Was kostet CO2-Neutralität?

Aug 15, 2019 Last reply: vor 7 Jahren 299 Replies

Wenn es im Sichtfeld der Parksensoren ist. Ich bin auch schon beim Rückwärtsfahren gegen einen dicken Absperrpfahl (aus Stahl) gefahren der kurz genug war, um ihn im Rückspiegel nicht zu sehen und den die Ultraschallsensoren auch nicht "gesehen" haben - es hat halt dann etwas gescheppert und einer der hinteren Lichterblöcke war angeknackst.

Zudem ist das Ausparken einfacher und man muss nicht rückwärts in den Verkehr ein paar m fahren, was je nach Verkehrsaufkommen ... problematisch sein kann.

Man liest sich, Alex.

Stadtpanzer sind aus so vielen Gründen asozial und zudem auch für die Insassen nicht so clever.

Einschlag von 750 kg (Smart) vs. 2000 kg (Mercedes S Klasse) dürfte beim getroffenen Fussgänger nicht soviel Unterschied machen, immer noch praktisch ein Verhältnis von einer Grössenordnung zuungunsten des Fussgängers. Und während beim Smart gilt "die Knautschzone wird vom Unfallgegner gestellt" dürfte die S-Klasse Platz für schadensreduzierende Massnahmen haben.

Wenn den der ÖPNV dorthin fährt (in brauchbarer Zeit und Taktung) wo man hin will ...

Man liest sich, Alex.

Kommt halt jeweils drauf an. Ich habe das Glück, das Zürich eine sehr gute ÖPNV-Infrastruktur hat. Mo-Fr für den Arbeitsweg Tram und S-Bahn, zuverlässig, zügig und man kann unterwegs in Ruhe lesen. Am Samstag für den Wocheneinkauf das Auto, geht nicht anders, das wäre mit ÖPNV nicht machbar. Am Sonntag zum Wandern in die Berge, mit dem Auto - per Bahn und Postauto dauert die Anfahrt deutlich länger und man ist oft noch weit weg vom eigentlichen Startpunkt.

Man liest sich, Alex.

Dabei sind die Warnungen doch ziemlich fett: "a boundless form of new primary energy" und "will replace all forms of fuel in the world" sollte doch genug sein um sämtliche roten Fahnen hochgehen zu lassen. Mal abgesehen von der, äh, kreativen "Physik" die da erzählt wird. Wer dann noch drauf einsteigt ist selber schuld.

Man liest sich, Alex.

??

Durch grosse Hitze wird nichts radioaktiv. Die generell bevorzugte (weil vergleichsweise leicht (ok, das ist sehr relativ) zu zündende) Deuterium- Tritium Fusion produziert einen kräftigen Neutronenstrom, der natürlich den Reaktor aktiviert. Es gibt allerdings auch Projekte, die an Neutronen- freier Proton-Bor Fusion arbeiten, wo es lediglich durch parasitische Proton-Proton Fusionsreaktionen zu sehr geringem Neutronenfluss und damit minimaler Aktivierung kommt. Die Crux bei allen Projekten: Der Beweis einer positiven Energiebilanz steht noch aus. Mal sehen, was sich da in den nächsten 10 Jahren tut, das ist so der "wir schaffen es" Horizont etlicher Projekte.

War das Argument für Thorium nicht weniger Preis/Sicherheit als vielmehr Verfügbarkeit (länger als Uran) und bessere Verteilung (Uran-Minen sind etwas .. konzentriert an nicht so vielen Orten).

Man liest sich, Alex.

Am 01.09.19 um 01:30 schrieb Alexander Schreiber:

Mit einem Teil des Neutronenstroms will man zumindest aus Lithium Tritium erbrüten.

