Ist es so wichtig, einen BC337 verwenden zu können?
Es kann sein, daß gerade mit Emitter-Widerstand der BC337 nicht genommen werden kann. Die Schaltung ist doch damit eine Konstantstromquelle. Falls die Basisspannung 4,7V beträgt, liegt am Emitter-Widerstand konstant 4V an...
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Sicher gibts jede Menge Leute hier, die die Frage besser beantworten können -...
B
Bernd Mayer
Hallo,
O-je.
Bei Stromansteuerung über einen Basisvorwiderstand wie im thread vorgeschlagen sollte es aber gut funktionieren - oder?
Ich würde ja eh einen BD135 nehmen. Aber Kosten, Baugröße und vorhanden Bauteile in den Bastelkiste spielen auch eine Rolle.
Bernd Mayer
B
Bernd Mayer
Hallo,
O-je.
Bei Stromansteuerung über einen Basisvorwiderstand wie im thread vorgeschlagen sollte es aber gut funktionieren - oder?
Ich würde ja eh einen BD135 nehmen. Aber Kosten, Baugröße und vorhanden Bauteile in der Bastelkiste spielen auch eine Rolle.
Bernd Mayer
R
Rainer Knaepper
snipped-for-privacy@knuut.de (Bernd Mayer) am 13.10.19:
So ist es. Freilich gilt das nur für Allgebrauchsglühobst, und bei kleinen Leistungen liegt die Temperatur deutlich niedriger, bis unter
2400K.
Das Lämpchen aus dem OP dürfte noch deutlich drunter liegen, weil da "12 V" oft bedeutet "ist für 12,6V oder 13,8V ausgelegt, hält auch
14,4V einige Zeit aus", die Dinger also meist mit deutlicher Unterspannung betrieben werden.
Bei Halogen ist das anders, die *benötigen* afaik mindestens 2800K, damit der Prozeß ordentlich fluppt, und gehen bis etwa 3200K. Hochvolt eher am unteren Ende, Niederspannung am oberen.
Hochvolt-Halogen-Fotoleuchten strahlen mit 3200K oder 3400K, letztere freilich mit recht kurzer Standzeit. (Die früher(tm) einmal üblichen Fotolampen ohne Halogen mit 3400K hielten so um die zehn Stunden, die mit 3200K um die hundert...)
Bei Halogen für allgemeine Beleuchtungszwecke ist es also wurscht, ob es ein 12V/5W Lämpchen ist oder was mit 1000W, sie werden immer irgendwo um die 3000K liegen.
Abgesehen von diesen H4-Lampen für das Auto mit "70% mehr Licht als Standard!!!!elf"- Werbung. Die dürften höher liegen - mit entsprechend verkürzter Lebensdauer. Und dann gibt es doch noch die "Blue Light" Variante davon mit blauem Filterglas und noch höherer Farbtemperatur, leider naheliegenderweise dann wieder mit Lichtverlust durch den Filter...
Digital Fotografieren und manuellen Weißabgleich machen ;-)
Nein, damit geht wohl nix genaues...
Rainer
R
Rainer Knaepper
snipped-for-privacy@invalid.invalid (Rolf Bombach) am 13.10.19 um 20:00:
*prust*
Rainer
H
Helmut Schellong
Es würde auch mit einem Emitter-Widerstand gut funktionieren. Nur eben dann nicht mit BC337!
Beispiel: Nehmen wir mal 10 Ohm an. Für den Lastwiderstand auch 10 Ohm. Dann fallen am Transistor >=4V ab. Das ergibt 1,6 Watt = 0,4 * 4. Der BC337 kann aber nur 0,625 W bei 25⁰C. Der BD135 kann aber bis zu 12,5 W.
Genau deshalb schrieb ich in einem frühen Posting, daß die BD-Typen viele Eventualitäten abdecken.
Wenn der Transistor stets voll durchgeschaltet wird, fällt nur eine geringe Verlustleistung an. Weil dann am Transistor eher 0,1 V abfällt statt 4 V. Das ist doch bekannt. Aber dann kann die Glühbirne nicht geschont und nicht gedimmt werden.
Es ist doch im Thread klar herausgekommen, daß mit BC337 die Schaltung hart auf Kante genäht wäre!
M
Marte Schwarz
Hi Helmut,
Wohl wohl. die Stromverstärkung ist nicht wirklich ein Parameter, den man 10% genau wissen will.
Der darf wahrscheinlich sogar noch kleiner werden.
Der hat gegenüber dem BD139 zwei entscheidende Vorteile:
Der liegt in meiner TUN-Kiste
der passt ins Steckbrettchen und in eine Lochrasterplatine ohne dass ich irgendwas an Beinchen oder Löcher nacharbeiten muss
Du hast den Basiswiderstand vergessen.
