Am 19.07.2023 um 15:48 schrieb Michael S.:
Zu Crossover-Bereich kann ich mir mehrere verschiedene Bereiche vorstellen. Zu zero crossover schon weniger. Ich finde solche extrem ungenauen und potentiell mißdeutbaren Beschreibungen doof.
Am 19.07.2023 um 15:48 schrieb Michael S.:
Zu Crossover-Bereich kann ich mir mehrere verschiedene Bereiche vorstellen. Zu zero crossover schon weniger. Ich finde solche extrem ungenauen und potentiell mißdeutbaren Beschreibungen doof.
Am 19.07.2023 um 17:58 schrieb Helmut Schellong:
Du erzählst mir hier, wie gut Du Dich mit OPVs auskennst und was ich alles falsch mache, kennst aber offenbar weder das crossover-Problem noch bist Du in der Lage dazu, geziehlt danach zu suchen. Passt mal wieder ins Bild. Mit meinen Suchbegriffen landest Du ganz schnell hier:
Am 19.07.2023 um 15:56 schrieb Michael S.:
Wenn z.B. am Eingang und am Ausgang DC-entkoppelnde Kondensatoren möglich sind, geht Single gut.
Ich habe doch zuvor etwas zu 2 x 3 Batterien erzählt. Das sehe ich in einer Personenwaage für den Haushalt. Es werden offenbar oft Vorteile in einer symmetrischen Versorgung gesehen.
Das war mir angesichts des Kontextes von Anfang an sehr klar.
Ich habe z.B. ein DMM Gossen Metrahit 29S, 310000, für etwa 1200 EUR. Ich mag und brauche das.
Am 19.07.2023 um 16:50 schrieb Michael S.:
Möglicherweise wirst Du Dich meiner Einschätzung noch annähern. Der hier nicht mehr vorhandene Bezug zu meinem vorstehenden Satz im Quoting ist klar?
So meine ich das auch nicht - nur mit Spannungsteiler. Mindestens ein Buffer gehört dahinter.
Muß ja auch nicht.
Ja, aber das ist nicht Bestandteil der Grundlage meines vorstehenden Satzes. Ich rede von der virtuellen Masse, nach Vcc/2.
Ich weiß, habe ich doch gelesen, ist ein alter Kontext. Aktuell meine ich aber die virtuelle Masse nach Vcc/2, womit dieses Posting beginnt.
Das stimmt; ich habe ja selbst die Ausgangsspannung (2,73 V) ausgerechnet. Und ich sagte dort, daß dort der Arbeitspunkt für den Ausgang gut ist.
Doch. Ich sagte, daß der Ripple auf einer virtuellen Masse egal ist. Und: was ist mit "externe Beschaltung" gemeint?
Irgendwie verstehst Du offenbar vieles falsch. Hat übrigens schon jemand anderes von hier gesagt.
Am 19.07.2023 um 18:14 schrieb Michael S.:
Das hört sich aber ziemlich übertrieben an. War es so schlimm?
Kannte ich tatsächlich nicht.
Das ist falsch. Ich gehöre zu denjenigen, die besonders gut recherchieren können.
Ich kenne keinen Bezug dazu. Außerdem ist der Satz eine Frechheit.
Das gehört ganz sicher nicht zum Lehrstoff eines Elektrotechnik-Studiums. Es hörte sich aber von Deiner Seite her etwa so an. In Wirklichkeit ist das ein sehr spezielles und spezifisches Problem, das "Traditionelle Rail-to-Rail-CMOS-Eingänge von OPV" betrifft.
Ist wirklich nicht schlimm, daß ich das noch nicht kannte.
Michael S. schrieb:
Zuerst dachte ich, der Vergleich beziehe sich auf die Schallgeschwindigkeit in Luft. Andererseits gibt es auch so was wie Überschallknall. Sogar Überlichtblitz gibt es.
THX, langsam kapiere ich es. Hätten die auch direkt mal auf Seite 8 und/oder Figur 1 hinschreiben können. GAIN bezieht sich offenbar nur auf die Endstufe. Das wiederum ist im Bild simplified block diagram besser angegeben, dafür stehen dort keine Pin-Nummern. Irgendwie gibt Analog Devices ab und nähert sich Maxim.
Helmut Schellong schrieb:
Die virtuelle Masse wirkt vorallem auf die Eingänge. CMRR ist beim OPA365 sogar 120 dB. Ist zum Glück ein schneller Verstärker und der Abknickpunkt liegt bei 300 Hz oder so. Bei Präzisionsverstärkern hingegen beginnt "HF" da manchmal schon unter 1 Hz. Auch muss, damit CMRR wirkt, die Störspannung wirklich auch gleichzeitig und gleich stark anliegen.
Marte Schwarz schrieb:
Kommt auch auf die Höhe der Verstärkung an. Bei PNP-Eingängen, die normalerweise noch Spannungen "unter Null" verarbeiten, kann man bei kleinen Eingangssignalen auch auf Masse referenzieren. Gab dann sehr, äh, gewöhnungsbedürftige Schaltungen bei Antiquitäten wie dem LM386.
