BleiGel Akku - einfach parallel zum Netzteil anschließen?

Hallo,
ich benötige eine Energiepufferung für ein Gerät, welches auch bei
Ausfall der Netzspannung weiterlaufen soll. Das ganze möchte ich
möglichst preisgünstig haben, einen gewissen Mehraufwand gegenüber
einer teureren "Fix-und-fertig" (USV) Lösung nehme ich in Kauf.
Die Aufgabenstellung: 12V DC bei 120mA für einen Zeitraum von
mindestens 2 Stunden.
Die Idee: ein 12V Schaltnetzteil, einstellbar im Bereich von 10,8V bis
13,2V, liefert die Spannung. Parallel zum Netzteil wird ein 12V
BleiGel Akku angeschlossen, inkl. Sperrdiode in Richtung Netzteil, und
über eine Tiefentlade-Schutzschaltung wird der Verbraucher angeklemmt.
Schematisch sieht das ganze etwa so aus
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Meine Frage: Kann ich das so machen? Immerhin wird der Akku völlig
ohne Ladeschaltung betrieben. BleiGel Akkus sollen bei dieser Art von
Beschaltung klaglos für mehrere Jahre auf Standby gehalten werden
können...?
Danke für jede Antwort!
Viele Grüße,
Mike
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Mike Dasberg
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Radio Eriwan wuerde sagen, im Prinzip ja, aber: Wenn der Akku gut runtergelutscht ist und nach laengerem Ausfall das Netz wieder kommt muss das Netzteil strombegrenzt sein. Es sollte dann auch die saubere Ladung des Blei-Gel Akkus uebernehmen. Ohne Ladung wird ihn seine Selbstentladung irgendwann so schlapp werden lassen, dass er die zwei Stunden nicht mehr packt. Dazu muss dessen Spannung hoeher liegen.
--
Gruesse, Joerg

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Joerg
Ich betreib meine Hausnotstromversorgung schon Dutzend Jahre so. Bleiakku (nicht Gel) mit 70 Ah.
Ladung durch normales Netzger=E4t mit max 1500 mA. Eingestellt auf 14,2 Volt ohne Last.
Damit kann die Batterie nicht =FCberladen werden. Nach Stromr=FCckkehr wird dann je nach abgesunkener Batteriespannung mit 200 bis 1500 mA wieder aufgeladen. Das pendelt sich von selbst ein.Wartungs- und Bedienungsfrei.
(Nur Wasser mu=DF rein in die Batterie).
MfG bastian
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bastian
USV Bleigelakkus sterben alle den Austrocknungstod wechen ständicher Dauer-Überladung. Laufzeit ca 1 Jahr, mit Glück 2 Jahre, dann fließt kein Strom mehr durch den Akku. In den meisten USV Geräten ist auch die Temperatur viel zu hoch, was das Austrocknen beschleunicht. Wasser nachfüllen hilft, dazu muß man die Versiechelung aufbrechen und die Bleigels müssen vertikal stehen. Zuviel Wasser kann (fast) nicht sein, weils eh verkocht und zu Knallgas wird.
Wen er hin ist, ist er hin. Bleiakkus kann man nicht regenerieren, weil Sulfate sehr stabil sind. Aber man kann die Lebensdauer wesentlich verlängern mit liebevoller Pfleche. w.
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Helmut Wabnig
Nur 1.5 A fuer ein 70 Ah Bleiakkus ist relativ wenig. Wenn's sein muss, darf's ohne nennenswerte Lebensdauereinschraenkung wesentlich mehr sein. Ich meine, falls man mal unbedingt schneller laden muss. :-)
14.4 VDC wuerden auch noch drin liegen. So weit ich mich erinnere, gilt die Volladung bei 2.4 V/Zelle.
Richtig.
Aber ich denke, bei dieser doch sehr vorsichtigen und zurueckhaltenden Ladung duerfte das eher selten der Fall sein, oder? ;-)
Gruss Thomas
--
ELKO-Buecher ueber Opamp, Instrumentation-Amplifier und Timer-555:
  
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Thomas Schaerer
Moin Jörg,
Ich greife mal etwas vor, da die Ladespannung bei einem 12V Netzteil zu klein sein wird. Daher halte ich ein 15V Netzteil, einstellbar im Bereich von 13,5V bis 16,5V, für besser.
Wenn das Netzteil auf 14,5V eingestellt wird, liegen am Akku ca. 13,8V an, bedingt durch den 0,7V Spannungsabfall an der Diode in Reihe zum Akku. Das Gerät kann von 9V bis 15V betrieben werden, ihm sollte demnach eine Spannung von 14,5V nichts ausmachen.
