Mit dem lahmen selbst stark rauschenden 10-Bit-Wandler des Arduino geht das vielleicht gerade so, mit überschaubarem Dynamikbereich.
Mit dem lahmen selbst stark rauschenden 10-Bit-Wandler des Arduino geht das vielleicht gerade so, mit überschaubarem Dynamikbereich.
Ich schrieb: "Man hängt an die semiprofessionelle Version einen Arduino". Deine semiprofessionelle Version hat m. W. einen MAX9814 als Vorverstärker und dessen Ausgangssignal wird selbst für den lahmen A/D-Wandler eines Arduino wohl noch reichen. Zur Not vielleicht noch ein integrierender Operationsverstärker. Habe ich bei der akustischen Blitzsteuerung für Kurzzeitfotografie auch so gemacht, überhaupt kein Problem.
Volker
Ist halt blöd, ne Lautstärkeanzeige HINTER die AGC des MAX9814 zu hängen :-)
Von den drei Sätzen im Zitat von Dir "Anders herum ... Charakter." ist IMHO ein Satz richtig, einer erratisch, einer falsch.
V.
Der erste Satz ist letztlich ein Mutmaßung. Ich weiß z.B., daß in neueren HDD Piezos zur Feinpositionierung eingesetzt werden. Ich muß dabei allerdings einen dynamischen Betrieb für _möglich_ halten. Ganz genau wissen das nur die Hersteller und Experten.
Der zweite Satz bringt nur eine zusätzliche Erklärung zum ersten Satz (DC). Das Fragezeichen _in Klammern_ am Ende bedeutet, daß ich an vorstehender Aussage zweifle. Eine bezweifelte korrekte Aussage wird doch nicht wegen des Zweifels /rückwärts/ falsch!
Der dritte Satz ist ebenfalls korrekt. Ein dauerhafter Effekt (analog zu DC) hat nie einen kapazitiven Charakter. Ein Kondensator versperrt DC. Ein als Mikrofon betriebener Piezo kann kein DC - seine Ladung verfliegt.
So, wie er da steht, ist es die Feststellung einer Tatsache.
Dann zweifle von mir aus ruhig weiter.
Wenn es um "Eine angelegte DC-Spannung verformt den Piezo dauerhaft" geht, dann geht es um einen Piezo als Aktuator. Der natürlich i.W. einen Kondensator darstellt. An den man aber problemlos eine Gleichspannung dauerhaft anlegen kann. Das widerspricht durchaus nicht dem kapazitiven Charakter.
V.
Wenn er isoliert betrachtet wird, ja. Jedoch erster und zweiter Satz gehören zusammen.
Nein, denn ich habe ja nun ein Datenblatt zu Piezo-Aktoren gesehen.
Ein Piezo-Mikrofon hat kapazitiven Charakter und kann kein DC. Ein Piezo-Aktor repräsentiert einen hochkapazitiven Kondensator, kann jedoch DC. Dies mit dem DC konnte ich jedoch nicht abschließend behaupten, bevor ich es beweiskräftig erfuhr.
Interessant!
Aber:
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
Am 12.07.2023 um 15:29 schrieb Wolfgang Allinger:
Es zwingt Dich ja keiner, den MAX9814 oder seine automatische Lautstärkenregelung zu benutzen. Was soll das hier eigentlich werden? Wettbewerb im Sich-absichtlich-Mißverstehen?
Volker
Am 12.07.2023 um 10:51 schrieb Michael S.:
Aus dem Blockschaltbild geht nicht genau hervor wie die AGC funktioniert, aber vielleicht kann man am Pin CT, da wo der 470nF Kondensator angeschlossen wird etwas abgreifen das sich als Pegel eignet.
Gruß
Stefan
Es ging darum, dass dieser Schritt dann doch mehr Aufwand ist als der ganze Rest des Projekts, auch wenns technisch simpel erscheint, weil:
- Ein Arduino hat mit seinem 10-Bit ADC nicht die Dynamik, um eine sinnvolle Lautstärkeanzeige über mehrere Größenordnungen zu machen. Ok, für den Zweck könnte es als reine Lautstärkeanzeige ohne weitere Datenverarbeitung vielleich doch ausreichen.
- Eine Lautstärkeanzeige hinter einer AGC, die man beim MAX9814 meines Wissens nicht deaktivieren kann, macht keinen Sinn
- Eine Lösung ohne AGC erfodert einen anderen Verstärker, also ein anderes PCB, eventuell komplett auf Lochraster selbst zusammengestellt, statt dieses günstigen fertigen Moduls Allerdings brauchts dann für den Kopfhörer ne andere Art der Lautstärkeregelung
Wenn man es richtig machen möchte, macht man die Lautstärkemessung vor oder unabhängig von der AGC, nicht danach. Das ist alles machbar, keine Frage, aber Martes Aussage "An sich eine einfach zu implementierende Funktion" kann man dann doch streiten.
Michael
Ich habe mir nun doch nochmal Zeit genommen, nachgeschnitten, Versprecher und Ähhhs entfernt, gestrafft, Redundantes und Unwichtiges entfernt und gerade am Anfang noch anderes Bildmaterial eingefügt.
Außerdem habe ich einen kurzen Erkläreinschub über die Funktionsweise des Mikrofons selbst im Sendung mit der Maus-Stil gemacht.
