Welchen Transistor brauche ich?

Oct 12, 2019 Last reply: 7 years ago 222 Replies

Am 22.10.2019 um 22:26 schrieb Rolf Bombach:

;-)

Am 22.10.19 um 21:03 schrieb Marte Schwarz:

Hallo,

ja - so hatte ich das auch gemacht. LDRs hatte ich eh etliche hier und ein Typ im TO-8 Gehäuse (NSL4970) (0,55 Zoll) hatte direkt in die Tülle eines alten DIN-Steckers gepasst (13 mm) und die Beine der LED haben optimal aus dem anderen Ende herausgeschaut.

Dafür musste ich die Regelschaltung anpassen weil der LDR hochohmiger war als der optimale Typ in der Appnote von LT. Der rauscht daher auch ein wenig mehr. In der Appnote geht das bis 140 dB.

Ich bin damit relativ leicht schonmal bis ca. 100 dB gekommen, d.h. bis an die Grenze des vorhandenen Opamps MJM2068 mit 0,001% und an das was man noch direkt und leicht messen mit einer Standardsoundkarte und baudline oder einem bitscope micro.

Bernd Mayer

Am 22.10.19 um 21:05 schrieb Marte Schwarz:

Hallo,

ja - nach dem posten habe ich das auch gedacht, daß ich gar nicht so laut Musik höre und privat diese Leistung gar nicht benötige und ausfahren kann. Und auch an die Frequenzverteilung der Leistung von typischen Musikmaterial hatte ich dann schon auch noch gedacht. Und auch an den Wirkungsgrad der Boxen.

In einer Villa mit eigenem Hörraum wohne ich auch nicht.

Bernd Mayer

Stibimmt ein fetter OP-Amp :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Ich hatte konkret mit den beiden RCA-HC2000 einen Stereo-Audio-Verstärker 2 x 100 Watt aufgebaut und von etwa 1979..1985 benutzt, an 100W-Boxen.

Ich fand diesen Verstärker voll ausreichend.

Von RCA habe ich auch noch 40408, 40409, 40410, 40636. Die 40409 und 40410 sind TO5 mit angeschweißtem Kühlkörper. Die können 3W bis Ta=50⁰C.

Heute verfolge ich ein Projekt am Rande. Wegen heutzutage exzellenter Lautsprecher-Chassis habe ich 2 x 1500 Watt konzipiert.

Mit geht es dabei nicht um 'Lautstärke', sondern um Impulse! Musik ist extrem dynamisch und wird nur selten adäquat wiedergegeben. Normale Hifi-Komponenten 'verschlucken' fast alle Nuancen.

Hallo,

ja - darum ging es mir auch. Impuls- und Phasenverhalten korreliert auch mit Bandbreite und Slewrate und ähnlichen Daten nach meinen Hörtests.

1500 W brauch ich allerdings nicht. Wirkungsgrad der Lautsprecher spielt ja auch eine Rolle.

Mit guten Verstärkern muss man auch umgehen können, die kann man nicht jedem in die Hand geben.

Ich habe geschulte Ohren und Tonstudioerfahrung.

PS: In der Pubertät war ich immer fasziniert von der Werbung wie man abstehende Ohren mit teuren Spezialmethoden flach anlegen konnte. Da waren grosse Fotos dabei vorher/nachher ...

Bernd Mayer

Hi Helmut,

Wir haben mit 4 * 100 W eine große Handballturnhalle mit ca 1000 Leuten zur Disko umfunktioniert und hatten noch Reserven am Regler.

Die 10 W weiss ich aus einer "Hörprobe" bei einem Tanzsportstudie mit

1000 m² wo es darum ging, dass der Verkäufer uns eine 500 W Anlage andrehen wollte und ich dann mal das Oszi parallel zu den Boxen hängte, um die real erforderliche Leistung vernünftig schätzen zu können. Mehr als 10 W Peak in der Tanzmusik war nicht auszuhalten. DA haben die anwesenden Mitglieder darauf bestanden, dass wieder leister gedreht wird.

Marte

Am 23.10.19 um 13:39 schrieb Marte Schwarz:

Kann ich bestätigen. Normal (siehe Hörkurve) kommt man mit Leistungen sogar unter 2W aus. Allerdings kommt es auf den Wirkungsgrad der Lautsprecher an. Die Lautsprecher früherer Röhrenzeiten, also vor Beatära bis in die 1950er Jahre, waren auf hohen Wirkungsgrad ausgelegt. Beatmusik klingt aber ohne Bässe nicht gut. Deshalb brauch man höhere Leistungen als 2W. Wenn ich mich richtig erinnere lag der Faktor bei 10. Also wären 20W mehr als ausreichend. ;-)

Am 23.10.19 um 13:55 schrieb horst-d.winzler:

Mir ist grad noch ein Grund eingefallen, der für hohe Leistungen bei Verstärkern spricht. Die Impedanz von zB 4_Ohm Lautsprechern kann frequenzabhängig (geringer auch abhängig von der Auslenkung der Treiberspule) bis auf 1_Ohm fallen. Bei dem dann nötigen hohen Strom geraten viele Verstärker kurzzeitig in die Begrenzung. Der Verstärker kann den Strom nicht liefern. Dieser Effekt ist hörbar, allerdings abhängig von der Musik. :-(

Der HC2000 ist aber schon sehr knapp ausgelegt, was z.B. SOA angeht. Mit realen (nicht reellen) Lautsprechern wird Cliping auftreten. SOA-Schutz ist sowieso nur bis +/-21 Vp gegeben, also eher 50 W an 4 Ohm; die restlichen Datenblattangaben sehen auch nicht sehr tauglich für anspruchsvolle Audio-Wiedergabe aus.