??? Was jetzt? Kaltwiderstand hatten wir IMHO um die 10 Ohm genannt bekommen, nicht? Also Emitterwiderstand 4,7 Ohm
Wieso denn dass schon wieder? Solange die Glühwendel kalt ist und selbst nur 10 Ohm hat, wird der Strom vom Transistor eben auf < 1 A begrenzt. Dabei kann der Transistor schon ziemlich in Sättigung bleiben, weil der Emitterwiderstand die Spannung von 4,4 V auf sich nimmt (abzüglich dessen, was über den Basiswiderstand noch abfallen wird). Heizt sich die Wendel auf und wird auf ca 100 Ohm steigen, wird sich auch der Emitterstrom auf ca 100 mA reduzieren und der Spannungsabfall dort auf < 1/2 V, die der Glühlampe nicht wirklich viel Helligkeit nehmen, an Funktionsdauer aber viel geben wird.
100 mA * 4,4 V ist bei mir < 1/2 W und das auch nur im kurzen Peak und am Widerstand. Der Transistor wird fast immer in Sättigung betrieben. Beim BC337 rechne ich mit
Unter welchen Bedingungen? Das TO-126 bekommt nackt übers Gehäuse nie und nimmer 12.5 W. Das ST-Datenblatt schreibt 100 K/W. Die 10 K/W gelten nur bei idealer Wärmeabfuhr über die Kühlfläche. Daraus und mit den 150 °C maximaler Kristalltemperatur ergeben sich aus 25°C Kühlkörpertemperatur (!) die 12,5 W. Ohne darfst Du eher von 1,2 W ausgehen und auch die nur gut ventiliert, sonst ist es schnell vorbei mit den 25°C in der Umgebung des Gehäuses.
Dem gegenüber steht der Wärmeübergangswiderstand von TO-92 mit < 200 k/W ohne Kühlkörper bemerkenswert weniger schlecht. Meist liegen die Anschlüße näher am Kupfer und dort wird die Wärme je nach Bahnstärke dann verblüffend gut abgeführt. Deswegen halten die SOT23 ja meist in der Praxis mehr aus, obwohl deren Wärmewiderstand im Datenblatt deutlich schlechter drin steht.
Wenn man es richtig macht nicht unbedingt.
Marte
R
Rainer Knaepper
snipped-for-privacy@gmx.de (Marte Schwarz) am 14.10.19 um 08:52:
Tut er aber nicht, denn du hast eine Stromquelle gebaut, keinen Schalter. In die Sättigung geht die Transe erst, wenn das Lämpchen heiß geworden ist und seinerseits den Strom begrenzt. Während der Schaltflanke hast du über 2 Watt, zu Beginn der Aufheizzeit 1.3 Watt.
Noch lustiger wird es bei der vom OP erwähnten und wahlweise gewünschten Ansteuerung mit nur 3 V: Dann hast du in der Aufheizzeit sogar 2.5 Watt. Klar, nur sehr kurz, aber gebau das ist der Grund, weshalb man, wie schon mehrfach in diesem Faden vorgeschlagen, ins Datenblatt schauen sollte, wie lange der BC337 das wohl durchhält.
Das ist und bleibt auf Kante genäht mit dem TUN.
und beim BC337 die 0.6W bei 25° Gehäusetemperatur (!).
Korrekt. Ich habe TO126 früher immer mit überschlägig 1 W kopfgerechnet.
exakt wie beim BC337. Mithin verträgt der BD das Doppelte, wegen der integrierten Kühlflächenmasse bei Impulsen noch mehr, und ist damit ein gutes Stück weiter weg von der "Kante".
Rainer
H
Helmut Schellong
Aus solchen unwichtigen Gründen würde ich nie eine zu schwache Dimensionierung vornehmen. Außerdem passen die Beine eines TO126 in ein 1mm-Loch.
Nein, der entfällt bei einer Stromquellenschaltung, jedenfalls dann, wenn mit der Spannung eines Digital-Ausgangs direkt gearbeitet werden kann. Oft wird zwecks Anpassung eine Zener-Diode in Reihe geschaltet.
Nein, oben steht "Beispiel". Das sind folglich Beispielwerte, um etwas deutlich zu machen.
Gemäß meiner Beispielwerte ist das so.
Es muß ein Spannungsteiler verwendet werden, oder Dioden-Spannungsabfälle. Durch den Spannungsteiler sollte ein mehrfach höherer Strom fließen als in die Basis.
Ich habe natürlich mit meinen Beispielwerten gerechnet. Soll ich Beispielwerte als gegeben notieren, jedoch dann nicht damit rechnen?
Du bist fast dabei, den BD135 kleiner zu machen als den BC337. . Ta=25 Tc=25 BD135 1,25 12,5 Watt BC337 0,625 1,5 Watt Das sind die Datenblatt-Fakten.
