Welchen Transistor brauche ich?

Oct 12, 2019 Last reply: 7 years ago 222 Replies

Ich habe noch 4 Stk. 40411 (RCA) gefunden. Die haben 150W 30A cont.

Hi Hanno,

4 * 500 W Sinus im 19" Rack mit den dazu gehörenden Boxen und fingerdicken Kupferkabeln.

Richtig. Die 8 Ohm Angabe auf den Boxen dürfte für eine grobe Abschätzung valide sein. Interessant ist hier ohnehin nur der Bass, der in der Musik übertragen wurde. Wir haben diesbezüglich die Musik gespielt, die dort eben verwendet wird.

Warum sollte ich hier Testsignale verwenden? Es ging ja explizit um den praktischen Höreindruck, was gebraucht wird.

Indem Du die Spitzenspannung abschätzt. Wenn nie mehr als 9 Volt peak kommen, dann wird die Peaklast auch kaum über 10 W gewesen sein. Und komm mir jetzt nicht mit Korrekturfaktoren, weil das ja kein Sinus war. bei 9 V wäre das der Worst case mit einem Rechtecksignal. Außerdem ging es um eine Abschätzung, nach oben. Installiert haben wir dann in einem ähnlichen Setup eine Anlage mit 2 * 50 W Sinus. Kleiner bekommt man ja fast nix, zumindest damals nichts, was nicht wie blöd gerauscht hätte. Das war auch nie zu leise. Hätte mich auch angesichts unserer Turnhallendisco durchaus verwundert.

Marte

Hi Helmut,

Welche Stadien beschallst Du damit? Im Wildparkstadion haben sie mal die Boxen geklaut. Das waren auch nur 8 * 250 W.

Mein Haus, meine Yacht, ...

Scheiß Boxen, wenn die mit dem Verstärker nicht klarkommen :-(

Marte

Hi Rainer,

Das hatte ich doch geschrieben. Eine Bastleraktion zeichnet sich genau dadurch aus, dass ich eben nicht nach Specs schaue, sondern quick 'n dirty das Teil zusammenbrate und mich freue, dass es das tut, was es soll. Dass ich das bei professionellem Entwickeln nicht so mache darfst Du mir glauben. Dem OP ging es aber AFAIR nicht um ein Seriengerät, sondern um mal was zusammenlöten und das am Besten mit Material aus dem Bastlerbestand.

Marte

Hi Rainer,

Das weiss ich wohl, aber Sound macht man nicht mit kW.

Meist deutlich besser als das heutige Geplärre.

Nein, dicker muss er sein ;-) Im Ernst, die meisten Veranstaltungen sind heute einfach nur viel zu laut und übersteuert. Wahrscheinlich sind die Leute am Mischpult einfach schon so taub, dass sie das gar nicht mehr merken. Ich vergess das nie, als ich Backstage "Mädchen für alles" spielen durfte. In der dm-Arena hat sich eine Band ausgetobt, nix extremes, eher soft. Die Veranstalter hatte für die ca 3000 Gäste 500 Paar Ohropax auf Reserve. Die waren ruckzuck alle und ich sollte losziehen und alles, was nach Ohropax aussah kaufen... Am Abend hab ich die Crew ins Hotrel gefahren und die Gelegenheit nicht ungenutzt gelassen, nach dem Grund für den überhöhten Pegel zu fragen. "Wir sind immer unter 120 dBA geblieben, das war Vorgabe der Veranstalter." Mich hat nichts mehr gewundert und wundert seither auch nichts mehr...

Marte

Am 23.10.2019 um 11:56 schrieb Helmut Schellong:

Bei unkomprimiertem Live Material möglicherweise, alles aus der Konserve ist sowieso totkomprimiert und optimodisiert.

Ein "Hub" von 6 dB auf dem Peakmeter ist dann schon viel Dynamik, die

1500W werden aber eher kein Tiefbass < 50 Hz sein.

Butzo

Ein großes Wohnzimmer.

Komisches Argument. Schau Dir die Daten der Chassis an.

