Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen

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Hallo NG,

ich weiß, die Frage ist hier etwas OT aber vielleicht hat ja jemand
schon mal was ähnliches gemacht und kann mir Tipps geben:

Weil ich viele ältere ICs habe (vom Großvater geerbt) und mich dafür
interessiere, was die Dinger denn so machen und wie sie beschaltet
werden habe ich gemerkt, dass es verdammt schwierig ist, Datenblätter
dafür aufzutreiben. Aber glücklicherweise habe ich einige Bücher hier,
die zumindest über einige Typen Aufschluss geben. Also ich war immer
sehr dankbar, wenn ich von anderen Hinweise (v.a. aus dieser NG)
bekommen habe, darum würde ich gerne die Infos, die ich besitze im
Internet veröffentlichen.

Aber da ist das Copyright. Wie ist das denn nun? Also einige von den
Verlagen gibt es bereits nicht mehr. Andere schon, z.B. habe ich
Bücher hier, die direkt von Siemens sind. Alles ist auf jeden Fall
alt, also nichts jünger als 30 Jahre.

Also wie sieht das denn aus? Ich meine, Datenblätter werden ja dazu
erstellt, dass sie unter die Leute gebracht werden, oder? Eigentlich
sollten die Firmen doch dankbar sein, dass ihre Informationen
kostenlos angeboten werden, oder? Leider habe ich schon oft
gegenteiliges gehört (einstweilige Verfügung, Drohung mit Klage und
der ganze Mist).

Da das alles nicht so einfach ist frag ich lieber hier bevor ich mir
die Mühe mach die knapp 2000 Gesantseiten einzuscannen - ne
Scheißarbeit wenn ich das mal so sagen darf.

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen...

Viele Grüße
Johannes

Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
|> Also wie sieht das denn aus? Ich meine, Datenblätter werden ja dazu
|> erstellt, dass sie unter die Leute gebracht werden, oder? Eigentlich
|> sollten die Firmen doch dankbar sein, dass ihre Informationen
|> kostenlos angeboten werden, oder? Leider habe ich schon oft
|> gegenteiliges gehört (einstweilige Verfügung, Drohung mit Klage und
|> der ganze Mist).

Mir ist es bei der Suche nach älteren Bauteilen mittlerweile schon
passiert, daß mich Hersteller auf die Anfrage nach obsoleten Bauteilen
auf Partminer verwiesen haben mit der Begründung, daß sie selbst diese
alten Sachen gar nicht mehr hätten.

Wie allerdings die rechtliche Absicherung von Partminer  -- die
darüberhinaus ja auch schon einen unverschämten Monatsbeitrag für den
Zugriff auf die obsolete database verlangen -- ausschaut, weiß ich nicht.

Rainer

Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Aloha!

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Wenn das rechtliche geklärt ist, würde ich mich auch daran beteiligen.
So 400 oder 500 MB Webspace habe ich anzubieten. Auf dem Server kann man
alle möglichen Spielchen wie PHP, Perl usw. machen. Domain wäre allerdings
schon auf www.arx20.de festgelegt. (da liegen jetzt paar alberne Fotos
drauf) Man kann natürlich auch von einer anderen Seite aus verlinken.

Allerdings habe ich nicht _die_ Ahnung von Webprogrammierereien. Eine
übersichtliche aber schlichte Seite für 100 oder 200 Datenblätter würde
ich noch hinbekommen aber da können sich ja auch andere dran beteiligen.


alsdenn, Jens



Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Aloha!

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Das wäre ja noch das kleinere Übel. Wenn man mir nur sagt ich solle
Dokument xy löschen ist das ja ok. Wenn jedoch eine Abmahnung mir
ins Haus flattert ist das dann nicht mehr ok. :-) Ich erinnere nur
an e-online... Da zeigte sich mal wieder wie Grosskonzerne (und das
sind Halbleiterbauelementehersteller zumeist) mit dem gemeinen Pöbel
umgehen.

