Re: Bleifrei loeten? - Page 5

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Re: Bleifrei loeten?

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Hallo Harald,
das Eisen-III-Chlorid dürfte da wenig stören, da solches in wesentlich
grösseren Mengen in den Klärwerken in die Brühe gekippt wird.
Wesentlich
störender ist das darin möglicherweise enthaltene Kupfer...
Gruss
Harald

Re: Bleifrei loeten?
Hallo Namensvetter,

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vermutlich sogar die entstandenen Verbindungen, bin aber kein
Chemiker. Das mit dem Eisen-III-Chlorid in Klärwerken ist mir
auch neu. Ich kann mich aber erinnern, dass des öfteren Löcher
in der Klamotten waren, wenn man nicht aufpasste.

Harald

--
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Re: Bleifrei loeten?


MaWin schrieb:

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Ebenso wie Umweltkatastrophen ohne Einwirkung des Menschen, z.B.
Vulkanausbrüche.
Auch darf man nicht vergessen dass der Mensch selbst auch ein Stück
Natur ist und deren Regeln unterliegt, ähnlich einer Insektenart, die
bei überpopulation sich gengeseitig selbst die Nahrung wegfrisst und
sich dadurch wieder Gesundschrumpft.


Gerald


Re: Bleifrei loeten?

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Ich befürchte das nicht. Ich hoffe das.

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Bleifreie Lötungen mißlingen häufiger als normale Weichlötstellen.
Dadurch gibt es verschärft kalte Lötstellen. die Geräte fallen häufiger
aus. Resultat: Mehr Elektronikschrott, der übrigens quer durch das
periodische System der Elemente alle wesentlichen Goodies enthält, bis
hin zu radioaktiven Substanzen und natürlich leckere Schwermetalle, von
chlorierten und bromierten Kohlenwasserstoffen (beim Verbrennen auch
Dioxine) ganz zu schweigen. Was meinst du wohl, was du für einen
Giftcocktail im Schornstein hast, wenn du deine alten ISA-Karten mal
eben in den Ofen steckst?

Bleihaltige Lötstellen fördern also langlebige Technik. Außerdem wird
das Blei nicht freigesetzt. Es verbleibt im metallischen Zustand auf den
Lötstellen und kann ergo keinen Schaden anrichten.

Blei im Lot ist also aktiver Umweltschutz.

Holger

--
Lieber schlage ich mich als Lebenskünstler durch, als mich wirtschaftlich
abgesichert mit Selbstmordgedanken zu tragen, und letzteres trifft
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Re: Bleifrei loeten?

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So manche Technik schon. Allerdings, wenn im großen Maßstab Altgeräte
anfallen, zum Beispiel bei der Erneurung der Rechner in einem Bürohaus,
dann werden die Dinger sehr wohl recycled und fachgerecht entsorgt.
Gleiches kenne ich von der Jubelelektronik. Ich habe schon nach Sorten
sortiere Säcke mit Kunststoffgranulaten gefunden, die mal Glotzophone
waren.

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Wo du deine Zahlen herhast, würde mich interessieren.

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Wenn ich mal meinen eigenen Bestand durchsehe: Jubelelektronik für
Audioproduktionen, heute wertlos, da ausgemustert und nur analog, bei
Ebay billig zu haben. Habe ich mir repariert und wieder in Betrieb
genommen. Kostet nichts, würden andere gnadenlos schreddern, geht aber.
Einziger Nachteil: Das ist kein Geldwert mehr drin. Verkaufen geht
schlecht, es sei denn, jemand leiht mir eine Zeitmaschine. Meßgeräte
noch mit Röhren. Hat heut keiner mehr, ein Röhrenoszilloskop aus dem
Jahre 1964. Letztens hat sich sogar eine alte EF 804 mit Heizfadenbruch
verabschiedet. Fand ich schade. ;-) Also kurz: Weiterverwenden ist die
beste Form, etwas zu recyclen. Und falls du auf Computer abhebst: Die
heutigen Home-Kisten sind so leistungsfähig wie noch nie zuvor. Da
kommst du lange mit hin, ich würde mal sagen, etliche Male länger als
dermaleinst mit den 486ern.

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Wenn die Lötstellen ordentlich sein sollen, nicht. Ich werde mir auf
alle Fälle normales Zinnlot mit Blei auf Vorrat kaufen, damit ich in
diesem Leben keine Probleme mit meinen Aufbauten habe.