Widersinniges Argument. Die Boxen kommen mit dem HC2000 lässig klar. Aber die Boxen können an einem HC2000 ihre Qualitäten nicht zeigen.

Am 24.10.19 um 19:30 schrieb Marte Schwarz:

OK, Abschätzung nach oben geht natürlich. Und mir geht es weniger um Korrekturfaktoren, als um die Frequenzabhängigkeit der Last - die kann bei einer 8 Ohm Box gerne je nach Frequenz irgendwo zwischen 5 und 50 Ohm sein. Und da trau ich mir nicht mehr zu, anhand irgendeines Spannungspeaks auch nur grob auf eine konkrete Leistung zu schließen.

Heutzutage würde ich sowas nehmen:

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Gibts auch für unter 100 Euro. Hab ich mal mit rumgespielt, klang erstaunlich brauchbar.

Hanno

Am 24.10.19 um 19:46 schrieb Marte Schwarz:

Man kann durchaus laut machen, ohne daß es in den Ohren weh tut und tatsächlich auch noch gut klingt. Dazu braucht man aber Leute, die beim Einmessen der Anlage wissen, was sie tun. Und die haben zu diesem Zweck einen frequenzgangneutralen Gehörschutz...

örks, das ist zu viel. Ich weiß aus dem Kopf nicht mehr, wo die Grenzwerte für Konzerte etc. liegen, aber definitiv unter 100 dBA.

Hanno

snipped-for-privacy@gmx.de (Marte Schwarz) am 24.10.19 um 19:38:

Und dann benutzt der geneigte Hobbybastler ein vorgeschädigtes Bauteil oder überlastet eins, weil zu arg auf Kante genäht, wundert sich, weshalb die Schaltung nicht tut und weiß nicht, warum nicht und kann es mangels technischer Ausrüstung auch nicht herausfinden.

Dann doch lieber die zwei Minuten Google investieren, um ein geeignetes Teil mit etwas "Luft nach oben" auszuwählen. Bei den im Hobbybereich anfallenden Stückzahlen ist es auch /vollständig/ peng, ob der Transistor nun 2 ct, 3,1 ct, zwölf oder gar 34 ct kostet.

Und wenn es den Wunschtransistor nur in SMD gibt, man trotzdem unbedingt Steckbrettkompatibilität haben will, dann muß mna halt mal zwei, drei EUR investieren und beim freundlichen Chinesen eine Tüte Adapter-Platinchen bestellen und da Stiftleisten dranlöten. Gibt es da für kleines Geld für alle möglichen und unmöglichen Gehäuseformen.

Ich weiß wirklich nicht, weshalb ein Hobbybastler auf das verstehende Lesen von Specs verzichten sollte. Gibt doch heutzutage alle nötigen Infos kostenlos online. Und wenn man irgendwelche Specs nicht versteht, kann man ja immer noch hier fragen.

Rainer

snipped-for-privacy@gmx.de (Marte Schwarz) am 24.10.19 um 19:46:

Wer solche Kilowatt-Klasse-D-Verstärker übersteuert, hat etwas Grundlegendes nicht verstanden. Die nimmt man ja gerade deshalb, um bei Impulsen eben /nicht/ zu übersteuern, sondern um die verzerrungsarm übertragen zu können. Ggf. auch die Verzerrungen, die bewußt durch Effektgeräte, Saitenquälen oder sonstwie erzeugt werden, so zu übertragen, daß keine /zusätzlichen/ unbeabsichtigten hinzukommen.

Die Alabama Shakes wuchten so einen richtigen alten Leslie auf die Bühne, stellen einen Schwung Mikros davor und es klingt richtig gut über die Großanlage. Manche Gitarristen verwenden steinalte Röhrenverstärkerboxen, nehmen den Sound selbiger per Mikro ab und schicken den dann über die Digitalkette. Die /wollen/ keinen Einfluß durch die weitere Verarbeitung, sondern möglichst genau den Sound übertragen, den sie mit ihrer Box erzeugen.

Dafür braucht man Verstärker mit echten Reserven. Nicht, um NOCH lauter zu spielen. Das würde man per Kompression machen.

