E-Autos brennen.

Dec 08, 2019 Last reply: 6 years ago 279 Replies

Volker Bartheld schrieb:

Kapier ich jetzt nicht. In Staatskunde bin ich mangelhaft, gebe ich zu, aber ich meine mich zu erinnern, das jeder Bürger zur Gefahrenabwehr verpflichtet ist. Mit dem posten eines Fotos im Instatweetbook mit der unterschwelligen Aufforderung, irgend ein anderer möge doch irgendwas unternehmen, sind keineswegs die zumutbaren Möglichkeiten des Einschreitens (oder wie das Knecht Rupert jetzt beschreiben würde) ausgeschöpft.

Ebenfalls ähnlich arrogant und dekadent ist es, immer gleich die Polizei zum Aufräumen zu rufen, mit dem gelegentlich sogar ausgesprochenen Gedanken, a) ist nicht meine Aufgabe und b) ich zahle ja Steuern, gefolgt von Rumgemoser, die Polizei hätte offenbar nichts anderes zu tun, als Strafzettel zu verteilen usw. statt "hart durchzugreifen" gegen wen auch immer.

Am 16.12.19 um 21:58 schrieb Rolf Bombach:

Aus was für Gründen auch immer - also wenn ich an unsere TG damals denke: Wie gesagt, da konnten sich die "Gutachter" (vermutlich nach reichlicher Interessenabwägung) ;) nicht einigen, ob der Verursacher (wohl der "übliche" Kabelbrand durch Kurzschluss) nun ein nageleuer Audi war oder die Ente daeben, die älter war als ihre Besitzerin. Da kursierten nun die wildesten Gerüchte - einem zufolge soll's schon gequalmt haben, als sie 'reingefahren ist, sie nur noch panisch die Flucht ergriffen ... Und stundenlang hat keiner was mitgekriegt (ich auch erst, als die Feuerwehr mich geweckt hat), aber wurde immer noch schön frische Luft 'ringepumpt ...

Jedenfalls wurde uns von seiten der Hausverwaltung dringend ans Herz gelegt, die junge Dame in Ruhe zu lassen. Die hatten ja auch gut reden - ihre paar Oldtimer, die mehr wert waren als alle anderen zusammen, waren gut versichert.

Am 16.12.19 um 22:09 schrieb Rolf Bombach:

Und wie soll z.B. ich die potenzielle Gefahr abwenden, die von dem ("anerkannten", nur leider gelegentlich etwas gewalttätigen) "Asylanten" gegenüber ausgeht? Wie gesagt: Eine Nachbarin zusammengeschlagen, eine anderen, der ihr helfen wollte, verletzt. Ich hab's halt nur draußen klatschen hören, als ich 'rausgeguckt habe, war schon alles passiert ... Und der läuft immer noch frei 'rum.

Oder das absolut DÜMMLICHE Argument.

Weil man zu spät mit dem Löschen begonnen hat, und dann nicht genug Wasser zum Kühlen hatte? Oder nicht mit Löschschaum abdecken konnte (Verhinderung weiteren Luftzutritts)?

Nein, eben nicht. Auch Deine Brandbeispiele erfordern zum weiteren Verlauf den Zutritt von Luftsauerstoff. Beim Akkubrand muss aber nichts mehr hinzutreten, da ist alles schon drin und hat x Kilowatt, die darauf warten, rauszukommen.

Lies es bitte noch mal. Es war keine Batteriefabrik, sondern ein Riesen-Akku (storage facility), als Energiespeicher gebaut (was uns noch völlig fehlt).

Eine Gasexplosion kommt dem e-Akku schon sehr nahe: Die Reaktanten fertig gemischt und nur auf Zündung wartend.

Grüße, H.

Musik.

Roller einfach selbst einen Meter zur Seite zu stellen. Hat in den Zeiten vor Twitter auch gut funktioniert.".

sich denn auch prompt mit "hat in Zeiten vor Twitter auch gut funktioniert" selbst konterkariert.

aktiver werden..."), was die Polizei glattweg ignorierte und sich auf diesen einen Fall bezog. Ein doppeltes Eigentor, denn nun ist der

ebenfalls Grundsatzcharakter. I. S. v. "immer, wenn (Dich) der/ein

aufmerksame Leser auch bereitwillig und jederzeit mit dem vermeintlichen Segen der Polizei tun wird.

Stichwort: O-Bike.

Zum anderen ist es nicht Aufgabe der Polizei, witzig oder gar schlagfertig

Eigentum handelt, eben mit der entsprechenden Vorsicht. Elektroroller sind

bauernschlaue Provokation draus wird.

Das hat mehr mit Sprach- denn mit Staatskunde zu tun.

des heiligen Nikolaus meinst.

vorzuhalten? Das ist, wie wenn man Menschen am Wertstoffhof mit ihrem

freundlich sein.".

