Brummstörungen

Oct 28, 2004 5 Replies

Hello,



JEDE Schaltung, die ich aufbaue und direkt oder indirekt mit einem Lautsprecher verbunden ist, brummt was das Zeug hält.


  1. mein Röhren-Gitarrenverzerrer: an sich würde die Schaltung ja funktionieren. Die Schaltung wurde genau nach Plan aufgebaut
    formatting link
    und in ein altes Verstärkergehäuse eingebaut. Darin sind zwei Trafos verbaut,

1x 50Watt Ringkerntrafo mit zwei Sek.Spulen á 12V~, die eine Spule heizt den beiden ECC83 ein, die andere Spule ist mit der Sek.Spule eines "Normalen" Netztrafos verbunden. Dieser Liefert dann auf der Prim.Seite, gleichgerichtet & geglättet (mit Brückengleichrichter und 1x 400V/100uF-ELKO), ca. 250V-.

Meine erste Antibrumm-Massnahme war, indem ich die Röhrenheizungen mit einer stabilisierten Gleichspannung versorgte - immernoch gebrummel. Die Hochspannungsversorgung kann nicht schuld sein, denn wenn ich den HS-Trafo vom Ringkerntrafo abklemme, läuft die Schaltung noch für ca. 15 Sek. weiter (bis der ELKO leer ist), und es brummt trotzdem. Zuletzt habe ich dann einen 1:1 NF-Übertrager zwischen Verstärker und verzerrer geschaltet - ebefalls brumm.


  1. Vor einigen Tagen habe ich einen Mini-MW-Sender gebastelt
    formatting link
    keine angst, Reichweite mit 1m-Draht liegt bei etwa 60cm), aber wenn ich die Antenne in Richtung Radio schwenke, brummts im Radio! Versorgt wurde das ganze mit einem SNT, welches ich auch für meine Gitarren-Pedale verwende (und zwar ohne gebrummel!). Habe dann die Schaltung mit einer 3V-Lithiumbat. versorgt und das Brummen war weg (und die Musik klar zu hören).

Irgendetwas läuft das grundsätzlich schief. Hat jemand einen Tipp für mich, wo ich den fehler suchen soll? Bin langsam am verzweifeln.



Besten Dank, Gruss A.


Hallo,

Zu 1) Ich weis nicht um welchen Brummton es sich handelt 100Hz oder 50 Hz. der 100Hz kommt oft durch schlechte Siebung zustande und da ich nicht weiß, wie du die stabilisierte Gleichspannung erzeugt hast konnte hier ebebfalls Brumm dadurch auftreten( um es definitiv auszuschließen Akku oder Batterien zum Testen verwenden oder als Test, ob die Röhrenversorgung brummt, einen Kopfhörer oder Lautspecher über einen Trennkondensator von z.B.1nF an die Versorgungsspannung anschließen. Es sollte bei einer guten Stabilisierung kein Brumm zu hören sein. Alternativ Oszi falls verhanden benutzen. Außerdem ist Brummen durch Wechselspannungsanteile meist nur bei direkt geheizten Röhren möglich. Eine Frage: Wie weit ist der Trafo von dem Rest der Schaltung entfernt? Oder liegen gar die NF Leitungen direkt neben den Wechselspannungsführenden Kabeln? Eine direkte Einkopplung ist oft das Problem. In deinem Fall würde ich die Heizung der Röhren durch eine wirklich brummfreie Quelle speisen und dann nicht nur die Anodenspannung am Trafo abklemme sondern direkt den Stecher ziehen und nachschauen was passiert. Zuden ist bei diesen Versuchen der Verstärken immer angeschlossen? Wie verhält sich dei Schaltung, wenn du statt eines Verstäkkers den Eingang nur mit einem Widerstand impedanzmäßig richtig abschließt? Auch sollten alle Massekontakte auf einen gemeinsamen Punkt geführt werden.

Zu 2)

Die Schaltung hat keine Spannungsstabilisierung und Siebung. Daher muss die verwendete Spannung absulut brummfrei sein (testen wie oben). Zudem produzieren einfache Schaltnetzteile oft viel Müll (es soll schon einen Fall gegeben haben da arbeitete das SNT als Sender und strahlte im mW Bereich ein Signal ab, nur war das eine satelitenüberwachte Notruffrequenz....

Fur Versuche im NF Bereich ist meist ein gutes, auch relativ einfach selbst herstellbares einstellbares Regelnetzteil gut geeignet.

Für bis zu 30V /1A ist z.B. ein LM317 gut geeignet. Der bekommt am Eingang eine durch einen Elko geglättete Spannung am Eingang für bis zu

30V /1A sollten 2200µF oder 47µF dicke reichen. Die Spannungsfestigkeit muss mindestens dem 1,5 (1,41 oder direkt Pi) fachen der Wechselspannung am Eingang betragen. Auch ein kleiner Elko auf der Atsgangsseite von ca 100µF schadet sicher nicht. Zwischen die Anschlüsse des Spannungsreglers gehören moch ein paar Keramikkondensatoren . Noch ein Poti von ca 5K uns ein ca 270Ohm Widerstand sind von nöten.. Auch, aber halt nicht einsetllbar ist die Serie 78xx zum Beispiel 7805 für 5Volt. Die Datenblätter gibts bei
formatting link
die Bauteile besser bei Reichelt

Gruß Jan Conrads

Bei speziellen Rückfragen bitte Email

Brummspannungen entstehen auch durch abgeschirmte NF-Leitungen, wenn die Abschirmung vorne und hinten an Masse liegt.

P.Prt.

Das hab ich jetzt mal ausprobiert. Sobald ich den Stecker ziehe, ist das Brummen weg! (so kann ich wenigstens 10sek. brummfrei spielen bis der ELKO leer ist ;) ).

Wenn ich die Anodenkabel abklemme, brummts ein wenig(einkopplung). Sobald die aber wieder an den Röhren dran sind, brummts gewaltig. Es ist eindeutig, meine HS-Versorgung ist nicht sauber.

Ich muess da wohl den HS-Teil und die Gesamte Verkabelung komplett revidieren.

Besten Dank - Du hast mich auf die richtige Fährte gelockt (: Gruss Alex

Ist das eigentlich weg'm Schirmwiederstand, der eine Potentialdifferenz "produziert"?

Gruss Alex

Hallo,

da ich zwar gelegentlich brumme, aber selbst noch nie eine Brummschleife war, kann ich nur die üblichen Begründungungen nachplappern.

Danach soll mit den beidseitig geerdeten Abschirmungen eine Leiterschleife entstehen, die ein Brummsignal auffangen kann.

Ob´s so stimmt, weiß ich nicht, aber sein tut´s so, weil ich´s schon probiert habe. (Man beachte die feine Grammatik!)

In Google findet man unter Brummschleife etliches. Die Potentialdifferenz wird übrigens auch als Erklärung bemüht.

MfG P.Prucker

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required