Bei Ausfall der Netzspannung liegt nur noch die Akkuspannung am Gerät an, welche dann höchstens 13,8V beträgt. Bei Absinken der Akkuspannung auf 10,8V schaltet die Schutzelektronik den Verbraucher ab. Wenn das frühestens nach zwei Stunden passiert, hat der Akku seinen Zweck erfüllt.
Das Netzteil ist strombegrenzt auf ca. 160%, was bei diesem Fall bei ca. 1,6A liegt. Eine Sache muß ich jedoch ausprobieren: das Netzteil schaltet ab wenn am Ausgang ein Kurzschluß festgestellt wird (Stichwort: hiccup mode). Der zu prüfende Punkt wäre dann, ab wann das Netzteil einen Kurzschluß erkennt, d.h. ob ein zu sehr entladener Akku bereits den Kurzschlußfall darstellt. In diesem Fall würde das Netzteil gar nicht mehr hochkommen, das wäre schlecht.
13,8V sind in Ordnung?
Noch einen schönen Sonntag,
Mike Dasberg
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Mike Dasberg
Moin Helmut,
Alternative hierzu? Ladung abschalten wenn der Akku 13,8V erreicht hat? Gibt es hierfür einen preiswerten Laderegler?
Da die Anlage für mehrere Monate am Stück unbeaufsichtigt läuft, wäre mir das Risiko eines zwischenzeitlichen Totalausfalls zu hoch.
Und der Akku bläht sich dabei nicht auf...?
Wie?
Schönen Gruß,
Mike Dasberg
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Mike Dasberg
Moin Gunther,
Den Akku außerhalb des Gehäuses anzubringen (Netzteil und Elektronik erzeugen ja Verlustwärme, ist demnach eine gute Idee?
Die Wikipedia schreibt dazu:
Bei herkömmlichen Bleibatterien muss regelmäßig in der Wartung destilliertes Wasser in den einzelnen Zellen nachgefüllt werden, das im Zuge der Gasung oder bei Erwärmung verdunstet und dabei auch die Säurekonzentration verändert. Dies ist bei verschlossenen Akkus nicht notwendig, die Zellen sind daher verschweißt.
Verschlossene Bleibatterien gasen deutlich weniger als herkömmliche: Durch den festgelegten Elektrolyten hindurch bilden sich Gaskanäle aus. Der durch die Nebenreaktion an der positiven Elektrode gebildete Sauerstoff kann daher direkt zur negativen Elektrode wandern und dort zu Wasser rekombinieren.
Daher DACHTE ich, dass es bei BleiGel Akkus nicht zur Austrocknung kommen kann, oder dass diese erst nach mehreren Jahren relevant wird.
Viele Grüße,
Mike Dasberg
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Mike Dasberg
Thomas Schaerer schrieb:
Dann w=FCrde das Stromnetz in Thailand wom=F6glich sofort nach der Wiederkehr erneut zusammenbrechen :-> =20
n
Es kommt ja auch etwas auf die H=E4ufigkeit an...
MfG Rupert
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Rupert Haselbeck
"Helmut Wabnig" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com... ..
Hi, die meisten USVs sind "ausgerechnet für 3 Jahre". Viel länger darf man die Akkus eh nie verwenden, laut Versicherung in Alarmanlagen...
Naja, in manchen. Solange die Temp nicht über 40 kommt, kann es aber kaum Auswirkungen haben, da der Akku ja mit Ventilen verschlossen ist und nur Überdruck abblasen kann. Der Dampfdruck bei 40° ist nicht gar gewaltig. Knallgas ist was anderes, das darf raus.
Naja, wenn der Akku erstmal trocken ist, hilft das nur bei bestimmten Bauarten, den billigen mit Glasfaservlies und Tapetenkleister als "Gelgrundlage" hilfts nicht, weil der Kleister, einmal trocken, nicht mehr "entkrümelt". Stellen ganz ohne Feuchte werden nie wieder.
Wenn das Wasser die Platten kurzschließt, entsteht beim Laden mehr Knallgas, außerdem steigt die Selbstentladung gewaltig. Die Methode meiner Wahl ist daher Auskochen des untergetauchten Gelakkus, nachdem der total entladene Akku per Unterdruck von allen Luftblasen befreit wurde, also randvoll dest.Wasser ist. Das Auskochen erweicht das vertrocknete Gel und treibt letzte Blasen aus. Dann den Akku überkopf abtropfen lassen und dabei langsam anladen...damit ließen sich 2 billige Sonderbauform-Akkus immerhin soweit anfeuchten, daß sie für ein paar Tests mitspielten.