Holger

--
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Re: Bleifrei loeten?
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Umweltbundesamt und ZVEI (Verband der Elektroindustrie!!) sprechen
von 1.8 Mio Tonnen, verschiedene Umweltverbände rechnen naturgemäß
großzügiger. :-)

Siehe Fraunhofer
http://www.fraunhofer.de/german/publications/df/df2001/mag1-2001_42.html

Speziell zu dem Bleiproblem in Loten ist
http://www.mu1.niedersachsen.de/functions/downloadObject/0,,c978751_s20,00.pdf
sehr interessant. Bei dieser Lektüre wird klar, welche Mengen da
weltweit zustande kommen. Wenn Blei in Europa verboten wird, müssen
sich auch die anderen Länder umstellen. Außer Japan, dort
produzieren einige Unternehmen schon heute bleifrei:
http://www.design-elektronik.de/topics/bauelemente/fachthemen/2003/0005 /

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Das ist der Königsweg und bei Audio Equipment oder Meßtechnick nicht
selten sogar der technisch bessere. Das meiste wird aber weggeworfen,
und, wie Du den obigen Links entnehmen kannst, etwa zur Hälfte in
Privathaushalten. Meine Firma sitzt hier in einen Zentrum mit vielen
kleinen Unternehmen. Die schaffen es noch nicht einmal, das Papier
zu trennen. Und dann haben wir noch die Mülltouristen, die am Wochenende
mit dem Auto vorfahren und unsere schönen, großen Container nutzen.
Ich weiß, alles Einzelfälle.

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Für den Eagle Autorouter gibt es keinen Computer, der schnell genug
wäre. Und da gibt es einige andere Anwendung, besonders Multimedia
und Spiele. Notebooks veralten zur Zeit besonders schnell. Und
Handys sind das klassische Beispiel überhaupt.


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An Ignoranten geht die Welt zugrunde. Ich glaube nicht, dass
bleihaltiges Lot komplett verschwindet, jedenfalls nicht so schnell.
Wichtig ist, dass die industrielle Produktion möglichst schnell
umsteigt. Danach beschäftigen wir uns mit den unverbesserlichen
Einzelkämpfern. :-)

Harald



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Re: Bleifrei loeten?
snipped-for-privacy@gmx.de (Holger Bruns) wrote in message:

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Interessant! Nenn bitte mal deine Quellen!

BTW, mißlungen Lötungen werden doch mit diversen Verfahren sofort erkannt - oder
funktionieren die bei bleifreiem Lot nicht mehr?

Re: Bleifrei loeten?


Peter Sander schrieb:
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Eigene Erfahrugen was Hanlöten betrifft...

Gerald


Re: Bleifrei loeten?
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Kann ich bestätigen. Seit wir bleifreies Lot verwenden, ist die Zahl
der Ausfälle durch kalte Lötstellen merklich angestiegen. In einigen
Fällen bestanden fehlerhaft gelötete Boards unseren Test und fielen
später beim Kunden aus. Schlechte Lötstellen sind schwer zu entdecken.

Man handelt sich also einige Probleme ein und die Hersteller von
Lötmitteln reißen sich für Kleinserien auch kein Bein aus. Um
nicht mißverstanden zu werden, auch bei uns wird noch reichlich
Blei eingesetzt. Wir versuchen aber kontinuierlich, den Einsatz zu
reduzieren und bessere Verfahren zu finden.

Bei Einzelfertigung im Hobby- oder Prototypenbereich kann man auf
Blei fast völlig verzichten, da man ausreichend Zeit und Muse hat,
saubere Lötstellen zu produzieren. Lediglich bei Fine Pitch und
besonders temperaturempfindlichen Bauteilen lasse ich bleihaltiges
Lot notfalls gelten, wenn man keinen eigenen Reflowofen besitzt.

Harald

--
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Re: Bleifrei loeten?
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Die Frage ist auch noch, ob bleifreies Lot wirklich soo viel
besser fuer die Umwelt ist. Was ist denn in dem von euch
verwendeten Lot so drin?


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Allerdings sehe ich genau dort keinen Grund das zu tun.

 Gerrit

Re: Bleifrei loeten?
On Sun, 29 Jun 2003 15:00:18 +0200, Gerrit Heitsch

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Die Giftwirkung metallischen Bleis ist Null. Gefährlich sind eventuell
Bleiverbindungen wie Bleiacetat, hieß das Zeug nicht auch Witwenzucker?
Anderseits können Menschen wie zum Beispiel Ludwig van Beethoven lange
mit einer Bleivergiftung leben, zwar nicht gerade beschwerdefrei, aber
immerhin.

Wie dem auch sei: Bleiverbindungen sind in der Umwelt allgegenwärtig,
zum Beispiel in dem hochgiftigen Bleitetraäthyl als Antiklopfmittel im
Benzin für Ottomotoren. Da kräht kein Hahn danach, obwohl Blei hier
schon in Form einer organischen Verbindung vorliegt, die der Organismus
aufnehmen kann.

