einfaches Problem mit ohmschen Gesetz

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Hallo zusammen!

Ich habe ein eigentlich simples Problem.

Ich habe Widerstand, sowie Spannung um eine einfache Glühlampe zu betreiben.
Spannung: 12V
Widerstand: 76,8 Ohm
Nach dem Ohmschen Gesetz: I = U / R
bekomme ich einen Strom von ca. 156 mA

Wenn ich nun mein Messgerät einschleife zeigt mir dieses jedoch 0,02 A an.
Dass sich der Widerstand verändert beim erzitzen ist mir bekannt, aber so
eine Auswirkung dürfte das eigentlich nicht haben. Ist nun mein Messgeärt
futsch oder hab ich einen Denkfehler ?!?

Danke







Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz

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Gemessen oder abgelesen?
Nach dem Strommessen immer noch 76.8?

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Das sind etwa 1.9W, verträgt Dein Widerstand das? (Die kleinen süßen
haben überlicherweise 1/4W)

/Jan-Hinnerk


Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
Danke für deine Antwort!
Der Widerstand ist gemessen.
Es handelt sich um den ohmschen Widerstand der Lampe, also nix 1/4 Watt
Widerstand.

Steffen

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Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
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Dummerweise haben Lampen keinen konstanten ohmschen Widerstand! :->
Da hätten wir dann auch schon den Denkfehler.

Gruß Lars

Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
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Aaaaargh.
Die Lampe ist kein Ohmscher Widerstand. Ohmsche Widerstände
sind definiert als R=const. Das, siehe Topic, Ohmsche
Gesetz definiert ein Modell eines idealen elektrischen
Widerstands.

--
mfg Rolf Bombach


Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz

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Haupsache Unsinn vom Stapel gelassen?

Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
Hallo!

Das hatten wir doch letztens erst. Es gibt (mind.?) zwei verschiedene
Bedeutungen von "ohmisch". Siehe "Stromverbrauch eines gedimmten
Deckenfluters"

Ciao - Peter

--
Für Privat-Email bitte Betreff mit "Usenet-Reh" beginnen lassen.



Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
1 Das heißt  ohmsch und nicht ohmisch
2 Ist eine Lampe, so es sich um eine Glühlampe und keine LED handelt
natürlich ein ohmscher Widerstand

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Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz

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zur weiteren Verwirrung   ;-)

a. Lampe = ohmscher Widerstand aber nichtlinear
b. Lampe = ohmscher Widerstand aber (z.B. bei Dimmerbetrieb)
nicht zwangsläufig eine ohmsche Last

mfg  Bertram
--

Bertram Geiger,  Graz - AUSTRIA
Private Mail: remove the letters "b a d" from my reply address


Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
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Ja sicher kann man mit 3 falschen Aussagen die Verwirrung
erweitern. Toll, und?

--
mfg Rolf Bombach


Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
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??? 3 falsche Aussagen ???
Toll, und ?  ... finde ich auch   ;-)

nun:
Punkt a. kann man ja nun zum Selbstzweck ewig weiter
diskutieren, ich denke die ursprüngliche Frage ist aufgeklärt
Punkt b. war zwar nicht in der Frage enthalten, ist aber
irgendwo in der Nachfolgediskussion angeklungen und passt meines
Erachtens zu diesem Thread dazu

mfg  Bertram

--

Bertram Geiger,  Graz - AUSTRIA
Private Mail: remove the letters "b a d" from my reply address


Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
Die Lampe ist und bleibt ein ohmscher Widerstand, der natürlich nicht
Temperatur-linear
ist, aber welcher ist das schon, bis auf wenige Ausnahmen. Die Lampe ist
auch bei
Dimmer-Betrieb eine ohmsche Last nur aus dem Netz  betrachtet erscheint
diese wie eine
Induktivität da durch den Phasenanschnitt eine künstliche Phasenverschiebung
erzeugt wird,
also die Aussagen sind nicht falsch.

Zur ursprünglichen Frage schon mal auf den Innenwiderstand des Meßgerätes
geschaut,
der wird nämlich nicht ganz unerheblich sein. Man sollte auch nicht
unbedingt versuchen einen Strom von 200mA im 10A Meßbereich zu messen.
Außerdem wür ich mal einen
Blick auf die Genauigkeitsklasse deines Gerätes werfen, sowie den
Wiederstand im
kalten Zustand zu bestimmen ist der Größte Fehler.

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Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz

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Aber auch nur in dem Sinn, daß Induktivität und Kapazität bei 50/60 Hz
vernachlässigbar sind.

Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
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Vielleicht ist die Betonung auf "ist" nicht durchgekommen.
Du schriebst "haben keinen konstanten ohmschen Widerstand".
Das ist ein Widerspruch in sich selbst, da ohmsche Widerstände
per Definition konstant sein müssen, sonst wären es ja keine.

Selbverständlich kann man an jedem Punkt der Kennlinie
U durch I teilen und erhält einen Widerstandswert, mit
dem man auch rechnen kann und darf, aber das hat _nichts_
aber auch _garnichts_ mit dem Ohmschen Gesetz zu tun.