Bisher ist halt nichts dafür gebaut, eine positiven Energiebilanz liefern zu können. - Ich geh aber nicht davon aus, daß es noch große Überraschungen gibt. Klar war die Forschung anfangs etwas zu blauäugig - man wußte halt nicht, worauf man sich einließ. Die Wendelstein-Leute meinen jedenfalls, daß die Versuchsergebnisse sehr gut zu den heutigen verfeinerten Theorien passen, und daß wenn ein Elon Musk mal ein paar zig Milliarden lockermachen würde, man es durchaus mal wagen könnte, einen hinreichend großen und damit energiegewinnenden Fusionsreaktor zu bauen.

Informativer Podcast zum Thema:

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Aber selbst wenn das klappt - ob man ein so teures und kompliziertes Gerät in ausreichenden Stückzahlen bauen könnte, um damit in sinnvoller Zeit signifikante Anteile der Energieversorgung zu erreichen, halte ich für zweifelhaft.

Hanno

Ist das Forschung nicht immer? Also nicht zu wissen, worauf man sich einläßt?

Ah. Dein Satz anders interpretiert: Es fehlt das Geld für einen Fusionsreaktor mit positiver Energiebilanz. Klingt ermutigend. Aber wir haben ja Neutrinooszillationen und Solarradwege. SCNR.

Ciao, Volker

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Grüße, H.

Es ist verdammt lange her, daß ich mich zuletzt damit befaßt habe, aber war nicht der Neutronenstrom auch der Weg, die Nutzenergie auzukoppeln? Das Hauptziel ist ja, jede Interaktion des Plasmas mit der Wand zu unterbinden, und irgendwie soll die Überschußwärme trotzdem raus.

Ist Uran nicht mehr oder weniger das am besten gleichverteilte aller Elemente? Es gibt Demonstrationsprojekte zum Beispiel zur Extraktion aus Granit oder dem Meerwasser zu Kosten, die angesichts der energiedichte immer noch tragbar wären. Derzeit ist Überschußuran am Markt spottbillig, aber der Preis ist angesichts der Mengen nicht das KO-Kriterium.

Am 01.09.19 um 08:44 schrieb Volker Bartheld:

Manchmal muß man weiter werfen als sonst. Und klar, das ist nicht immer absehbar.

"Fehlen" ist was anderes als "es will (noch) keiner investieren". wenn man mal sieht, wofür alles Geld da ist... Die Idee ist ja, mit den bisherigen Reaktoren so weit zu forschen, daß man einen hinreichend großen Fusionsreaktor durchkonstruieren kann und sich ziemlich sicher sein kann, daß der dann auch tut. Derzeit sind die Restunsicherheiten, noch etwas zu groß dafür.

Hanno

Am 01.09.19 um 12:58 schrieb Axel Berger:

Das ist aber im Gegensatz zu den regenerativen Energien unbewiesene Technik. Die bekannten Uranvorkommen reichen bei bisherigen Verbrauch noch so 60 Jahre.

Hanno

Es wurde praktisch vorgeführt und hat funktioniert. Was ist daran unbewiesen?

Zu heutigen Förderpreisen. Wenn es teurer werden darf geht beliebig viel mehr.

Am 01.09.19 um 21:57 schrieb Axel Berger:

Positive Energiebilanz im großtechnischen Maßstab. Kernfusion wurde auch schon praktisch vorgeführt. Sogar die kalte (Myon-katalysiert).

Bloß steckt man dann mehr Energie bei der Gewinnung rein, als man rausholen kann.

"Unterschreitet der Gehalt des Urans im gewonnenen Erz die Marke von ca.

0,01 Prozent, wird bei der Energiebilanz die Aufbereitung des gewonnenen Erzes zum Prozessschritt mit dem höchsten Energieaufwand (über 40 Prozent); ab hier wird auch die Energiebilanz der nuklearen Energieerzeugung negativ: bei gleichbleibender installierter nuklearer Kapazität soll, auch aufgrund der das Angebot um ca. 1/3 übersteigenden Nachfrage, der Erzgehalt der zu fördernden Urangesteine im Jahr 2078 diesen Grenzwert erreichen, bei einer Kapazitätssteigerung um 2 Prozent jährlich bereits 2059."

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Hanno

Am 27.08.2019 um 22:23 schrieb Rolf Bombach:

Das stimmt für die mit Strom betriebenen Wärmepumpen.