Vielleicht könnte der RA König mal eine kurze rechtliche Einschätzung
der Situation abgeben, Danke!


alsdenn, Jens



Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Aloha!

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gemacht habe, hatte ich nicht unbedingt scans im
Hinterkopf, sondern die
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Das hört sich zwar erstmal logisch an, aber ob dem wirklich so ist?

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Wenn dann ist das privat, jedenfalls in dem Sinne das die Seite kein
Geld abwirft. Keine Banner usw. (Sollte Johannes überhaupt mein Angebot
annehmen...)


alsdenn, Jens



Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Hallo Jens,

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das wäre selbstverständlich. Und reizen würde es mich wirklich, eine
Seite zu erstellen. Mit PHP und mySQL läßt sich das schon sehr viel
machen, das ist auch genau mein Gebiet.

Die Frage ist halt wie es rechtlich aussieht. Ich meine, Dokumente
scannen ist halt schon einfacher als alles in ASCII-Art abzuzeichnen.
Und so Gruselgeschichten liest man ja immer wieder.

Letztin bin ich (ich denke durch die dse FAQ) auf eine AVR-Seite
gestossen, die sich "AVR for Dummies" nannte. Die Seite war
geschlossen und der (merklich verbitterte) Autor hatte als einziges
Dokument die Abmahnung des gleichnamigen Bücherverlegers (die halt die
"blablabla für Dummies" Bücher herstellen) veröffentlciht.

Aber wäre bestimmt eine coole Sache. Vorallem weil ja wirklich solche
Seiten absolute Mangelware sind.

Viele Grüße
Johannes

Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Hallo Jens,

wenn Du willst kannst Du gerne eMailen wegen technischen Details etc.
Würde mich freuen wenn da was zustandekommen würde. Wie genau das dann
geht weiss ich ja noch nicht :-)

Also auf jeden Fall: eMailadresse (News-eMail-Adresse, rufe ich nicht
so oft ab) ist

peh vau zeh ät geh em iks punkt de eh

Hoffentlich den bösen Spiders ein schnippchen geschlagen. Sie sind
überall ;-)

Viele Grüße
Johannes

Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Hallo Rafael,

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Wirklich? Ich habe schonmal gesucht und nach deinem Posting erneut
(nach Stichworten wie "recht" etc.) aber nichts gefunden. Hast du
zufällig die Msg-IDs da?

Viele Grüße
Johannes

Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Moin Johannes,

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Da hab ich noch ne Idee:
Geschützter Webserver, so dass nur Leute mit einem persönlichem
Kennwort Zugriff haben, z.B. d.s.e. Teilnehmer.
Das Kennwort stellst Du persönlich aus, nachdem die Identität geklärt
ist. Haftungssausschluss muss akzeptiert werden.
Datenblätter werden nach Bedarf hochgeladen oder ne CD an den Admin.

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2000 Seiten gehen noch. Ich kann Dir ein paar Tips zukommen lassen.

Ich würd auch noch was beisteuern. Hab noch Datenbücher von 1973-1986,
dazu noch viele gesammelte pdfs.


Grüsse
  Robert

Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
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Es gibt eine ganze Reihe von ICs, deren Datenblaetter von den
Herstellern absichtlich nicht veroeffentlich werden.

Das sind nicht bloss kundenspezifische Chips,
sondern auch und vor allem aktuelle hochintegrierte,
wie DVD-Decoder, Handy-Chips, Telekom-Chips, ....
Also ist das Risiko, das ein Hersteller bei irgendeinem Scan aufmerkt,
groesser als vermutet.
Bei aelteren Chips entfernen die Hersteller auch die Datenblaetter
von ihren WebServern, machen damit also deutlich, das sie deren
Veroeffentlichung stoppen wollen.
WER bei den Herstellern so deppert ist, ist jedoch unklar.

Zu dem ist es komplett unsinnig, einzelne Datenblaetter on Demand
scannen zu wollen, da haette man viel zu tun (das Datenbuch naemlich
insgesamt 300 mal aufklappen, Scanner anwerfen, Datei bearbeiten,
ins Web einsortieren, bis im Laufe der Zeit doch das ganze Buch
gescannt wurde).