Ciao, Volker

Sind die dort üblicherweise verwendeten Legierungen so brandfreundlich? Ich erinnere mich an die Geschichte mit dem NeXT-Cube Gehäuse (Magnesium, aber wohl etwas Aluminium in der Legierung), das trotz kräftiger Ermunterung (IIRC kräftiger Gasbrenner beim Feuertester in der Zelle) nicht so recht brennen wollte.

Man liest sich, Alex.

Rolf Bombach schrieb:

Sicher? In den 90ern hatte mein bester Kumpel mal einen Brand an seinem E-Kadett. Ihm ging der Motor aus und es qualmte vorne raus. Er war gerade kurz vor eine Tanke ausgerollt. er hatte seinerzeit noch einen kleinen Feuerlöscher an Bord und an der Tanke hatte sie auch nen größeren greifbar. Nach der Reparatur fuhr die Kiste noch 5 Jahre, bis ihm einer hinten drauf gefahren ist und das ganze dann ein wirtschaftlicher Totalschaden war.

In der britischen TV-Serie "Wheelers dealers" brennt während der Fahrt ein frisch gekaufter Oldtimer am Luftfilter. Der Fahrer hält an und baut den brennden Luftfilter (Ami-V8) aus, es bleibt ein schöner Lackschaden an der Motorhaube.

In den meisten Fällen mit Totalschäden liegts eher daran, daß die Fahrzeugbrände zu spät entdeckt werden und daß selbst bei kleineren Brandschäden an geringwertigen Fahrzeugen oftmals ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliegt.

Guido

Am 17.12.2019 um 15:58 schrieb Guido Grohmann:

Der Totalschaden tritt versicherungstechnisch dadurch ein, dass ein verqualmtes Auto unverkäuflich ist.

Da jedermann hierzulande eine Teilkaskoversicherung hat, gehen die Dinger in Länder, in denen das keine Rolle spielt. Die Aufkäufer bieten um 200€ für gut erhaltene Exemplare, wo nur der Motor hin ist.

Roland Franzius

Am 16.12.19 um 19:32 schrieb Hartmut Kraus:

....

Sagt obig nun ein Troll zum Anderen .....

Popcorn und ne Cola .....

Am 17.12.19 um 18:22 schrieb Fritz:

Da muss ich dich leider enttäuschen. ;)

Alexander Schreiber schrieb:

Wenn man mit reinem Sauerstoff nachhilft, dann brennt das nach genügend Anwärmen durchaus. In normaler Umgebungsluft brennt lediglich das bischen Öl am Block und allerlei Kabel und Schläuche... Autos sind einfach zu löschen, man braucht lediglich ein wenig Schaum

Ich hab mal das Ergebnis eines LKW-Brandes gesehen. Ein Möbelkoffer, aufgebaut wie üblich aus Stahlgerippe und aufgenieteten Alublechen als Verkleidung. Der Brand schaffte es immerhin, eines der Stahlprofile so gründlich in Rost zu verwandeln, dass es runterfiel. Das Material der Verkleidung tropfte zu Boden und bildete kleine Pfützen. Gebrannt hat da nichts ausser der Ladung und dem Polstermaterial im Fahrzeug. Ursache war laut Kripo vermutlich Brandstiftung...

MfG Rupert

x Kilowatt die man über die Elektroden entnehmen kann, sind ungefähr 10 x Kilowatt die beim Akkubrand frei werden.

Guido Grohmann schrieb:

Ein eher seltenes Beispiel. Die Feuerwehr sieht das anders. Ist ja praktisch täglich ein Bild in den Boulevardmedien. Es hat weder der Innenraum noch das Benzin gebrannt. Um letzteres ging es ja zu erst.

Wievielmal hast du einen substantiellen (>50 Liter) Benzinbrand erfolgreich gelöscht? Wievielmal ist es dir nicht gelungen? Bei mir ca. 0:10. Wobei "nicht gelungen" meint, es wäre mir¹ nicht gelungen, auch wenn ich gewollt hätte. Solche Brände lässt man kontrolliert abbrennen aus verschiedensten Gründen.

¹Zur Verfügung: 1 TLF, 3 Strahlrohre, ca. 25 Mann, ca. 5 Ersatzunterhemden, keine Begrenzung der Wassermenge.

Das ist eine interessante Aussage. Ich unterstelle mal, Du bist vom Fach.

OK, aktuelle Fahrzeuge haben nach der Definition kaum eine "substantielle" Menge von Benzin an Bord (das Zeug wiegt ja und mit einem kleineren Tankvolumina kann man elegant geringere Fahrzeuggewichte erschummeln), aber so einen brennenden Unterer-Mittelklassewagen (55 Liter Super Bleifrei) "kontrolliert abbrennen" zu lassen, stelle ich mir spektakulär vor.

Ist ja nicht so, als bestünde der nur aus Dingen, deren Endprodukte beim Brand nur CO2 und Wasser wären...

