Welchen Transistor brauche ich?

Oct 12, 2019 Last reply: 7 years ago 222 Replies

Fast im gesamten Thread geht es darum, daß das Lämpchen nach dem Einschalten kurzzeitig etwa 1 A ziehen kann. Das haben Glühlämpchen so an sich.

Am 15.10.2019 um 20:19 schrieb Roland Krause:

Die taugen nicht für so geringe Gatespannung.

Geeignete Typen sollten mindestens 1,5 A Spitzenstrom vertragen.

snipped-for-privacy@freenet.de (Roland Krause) am 15.10.19 um 20:19:

Ja, da gibt es Alternativen.

Siehe parallele Diskussionen zum BC337.

Wenn das Glühlämpchen erst einmal heiß ist, stört der hohe Widerstand nicht mehr grpßartig bei 80 bis 100mA "Brennstrom". Zur Begrenzung des Einschaltstroms wäre der sogar förderlich.

Beide deine FETs haben freilich den entscheidenden Nachteil, bei 3 Volt Ansteuerspannung (siehe OP) nicht so wirklich Strom durchlassen zu wollen. Der BS170 ist weiterhin erfahrungsgemäß höchst sensibel, was ESD, sprich statische Entladungen am Gate-anschluß angeht. Also eher weniger Bastler- bzw. Steckbrettfreundlich.

Ja.

Einen handlichen kleinen N-FET, sogar mit steckbrettgeeigneten Pins, hatte ich bereits empfohlen. Relativ robust ist der auch.

Rainer

Nach Gefühl... Eine Hausfrau hat das im Gefühl...

Der OP schrieb: "mittels 5V-(oder 3,3V-)Spannung steuern" Also primär 5V --> 4,7V Digital-Ausgang.

Meine letzte Dimensionierung (18 und 330 Ohm) bezieht sich auf 4,7V. Bei 3V muß die Dimensionierung angepaßt werden.

Mit freundlichen Grüßen Helmut Schellong var@schellong.biz www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz http://www.schellong.de/c.htm

Der 2N7000 liefert bei 3V U(gs) etwa 50mA. Beim BS170 haben sie in dem mir vorliegenden Datenblatt sicherheitshalber erst gar keine Kurve für U(gs) 3V reingemalt. Bei 4V liefert der eine Kleinigkeit weniger als der 2N7000, da wird er bei 3V vermutlich nicht plötzlich mehr liefern.

Wie muß ich denn die Dimensionierung für 3V anpassen, damit 100 mA hindurchgehen?

Hint: Im ungünstigsten Fall kann die Schwellspannung bis zu 3V betragen, und die ist im Datenblatt bei I(ds) = 1 mA definiert.

Rainer

Hoho ho ho ho ho hoho Hohohohohoho.

Ich habe BD135 ausgewählt.

Für einen MOSFET kann niemand dimensionieren, weil die Gate-Schwellwert-Spannung viel zu hoch ist.

12 V | | | +-+-+ | | | | Glühlampe 12V 1W | | | | | | +-+-+ | 1,1V | | \ BD135-16 \ \ # 390R / 180R \# +-----------+ #--------+ +----- 4,7V / 3V /# +-----------+ / # < / | 1,0V | | +-+-+ | | | | 12R | | | | | | +-+-+ | | #####

snipped-for-privacy@schellong.biz (Helmut Schellong) am 16.10.19:

Kann ja sein, aber ich antwortete auf einen Vorschlag mit *BS170*. Hast du geschickt beim Zitieren wegoptimiert.

Rainer

Der letzte Satz ist unzutreffend. Es ist Zeitverschwendung, sich hier mit MOSFETs zu befassen. Das ist Kokolores.