Lohnt aber nicht. Oder nur in solchen Fällen, wo man schwer an Ersatz kommt. Werde jedenfalls beim nächsten Akkuwechsel die USV per externem Kabel auf alten Autoakku umrüsten, das tut auch und ist leichter wartbar. Den Strom einer USV schafft auch eine ausgelutschte Startbatterie vom Mopped. Da gbits feine Modelle, die richtig transparent sind, kann man jedes Bläschen blubbern sehen und frühzeitig nachfüllen.
--
mfg,
gUnther
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gUnther nanonüm
Sieh Dir die Kurve der gewaehlten Diode genauer an, bei wenig Strom sind es keine 700mV. Irgendwo muss ein Gleichgewicht zwischen Trickle Current (Ladungserhaltungsstrom?) und Netzteilspannung rauskommen, minus Angstreserve damit nichts ausgast oder gar explodiert. Auch den Fall beruecksichtigen, wo das angeschlossene Geraet z.B. im Fehlerfall fast komplett abschaltet und so gut wie keinen Strom zieht, oder dessen Anschlusskabel abfaellt.
Es muss schon eine gescheite Konstantstrom-Funktion drin haben. Theoretisch koennte ja auch ein ziemlich tief entladener Akku dranhaengen. Sicherung rausgeflogen, Akku auf 10.8V runtergelutscht, und alle waren fuenf Wochen an der Cote d'Azur oder so.
Muesstest Du beim Akkuhersteller erfragen. Ausgasungen sind bei Blei-Gel Akkus nicht so guenstig, muss man vermeiden. Ich habe seit Ewigkeiten keinen mehr benutzt, der letzte ging vor zwei Jahren ins Recycling. Normale wasserbefuellte Deep-Cycle Akkus sind bei uns deutlich preisguenstiger, weil die Angler und Golfer sowas brauchen.
Gleichfalls. Wir sind 9 Stunden hinter Euch, da haben wir den noch fast ganz vor uns :-)
--
Gruesse, Joerg

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Joerg
Mike Dasberg schrieb:
Mir ist nicht klar, für was die Diode da sein soll. Das NT muss sonst ja auch die Elkos in den Verbrauchern aushalten. Die Rückspannungsfestigkeit ist bei vernünftigen SNTs im Datenblatt angegeben und ist idR einige Volt über der max Ausgangsspannung. NT mit Strombegrenzung ist natürlich von Vorteil ;-)
--
mfg Rolf Bombach
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Rolf Bombach
Rolf Bombach schrieb:
Die sorgt in Verbindung mit den max. 13,2V des Netzteils dafür, daß der Akku niemals voll wird. Durch die verkürzte Betriebszeit werden die angeschlossenen Verbraucher geschont. *ggg*
Ciao/HaJo
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HaJo Hachtkemper
Bei Netzteilen ist ein Spannungsteiler drin, fuer die Regelung. Eventuell noch Sachen wie eine LED am Ausgang. Das alles wuerde den Akku bei Netzausfall ganz langsam mithelfen zu entladen.
--
Gruesse, Joerg

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Joerg
"Mike Dasberg" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com... ..
Hi, wenn die Kabels nicht gar zu lang werden und geringen Innenwiderstand haben, also 4mm aufwärts...und denk an eine Unfallgefahr mit platzendem Akku, die Säure hat den kleinstmöglichen WAF.
Naja, innerhalb der ersten drei Jahre, bei bestimmungsgemäßem Gebrauch. Genauso muß man bei Neuwagen nie tanken, solange man damit nicht weiter als 50km fährt....(und der Verkäufer die Karre vollgetankt übergibt)
Das ist ev. bei sehr speziellen Nicht-China-Equipment-Akkus möglich. Will ich nciht ausschließen :-) die Bleibollen aus dem Land des bleihaltigen Babypuders jedenfalls rekombinieren allerhöchstens PCB...die "Gaskanäle" hab ich in meinen zersägten Akkus jedenfalls nicht gefunden. Die Trennschicht war schnöde feuchte Pappe, das "Gel" einfache Methylzellulose aka Tapetenkleister. Und wieso Knallgas rekombinieren sollte an dreckigem Blei, ist mir chemisch nicht ganz klar. Naja, falsche Gruppe. Die Akkus jedenfalls gasen schon, da sie aber bei weitem nicht so belastet werden wie ein Startakku im Auto, verlieren sie auch weniger Wasser. Wer einen Gelakku mal als Startakku fürs Fernsteuerhobby genutzt hat, kennt den Materialzermürbenden Streßeffekt bei Glühkerzenstart...da hält soein Akku keine 3 Jahre.
