Welchen Transistor brauche ich?

Oct 12, 2019 Last reply: 7 years ago 222 Replies

snipped-for-privacy@aol.com (Hans-Peter Diettrich) am 13.10.19:

Aber sicher. Die meisten Glühbirnen(tm) haben aber Wolframdrähte.

"Birnchen mit 12V/1W" klang mir jetzt nicht nach Kohlefaden, Bogenlampe, Quecksilberdampf oder anderen Spezialitäten.

Rainer

Am 13.10.19 um 10:19 schrieb MaWin:

Hallo,

ich hatte ähnlich mal einen Transistor eingesetzt, dessen Stromverstärkung bei höheren Strömen stark abfiel und dadurch auch eine gewisse Schutzfunktion hatte. Das war ein Hochspannungstransistor für Fernsehendstufen kleiner Leistung IIRC ein S1298 von Toshiba.

Bernd Mayer

Ich würde 'BD139-16' verwenden, die höchste hFE-Klasse. Andernfalls kann die Stromverstärkung problematisch gering sein.

BD439/441 ist moderner und viel besser. Komplementär BD440/442. Preis ist 0,48 statt 0,30 bei 10 Stk.

Es ist reproduzierbarer, den Strom durch einen Emitter-Widerstand zu begrenzen, denn die Stromverstärkung kann extrem unterschiedliche Werte haben. Sogar innerhalb von Selektionen.

MaWin schrieb:

Ich hab früher bei einer selbstgebastelten Digitaluhr mit vielen Glühlämpchen einfach nur den Einschaltstrom verringert, so dass es anstelle von großen und teuren Leistungstransistoren auch deutlich billigere (wichtig auch bei Taschengeldprojekten) und kleinere Dinger wie der BC337 oder sowas ähnliches locker taten. Ein Widerstand parallel zum Transistor heizt die Lampenwendel schon mal etwas vor und gut is. Steigert natürlich den Stromverbrauch...

MfG Rupert

Am 13.10.2019 um 10:19 schrieb MaWin:

Wenn man eine Strombegrenzung will, muß man schon ausmessen, welcher Transistor bei welcher Temperatur den gewünschten Kollektorstrom liefert, das Datenblatt ist da wenig hilfreich.

Deshalb habe ich *nicht* vorgeschlagen, den Einschaltstrom mit einem Kondensator an der Basis zu verringern.

DoDi

Macht dann bestimmt auch die Zeit, bis die Lampe ganz hell ist, deutlich geringer, bei einer Uhr (mit Sekundenanzeige?) sicherlich vorteilhaft.

Und Einschaltstrom begrenzen, egal als Serienwiderstand oder parallel zum Transistor, ist vermutlich auch der Lebensdauer der Lampe zuträglich.

Gruß, Johannes

Das ist i.d.R. kein Kurzschluß, sondern ein Lichtbogen, der am reißenden Faden zündet und bis zu den Anschlußdrähten runterbrennt. Dort zieht er dann ggf. mehrere zig A und wirft manchmal auch eine Hauptsicherung :-)

Da du den Transistortyp gesnippt hast, ist die Frage nicht zu beantworten. Bei den BC... würde ich davon ausgehen, dass das Bonddrähtchen dünner als der Glühfaden ist. Und, wer genau begrenzt hier auf 1 A? Gibt ja jede Menge Smartfets heutzutage, die begrenzen den Strom, die Verlustleistung, die Temperatur und leiden nicht an second breakdown.

Und wie hast du das gemessen? Oszi? Wenn der Glühfaden von 300 K auf 3000 K geht und man für Reinmetalle einen linearen Zusammenhang "postuliert", dann wäre ein zehnfacher Einschaltstrom normal. Diese Schätzung ist sicher nicht so toll, aber mit etwas Überlegung kommst du drauf, dass die Stromüberhöhung unabhängig von der "Grösse" der Lampe ist. Allenfalls die Zeitkonstanten sind anders. Auch würde ich im Datenblatt genau das Diagramm Stromverstärkung versus Kollektorstrom ansehen. BDs haben eher generell eine tiefe Stromverstärkung, kleine BCs sind eventuell da schon auf dem absteigenden Ast :-]

Johannes Bauer schrieb:

Lass mich raten: Auch die fetteste Birne zeigte nicht mehr als 1.2 A Einschaltstrom.

mfg Rolf Bombach

Wolfgang schrieb:

:-] Langschluss mit Brennspannung 20 V, Rest Kurzschluss...

Klaus Butzmann schrieb:

Für irgendwelche Goldkontakt-Signalrelais ja. Ansonsten kann nicht viel passieren. Das Kabel wird um die 100 Ohm Wellenwiderstand haben, bei 12 V fliesst dann, mit diversen Verlusten, 1 A bis Kabel "voll".

1 A kann aber für kleine Reeds zuviel sein.

Bernd Mayer schrieb:

Normalerweise nicht; diese Thermometer brauchen mehrere mm2 oder so was an zusammenhängender glühender Fläche. Und das bringt das Lämpchen nie und nimmer zustande. Ich bin mit dem Maurer-Zweifarbenpyrometer auf eine

55W Scheinwerferlampe losgegangen, keine Chance.

He! Ja :D

Auf den saudummen Fehler bin ich auch bereits gekommen und habe mit 0.1 Ohm Shunt nachgemessen. Ich kam glaube ich gemessen auf Faktor 8 oder so, ist irgendwo im Cousinthread.

Cheers, Johannes

Hi Johannes,

Das liegt eher an der Spannung. Bei 12 V wirst Du selten einen nennenswerten Lichtbogen in einer Glühlampe zünden können.

Marte

Am 13.10.2019 um 21:33 schrieb Marte Schwarz:

Kommt drauf an, wie plasmatisch sich die verdunstende Heizwendel verhält. Ich gebe aber keine Prognose ab ;-)

DoDi

Hallo,

ja - das war auch mein Gedanke: Einen Emitterwiderstand mit 1/3 oder 1/2 des Kaltwiderstandes und man kann dann vermutlich wohl sogar einen BC337 verwenden.

Alle Werte geschätzt, ohne Berechnung oder Simulation.

Bernd Mayer

snipped-for-privacy@yahoo.de (Leo Baumann) am 12.10.19 um 19:46:

Für ein 12V-Lämpchen?

Eine Menge 60V-Typen sind für automotive gedacht und zugelassen.

Rainer

snipped-for-privacy@aol.com (Hans-Peter Diettrich) am 13.10.19 um 08:47:

Ist das beim 337 wesentlich anders? Ja, eine Kontaktmöglichkeit weniger. Bei der Kühlfläche von TO126 muß man aber schon auf die Rückseite zielen, um die versehentlich beim Steckbretterln zu kontaktieren, bei TO220 z.B. kommt man von allen Seiten dran...

Rainer

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