Aktives Tri-Amping

Jan 15, 2020 Last reply: 6 years ago 311 Replies

[...]

Eine extrem starke Dämpfung habe ich hier schon vor langer Zeit berichtet (auch in einer Webseite).

Nämlich Tieftöner mit zwei Schwingspulen. Ich habe solche.

Wenn eine Schwingspule kurzgeschlossen ist, liegt eine extreme Dämpfung vor, so daß sogar die Resonanz fast vollkommen verschwindet!

Am 17.01.2020 um 19:10 schrieb Marcel Mueller:

...das Verfahren hieß Motional-Feedback und war von Philips. Ich habe es mal bei Bekannten gehört und empfand es als recht eindrucksvoll.

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Rainer

Am 17.01.2020 um 19:59 schrieb Helmut Schellong:

Bei jedem einzelnen Laustärkestep müssen sich alle 6 Amplituden um denselben *Faktor* verändern und das auch, wenn alle an unterschiedlichen Stellen stehen.

Das geht nur mit logarithmischen Grundsteps!

Gruß Andreas

der Membranen kapazitiv gemessen und entsprechend das Signal optimierend angepaßt.

Ja, die 6-fach-Relaisspulen sind parallel geschaltet. Unterschiedliche Stellen kann es somit nicht geben.

Das ist exakt analog zu einem mechanischen 6-fach-Poti, dessen Achsen mechanisch parallel geschaltet sind.

Wenn Du die Steuerung des Digitalpotis für alle 6 Kanäle parallel schaltest, musst Du für den Amplitudenabgleich deiner 3 Wege eine 2. Stelle in der Signalkette einfügen an der Du die Amplitude beeinflusst. Eventuell direkt dahinter. Wenn Du hierfür wieder 6 einzelne Billich-Potis verwendest, ist das aber kein High-End-Konzept mehr.

Gruß Andreas

horst-d.winzler schrieb:

Hatten die nicht irgendeinen optischen Sensor für die Gegenkopplung? In der Meinung, damit mache man aus dem schlechten Tieftöner einen guten. Egal, IIRC gingen diese Lautsprecher, respektive deren aktiver Teil, rasch kaputt. Mein Vater hatte die mal, aber nur kurz :-]

Ja, oder direkt davor. So habe ich das geplant. Das sind drei Stereo-Potis (2-fach-Potis). Auch Balance wird es geben, vorne - warum auch nicht.

"wieder 6 einzelne Billich-Potis"

Eine solche Verwendung habe ich nicht geplant, hatte ich nie geplant. Ich hatte bisher geplant, teure Bourns-Servo-Potis für Lautstärke zu verwenden. Stellenweise 2-fach-Potis von ALPS. Nun baue ich Digital-Potis mit Reed-Relais.

Die Counter der Digital-Potis können auf einen beliebigen Startwert gesetzt werden. Das werden für Lautstärke 0% sein, für die Weichen 90% und für Balance 50%.

Für Audio gabs LOGDACs a la AD7111 bzw AD7118 die obsolet in DIL immer noch zu haben sind. Ca. 5...7 EUR. Application Note: AN208 Understanding Logdacs Hat bequemes 8 Bit Datenwort und codiert per Logik auf "17 Bit" MDAC um. Die entstanden in den frühen 80ern als für PCM-Codecs nichtlineare Wandler nötig wurden. Aber der Markt für z.B. professionelle Mischpulte war wohl nie groß genug.

Ansonsten: es ist Zeitverschwendung mit Audiophilen in dieser newsgroup zu diskutieren. Hat bei denen nie was mit verifizierbarer Technik zu tun.

MfG JRD

Also jetzt doch wieder Mechanik-Gelump für den Abgleich zusätzlich zum Digitalpoti?