Hi Rainer,

Doch. Die 4(,4) V am Emitterwiderstand begrenzen den Storom. Dabei fallen aber am Kaltwiderstand bereits 8 V ab, so dass am Transistor

Wenn die Lampe nicht gerade im PWM-Modus betrieben wird, handelt es sich hier um einen Einschaltimpuls, der nicht sinnvoll mit der

Glaub mir, ich ab mit BC337 schon viel krassere Sachen gemacht. Die Dinger sind robuster, als sie aussehen.

geeigneter sind, will ich gar nicht in Abrede stellen. Ich behaupte ja auch nicht, dass der BC337 besser als der BD139 geeignet sei. Viele haben ersteren eben auf Lager und letzteren nicht.

Marte

Hi Helmut,

ICh würde es bei solch Pfennigteilen immer erst man versuchen, statt ein Projekt auf die lange Bestellbank zu verschieben. Mn könnte noich über eine Parallelschaltung einiger BC337 nachdenken, jeder mit seinem Emitter- und Basiswiderstand und die Kollektoren zusammenziehen.

Wenn ich was BD139 ähnliches greifbar hätte, würde ich es vielleicht damit machen.

Meine Lochrasterplatinen haben zu kleine Löcher. Breadboards ohnehin.

Wenn Du meinst, es besser zu wissen, dann nur zu. Der Strombedarf sinkt schnell, damit die Emitterspannung. Wenn dann die Basisspannung auf 5 V bleiben soll, wird das für die Basis ungemütlich. Ich würde da nie ohne Basiswiderstand arbeiten. Den ct ist mir das immer wert.

Man kann jedes Beispiel krank rechnen. Machs halb so groß oder noch kleiner und Du merkst, dass Deine Argumentation ins Leere Läuft.

Wie wäre es zur Ausnahme, wenn Du vernünftige Werte verwenden würdest, wie sie hier auch schon ein paar mal vorgeschlagen wurden? Nimm einfach 4,7 Ohm oder 3,3 Ohm und alles wird gut.

Ich würde eher auf 47 Ohm oder 100 Ohm gehen.

Warum den Transistor nicht durchschalten? Der kann das!

Man kann den auch mutwillig mit Leistung belasten.

Eher ein bisschen mehr, aber passt schon.

Zeig mir das Kleinlämpchen mit Kurzschluß. Ich hab sowas noch nie gesehen. Da weigere ich mich, eine Schaltung für den privaten Betrieb dafür auszulegen. Im Zweifelsfall mach ich den BC337 in IC-Sockelstifte und tausche den bei jedem aufgetretenen Lampenkurzschluß gleich mit.

Marte

Am 15.10.19 um 20:23 schrieb Uhu:

Doch, doch: Bei beiden Transistoren genügen etwa 2V, läuft also auch mit

3,3V

Typischerweise, worst-case 3V. Und dann fließen beim BS170 auch nur 1mA, d.h. da geht es erst los, dass er schaltet.

Viele Grüße, Johannes

Am 17.10.2019 um 18:23 schrieb Roland Krause:

Für typisch 1mA Drainstrom.

Eben nicht.

Am 12.10.2019 um 20:11 schrieb Johannes Bauer:

Ich hab noch heute Narben auf dem Oberarm von einer Birne, die es während des Duschvorgangs zerrissen hat (nein, sie war nicht über der Wanne montiert, sondern in einiger Entfernung). Recht unangenehm war auch, danach im Dunklen durch die Scherben waten zu müssen... Das ganze natürlich nach Murphy in der Früh, wenn man eh schon später dran ist.

Ähnlich blöd war dann einige Tage später die Markt und Technik Kaffeetasse, bei der im gefüllten Zustand in der Früh, beim zum Munde führen, einfach so der Henkel angebrochenen ist.