Rainer

snipped-for-privacy@butzomail.de (Klaus Butzmann) am 24.10.19 um 22:29:

Aber bei vielem, wo "remastered" drauf steht, greift man voll ins Klo, jedenfalls bei Pop & Rock. Sensibel geht anders. Bei restaurierten

Rainer

Immer wenn ich irgendwo lese 'Remastered by DJ Soundso', denke ich mir: so klingt das auch meistens. (Benedict Mangelsdorff in ger.ct)

Ich habe in den 1970ern 'Hifi-Stereophonie' gelesen, wo Karl Breh der Autor war. Da wurde von ~80 dB Dynamik geschrieben.

Die 1500W hatte ich erklärt: 1000+350+150 W, Baß+Mitten+Höhen

Hi Rainer,

Ach :-(

zzgl 7€ Versand und drei Tage warten... Mach Du nur.

Genau, noch mal 6 Wochen warten oder gleich auf Vorrat 5 verschiedene Adapterplatinchen mit 50 Stück auf Halde legen... Mach Du ruhig, ich nicht.

Weil man vielleicht auch mal was zusammenbrät, ohne dafür eine Woche Urlaub zu nehmen.

Marte

Am 25.10.2019 um 11:45 schrieb Helmut Schellong:

Sieht ja nicht so verkehrt aus, nur 500/1000W bei z.B. 20 Hz müssen die Chassis auch mechanisch mitmachen. Entweder ausreichend viele 15"/18"er oder sehr viel Auslenkung.

Butzo

snipped-for-privacy@butzomail.de (Klaus Butzmann) am 26.10.19 um 11:43:

Die bauen heute aktive Baßreflex- und Bandpaß-Konstruktionen mit ein bis zwei kW RMS und /einem/ 18" Chassis.

Und geben dann auch schon mal 137dB "peak" an. Au weia...

4" Schwingspule. Da passen die Bassmembranen der kleinen Monitore hier am Rechner komplett innen rein :-)

Rainer

2 x Chassis 15" (38cm) SPH-380TC: Hub= +-11 mm fres= 21,5 Hz 800W Musik 500W rms

Es muß unterschieden werden zwischen PA und HiFi. Ich habe 4 HiFi-Chassis mit je 500 Wrms.

PA : Hub=+- 6mm 37Hz 97dB/(W/m) 38cm 500Wrms HIFI: Hub=+-11mm 21Hz 89dB/(W/m) 38cm 500Wrms

Klaus Butzmann snipped-for-privacy@butzomail.de:

Das ist immer ein Problem mit kleinen Durchmessern, durch den Hub werden höhere zugleich abgegebene Frequenzen moduliert, vulgo verzerrt. Auf der anderen Seite bringt auch die Wandlung des Schalldruckhubs eines Horntreibers zur größeren Abstrahlfläche des Horns Verzerrungen. Die sozusagen natürliche Bündelung durch Säulen, per Interferenz bei übereinander angebrachten Chassis, ist wiederum etwas aus der Mode. (Ergibt sich bei Großbeschallungen wiederum durch das Stapeln der Boxen.)

Aber das mit dem Logarithmus solte doch hier halbwegs vertraut sein. Von

1500 Watt zu 3 Watt ist nur physikalisch ein, nunja, gewisser Unterschied. In der Akustik relativiert sich das rasch, wenn einer mit Dingern mit 86 dB/1W/1m und ein anderer mit solchen mit 102 dB/1W/1m daherkommt. Beides realistisch Vertreter des Sortiments. Da ist schonmal der Faktor 400 dazwischen.

Der bessere Spass kommt dann auf, wenn außer Verzerrungen auch die bei den Schallwandlern eingebaute Dynamikkompression halbwegs im Griff ist, die wird gern verschwiegen.

Immer nur Frequenzen und Watt angeben, ist nicht immer zielführend. Wie wär's mit 400 PS? In einer Pferdekutsche?

Ewald Pfau snipped-for-privacy@gmx.net: [ Leistung von 86 auf 102 dB ]

äh ... 40 muss reichen.

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