Besprechung mit dem 5-h-Einzeldenker selber auch für Produktive halten.

Am Mon, 14 Aug 2006 00:02:40 +0200 schrieb Nicklas Pentax :

Die Audiosignale liegen üblicherweise unter 2000mV, manche teure Autoradios können auch einige V. Billige Multimeter arbeiten oft nur bei

50Hz oder bis 400Hz genau. Aber erstens brauchst du keine genaue Anzeige, zweitens kannst du ja "ordentlich Bass-Dampf" auf die Leitung geben. Bei leisen Passagen hast du ev. nur wenige mV am Kabel. Nicht geeignet sind jene billig-Multimeter, die nur AC Bereiche größer-gleich 200V haben, die haben eine einfache Gleichrichterdiode drin, die 0,7V kostet. Ich sehe gerade, daß deines ein solches sein dürfte, wenn ich dir den 230V Bereich aber nicht glaube, das werden 200 sein. Nimm einen Kopfhörer und halte ihn an die Leitung - du wirst etwas hören, wenn Signal da ist und kannst damit die Ausgangsstufe auch nicht überlasten. Oder borge dir ein besseres DMM aus.
Martin

Nicklas Pentax schrieb:

H=E4ng irgendeinen einen Kopfh=F6her dran. Ist zwar recht leise aber zum Testen geht das.

Am Mon, 14 Aug 2006 01:14:55 +0200 schrieb Nicklas Pentax :

Eine Box (> einige Watt Belastbarkeit) kannst mit einer 1,5V Batterie (kann auch relativ leer sein) oder einem Durchgangsprüfer ganz grob testen. Die Batterie mit den Leitungen mehrfach kurz antippen, es muß ein knacken, krachen oder kratzen zu hören sein. Dann tut sie zumindest noch irgendwas und kann nicht die Ursache für vollige Stille sein.

Martin

Am 14 Aug 2006 00:50:20 -0700 schrieb Harald Wilhelms :

Beliebiger Kopfhörer geht (zB vom Walkman) Meist 16..32 Ohm, ca. 100dB/mW, Der Ausgangswiderstand ist bei Line i.A.

Am Mon, 14 Aug 2006 10:12:27 +0200 schrieb Edzard Egberts :

Meinst du NF oder Netzspannung - erstere kann auch im Auto beachtliche Werte annehmen.

Martin

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