Gruß Andreas

64 Stufen linear? Bei log. Stufung kämst du mit 24 Stufen aus. Meine Erfahrung. Du wirst sowieso mit einem Vorverstärker/Abschwächer für gleiche Pegel aller Quellen sorgen müssen. Einige 6_dB Stufen dürften dafür vollauf ausreichen, zumal ja die Quellen ohnehin von Haus aus ziemlich gleiche Pegel aufweisen. Trotzdem gibt es hörbare Lautstärkeunterschiede die bei einem Spitzenprodukt eben auszugleichen sind, ohne den Lautstärkeregler betätigen zu müssen.

Am 18.01.2020 um 13:24 schrieb Jochen Kremer:

gefahren. Seit 1990 mit DSP Weichen und spätestens ab 2000 und 24 Bit D/As, bei denen man sich die Dämpfung hinter der Weiche sparen kann.

Bei meinem alten 16 Bit System sind Dämpfungssteller hinter der Weiche sinnvoll, insbesondere im Wohnzimmerbetrieb mit -60/-80 dB als default.

Butzo

Widerspruch.

-- Mit freundlichen Grüßen Helmut Schellong snipped-for-privacy@schellong.biz

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Am 18.01.2020 um 13:39 schrieb horst-d.winzler:

Sag ich doch, das reicht niemals!

Für Zimmerlautstärke steht der Lautstärkesteller z.B. bei -40dB. Das ist Teiler-Faktor 1/100.

Die leiseste Einstellung wäre bei 64 Stufen 1/64. Das ist schon ziemlich laut.

Gruß Andreas

Nein. Warum denn auch?

Alle Potis auf der Frontplatte werden Digital-Potis sein.

1 x 6 = 6 Lautstärke 3 x 2 = 6 Baß, Mitten, Höhen 1 x 1 = 1 Balance

Nur Lautstärke muß von 0Volt bis maxVolt gehen. BMH könnte man mit Lautstärke verknüpfen, so daß nur eine Hälfte eines Potis gebraucht wird, das jeweils in Reihe zu je einem Lautstärke-Poti geschaltet ist.

Auf meiner Projektseite werde ich das wohl noch dokumentieren.

An den Dreifach-Endstufen hinten sind Pegelsteller für Baß, Mitten, Höhen, um die Effizienz der Chassis zu berücksichtigen. Am Vorverstärker sind diese Stellpositionen eher ein Ersatz für Baß- und Höhensteller.

Letzteres habe ich hier schon vor Monaten geschrieben.

Extensiver formuliert: wenn jemand sein Projekt lesbar, publikumsfreundlich darstellt, hat er mehr Chancen auf positives Feedback. D.h. pdf mit Text, Fotos, Screenshots von Oszilloskop. Messwerten usw. Das gilt besonders für "Tri-Amping" oder "Astrail", also nicht handelsüblichen Produkten. Newsgroups-threads hatten immer schon das chronische Probleme, daß Leute aneinander vorbeireden, weil nur ein paar Wortbrocken reingeworfen werden und der Rest per Kristallkugel ergänzt werden muß.

MfG JRD

Tri-Amping ist nicht spektakulär! Es ist einfach nur eine Wortkombination, die erfunden wurde, um etwas schon lange Existierendes zu bezeichnen.

Gestern schrieb ich Folgendes:

"In den 1970er Jahren hatte eine Firma die Positionen der Membranen kapazitiv gemessen und entsprechend das Signal optimierend angepaßt."

Damit werde ich wohl Backes&Müller gemeint haben.

Backes&Müller macht übrigens kein »Aktives Tri-Amping« und auch kein »Aktives Bi-Amping«. Sondern einfach »Aktivboxen«.

Beim »xyz-Amping« sind die Endstufen außerhalb.

Ich bin da gerade nicht so im Thema, weiß aber sicher, dass die auch Mikrophone benutzt haben.

Nein. Lies einfach mal nach.

Schöne Grüße Jochen

Das glaube ich. Aber auf direkte Weise kann ich mit einem binären Counter kein logarithmisches Poti herstellen. Ich kann nur beide Poti-Hälften mit einer unterschiedlichen Steigung versehen.

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Das Logarithmische sieht übrigens in der Praxis ärmlich aus. Da sind dann wenige Stufen mit anderen Steigungen, danach geht es linear weiter.

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