Einen automatischen Einzugscanner, vollautomatische Software um die
Scans in PDF zu verwandeln, und eine Maschine, mit der man bei den
Buechern den Ruecken abschneidet, sollte man haben, sonst ist das
alles viel zu viel Arbeit.

Zu dem muss die WebSite als Datenbank strukturiert sein, denn es
macht keinen Sinn, immer wenn ein Datenblatt hinzukommt, eine HTML
Seite uberarbeiten zu muessen. Stichworte in mySQL, PDF-Dateien in
einem (auch per FTP oder oeffentlich lese-zugaenglichen) Verzeichnis,
und ein kleines Frontend in simplem HTML (server based scripting)
das von 1 bis 1 Mio Datenblatter nicht geaendert werden muss.

Und dann braucht man einen dicken Server in Russland, Werbebanner um
das zu bezahlen (P.S. Wie viel gibt es seit der IT-Krise noch fuer
einen Werbebannerklick ?), also utopisch, vor allem wenn man den
deutschen Arbeitslohn zaehlt ...
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx.net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Am Mon, 07 Jul 2003 01:22:25 +0200, meinte Johannes Bauer

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Bücher werden auch geschrieben, damit sie unter die Leute gebracht
werden - nicht?

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Drohen mit einer Klage kann jeder. Entscheidend ist, ob diese auch zum
Erfolg führt.

Kurz gesagt: Es kommt darauf an, was Sie unter "Datenblatt" verstehen.
Applikationsschriften sind ganz gewiß urheberrechtlich geschützt -
also Finger weg, wenn nicht eine klare Erlaubnis vorliegt.
Nackte Pin-Belegungen sind ganz gewiß nicht urheberrechtlich
geschützt.
Problematisch ist es mit der Zusammenstellung der technischen Daten,
wie sie bei Applikationsschriften auf den ersten zwei Seiten zu finden
sind. Sei es als Sprachwerk, sei es als Darstellung technischer Art
erreichen sie m.E. nicht die erforderliche Schöpfungshöhe. Auch die
Anordnung des Materials (der Daten) ist absolut banal. Wollte man
diese Informationen in einer eigener Darstellung wiedergeben, dann
würde man zu einer identischen Form gelangen. Daher würde ich die
Wiedergabe dieser Informationen nicht als Urheberrechtsverletzung
bewerten.
Aber: Es gibt dazu natürlich keine veröffentlichte Rechtsprechung und
99,9% derer, sie sich ggfs. im Streitfall damit befassen müßten,
würden nicht auch nur ansatzweise verstehen, worum es dabei eigentlich
geht. D.h. es ist genügend Unsicherheit und Raum, daß die "Urheber"
erfolgreich (weil Sie wegen der Unsicherheit nachgeben würden) mit
einer Klage drohen können.
Also: Sie sollten es nur tun, wenn Sie auch bereit sind, evtl.
rechtlichen Angriffen bis zum letzten zu trotzen (und vielleicht jetzt
schon einen Fond für die Kosten gründen).

Beste Grüße

Dr. Michael König

--
    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
          D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11
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Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Am Wed, 9 Jul 2003 19:41:43 +0200, meinte "Jens Frohberg"

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Heeeee....



Tja, hier ist eben die als "deutsche Bürokratie" verunglimpfte
Unterscheidung zwischen Information und Darstellung maßgeblich: Das
Urheberecht schützt nicht die Information, die Idee sondern die
Gestaltung, die Form (wenngleich insbesondere bei Unterhaltungswerken
das eine meist nicht vom anderen getrennt werden kann). Wenn Sie die
Informationen aus der Applikation in eine selbst geschaffene Form
gießen können (Schaltpläne, zumindest aber Pinbelegungs-  und
Anschlußpläne können mangels Schutz übernommen werden), dann sind
keine Grenzen gesetzt. Ein gutes Beispiel sind die Mini-Applikationen
in der Elektor: Sie sind eine deutschsprachige Zusammenfassung der
englischsprachigen Applikationen. Meist eine eigenständige Leistung
oder Bearbeitung oder Übernahme eines schutzfähigen Werks. So etwas
ist natürlich viel aufwendiger als die Sieten einzuscannen.

