Kondensatornetzteil mit SSR schalten?

Nov 30, 2019 12 Replies

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Rafael Deliano

Letzte Lichtsteuerung ( Glühbirnen, Bühnenbeleuchtung ) die ich vor langer Zeit als Unikat baute hatte kostendämpfend passende Optokoppler ( ca. MOC3041 ) und Triacs. D.h. "Halbleiterrelais" selber gebaut. Ging auch als Dimmer recht gut. Einschaltstrom ? Aber vermutlich sind…

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Hallo,



Ich möchte eine Art "Lichtsteuerung" bauen. Dafür muss ein ATmega328 irgendwie 230V LEDs schalten.



Um den Aufwand minimal zu halten dachte ich an die hier:

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Nicht wirklich billig aber sicher besser also irgend ein "No-Name". Im Vergleich zum klassischen Relais spare ich mir so einiges an externen Bauteilen (Transistor zum Steuern der Spule, Snubber für den Kontakt, ...)



Im Datenblatt sind nur ohm'sche Verbraucher und induktive Verbraucher genannt. Fällt jemandem ein Grund ein warum ich mein Kondensator-Netzteil da nicht dranhängen dürfte?



Was würdet ihr zur Absicherung des ganzen empfehlen? Reicht es den Lastkreis über das SSR mit einer Glassicherung abzusichern? Ich dachte an 1A träge. Das reicht für meine LEDs dicke. Zusätzlich eine Temperatursicherung auf's Board oder wäre das übertrieben?



Gruß



Manuel


Letzte Lichtsteuerung ( Glühbirnen, Bühnenbeleuchtung ) die ich vor langer Zeit als Unikat baute hatte kostendämpfend passende Optokoppler ( ca. MOC3041 ) und Triacs. D.h. "Halbleiterrelais" selber gebaut. Ging auch als Dimmer recht gut.

Einschaltstrom ? Aber vermutlich sind die Kondensatoren nicht riesig.

MfG JRD

snipped-for-privacy@nurfuerspam.de (Manuel Reimer) am 30.11.19 um 13:40:

Der Einschaltstrom?

Rainer

Ja. Inrush Current. Dein SSD schaltet 5A, der Spitzen-Stoßstrom (t=20ms) liegt je nach Modell zwischen 65 und 300A. Wenn Dein Chinakracher-SNT also keinen Sanftanlauf und einen genügend großen Kondensator hat, schaltet Deine Lichtsteuerung genau 1x.

Zusätzlich Heißleiter, ggfs. mit Relaisüberbrückung.

Wenn Deine träge Sicherung rechtzeitig abschaltet und dabei das Stromintegral von 20A^2s bzw. 350A^2s nicht überschritten wird.

Wie wird Dein Board versorgt? USB-Wandwarze? An die Sicherheitsabstände des Netzspannungskreises gedacht?

Ciao, Volker

Scheint mir auf jeden Fall etwas mehr Aufwand zu sein als so ein SSD einfach statt eines klassischen Relais zu verwenden.

Folglich hat sich das mit dem SSD erledigt. Ist mir eigentlich sowieso zu teuer. Kleines Standard-Relais ist einfacher. Da kleben mir Worst-Case die Kontakte fest. Im vorgesehenen Anwendungsfall wäre das aber nicht weiter wild. Zumal es eh nur ein bis zwei Schaltvorgänge pro Tag geben wird.

AC/DC Wandler. So ein Modul kommt mit ins Gehäuse und wird primärseitig zusätzlich abgesichert. AC/DC Modul wandelt auf 5V. Für den Mikrocontroller gehe ich mit einem Linearregler dann noch auf 3,3V runter.

Gruß

Manuel

Am Sun, 1 Dec 2019 14:07:54 +0100hat Volker Bartheld snipped-for-privacy@bartheld.net geäußert:

Falscher Dampfer?? "Kondensatornetzteil" ist so ein 50mA-Teilchen mit C in Reihe anstelle Vorwiderstand. Wenn da 5A fließen, sind die LED verdampft.