Hi Johannes,

Mach halblang. Für ein Bastlerprojekt mit Stückzahl 1 erlaube ich mir tatsächlich mal den Blick in die Spalte typ. Im Zweifelsfall sortiere ich den 3 V Ausreisser einfach in die Ablage P aus. Ich bin sicher, in meiner Kiste finden sich unter den > 100 2N7000 / BS170 keine 2 Typen davon. Unabhängig davon, die ca 5 Ohm Rdson verbieten den Einsatz hier tatsächlich. Aber es gibt wohl tatsächlich MOSFETs in SOT23 oder vergleichbar, die bei 3V einige mOhm anzubieten haben.

Marte

Du hast dann komische Lochraster-Platinen. Ich kann welche mit Löchern <1mm gar nicht kaufen.

Ich habe eben getestet: Lochraster 95mm x 180mm Ein Spiralbohrer mit 0,95mm Schaft ging klemmend durch. Ein TO126 ging mit seinen Beinen hindurch.

Ich könnte das auch fotografieren und 'so richtig' beweisen.

Ein TO126 hat Beinchen mit rechteckig 0,85mm breit maximal. Die Diagonale eines Beinchens beträgt 0,79 .. 1,04 mm (min..max).

Ich schrieb, daß der Widerstand bei einer Stromquellen-Schaltung entfällt. Es liegt dabei ein Emitterfolger vor. Die Spannung am Emitter folgt der Basisspannung, -0,7V.

Wenn eine Last im Kollektor-Zweig vorhanden und zu hochohmig ist, handelt es sich nicht mehr um eine Stromquellen-Schaltung! Der Transistor hat dann keine Arbeitsspannung mehr.

Das Beispiel ist nicht krank gerechnet, sondern im Gegenteil (!) auf beste Erkennbarkeit des Schaltungsverhaltens abgestellt.

Warum? Was Du meinst, sind Werte, die die Schaltung für den OP konkret brauchbar dimensionieren. Ich brachte aber ein Beispiel mit optimalen Erklärungswerten, um etwas zu erklären.

In der Folge brachte ich Emitterwiderstände von 18 und 12 Ohm. Warum? Weil 4,7 Ohm oder 3,3 Ohm zu geringwertig sind.

Warum? Du würdest also 55 mA in die Basis geben, bei 78mA Last. Rechnest Du eigentlich ein einziges Mal? Eine ganz kleine Ohmsche Formel?

Kann der Digital-Ausgang 55mA (oder ähnlich) liefern?

Es handelt sich um den Einschaltmoment mit 10 Ohm Last. Da kann der Transistor wegen seines Emitterwiderstandes nicht durchschalten!

Was soll der Quatsch? Der nimmt sich die Leistung aufgrund der Schaltung.

Nein, nicht mehr! Rechne es doch mal aus!:

0,05V x 0,08A = 0,004 W

Ja, ich eventuell auch. Ich sprach aber hinsichtlich des BD139 von Eventualitäten, die mit diesem erfüllt werden können.

Er fängt eventuell bei 3V gerade erst an, zart zu leiten (1mA). Typischer Wert der Gate-Schwellen-Spannung ist 2,1V. Bei Ta=25⁰C wohlgemerkt.

Das hatte ich bereits erklärt. Wird eben nicht gelesen... Stattdessen werden mutig falsche Behauptungen verkündet. Auch mehrmals hintereinander.

_____ Es ist wirklich unglaublich, wie nichtssagend und bedeutungsleer, von außen gesehen, und wie dumpf und besinnungslos, von innen empfunden, das Leben der allermeisten Menschen dahinfließt. Es ist ein mattes Sehnen und Quälen, ein träumerisches Taumeln durch die vier Lebenalter hindurch zum Tode, unter Begleitung einer Reihe trivialer Gedanken. Arthur Schopenhauer

Das ist falsch! Jemand, der nach Datenblatt geht, hat Unrecht?!

Der BS170 hat typisch etwa 8mA Drainstrom bei 3V gs-Spannung. Und bei Vds=10V! Was soll man denn damit, wenn der Laststrom bei 80mA liegt?! Und Vds < 1V sein soll?!

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