Trotzdem ist es in Summe kürzer geworden. Wer nochmal die Muse hat:
Ohne Tonstudio und ohne Equipment gar nicht so einfach. Wer genau drauf achtet findet die Stellen, wo ich mir die Mühe gemacht habe. Perfekt ist es nicht geworden.
Am Ende gibts noch nichts Neues, das mache ich erst nach Abschluss der Tiefbauarbeiten. Ich hoffe, dass ich dabei sein kann und brauchbares Videomaterial erzeugen kann.
Michael
Hallo,
ich überlege auch, ob man den Audioausgang an einen Laptop, ein Tablet oder Smartphone anschließen kann und das Signal mit einer der zahlreichen Anwendungen dafür speichern und analysieren kann.
Ein Fieldrecorder wäre auch noch ein Möglichkeit zum aufnehmen.
Stichworte für die Suchmaschine etwa
Android/iPhone Lautstärke messen, Audioanalyse, Spectruum Analyzer o.Ä.
Bernd Mayer
Am 12.07.23 um 22:58 schrieb Michael S.:
Hallo,
Das Video finde was die technischen Qualität der Aufnahme etwa Ton, Beleuchtung usw. betrifft OK.
Irritiert hat mich die Aussage ca. ab Minute 4 im Video "Out ist der Kopfhöreranschlusß. Der Chip kann direkt einen Kopfhörer treiben."
Laut dem Datenblatt hat der MAX9814 am MIC-OUT-Ausgang eine Ausgangsimpedanz von 50 Ohm und eine Minimum Resistive Load von 5 kOhm.
Ich hoffe ich habe da nichts übersehen beim Lesen des Datenblattes oder den Infos zu der fertigen Platine u.Ä.
Das wichtigste ist natürlich, daß das Leck gefunden wurde und es offenbar dennoch funktioniert.
Besonders wenn man die Infos der Entwicklung ins Web stellt finde ich die korrekten Infos wichtig.
Insgesamt ist das Ganze sicher eine Entwicklung mit zahlreichen Komponenten. Die Mechanik macht hier sicher einen Großteil aus.
Bernd Mayer
>Am 13.07.2023 um 07:09 schrieb Bernd Mayer:
Hatte ich auch überlegt, aber zum "aber":
Wenn ich mit dem Mikrofon im Haus rumlaufe und die Kapsel berühre, brummt es massiv. Durch die hohe Verstärkung fängt man sich also schon einiges ein. Wenn ich das Teil nun mit einem Notebook mit seinen ganzen DCDCs verbinde, könnte es auch passieren, dass der Rausch/Störpegel ansteigt, insbesondere wenn man die Chipsatz-Soundkarte verwendet.
Am meisten davon abgehalten hat mich aber, dass ich keine Hand frei habe, um auch das Notebook die Straße langzzuschleppen :-)
Es ist ja schon spannend: Da hat man den ganzen Keller voll Elektronik-Zeugs, aber keine Möglichkeit, mobil Audio über einen LineIn aufzunehmen. Deshalb auch die Action-CAM im Video.
Am 13.07.2023 um 07:11 schrieb Bernd Mayer:
Stimmt. Witzigerweise steht 2 Zeilen unterhalb ne Angabe mit 500Ohm.
Und der Begriff "Minimum Load" kann ja auch missverstanden werden. Wäre eine "höhere Last" ein niedrigerer oder höherer Widerstand?
Vermutlich. Ehrlich gesagt habe ich es ausprobiert und es funktioniert.
Man kann es sich auch schönrechnen: Maximum Output-Level : 0,707V Kurzschlussstrom : 8mA
Kann also bis 88Ohm treiben
Kopfhörerimpedanz : 150Ohm
Das geht gerade noch so. Aber für ne professionelle Entwicklung wäre das auch für mich ein NoGo.
Ich schau mal, wie ich das im finalen Video besser herausstellen kann.
Am 13.07.23 um 07:21 schrieb Michael S.:
Hallo,
es gibt Fieldrecorder ab etwa 100 € mit Line-Eingang.
Ich habe hier sogar noch einen älteren MP3-Player, der hat auch einen Line-Eingang. Den gibt es wohl nicht mehr neu.
Bernd Mayer
Am 13.07.23 um 07:28 schrieb Michael S.:
Hallo,
das mit den THD 1% bei 500 Ohm Last habe ich übersehen.
Verzerrungen spielen ja bei Rauschen vermutlich erstmal keine Rolle.
In der Zeile steht auch die Angabe typisch 1 mA Ausgangsstrom, maximal 2 mA.
Kurzschlußbetrieb des Verstärkers mit 8 mA ist aber schon arg irregulär.
Aktuell haben typische Kopfhörer oftmals Impedanzen um 32 Ohm, die sind ziemlich verbreitet. Als praktische Obergrenze bei dynamischen Kopfhörern nehme ich 600 Ohm an.
Bernd Mayer
Am 13.07.23 um 08:18 schrieb Bernd Mayer:
Nachtrag:
bei Verstärkern mit niedriger Betriebsspannung braucht man niederohmige Kopfhörer damit genügend Ausgangsleistung rauskommt.
Man braucht dann weniger Verstärkung und der Rauschabstand ist besser.
Bernd Mayer
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