Deshalb kann der BD135 auch mit seinem Rücken auf eine kleine Kupferfläche gelegt werden. Kann sein, daß er dadurch bereits 3,5 Watt schafft.
Andere haben im Thread bereits geschrieben, daß man in Privat-Schaltungen nicht ganz auf Kante dimensionieren sollte. Sondern auf 1/2 bis 2/3 der Grenzdaten. Das finde auch ich logisch und vernünftig.
Ich habe oben eine Konstantstromquelle beschrieben. Nachfolgend beschreibe ich eine Mischform:
Beispielhaft gegeben: Glühlämpchen 12V 1W 0,083A R12=145_Ohm R10,5=135_Ohm Rkalt=10_Ohm Lämpchen soll mit 10,5V betrieben werden.
1,4V der Differenz von 1,5V sollen am Emitter-Widerstand abfallen. Re=18_Ohm Rb=330_Ohm Rb geht vom Digitalausgang zur Basis. Kein Spannungsteiler! Es können maximal etwa 0,2A fließen. Dabei hat der Transistor 1,3W Verluste. Danach hat der Transistor 0,008W Verluste.
In dieser Weise dimensioniert wirkt die Schaltung im Einschaltmoment wie eine begrenzende Stromquelle. Danach wirkt sie wie ein Schalter.
Wenn das Lämpchen Kurzschluß hat, fließen auch nur 0,2A. Aber das überlebt der Transistor BC337 nur kurz (1,7W). Der BD135 kann das dauerhaft, wenn er auf Platine flach liegt.
Wer außer Dir sagt das eigentlich so: "die Transe" für "der Transistor"?
Ich kenne "die Transe" unter einer anderen Bedeutung.
R
Roland Krause
Am 12.10.19 um 16:42 schrieb Willem:
BC550 oder BC850 reicht.
K
Klaus Butzmann
Am 14.10.2019 um 17:51 schrieb Martin Gerdes:
...
Als launige Formulierung unter Freunden nach zwei Glas Bier ok, als Standardverballhornung für mich eher lästig.
Butzo
A
Andreas Neumann
Genauso wie die inflationäre und sinnfreie Nutzung von "Standard", insbesondere in in den zahllosen Fällen, die ganz sicher nichts mit einem Standard zu tun haben.
G
Guido Grohmann
Klaus Butzmann schrieb:
Jo, wenns das richtige Bier war, kann man dann auch Transistor kaum noch aussprechen. ;)
Guido
J
Johannes Bauer
Hm, die sind noch deutlich schwächer als der BC337 und für dessen Emfpehlung bin ich ja gekreuzigt worden.
May god have mercy on your soul :D
Viele Grüße, Johannes
H
Helmut Schellong
Der BC337 liegt nur wenig daneben.
Jedoch die Typen BC550/850 liegen total daneben! Das sind Kleinsignal-Typen, bei denen Datenblatt-Ströme von 2 mA als ein typischer Arbeitsstrom angegeben ist. Grenzstrom 100 mA.
BCW66H (SOT23) ist wesentlich besser, ähnlich BC337. hFE typisch 350 @ 100 mA ; 1000 mA peak !
H
Hans-Peter Diettrich
Am 14.10.2019 um 21:47 schrieb Helmut Schellong:
Die Stromverstärkung ist im Schaltbetrieb wenig aussagekräftig. Bei 1A Spitzenstrom sind es nur noch ca. 20 bzw. 10 für Sättigung, d.h. man braucht Ib 50-100mA zum Durchschalten. Auch sind 1ms @ 1A etwas wenig.
Außer man möchte den Einschaltstrom begrenzen, doch dann tendiere ich auch zu größeren Dies/Gehäusen.
BTW braucht es eine spezielle Transistor-Technologie für Sättigungsspannungen < 0.4V?
DoDi
H
Helmut Schellong
Ich verstehe Dich nicht. Willst Du diesen Transistor schlechtschreiben? Das im SOT23-Gehäuse. Willst Du da 3A Dauerstrom? Die Sättigungsspannung wird immer mit Ib=Ic/10 angegeben. Die reale Stromverstärkung wird dabei ignoriert. Die typische Stromverstärkung liegt bei 100 @ 500 mA. Das ist großartig.
Das Lämpchen liegt doch bei ca. 80mA oder nicht? 1W/12V -> ca 80mA
R
Roland Krause
Am 12.10.19 um 16:42 schrieb Willem:
Vielleicht einen MOSFET? BS170 schaltet 500mA, sollte also reichen. RDS(on) ist mit 5 Ohm etwas hoch. Sonst finde ich bei Reichelt noch einen 2N7000, der hat nur 1,7 Ohm. Vorwiderstand am Gate nicht vergessen (10..100kOhm).
Bei SMD-Typen ist die Auswahl riesig.
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