Beste Grüße

Dr. Michael König
--
    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
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Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Am Sun, 13 Jul 2003 11:39:58 +0200, meinte "Jens Frohberg"

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Naja, wenn das wirklich so wäre .... Die Datenblätter die ich kenne
hätte aber jeder Ing. und sogar ich in in vergleichbarrer Form
erstellt. wie gesagt: Das Datenblatt. Wenn es um das Sprachwerk der
Applikationsbeschreibung geht sieht das schon wieder anders aus ...

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Könnte man. Aber das dürfte ziemlich aussichtslos sein ... Beispiel:
Ich wollte ein bestimmtes Buch über Dampflokkunde. Das isr schon viele
zig Jahre vergriffen und wie nie mehr aufgelegt. Also dachte ich, ich
lasse es in Rußland nachdrucken in kleiner Auflagen für
Gleichinteressierte - dann wäre es für vergleichbar wenig Geld zu
bekommen. Den Verlag habe Monate über Monate bekniert, mir die
Erlaubnis dafür zu geben. Eigentlich hatten die ja nichts dagegen,
aber die Erlaubnis bekam ich doch nicht. Naja, dann habe ich es
schließlich bei ebay noch günstiger bekommen ...

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Das wäre der absolut sichere Weg.
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Beste Grüße

Dr. Michael König
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Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Am Mon, 07 Jul 2003 23:13:58 +0200, meinte Johannes Bauer

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Dann lesen Sie es halt noch ein paar mal durch. Meinen Sie etwa, ich
hätte mir nur einfach das UrhG und einen Kommentar durchlesen müssen
und dann die Sache verstanden? Immaterialgüterrecht _ist_ eine sehr
schwierige Materie.

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Unfug. Das hat nichts mit "deutsch" und nichts mit "bürokratisch"
(abgesehen davon, daß für manche Leute alles, was mit Regeln und deren
Beachtung, Auslegung und Umgehung zu tun hat, als "bürokratisch" gilt)
zu tun. Sie sollten mal - wie einige andere auch - bedenken, daß diese
Rechtsmaterie, diese Regelungen nicht plötzlich vom Himmel gefallen
sind oder schnell mal am Stammtisch ausgedacht wurden sondern eine
lange Tradition haben (das kann sich ein Kind der heutigen
schnellebigen Zeit, in der es jährlich einige Updates geben muß,
natürlich nicht vorstellen). Das heißt, daß die gegenwärtige Gesetzes-
und Rechtslage (von dem Europa-Stuß einmal abgesehen) ein Produkt
vieler zig Jahre Erfahrung mit dieser Materie ist und daher in
abstrakter Form Problemen und Problematiken Rechnung trägt, an die
schon der durchschnittliche Jurist nicht und noch viel weniger ein
Laie denkt (und andererseots wie jedes Gesetz ein erhebliches
Abstraktionsniveau besitzt und daher die Anwendung auf irgendwelche
abstrusen Einzelfälle durchaus Probleme bereiten kann)..
Sie können es natürlich so machen wie ein paar Leute hier (ich brauche
keine Namen zu nennen), die die gegebene Rechtslage (egal zu welcher
Frage) einfach ignorieren und meinen, daß ihre eigene Art, die Sache
zu behandeln, besser sei. Schön - das ist genauso sinnvoll, wie
Beschränkungen in Datenblättern zu ignorieren, weil sie mir nicht ins
Konzept passen.
Unser Immaterialgüterrecht unterscheidet nun einmal zwischen Ideen,
Zeichnungen und z.B. Schaltungen im eigentlichen Sinn. Akzeptieren Sie
dies, und Sie werden es irgendwann verstehen.
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Und leider kann ich nur erneut "Unfug" sagen. Seien Sie froh, daß Sie
sich nicht mit dem US-Recht (bzw. den lokalen Rechten der einzelnen
Bundesstaaten) oder dem britischen Recht herumärgern müssen.
Die Rechtslage ist nicht furchtbar (allenfalls in Details
bedauerlicherweise nicht eindeutig, denn - was der Elektroniker wohl
nur schwer begreifen kann - die Entscheidung, was im Einzelfall
"Recht" ist, trifft hier wie allerorts ein Richter, der als Mensch
auch mal  ignorant sein und sich irren kann) sondern erfordert halt
nur etwas Wissen und die Bereitschaft, sie zu akzeptieren und zu
verstehen. Ebenso wie an auch zum Erlernen von Elektronik die Regeln
akzeptieren und eben tapfer lernen muß. Die einen schaffen´s nie und
die anderen empfinden es als einfach.