Erstmal, 500 W Sinus oder PMPO oder was sonst...?

Zweitens, wie hast du das geschätzt? Oszi parallel klingt nach Spannungsmessung, anwesende Leute danach, daß du Musik und keinen Sinus, Rauschen oder sonstwas abgespielt hast. Da wird es dann etwas unübersichtlich wegen der Frequenzabhängigkeit der Last. Ich wüßte gerade nicht, wie ich da auf die Schnelle den benötigten Spitzenleistungsbedarf ablesen sollte.

Hanno

Ja, das ist so. Mit High-End hat das nun gar nichts zu tun! Es könnten 50 Zeilen zu 'voll ausreichend' geschrieben werden. Genaue Definitionen brauchen viel Raum.

Mein Projekt mit 2 x 1500 Watt hat auch gänzlich andere Eigenschaften:

Jeder Verstärker enthält 3 Verstärker 1000W+350W+150W, die von elektronischen Frequenzweichen (36dB/Okt) versorgt werden und die über je 3 Neutrik-SpeakON-Verbindungen zu den Boxen gehen.

Mundorf Chassis, Keramik und AirMotion, für tausende Euro. Vier 15"-Tieftöner mit zusammen 2000 Wrms. Die Boxen werden je 70 kg wiegen - auf Rollen. Das Holz wird schon vierstellig kosten.

Je 3 Ringkerntrafos mit je 500 VA.

2 x 100000 uF / 100 V; ESR=0,0015 Ohm Bassverstärker in Brückenschaltung. Etc.

Die HC2000 könnten die Boxen, die ich hier angerissen habe, überhaupt nicht 'bedienen'!

Die Details des HC2000 sind heute irrelevant. Denn den gibt es ja nicht mehr zu kaufen. Das war ein 1970er-Ding.

STK443 von Sanyo habe ich noch liegen. Ist auch ein Hybrid, mit 2x13 W, 2x25 W @ 1 kHz.

Monolithische ICs TDA1111, TDA2004.

Die Daten sind bei allen bescheiden. Der beste ist trotzdem der HC2000.

30 kHz bei 60 W hat kein anderer.

Helmut Schellong schrieb:

Angeblich(!) wußte das schon der olle Mozart:

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:D

Guido

snipped-for-privacy@invalid.invalid (Rolf Bombach) am 22.10.19:

Mein Erstmesseisen hatte eine 1.5V-Batterie.

Es gab nur einen Bereich. Und knuffigerweise mit 1.5 kOhm etwa in der Skalenmitte.

Rainer

snipped-for-privacy@gmx.de (Marte Schwarz) am 20.10.19 um 22:19:

Zwischen "scheint noch zu verstärken" (Transistor) oder "scheint noch gleichzurichten" (Diode) oder "leuchtet ja noch!" (LED) und dem Erreichen/Einhalten von Specs können nach einer Überlastung Welten liegen. Siehe auch: ESD. Bei komplexerer Elektronik heißt es dann auch manchmal "Rechner startet noch, verhält sich aber manchmal komisch".

Bei einem durchgebretzelten Glühobst ist das einfacher. Das ist spätestens nach dem Erlöschen des Lichtbogens eindeutig vom Leiter zum Nichtleiter mutiert.

Bei Halbleitern ist das ganz anders, deshalb heißen die ja so!

Rainer

snipped-for-privacy@gmx.de (Marte Schwarz) am 23.10.19 um 13:39:

Laut != sound.

Früher(tm) hatten Rockbands so Röhrenverstärker mit 20, 40, 100W und haben mit Hilfe riesiger Baßrutschen durchaus "laut" Säle beschallt. Trotzdem, oder evtl. gerade deswegen, klang das oft ziemlich bescheiden, was da raus kam.

Heute stehen ein paar unauffällige, aber recht massive Holzkisten im Fotograben, die auch schon mal mit 1kW angetrieben werden. Pro Chassis. Und die machen /richtig/ Druck(1). Klingen dabei "untenrum" perfekt sauber und können trotzdem auch knackiges problemlos rüberbringen.

Die hohen Leistungen, die da heute eingesetzt werden, sind keineswegs Schwanzverlängerungen.

Rainer

(1) Wennzu als Fotoknipser davor stehst, hast du richtig was davon. Kann bis zu auftretender Übelkeit führen. Achja: Auf solchen Boxen mit den Ellenbogen aufstützen, um die Kamera ruhiger zu halten (Tele, wenig Licht...) ist ausgesprochen kontraproduktiv...

Mein erstes Multimeter ist ICE Supertester 680 R:

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: 3V

Mein zweites ist (29S):

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: 2xAA = 3V

Am 23.10.2019 um 23:34 schrieb Rainer Knaepper:

Und es ist auch nicht ganz einfach, mehrere Halbleitern zu einer belastbaren Ganzleiter zu verbinden! Oft bleibt es dann bei einer ganz kleinen H-Brücke, von der manche Leute behaupten: geht, geht nicht, geht, geht nicht...

SCNR

DoDi

Aktuelle TDA7XXX sind natürlich besser: Bis 100 Watt (TDA7293) bei 1,50 € .. 4,50 €. Oberhalb 80W sind die Daten allerdings ganz schlecht. Mehr als 20 kHz zeigen die Graphen nicht.

Der HC2000 wird u.a. durch 100W nicht übertroffen. Aber Aktuelle sind keine Hybride.

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