Die Verwirrung lässt sich beliebig steigern, indem man
noch der lokalen Steigung von U/I einen Widerstanswert
zumisst "differentieller Widerstand", "dynamischer Widerstand"
usw. Der kann ja auch negativ werden, fallende Kennlinie
halt, bei Tunneldioden bis Glimmlampen.

Trauriges Beispiel von Verwirrung bei Fachleuten: Onsemi-
Tutorial über Thyristoren, Kapitel 5. Es geht um Thyristoren
in Crowbars, d.h. zum Kurzschliessen von Kondensatoren.
Der Strom steigt dabei nicht auf unendlich, da sowohl
der Kondensator wie auch die Verdrahtung einen gewissen
Serienwiderstand aufweist. Onsemi meint, dazu käme der
"dynamische Widerstand" des Thyristors, berechnet
den zu (4.5-3.4)V/(300-200)A=0.011 Ohm. Käse. Wenn man
unbedingt den ohnehin beinahe konstanten Spannungsabfall
am Thyristor als Widerstandswert auffassen will, dann
4.5V/300A=0.015 Ohm, glücklicherweise fast derselbe
Wert, dann merkt man es nicht so schnell :-]

Einerseits traurig, wie wenig Leute sogar aus dem
wissenschaftlichen Umfeld das Ohmsche Gesetz kapiert
haben. Andererseits, sie befinden sich in der Mehr-
heit :-].

--
mfg Rolf Bombach



Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
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...

Die Verwirrung läßt sich durch viele unsinnige Beispiele sicherlich
steigern, wie du schon in deiner anderen Antwort zurecht erkannt hast.
Darum habe ich deine Beispiele gekürzt.
Die Frage bleibt jedoch, wo herr Ohm denn gesagt hat, daß ein Ohmscher
Widerstand überhaupt keine Temperaturabhängikeit haben darf? R=U/I Gilt
und zwar genau so lange, bis sich die Glühwendel aufgrund der Belastung
erwärmt, wenn man in einem gewissen Frequenzbereich bleibt. Daß eine
Glühbirne natürlich auch eine Induktivität und kleine Kapazitäten hat,
haben wir ja alle außen vor gelassen.
Natürlich ist eine Glühbirne kein idealer Widerstand, aber das hat auch
niemand in diesem Thread behauptet!
Ist jetzt ein Potentiometer auch kein Ohm'scher Widerstand mehr, weil es
einen Abgriff zum Verstellen hat?

http://www.net-lexikon.de/Ohmscher-Widerstand.html
"Für Materialien, die dem Ohmschen Gesetz R=U/I folgen, kann man auch
sagen, dass R _bei konstanter Temperatur_ keine Funktion von I sein
darf."
HTH

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Ein Geisterfahrer? Tausende!

SCNR

Lars

Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
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Hallo Lars,

alles Täuschung, Blendwerk und Ablenkung: in Wirklichkeit ist das
Ohmsche Gesetz nur ein Java-Applet,siehe google:

http://www.ebgymhollabrunn.ac.at/ipin/ph-ohm.htm
http://www.walter-fendt.de/ph11d/ohm.htm
http://privat.swol.de/GillesPenning/phys/ohm.htm
http://www.physicsnet.org/html/content-57-2.html
http://www.educeth.ch/physik/werkbank /

SCNR


Bernd Mayer
--
http://www.heise.de/newsticker/data/tol-14.12.03-004 /

Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz

|> Die Frage bleibt jedoch, wo herr Ohm denn gesagt hat, daß ein Ohmscher
|> Widerstand überhaupt keine Temperaturabhängikeit haben darf? R=U/I Gilt

Da fängt das Problem schon an. R=U/I ist eben NICHT(!!!) das ohmsche Gesetz,
sondern U/I=const. Notfalls auch noch U/I=const=R. So hat er's definiert. Und das
ist ein grosser Unterschied, weil eben "const." dasteht, und nicht ein
beliebiges, aus den aktuellen Werten von U, I und Mondphase entstehendes Ergebnis
für R.

--
         Georg Acher, snipped-for-privacy@in.tum.de
         http://wwwbode.in.tum.de/~acher
We've slightly trimmed the long signature. Click to see the full one.
Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz

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Brüll mich nicht an, dadurch wird deine Behauptung auch nicht wahrer!

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das

Nicht notfalls, das ist ein Bestandteil, nämlich die notwendige
Benennung!

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Ergebnis
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Und? So hat er es definiert. Wo stand noch mal, daß das bei sich
ändernden Umweltbedinungen gelten muß? Gibt es nach deiner
Interpretation auf dieser riesen großen Erde auch nur _einen einzigen
Widerstand_, der das erfüllt? Fazit: Ohmsche Widerstände gibt es (dir
zufolge) nicht! Es bleibt: Der Ohmsche Widerstand ist abhängig vom
spezifischen Widerstand des Materials und wenn sich dieser ändert und
das tut er bei jedem Material ...

Hast du dir eigentlich die Mühe gemacht, den Link zu lesen?

Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
|> Georg Acher wrote:
|>
|> > Da fängt das Problem schon an. R=U/I ist eben NICHT(!!!) das ohmsche Gesetz,
|>
|> Brüll mich nicht an, dadurch wird deine Behauptung auch nicht wahrer!

Du hast mich noch nicht brüllen gehört, dafür habe ich mir extra eine
Supra-Caps-Lock-Taste einbauen lassen...

|> > sondern U/I=const. Notfalls auch noch U/I=const=R. So hat er's definiert.
Und das

|>
|> Nicht notfalls, das ist ein Bestandteil, nämlich die notwendige
|> Benennung!

Eben nicht. Zunächst hat er nur festgestellt, dass U/I konstant ist (und bei
vielen Stoffen auch länger konstant bleibt). Dass das dann eine Konstante ist,
die eine bestimmte, sinnvolle Eigenschaft definiert, kam erst später. Heute wird
das leider oft zusammengezogen und der Zwischenschritt mit const weggelassen,
sodass der eigentliche Knackpunkt der Entdeckung völlig untergeht. Ins Verhältnis
setzen kann man viel...
 
|> > ist ein grosser Unterschied, weil eben "const." dasteht, und nicht ein
|> > beliebiges, aus den aktuellen Werten von U, I und Mondphase entstehendes
|> > Ergebnis für R.
|>
|> Und? So hat er es definiert. Wo stand noch mal, daß das bei sich
|> ändernden Umweltbedinungen gelten muß? Gibt es nach deiner

Das hat das Wörtchen const so an sich. Da steht nicht const(theta) oder R(theta).

|> Interpretation auf dieser riesen großen Erde auch nur _einen einzigen
|> Widerstand_, der das erfüllt? Fazit: Ohmsche Widerstände gibt es (dir
|> zufolge) nicht! Es bleibt: Der Ohmsche Widerstand ist abhängig vom

Na toll. Wenn man das so sieht, gibt es eh' kaum eine physikalische Formel, die
stimmt...

Im Rahmen vernünftiger Messgenauigkeit (Rauschen mal ignoriert) und
gleichbleibender Umweltbedingungen gibt es echte ohmsche Widerstände mit
U/I=const. Das die "teuer" sind (Beschaffung/Erhaltung), stört hier nicht...

|> spezifischen Widerstand des Materials und wenn sich dieser ändert und
|> das tut er bei jedem Material ...
|>
|> Hast du dir eigentlich die Mühe gemacht, den Link zu lesen?

Ja, und? Da steht nichts darüber drin, worum es hier geht. Ich halte mich da
eher an Physikbücher, die schon mehrere Studentengenerationen ausgehalten haben,
zB. Gerthsen/Kneser/Vogel, Physik, Springer Verlag:

"Das Ohmsche Gesetz ist durchaus nicht allgemeingültig. Je höher der Strom durch
einen Leiter ist, desto heisser wird er i.a. infolge der Entwicklung Joulscher
Wärme. Bei den meisten Metallen steigt aber Widerstand mit wachsender Temperatur
erheblich an.  Dann gilt das Ohmsche Gestzt nur noch "differentiell" mit einem
stromabhängigen Widerstand R_diff=dU/dI."

Oder Becker/Sauter, Theorie der Elektrizität 1, Teubner Verlag:

"Nach Georg Simon Ohm ist für alle homogenen festen und flüssigen
Elektrizitätsleiter die Stärke I des durch sie hindurchfliessenden stationären
Stromes proportional der an den Leiter angelegten Spannung V:

I=V/R

Die Proportionalitätskonstante R heisst der Widerstand des Leiters. Er hängt nur
von dem Material und seinen Abmessungen ab."

--
         Georg Acher, snipped-for-privacy@in.tum.de
         http://wwwbode.in.tum.de/~acher
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Re: einfaches Problem mit ohmschen Gesetz
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Hast Du Ohms VerF6%ffentlichung vorliegen? Ich hab sie nicht gefunden,
aber wFC%rde mich sehr wundern wenn er's wirklich so definiert hE4%tte. =
Die
ProportionalitE4%t zwischen Strom und Spannung haben ja Ampere, Ritter =
und
Davy frFC%her schon postuliert, konnten sie aber mangels MeDF%technik =
nicht
zeigen oder formulieren. Ohm nutzte statt Voltascher Batterieren das
Seebecksche Thermoelement als konstante Quelle um den den Zusammenhang
zu messen. Daher waren alle seine Messungen, auch die spE4%teren zu den
spezifischen WiderstE4%nden von Metallen, bei konstanter Temperatur.20%

Ich nehme daher an, daDF% er die Formulierung auch dementsprechend so
gewE4%hlt hat: "U/I3D%const bei konstanter Temperatur"20%

Wenn dem so ist, wFC%rde ein TemperaturabhE4%ngigkeit nicht Ohms
ursprFC%nglicher Definition widersprechen.

Aber diese Betrachtung hat eher historischen Wert, da heute in der
Physik der "ohmsche Widerstand" als Realteil des komplexen Widerstands
definiert ist.

Michael

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