Vol"Dieser Feinstaub! Und all das NOx! Womöglich wird sogar Chlor und HF frei... Brennende Autos sollten verboten werden!"ker

Rolf Bombach schrieb:

Logisch, die kommen ja auch immer erst, wenns zu spät ist. Soll heißen, die stehen nie am Brandort, wenn der Brand gerade an entstehen ist - was auch logisch ist, die werden ja i.d.R. erst gerufen, wenns nicht mehr selbst zu löschen geht.

Du gehst als von vorn herein von den *aussichtslosen* Fällen aus. Von o.g. Fall hat die Feuerwehr wohl nie Kenntnis erlangt. Du kannst also gar nicht wissen, wieviel solcher glimpflich ausgegangener Brände es gibt.

Guido

Das einzige Mal Benzinbrand überhaupt gelöscht war beim Brandschutz- training von der Firma aus vor ein paar Jahren. Allerdings war das eine recht kleine Menge (geschätzt höchstens 1L, wenn überhaupt, halt genug für ein kleines eindrucksvolles Feuerchen) in einer ca. 1m Durchmesser flachen Metallschale. Da mit Pulverlöscher dran und es war recht fix aus. Aber bei einem substantiellen Benzinbrand würde ich lieber Abstand halten, das Ganze den Profis überlassen und allenfalls ein Übergreifen auf Schützenswertes zu verhindern versuchen.

Yep.

Man liest sich, Alex.

Volker Bartheld schrieb:

Am besten geht man mit dem Sprühstrahl so nahe ran wie möglich (1 m). Irgendwie beeinflusst das die Flamme, worauf der Benzinbrand praktisch nicht mehr qualmt und russt. Keine Ahnung, warum (bin eigentlich Verbrennungsforscher) is aber so.

Ein mittelgrosser Diesel setzt etwa 0.8 kg HF frei, ein Elektro etwa 1.5 kg. Per Zufall gerade gesehen. Tip kam direkt aus Taiwan, ehemaliger Doktorand hat eine Publikation gefunden. Vielleicht geht der Link.

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Bild 13 und so.

Guido Grohmann schrieb:

Nein, kann ich nicht wissen. Die Frage ist aber eher, kann das überhaupt jemand wissen. Was ist ein glimpflich ausgegangener Brand? Einer, der eben "ausgegangen" ist, oder einer, der gar nicht gezündet hat. Etwa die runtergefallene Kippe rechtzeitig rausgeworfen (und einem Zweiradfahrer an den Kopf, mir zum Beispiel). Es ist leider normal, dass der winzigste Brand nicht zu stoppen ist. Insbesondere im Innenraum. Es gibt typisch diese Fälle: Während der Fahrt was im Motorraum, manchmal merkt es der Fahrer nicht mal selber. Rechts ran fahren, aussteigen, Vollbrand. Variante 2: Unfall, da muss man zuerst nach den Verletzten sehen. Variante 3: Geparktes Auto, da merkt man es auch nicht rechtzeitig. Neu: Auto an der Ladestation.

Auch ich konnte mal an einem Mercury Marquis einen Entstehungsbrand stoppen. Das war aber mit drei 8 kg Pulverlöschern. Das war aber "nur" ein Kabelbrand im Motorraum. Die Verfügbarkeit der Löscher reiner Zufall. Die Karre war trotzdem Schrott (naja, in gewissem Sinne war sie das ab Fliessband). Die Reinigung der umstehenden Fahrzeuge vom Löschpulver hat die Feuerwehr sowie die Versicherung des Desert Museum Tucson Ariz. übernommen, den Totalschaden Hertz car rental.

Alexander Schreiber schrieb:

Klar, retten, halten, löschen. Letzteres würde ich bei grossen Benzin- bränden nicht machen. Dann sifft das Zeug nur in den Untergrund und explodiert dann wo anders. Mit Wasser löschen geht wegen des Flammpunkts eh nicht. Benzin schwimmt übrigens (das gab dann immer wieder "lustige" "Überraschungen"). Falls der See stabil ist (grosse Betonwannen bei Tankanlagen und dergleichen), kann man mit Schwimmschaum die Flammen von hinten auf einem zu drängen und lokal eine kleine Fläche weiterbrennen lassen. Reine Nervensache, aber dennoch besser am Modell 1:100 üben :-).

Von einer gewissen Menge an kann man eh nur noch wegrennen.

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Am 24.01.20 um 22:14 schrieb Rolf Bombach:

Örks.

Ich hab vor Jahren mal einen entstehenden Fahrzeugbrand gesehen. Ein Golf stand verlassen auf dem Gehweg, als ich gerade in eine Seitenstraße einbog, um mir einen Parkplatz zu suchen, und qualmte unten aus dem Motorraum heraus. Ich wußte auch nicht, was ich tun sollte, und hab mir erst mal einem Parkplatz gesucht. Drei Minuten später brannte die Karre lichterloh.

Seitdem hab ich einen "Feuerlöscher" in Form einer Halbliter-Spraydose im Auto. Aber deinen Schilderungen zufolge würde der wohl ähnlich viel bringen wie eine Wasserpistole...

Hanno

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