Beste Grüße

Dr. Michael König
--
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Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
On Thu, 10 Jul 2003 06:39:06 GMT, snipped-for-privacy@drkoenig.de (RA Dr.M.Michael

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Zweifelsfrei ist sie das. Ich bin jedoch der Meinung, dass Sie ein
ganz anderes Wissen benötigen als Otto Normalverbraucher. Und leider
fehlt es mir sowohl an Zeit als auch an Motivation ein Jurastudium so
nebenher durchzuziehen.

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Das sehe ich anders. Ich denke dass ich sehrwohl differenzieren kann
zwischen Bürokratie und Formsachen, die zwar lästig aber notwendig
sind. Bürokratie ist für mich beispielsweise folgendes:

Nach Beendigung meines Zivildienstes waren die letzten Formulare
(Formsache, notwendig wohlgemerkt!) zwischen meine Zivistelle und mir
und zwischen meinem Regionalbetreuer und meiner Zivistelle
ausgetauscht. Zwei Wochen nachdem ich nichtmehr Zivi war, erhielt ich
einen Anruf meiner Stelle. Der Regionalbetreuer hätte bemängelt, dass
ein Formular, dass zu Anfang meiner Zivildienstzeit hätte ausgefüllt
werden müssen, fehlte. Darin war auf zwei Seiten genau beschrieben wie
und wo und von wem ich für was eingearbeitet worden war. Der
Regionalbetreuer gab meiner Zivildienststelle den Tipp, das Formular
auf einen Monat nach Beginn meines Zivildienstes zu datieren - was
auch so geschah.

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Das bedeuted also dass Richter lieber die Übelsten Verrenkungen machen
müssen um abstrakt formulierte Gesetzestexte auf neue Situationen
(vgl. Anwendung gültiger Gesetze auf Internetfragen) zu transponieren
anstatt sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und zu einer neuen,
vernünfigen Lösung kommen. Natürlich muss nicht wegen jedem Mist ein
neues Gesetz geschaffen werden. Aber dass es jahrelang dauert, bis
unsere Rechstssprechung anerkennt, dass ein neues Medium wie das
Internet existiert halte ich schlichtweg für pervers.

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Das habe ich nicht vor, auch wenn ich das Gefühl habe, Sie
implizieren, dass ich es hätte.

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Wenn ich etwas verstehen würde käme die Akzeptanz automatisch. IMHO
ergibt sich also kein kausaler Zusammenhang. Wenn ich etwas ursächlich
akzeptieren muss impliziert dies, dass ich es nicht ursächlich
verstehen kann.

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Sie führen als Argument an, dass Rechtslagen in anderen Ländern noch
unverständlicher sind. Und mit dieser Tatsache haben Sie IMHO
vollkommen recht. Wer sich schon jemals mit dem Segen des DMCA
(Digital Millenium Copyright Act) der USA beschäftigt hat, dem geht
das Messer in der Tasche auf.