Andernfalls hätte er ein Schaltnetzteil mit Lade-C gemeint. Aber man weiß ja nie, was heute so bei de.sci.electronic ein "Kondensatornetzteil" ist :-)

Willi

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Wenn mit "er" der Volker gemeint ist, hat er nie auch nur eine Silbe in Richtung "Kondensatornetzteil" geschrieben. Sondern S(schalt)N(etz)T(eil). Und zumindest in Volkers kleinen Welt, gibts da nach der Drossel einen Kondensator zur Filterung.

Tatsächlich. Und es ist auch vollkommen egal. Wenn Manuels Netzteil mit den Grenzwerten im Datenblatt des SSR kompatibel ist, kann er es nehmen. Wenn nicht, dann halt nicht. Oder nur kurz.

Und warum man überhaupt ein Netzteil braucht, um - ich zitiere: "irgendwie

230V-LEDs zu schalten", müßte auch noch geklärt werden.

Aber das Lesen in der Kristallkugel zählt ja zu den besonderen Stärken der dse-Regulars, sonst könnte jeder Fragesteller auch einfach Google bemühen.

Volker

Das Ding hat ein E27 Gewinde. Ich unterstelle einfach mal das da ein Kondensator-Netzteil drinsteckt. Wirklich wissen kann ich es natürlich nicht. Und zerlegen ist auch nicht drin.

Schon aus Kostengründen werde ich aber auf "Klassisches" Relais umstellen. Beim SSR sind dann wieder andere Dinge zu beachten die ich nicht so recht überblicken kann:

- Manche Hersteller empfehlen einen Varistor über den Schaltkontakten.

- Wenn ich aber einen Varistor verbaue stellt sich wieder die Frage ob ich dafür noch eine Temperatursicherung brauche

- ...

Magnetisches Relais und gut. Erfordert nur drei zusätzliche Bauteile. Freilaufdiode, Transistor, Basiswiderstand. Wenn nach X Jahren der Kontakt klebt kommt halt mal ein neues Relais rein.

Gruß

Manuel

Da kann auch ein echtes Schaltnetzteil drin sein, die Dinger sind inzwischen recht klein geworden. Aber auch dort sind keine großen Kapazitäten zu erwarten. Typischerweise haben die Primärelkos in der Gegend von 2,2µF.

Gerrit

Am Mon, 2 Dec 2019 13:20:44 +0100hat Volker Bartheld snipped-for-privacy@bartheld.net geäußert:

Ja, Fragen über Fragen...nur guckst Du auf OP findest Du Kondensatornetzteil...

Aber nachdem nun inzwischen noch die Offenbarung mit dem E27-Sockel kam, vermute (!) ich, er meint eine LED-bestückte Energiesparlampe. Die haben

- nach meiner unmaßgeblichen Meinung - wirklich ein kleines 5...7W SNT im Sockel und machen darin irgendwas um 24...30VDC, da jeweils mehrere LED-Reihen auf einem Kühlblech in zwei oder mehr Strängen parallel geschaltet sind.

Willi

... und im Lichtschalter deutlich *POFF*, zumindest die günstigen Exemplare, die auszuprobieren ich das fragwürdige Vergnügen hatte. Einem ungeschützten SSR von der Grabbeltheke würde ich das nicht zumuten.

Ach ja - was sind denn das eigentlich für Kackdinger:

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, die letzte Rezension ist von mir und ich bin rechtschaffend enttäuscht, daß "Energiesparen" offensichtlich darin besteht, LED-Retrofits in einfacher Redundanz vorzuhalten, falls man am Wohnzimmertisch nicht im Dunklen sitzen will.

Ich warte jetzt mal ab, bis mir die E-Teile ausgehen und sich eine Rücksendung lohnt.

Volker

Bei SSR sehe ich ein weiteres Problem. Viele der Dinger haben auch im ausgeschalteten Zustand einen geringen Reststrom, der ausreicht, daß LED-Lampen leicht leuchten oder flackern.

leuchten oder gar blinken. Kommt auch drauf an, ob die LED "dimmbar" sind, die verhalten sich dann nochmals anders und typischerweise nicht so, wie man erwartet. Es scheint z.B. normal, dass eine einzige dimmbare LED am Dimmer nicht richtig funktioniert.

mfg Rolf Bombach

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