Michael S. schrieb:
Und wenn man Pech hat (also meistens) brauchen sie dann auch noch mehr Strom.
Guck noch mal kurz, wie der Chip heißt ...
Gruß, Enrik
Helmut Schellong schrieb:
Dazu hatte bereits Heraklit vor 2500 Jahren eine Meinung.
Marte Schwarz schrieb:
Ja, bei Signalfrequenzen. Aber wie kommt DC zum Plus-Eingang?
Keine Ahnung. Dauernde Polarisation, Elektrolyse, Ablauf der Garantie...
Am 19.07.2023 um 23:14 schrieb Rolf Bombach:
Der OPA365 ist modern und sehr gut. Er hat keine Ausfälle bei den Daten, glänzt überall. Er erinnert mich an LinCMOS, auch von TI.
Am 19.07.2023 um 23:34 schrieb Rolf Bombach:
Dessen Vor- und Nachname könnten Hera Klit sein, spielt mir gerade so ein. Vor Korrektur schrieb ich Nachnahme.
Am 19.07.2023 um 23:27 schrieb Rolf Bombach:
Diesem Trugschluss bin ich bei meinem fliegende Aufbau auch unterlegen und hatte den Pullup ganz weggelassen. Das blöde ist, dass der Ausgang ja nicht unter Masse kommt und deshalb das Ding nicht mehr verstärkt, weil die Rückkopplung nicht funktioniert. Hat sich sehr strange angehört :-)
Gescheit verwenden lässt sich der Bereich um Vss praktisch nur in Komparatorschaltungen oder anderen sehr speziellen Anwendungen. Im rückgekoppelten Fall tuts halt nicht, weil die Rückkopplung niemals unter 0V kommt.
Diese Beweiskette erscheint mir als außerordentlich leichtfertig :-).
Grüße, H.
Wenn man dann mit einem Ausgangssignal von 3Vpp auskommen kann, nicht aber mit 2.5Vpp. Und bei anderer Versorgungsspannung jedesmal die passende Leerlaufspannung einstellen muß. Bei einer 12-14V Bordspannung wird man analog sowieso kaum bis an beide Versorgungsspannungsgrenzen aussteuern, da ist Vcc/2 eine durchaus praktikable und sinnvolle Wahl.
Bezüglich der Ausgangsspannung ist das richtig, bipolare OpAmps sind da oft etwas asymmetrisch, wie auch die passende Totem-Pole TTL-Logik.
Bei der klassischen Versorgung von Steinzeit OpAmps hat(te) man einen Trafo mit einer oder zwei gleichen Wicklungen, aus denen man einfach eine symmetrische Betriebsspannung herausholen kann. Damals waren die Spannungen auch deutlich höher als 5V, typisch 2*15V, da wollte niemand künstlich um 1% von der vorhandenen Mittelspannung abweichen.
Heute wird man eher einen step-down Regler und rail-to-rail OpAmp verwenden, wenn es auf maximale Aussteuerung ankommen sollte.
DoDi
Ich kann dem, was Du da vorstehend erzählt hast, gut folgen und stimme zu.
Eine etwas witzige Information ist, daß der Kontext eine beabsichtigte Schaltung mit dem OPV opa365 mit 1000-facher Verstärkung ist, und wenn man in dessen Datenblatt schaut, sieht man dort die beiden Schaltungen zur Spannungsversorgung (Basic Circuit Connections): Doppelspannung mit 2 x 1,5V und Einfachspannung 3V mit Offset von 1,5V. Also in beiden Fällen gesamtspannung/2. Wir befinden uns folglich in der Realität.
Am 20.07.2023 um 18:08 schrieb Helmut Schellong:
Natürlich, vor allem bei Basisschaltungen nach Lehrbuch, wie bei Deinen Beispielen. Keiner bezweifelt, dass diese Schaltung nicht real sind. Aber direkt drunter in Figure 9-2 hast Du schon wieder ein asymmetrisches Beispiel.
Es gibt hier kein richtig oder falsch, es gibt nur Schaltungen, die besser zu den Anforderungen passen und es gibt welche, die schlechter zu den Anforderungen passen. Und in Figure 9-1 wird komplett unterschlagen, wie aufwändig es ist, eine gute symmetrische Versorgung zu bauen bzw. eine stabile nicht rauschende, nicht rippelnde Vcm mit einer frequenzunabhängigen Impedanz nahe 0 Ohm zu generieren.
Vcc/2 macht sehr oft Sinn. In meinem Fall habe ich es aber bewusst anders gewählt und auch begründet.
Du kannst mir glauben, wenn ich einfach ein Bauteil mit der Aufschrift
+1,5V, eines mit -1,5V und eines mit Vcm mit jeweils zwei Beinchen und oben geschriebenden Anforderungen in der Bauteilkiste gehabt hätte, dann hätte ich das genau so gemacht.Michael
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