Wenn ich allerdings sehe, dass Leute quasi dazu gezwungen werden, auf
Ihren Webseiten den Hinweis zu platzieren, dass Sie nicht für den
Inhalt von Links verantwortlich sind, dann fasse ich mir an den Kopf
und denke nur "Armes Deutschland". Oder wenn Instruktionen a la "Gehe
auf www.google.de und gib 'xyz' ein und wähle den vierten Link von
oben" lese wird mir ebenfalls schlecht.

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Im Allgemeinen habe ich dass Gefühl, dass Sie verärgert darüber sind,
dass in der Grupper hier Postings gemacht wurden, die die deutsche
Rechtssprechung nicht zu schätzen wissen bzw. diese ignorieren.
Weiterhin bin ich der Meinung, dass Sie Ihre Verärgerung gerade mich
als OP spüren lassen wollen.

Ich Ihnen aber allerdings mitteilen, dass ich Sie auf dem Gebiet des
positiven Rechts für ausgesprochen qualifiziert halte. Weiterhin sehe
ich Ihre Meinung, sofern Sie rechtlich relevante Inhalte enthält, als
Spiegel der gültigen Gesetze an. Gesetzte denen ich als Bundesbürger
unterstehe und denen ich mich beugen werde.

Und als ich äußerte, dass ich eines Ihrer Postings nicht verstand so
tat ich das nicht, um Ihre Ausdrucksweise (die rechtlich sicherlich
eindeutig war) abzuqualifizieren sondern vielmehr um zum Ausdruck zu
bringen, dass _ich_ nicht in der Lage bin, sie zu verstehen.

Ich fände es schade, wenn in Deutschland eine Situation entstehen
würde, in der jedermann vor dem uploaden von Internetseiten ersteinmal
seinen Anwalt konsultieren müsste. Das dies bei rechtlich brisanten
Themen (wie in diesem Thread beschrieben) sinnvoll ist steht
zweifelsohne fest. Allerdings ist meiner Meinung nach solch ein Trend
durchaus feststellbar. Für die Juristen sicherlich lukrativ. Für die
Bürger entnervend.

Ich hoffe alle Missverständnisse geklärt zu haben...

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Bauer

Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen

Bitte künftig etwas sparsamer quoten.

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Reduziere das Problem doch einfach auf das Wesentliche, wie es auch
schon im Thread geschrieben wurde: Mit der Veröffentlichung von
Datenblättern gehst Du ein geringes Risiko von (überschaubaren)
Geldforderungen ein.
Ob Du bereit bist, das zu tragen, kannst Du letztlich nur selbst
entscheiden. Dazu ist ein umfassendes Verständnis der Rechtslage, auf
dessen Fehlen Du Dich immer wieder berufst, gar nicht notwendig.

Pauschal bekommst Du nunmal keinen Freibrief für Dein Projekt. Wie
unser Fachmann es schon andeutete, hast Du eine juristische
Gratwanderung vor und ggf. wird im Einzelfall ein Richter ziemlich
unvorhersehbar entscheiden.
Davor schützen kannst Du Dich nicht wirklich, weil Dein Projekt nunmal
nicht sinnvoll auf eindeutig unproblematische Inhalte reduzierbar ist,
solange Du ohne Genehmigung arbeitest.

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Herrje, nimm doch den allgegenwärtigen Blödsinn "Mit Urteil vom
soundsovielten hat das Landgericht Hamburg entschieden..." nicht so
ernst.
Das einzige, worauf es diesbezüglich ankommt, ist, daß man sich
externe rechtswidrige Inhalte nicht zu eigen macht. Siehe hierzu auch
die aktuelle c't oder www.disclaimer.de

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Das denke ich auch öfter bei Webshops mit abenteuerlichen AGB, wo z.B.
nicht mal das Pflicht-Rückgaberecht oder die Pflicht-Gewährleistung
eingeräumt oder vernünftig über Versandkosten informiert wird.
Besonders beliebt ist das beim Vertriebsweg Ebay. Traurig für die
Kundschaft, in der Tat.