Wirklich gefährliche Substanzen wie Plutonium und Dichlordibenzodioxin
finden in der Elektronik keine Verwendung, auch der Einsatz von Sarin
ist mir nicht bekannt, selbst mit Blausäure und Kaliumcyanid wird in der
Elektronik gegeizt, was das Zeug hält.

Gegen den Einsatz von Cadmium zur Oberflächenveredelung metallischer
Werkstücke (Korrosionsschutz) haben aber noch nicht mal die schärfsten
Umweltfuzzis was. Schon seltsam, das alles schmeckt mir nach einer der
üblichen Massenhysterien.

Was für ein Glück, daß ich mich wenigstens noch täglich waschen darf,
obwohl Schweiß, Dreck und speckige Haare doch viel natürlicher als
künstliche hergestellte Seifenstoffe sind.

Holger

--
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Re: Bleifrei loeten?
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Damit haben die Amis noch immer Probleme... Dort war bis vor
gar nicht soo langer Zeit Bleiweiss in Wandfarbe (auf Latexbasis)
legal und solche Farbe ist immer noch in Wohnungen zu finden.
Dummerweise schmeckt das Zeug suess, weshalb Kinder versucht
sind es zu essen, mit bekannten Folgen.

Seit wann ist in D eigentlich der Kram verboten?


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Hm? Sprit mit Blei gibts doch schon seit Jahren nicht mehr.


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Wobei es hier solche und solche gibt... Sodium Laureth Sulfate findet
man in fast allen Fluessigseifen, Schampoos usw... Sodium Lauryl
Sulfate leider auch, teilweise sogar in Zahnpasta.

Ob alle Vegetarier wissen, dass 'Sodium Tallowate' aus Tierfett
hergestellt wird und in fast allen Stueckseifen zu finden ist? :)

 Gerrit

Re: Bleifrei loeten?
On Sun, 29 Jun 2003 16:53:32 +0200, Gerrit Heitsch

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Amis haben _immer_ Probleme. Jedenfalls sind diese Herrschaften sehr
gewöhnungsbedürftig. Wenn sie sich nicht immerzu für den Nabel der Welt
halten würden, wäre wenigstens _das_ einfacher mit denen.

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Naja, in Deutschland hatten wir das PCB-haltige Xyladecor. Auch sehr
lecker.

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Ist Witwenzucker in D verboten? Soweit ich weiß, kann man das Zeug in
einschlägigen Drogerien ohne weiteres kriegen.

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Sicher? Bleifrei versus Normalsprit? Soweit ich weiß, kannst du immer
noch normalen Sprit tanken.

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*naserümpf* "Oh, ein Vegetarier!"

Grüße, Holger

--
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Re: Bleifrei loeten?
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Ich meine die Verwendung von Bleiweiss in Wandfarbe. Heute
nimmt man doch immer Titandioxid. Erstens ist das weisser
und zweitens ungiftig.


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Ich wuesste nicht wann ich das letzte mal an der Tankstelle
bleihaltiges Benzin zum Verkauf gesehen haette. Muss schon
ein paar Jahre her sein.


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Ich bin keiner... Obiges kann bei Vegetariern aber fuer ein
Aha-Erlebnis sorgen.

 Gerrit

Re: Bleifrei loeten?
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Sicher, aber ob TiO2 umweltfreunlicher ist? Bei der
Produktion fallen Unmengen an Dünnsäure an, die
früher jedenfalls in der Nordsee "verklappt" wurde.

--
mfg Rolf Bombach


Re: Bleifrei loeten?
On Sun, 29 Jun 2003 16:53:32 +0200, Gerrit Heitsch
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Da kann ich nur sagen: Wenn man Tiere nicht essen soll, warum sind sie
dann aus Fleisch?

Grüße,
----
Jan C. Bernauer

Re: Bleifrei loeten?

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*g*

Re: Bleifrei loeten?
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Ich finde es eigentlich unmöglich, das diese Leute den Tieren auch noch
das Futter wegfressen, kann da nicht endlich der Tierschutz mal was
unternehmen?

:-))


Holm
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Re: Bleifrei loeten?
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Diese und andere Verbindungen entstehen, wenn Blei in der
Müllverbrennung oder der Deponie landet. Dein Körper reichert
es an und es kommt über Jahre zu toxischen Mengen.

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Wie kommst Du darauf, dass sich keiner über Blei im Benzin
aufregt? Oder besser, damals aufgeregt hat, als es noch
erlaubt war.

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Siehe oben.



Sorry, aber Du wirst voll stammtischmäßig unsachlich.

Harald


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Re: Bleifrei loeten?
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Wie kommt denn das Beli aus der Deponie in meinen Körper?
Ich wohne nicht auf einer Deponie, geschweige denn esse ich das Zeug.

Komm mir nicht mit Grundwasser, von einer Deponie kommt nichts ins
Grundwasser sonst ist es nämlich keine.

Holm
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