Liebe Leute,
vor Jahr und Tag bekam ich einen Eprommer geschenkt, der lange bei mir herumlag, bis ich den endlich mal in eine Gehäuse einbauen wollte. Doch mein Gesicht wurde lang.
Das gute Stück verschluckt Daten und ist extrem unzuverlässig. Gebaut wurde es einst von Auerswald. Vertrieben wurde es von den einschlägigen Ketten wie "blauer Klaus" und Vobis.
Eine Analyse der Leiterplatte zeigte mir, daß das Ding "broken by design" ist. Die serielle Schnittstelle kennt kein Handshake-Verfahren und kann von einem Rechner regelrecht überfahren werden. Die Daten kommen auf einen extrem hochohmigen Bus, der nur mit Mühe die TTL-kompatiblen Eingänge der EPROMs treibt und gerne Lesefehler erzeugt.
Es ist Zufall, ob dieser EPROG 27011 funktioniert oder nicht, es ist außerdem extrem chipabhängig. Man kann die Dinger zwar auswählen, man kann auch die Algorithmen auswählen, nach denen programmiert werden soll, aber richtig funktionieren tut das Teil eher nicht.
Abhilfen waren bis her:
- Busterminierung auf den Datenleitungen, 100k nach 5V und 100k nach GND
- Leitungstreiber auf einer externen Platine
- Austausch einzelner LS-IC gegen HS, HCT und ALS
Gebracht hat das alles nichts. Nun bin ich doch etwas ratlos, obwohl der baugleiche Prommer eines Bekannten, der mir sein Gerät leihweise zur Verfügung stellte, etwas besser funktioniert. Das heißt, ich konnte damit versuchsweise einzelne EPROM-Zellen beschreiben und auslesen.
Hat jemand noch ein paar Ideen, wie man das Gerät wieder zum Laufen bringt?
Viele Grüße, Holger