Allerdings werden nicht alle Wärmepumpen so betrieben. Denkbar wären auch z.B. Dieselmotoren oder Wasserturbinen.

TH

Am 01.09.2019 um 01:15 schrieb Alexander Schreiber:

Ich möchte jetzt nichts zu diesem Gerät sagen, sondern eher zum Prinzip:

'a boundryless new form of primary energy' wäre doch, was man für 'CO2-Neutralität' bräuchte.

Man sucht also im Prinzip schon eine Form der Energieerzeugung, wo man auf das Verbrennen von Kohlenstoff-haltigen Energieträgern verzichten könnte.

Wenn dafür eine neue Physik nötig sein sollte, dann müßte diese natürlich verifiziert werden. Aber im Erfolgsfalle wäre dann schon möglich, dass man neue Energiequellen erschließen könnte, für die man nichts verbrennen muß, wo CO2 erzeugt wird.

Daher sollte man schon schauen, ob der eine oder andere Außenseiter nicht vielleicht doch etwas erdacht hat, das tatsächlich funktioniert.

Sowas abzulehnen, nur weil es dem einen oder anderen Dogma widerspricht, würde das angestrebte Ziel gefährden.

TH

Das ist eine Werbeaussage, kein Prinzip.

/ralph

Autoreifen! und zwar in erheblichen Maßen als Brennstoff...

Ich hab da im Hinterkopf was mit Chrom und daraus Chromat (im Zement unbeliebt) aus Edelstahdraht in den Reifenkarkassen, finde aber auf die Schnelle nix dazu.

Thomas Prufer

Marcel Mueller schrieb:

Die Natur hat einen astronomischen Energieverbrauch an Sonnenlicht, mit einem katastrophalen Wirkungsgrad. Das Leben scheint eher eine dissipative Struktur zu sein (im Sinne von Ilya Prigogine) als eine gezielte sorgsame Energienutzung.

Pflanzen brauchen Unmengen an Energie. Auch extrahieren sie nicht Silizium sondern Silikat, und das auch nur geringfügig. Silikat kann man auch als Diatomeenerde abbauen oder man kann auch gleich in die Kiesgrube gehen.

Insbesondere bei der Heizung. Für Kühlung liegt in Zentraleuropa der Energiebedarf zum Glück sehr tief; er lässt sich im Tortendiagramm des Gesamtenergiebedarfs nicht einzeichnen. Bei Raumheizung, Auto usw. sieht das ganz anders aus.

Wobei Raumheizung in aller Regel die gezielte Erzeugung von Wärme ist, wogegen für Heizung im Auto Abwärme genutzt wird. Außer im eMobil.

Grüße, H.

Vollste Zustimmung. Ich komme mit ca. einer Autofahrt pro Jahrzehnt aus. Plus einmal mitfahren :-). Und eben in Fällen, wo es anders nicht geht, etwa mit Equipment, dass man nicht einfach so mitschleppen kann.

Für ÖV krieg ich Mehrfahrten-Tageskarten im Sekretariat.

Nicht mehr so toll funktioniert unser Transportdienst. Der hatte ursprünglich fix zwei Fahrten pro Woche an die ETH und einmal ans CERN, später nur noch bei Bedarf und Voranmeldung, schliesslich wurde das weitgehend ausgesourct. OK, funktioniert schon noch so einigermassen, ist aber gewöhnungsbedürftig. Neulich haben wir wieder einmal einen substantiellen Teil des Laserlabors an die ETH transportieren lassen. Nach längerer Einpark-Übung des LKWs aufgemacht: Alles Cola-Dosen. OK, nachdem der Dienstleister zwei Laufmeter Dosen weggeräumt hatte, kam unser Zeuch zum Vorschein. Das bedeutet aber, dass ich sicherheitshalber auch im Sommer das Kühlwasser aus den Geräten ablassen muss, wofern der Heini mal tiefgekühlte Schweine- hälften oder dergleichen transportiert :-]

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