Genau, wenn Du den nie überlastest, sollte der drei Jahre halten. Und nicht überladen.
--
mfg,
gUnther
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gUnther nanonüm
Verhindert die Entladung durch das Netzteil. Wenn sich das Netzteil bei Spannungsausfall abschaltet, möchte ich vermeiden dass es den Akku entlädt. Daher die Sperrdiode.
Viele Grüße, Mike
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Mike Dasberg
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arf's
ne,
Das Netzger=E4t war da und bringt nicht mehr. Der Akku reicht f=FCr Notbeleuchtung, Alarm, Ventilatoren =FCber Wechselrichter und Rolltor f=FCr einen Tag. Kommt eher nicht vor, da=DF das EVU 2 Tage nacheinader abschaltet. Wenn ichs wei=DF, nehm ich zum Nachladen ein Ladeger=E4t mit umschaltbar 5/10 A. Aus defekter USV gebaut. Toller Trafo drin, sch=F6nes Kunststoffgeh=E4use, nur Gleichrichter rein....
Der Schaltraum ist -nat=FCrlich - nicht klimatisiert. Bei monatelangen Temperaturen zwischen 30 und 45 Grad tags und nachts 30 Grad brauchts schon Wasser, so alle 3-4 Monate.
Motorrad und Auto alle 2 Monate Wasser....
MfG bastian
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bastian
Bei der betrachteten BY 550-1000 beginnt die Kennlinie bei ca. 600mV (und da fließt weniger als 10mA Strom)
Bei 1A sind es dann ca. 850mV und das steigert sich weiter auf 950mV bei 5A. Ich denke, wenn ich mit 600mV Spannungsabfall rechne bei der Diode ist das in jedem Fall richtig. Im Betriebsfall sollten mindestens 100mV mehr abfallen.
Der Ladungserhaltungsstrom stellt sich bei den Bleiakkus selbst ein, wenn er an konstanter Ladespannung voll geladen wurde?
Dann wird es aber wieder teurer,... :-(
Das ist das Szenario was ich meinte. Akku wird entladen bis die Schutzschaltung anspricht und zieht bei Netzwiederkehr einen so großen Ladestrom, dass er das Netzteil in die Abschaltung zwingt. Vielleicht finde ich ein Netzteil, welches den Ausgangsstrom einfach begrenzt, ohne sich abzuschalten.
Laut Panasonic Datenblatt für den LC-R122R2PG liegt die Erhaltungsladespannung zwischen 13,6 und 13,8V. Nur den anfänglichen Ladestrom von max. 330mA bekomme ich mit dieser unkontrollierten Variante nicht hin. So oft _sollte_ der Strom aber nicht ausfallen.
Dann wünsche ich dir jetzt erstmal eine ruhige Nacht. ;-)
Viele Grüße, Mike
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Mike Dasberg
Wenn die Ladespannung im Leerlauf nicht =FCber 14 V ist, ist keine =DCberladung m=F6glich.
Auf die Idee, in einen Gelakku Wasser einzuf=FCllen, bin ich allerdings noch nie gekommen....
In der Tat ist es in den meisten USV zu warm f=FCr Akku und div. Elektronikbauteile. Auch wegen zum Teil fehlender Luft=F6ffungen. Oder zu kleiner =D6ffnungen oder =D6ffn. nur oben, unten nicht. Wie soll oben Warmluft raus, wenn unten keine.....
Ich bohr schon immer ne Menge Liftl=F6cher rein, manchmal auch gro=DFeres Loch f=FCr nen 60mm PC-Ventilator, der zus=E4tzlich Luft rein und durch pustet.
Damit hat man keine Hitzesch=E4den, bischen Arbeit halt...
MfG bastian
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bastian
Was mich immer wundert, ist, warum das nicht passiert wegen der unendlich viele Klimaanlagen, vor allem wegen dem extrem hohen Anlaufstrom...
Zumal mittags,nachmittags bei 35/40 Grad alle Thermostate der Aircons auf EIN stehen und sofort starten. Vermutlich, weil es nur NH 1-160 A Sicherungen gibt, egal, ob die Stra=DFenleitung am Mast 1x16/3x50 oder 1x16/3x95 sind.... Und die Trafos f=FCr 3-4 Stra=DFen =D6lgek=FChlt sind und nach der vorgehen= de Abk=FChlung w=E4hrend der Abschaltung nicht so schnell, in Minuten, =FCberhitzen....
MfG bastian
Reply to
bastian

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