Selbstverständlich habe ich das begriffen, von Anfang an, und zwar korrekt. Ich kenne seit den 1970er Jahren alte Seismographen mit einer aufgehängten trägen Masse von vielleicht 500 kg. An dieser Masse war eine Schreibfeder befestigt, und das Schreibpapier bewegte sich unter der unbewegten Schreibfeder.
Es kommt mir so vor, als ob die Wirkung der Feder trotz mehrfacher Erklärung bisher nicht begriffen wurde.
Und zwar wirkt die Feder wie eine starre Stange - für das Signal! Und an ihrem unteren Ende ist eine feststehende träge Masse befestigt.
Gleichermaßen will man meine Feder nicht begreifen.
Analogie: Eine Autokarosserie steht auf abgestimmten Druckfedern (ohne Stoßdämpfer). Die Federn werden durch das Gewicht um 10cm zusammengedrückt. Berührt man die Karosserie kräftig, dümpelt diese eine Weile weich vor sich hin.
-------- Es werden nun wesentlich stärkere Federn eingesetzt. Diese werden nur um 1cm zusammengedrückt. Eine wirksame Federung ist folglich praktisch nicht mehr vorhanden. Die Straße schlägt ohne Entkopplung hart durch bis zur Karosserie. Beinahe so, als ob die Federn starre Stangen wären. Nur sehr hohe Frequenzen werden gedämpft.
-------- Ist meine Feder nun verstanden worden? Für hohe Frequenzen wirkt die Feder nahezu wie eine Stange!
Folglich eine Stange am Piezo, an der Stange eine träge Masse. Also identisch mit dem Schraubengewicht-Konzept - bis auf die Frequenzselektivität!
Ich habe ein Bauelement für mechanische Frequenzfilter eingesetzt.
Genau das meine ich doch. Ab einer gewissen Frequenz (vielleicht 300 Hz) sind meßbare Spannungen vorhanden.
Ja, sagte ich bereits. Die Ladung verfliegt schnell.
Anders herum ist jedoch DC möglich. Eine angelegte DC-Spannung verformt den Piezo dauerhaft (?). Das widerspräche dem kapazitiven Charakter.