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Warum Konjunktiv?
Dinge wie das Urheberrecht werden nunmal durch dieses Medium plötzlich
auch für Privatpersonen relevant, trotz im Wesentlichen unveränderter
Rechtslage. ICH sehe da im Kern nicht viel Grund zur Klage.


Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
Am Fri, 11 Jul 2003 10:58:56 +0200, meinte Wolfgang Hauser

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Das ist mit wenigen Worten die Sache auf den Punkt gebracht - sehr
gut.

Beste Grüße

Dr. Michael König
--
    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
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Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
On Mon, 14 Jul 2003 18:46:44 GMT, snipped-for-privacy@drkoenig.de (RA Dr.M.Michael

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Ich meinte eigentlich eher die visuelle Betrachtung, nicht die
volumenmäßige. Das liegt wahrscheinlich vorwiegend an Ihrer
Prioritisierung der betreffenden Passagen. Zugegebenermassen habe ich
den Quelltext nicht betrachtet. Beim Nachholen ist mir allerdings
aufgefallen, warum Ihr Code mit 900kB so aufgeblasen sein könnte.

Das ganze ist furchtbar unübersichtlich. Ausserdem von Kommentaren
übsersäät, die nichteinmal der HTML-Spezifikation gerecht werden (wohl
aber vom Internet Explorer erkannt werden...). Veraltete Tags werden
benutzt (<CENTER> ist schon lange ausgemustert). <P>aragraphen-Tags
werden nicht geschlossen. <Li>-Aufzählungstags werden nicht
geschlossen. In Ihren IMG Tags sind nutzlose Informationen
(VSpace=0...).

Naja ich schätze aber für den Code können Sie nichts da sie ohnehin
FrontPage oder den DreamWeaver oder MS Word benutzen um die Seiten zu
erstellen. Trotzdem empfehle ich http://www.w3.org/TR/html4 /

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Bauer




Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
On Tue, 15 Jul 2003 11:24:19 +0200, Hans-Jürgen Schneider
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Du hast Recht. Ich bin stark abgeschweift. Mein Fehler.

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Was ist mit der Datenbank? Naja ersteinmal muss das rechtliche
abgeklärt werden. Mittlerweile schauts für mich so aus, als ob keine
weiteren Schritte folgen würden. Aber wenn sie würden, dann wäre da
ersteinmal

2. Scannen
3. Datenbank planen, erstellen, zusammensetzen
4. Provider suchen, vergleichen
5. Alles online stellen

Wenn Du Lust hast mal eben in Deiner Mittagspause so ca. 15-20
Datenbücher zu scannen, melde Dich doch bitte.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes


Re: Rechtslage Datenblätter von älteren ICs veröffentlichen
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Haeh ?

Browst du nun HTML oder XML ? DTD sind XML. XML ist nicht http:
Kein Browser muss irgendwie auf DTD reagieren. DTD ist ein Syntaxfehler.
Wenn irgendwelche proprietaere Software in ihren Output irgendwie eine
DTD reinfummelt, die nur vom Microsoft Internet Explorer korrekt
verstanden wird, dann ist die Software schlicht und einfach fehlerhaft.

Natuerlich ein beabsichtigter Fehler, um die Verbreitung des Internet
Explorer zu foerdern und anderen Hersteller damit zu beschaeftigen,
ihre gesamte Zeit und Manpower damit zu verbringen, irgendwelche
unsinnigen und selbst im Original nicht-funktionierenden und
nicht-durchdachten 'Features' nachzuimplementieren, damit sie sich
nicht auf wesentliches, naemlich Verbesserungen ihres Browsers
konzentrieren koennen.

Die Methode ist schon anno dazumals im Buch ueber IBMs success story
nachzulesen gewesen, Billy-Boy hat's gut verinnerlicht, leider fallen
seine Konkurrenten und Kunden immer noch drauf rein. Du auch.

[Und bei der angesprochenen Seite gibt es keinen, aber auch gar keinen
Grund fuer solche 'Features' wie DTD, die Seite geht problemlos auch ohne
so einen Kram zu formulieren, in einem HTNML das jeder Browser versteht]
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx.net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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