Abschaetzung Solar fuer Grablicht

Nov 07, 2024 Last reply: 1 year ago 26 Replies

Weibliche Verwandte haben vor einigen Jahren LED-Grablichter geklauft die sich über Solarzellen aufladen sollen.



Nachdem die nicht mal eine Nacht durchhielten habe ich mal reinschaut und einen NiMh-Akku gefunden, 2/3 AAA, 200 mAh. Macht einen Energieinhalt von 0,25 Wh. Eingeschaltet zieht die Flacker-LED etwa 10 mA. Spätestens nach 20h ist also Schluss.



Kann jemand abschätzen, wie groß ein kleines Solarpanel sein müsste, um an einem trüben Novembertag (6 - 7 nutzbare Tagesslichtstunden) den Akku sicher aufladen zu können, also um mindestens 0,18 Wh.



Habe den Verdacht, die Fläche im Deckel so eines Grablichts reicht dafür nicht.



Aus "wissenschaftlichen Interesse" habe ich mal einen neuen Akku besorgt, allerdings 1,2 V 400 mAh, also doppelte Kapazität. cu. Juergen


Ganz sicher nicht. Ein paar Kenndaten, die ich ohne Nachsehen im Kopf habe:

Jahresertrag einer (nicht optimal aufgestellten) Solarzelle rund

500--800 Nennleistunden im Jahr. Anteil des Jahresertages in den Monaten Nov Dez Jan zusammen 7 % des Jahresertrags.

Für die Nennleistung pro Fläche nehme ich mal meine Panels mit 550 W bei

2.2*1.1 m2, also 22 mW/cm2.

Typische Tageserträge ergeben sich.

On Thu, 07 Nov 2024 17:55:46 +0100, Juergen snipped-for-privacy@web.de wrote: .

Der Winter killt die Akkus.

w.

Nicht unbedingt. Habe hier im Einsatz seit 4 Jahren eine Außeneinheit einer Wetterstation. Öfter zweistellige Minusgrade im Winter. Keine Ausfälle der 2x AA Akkus welche ich entgegen der Anleitung(da nur normale Batterien) einsetze. Werden aber nicht durch Solar nachgeladen, sondern 1x jährlich im Herbst durch Wechselsatz ausgetauscht.

Jürgen

Am Thu, 07 Nov 2024 19:10:56 +0100 schrieb Helmut Wabnig <hwabnig@.- ---

-.dotat> zum Thema "Re: Abschaetzung Solar fuer Grablicht":

Durch Tiefentladung wenn man die Lichter dauerhaft eingeschaltet lässt? Oder wegen der Selbstentladung? Weil die meiste Zeit im Jahr stehen die Dinger einfach ausgeschaltet herum.

cu. Juergen

"Juergen" schrieb:

Soll das 24 Stunden durchweg leuchten? Es gibt für Solarlampen verschiedene Schaltkreise, auch welche die die Batterien schonen, und vor der Tiefentladung komplett abschalten.

Frank

Am Do.,07.11.24 um 17:55 schrieb Juergen:

Vielleicht lassen sich mit einer roten Hocheffizienz LED die 10mA reduzieren.

Hi Frank und Jürgen,

Bist Du mit dem NiMh sicher? An sich gehören da NiCd rein, die sind tiefentladefest. Solange man sie nicht umpolt mögen die das regelrecht.

Klingt auch eher nach NiCd, denn nach NiMH.

Sollte meistens reichen.

Für ein "ewiges Licht" wohl schon. Dann braucht man aber in der Tat sowohl mehr Akku alsauch deutlich mehr Solarfläche. Und in jedem Fall regelmäßig danach schauen, ob Laub oder Schnee drauf liegen.

Marte

Am Fri, 8 Nov 2024 15:03:57 +0100 schrieb Frank Müller

Es soll leuchten wenn es dunkel wird. Habe gerade mal mit einer starken Taschenlampe getestet, wenn die Solarzelle ordentlich Licht bekommt, wird die LED tatsächlich abgeschaltet.

Üblicherweise stellt man so ein Licht aufs Grab und lässt es ein paar Tage/Nächte draußen. Bei der Variante mit klassischen Batterien und ohne Akkus wird die Leuchtdauer teils in Tagen angegeben, zum Beispiel 180 Tage bei einem LED-Licht mit 2 Baby-Zellen (also mindestens 7500 mAh bei 3 V)

Da bin ich noch am Testen, nachdem der neue Akku eingetroffen ist. Laut dem BC700 erreicht er auch seine Nennkapazität von 400 mAh. Der bisher verbaute mit 200 mAh schaffte keine 100 mAh mehr.

cu. Juergen

Am Fri, 8 Nov 2024 18:02:53 +0100 schrieb Marte Schwarz

Ich habe leider zum Laden mittels eines Labornetzteils Drähte mit Klebestreifen fixiert und die haben die Beschriftung abgelöst.

Allerdings verbietet das Batteriegesetz das Inverkehrbringen von NiCd-Akkus in Deutschland schon recht lange (und die Ausnahmen passen nicht auf Grablichter), die Grablichter wurden erst vor ca. 1 Jahr gekauft.

cu. Juergen

"Juergen" schrieb:

Wenn da nur ein Akku mit 1,2V dran ist dann könnte da entweder ein YX8018 drin sein, der zieht den Akku total leer, oder ein QX5252, der hört bei etwa 0,9V auf.

Wenn du nicht eine Grabsteingroße Solarzelle hin stellen willst ist das für den Winter die bessere Variante...

Diese Akkus haben nur eine begrenzte Lebensdauer, und in solchen Solarlampen werden die täglich geladen und entladen, wenn da eine nach drei Jahren noch funktioniert ist das schon bemerkenswert...

Frank

Am Fri, 8 Nov 2024 19:05:59 +0100 schrieb Frank Müller

Okay, ich hab im Ursprungspostin übertrieben. Die Lichter wurden vor etwa einem Jahr gekauft und kamen Allerheiligen erstmals zum Einsatz. Der Akku hat also keine 5 Zyklen. Wenn überhaupt, hat ihn das rumliegen gekillt. Allerdings funktionierte das Licht nach dem Einschalten immerhin für ein paar Stunden, tiefentladen war er also wohl nicht.

cu. Juergen

Am 07.11.2024 um 17:55 schrieb Juergen:

Wer geht nachts auf den Friedhof? Bei uns haben die Friedhöfe jahreszeitentsprechende Öffnungszeiten. Kurz: Wenn's finster wird, wird der Friedhof geschlossen. Wen interessiert in dieser Zeit noch, ob die LED wirklich leuchtet oder nicht?

Reicht doch, wenn der Akku die frühen Morgen- und die frühen Abendstunden bedient. Wann das ist, sollte sich mit einem kleinen und sparsamen Computerchip mit niedriger Taktfrequenz ermitteln lassen. Viel zu tun hat er ja nicht. Statt 20h Leuchtzeit aus dem Akku sollten also

5h dick reichen. Tagsüber wird dann überwiegend direkt mit dem Strom der Solarzelle geleuchtet und etwas für den Akku abgezweigt.

Am 07.11.24 um 17:55 schrieb Juergen:

Hallo Jürgen,

für heute, so um die 2 Wp. Ich habe das Ergebnis von einer PV-Anlage (1,29 Wp) runtergerechnet.

Peter

Am Fri, 8 Nov 2024 19:05:59 +0100 schrieb Frank Müller

So, erster Test. Der Akku mit 400 mAh hielt über 48 h durch, die mit dem Multimeter gemessenen 10 mA stimmen also wegen schwankenden Strom (Flackereffekt) wohl nicht zu ganz. Allerdings wird der Akku gnadenlos leergesaugt, als ich nach ca. 60 h nachschaute war die Akkuspannung nur noch bei 0,6 V. cu. Juergen

Ein Einzelakku kann dabei aber nicht umgepolt werden, sollte also halbwegs harmlos sein.

Ansonsten hält dich keiner davon ab die Schaltung zu ändern und einen QX5252F zu verwenden. Der schaltet bei ca. 0,9V ab.

Gerrit

Hi Juergen,

Das sollte auch langfristig unschädlich sein. Ich weiß Modellflieger, die ihre Zellen beim Überwintern mit 1N4001 überbrücken. Das soll der Niederohmigkeit und Haltbarkeit der Kapazität guttun. Zu NiCd-Zeiten hatten sie die Einzelzellen kurzgeschlossen. Das mögen NiMH wohl nicht

Marte

Das ist völlig egal. Du darfst ihn kurzschließen, nur umpolen auf keinen Fall. Das beantwortet aber nicht im Ansatz Deine ursprüngliche Frage. Für externes Laden sind 48 h viel zu wenig, da passen die 180 Tage Deiner zitierten Altenative eher, und für Nachladen vor Ort brauchst Du weit mehr Zellenfläche. Daten für die Berechnung habe ich Dir genannt.

Danke. Gut zu wissen. Der Teil meiner Antwort weiter oben ist dann wohl falsch.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

formatting link
\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Am 11.11.2024 um 09:21 schrieb Marte Schwarz:

Bis zum ersten Einsatz ist das wohl unproblematisch. Die ESA macht das mit den Satellitenbatterien so, die Zellen sind kurzgeschlossen bis sie von den Panels das erste Mal geladen werden. Danach tritt der Betriebsfall allerdings nicht mehr auf. Ich kann mir allerdings vorstellen daß die Zellen vor dem Zusammenbau auch irgendwie getestet werden.

Bernd

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required