Posttechnik zu verschenken

Jan 16, 2025 Last reply: 1 year ago 244 Replies

Das bringt was? Das einmalige halblaute Klingeln ("ring once") war nicht das störende, mein Aufstehen, Hinausgehen und das Gespräch Annehmen mitten im Satz eiens anderen war es.

Ja. Das waren die Leute, denen ich die Nummer gegeben hatte. Angenehmerweise war es damals recht teuer. Allein das dämmte Mißbrauch deutlich ein.

Könnte ich das? Besetzt ist nicht besetzt? Aber Headset immer griffbereit, ein Gespräch nach dem anderen -- Dein Telephonverhalten ist wohl doch erheblich anders als meins und das beeinflußt natürlich die Wahl und Präferenz der Technik.

Meine geschäftliche Festnetznummer macht Parallelruf auf das Mobiltelefon.

Grüße Marc

Nein, dann klingeln die anderen Telefone und irgendwann landest Du dann auf meinem AB.

Grüße Marc

Am 02.02.2025 um 15:34 schrieb Marc Haber: ...

Das letzte DECT Handset, was ich (gebraucht) gekauft habe ist ein Gigaset R700H (an den genannten N510 Basen). Das hat neben guten direkten und Freisprecheigenschaften auch eine 3,5mm (ja, nicht 2,5mm) Klinkenbuchse für ein Headset und für Freunde der mit-ohne-Schnur Headsets, Bluetooth. Meine anderen Gigaset Headsets jünger als ca. 15 Jahre sind Audio-qualitativ*) ähnlich gut, haben aber nicht alle diese Schnittstellen.

Ich ziehe das R700H zum telefonieren zu Hause jedem bisher benutzen Mobilfunktelefon vor. Es geht schon mobil, aber ich bevorzuge es nicht.

Die Kommunikation via Kabelheadset am R700H ist qualitativ mit dem (IIRC Unify-)Softphone am Dienstrechner subjektiv*) gleich.

*) ich habe es nicht durchgewobbelt und nicht Fremdspannungsgemessen

Das ist in meinem Umfeld unüblich.

Ankündigung eines Anrufs bzw. vorherige Vereinbarung eines Telefongesprächs ist mir nur in Fällen wie diesen geläufig: • Jemand will eine komplizierte Angelegenheit gründlich besprechen oder sich ausführlich persönlich austauschen – mit einer erwarteten Gesprächsdauer im Bereich von einer Viertelstunde bis mehreren Stunden. • Mehr als zwei Personen wollen sich sprechen. • Jemand teilt schriftlich eine so gut fassbare Sache mit und kündigt an, ein Anliegen mit viel Hin und Her, bspw. eine Terminvereinbarung, telefonisch zu behandeln.

Hier gilt es generell als statthaft, während üblicher „Geschäftszeiten“ unmittelbar anzurufen. Wenn das Telefonieren dem Angerufenen nicht in den Kram passt, kann er den Anruf zurückweisen oder technisch annehmen und auf andermal verweisen. Jegliche Anrufe vorher zu vereinbaren wäre hier manchen lästig und ist anscheinend allen in meinem Umfeld überflüssig. Für eine vorherige schriftliche Vereinbarung stellte sich auch die Frage nach einem von beiden genutzten Nachrichtendienst.

Ich bin ungefähr eine Generation jünger, aber habe auch mit einigen Menschen Marcs Alters zu tun.

Ich habe mir vor ein paar Jahren mal ein Gigaset mit "IP" im Namen in die Amazon-Wunschliste gesetzt mit dem Hintergedanken, mal zu gucken wie gut sich so ein Telefon als IP-Client an der Fritzbox schlägt. Schwiegerpapa hat mir das Gerät geschenkt, und ich war sehr erstaunt, als da keine Basisstation mit dabei war. Gigaset meinte wohl, man könne das Gerät an eine IP-Basis anschließen und dann kann man es auch "IP" nennen.

Es hat Bluetooth und eine Klinkensteckeranschluß. Wenn man ein Bluetooth-Headset benutzt, darf man das Gerät auf gar keinen Fall während eines Gesprächs auf die Ladeschale zurückstellen, das trennt die Verbindung und passiert mir STÄNDIG.

Und das vierte Bluetooth-Basisgerät nach dem Mobiltelefon, dem privaten und dem geschäftlichen Notebook sorgt dann noch für endloses chaos weil das Headset das man gerade benutzen will niemals mit dem Gerät gepaart ist mit dem man es gerade benutzen will und man ein Headset nicht mit einem Telefon paaren kann wenn man schon in einen Gespräch ist.

Zusammengefasst geht das technisch zwar, ist mir aber so lästig, dass ich mich - und hier schließt sich die Diskussion - immer mehr dabei erwische, das Mobiltelefon zu benutzen OBWOHL ich zuhause oder gar am Schreibtisch bin, dabei feststelle dass es einfach das überlegene Endgerät ist und überhaupt gar kein Problem damit habe.

Im Wohnzimmer habe ich nur ein schraddeliges Fritzfon C4, da kann man ein Kabelheadset anschließen, und es hat kein Bluetooth. Und ich kann mir vorstellen, dass ich den Unmut meiner Frau auf mich ziehe, wenn ich zu dem sowieso schon an meinem Platz liegenden Technik-Schraddel jetzt noch ein Kabel-Headset dazulege. Das Mobiltelefon und das Knochenschall-Headset¹ liegen da eh.

Das ist bei mir anders. Das Mobiltelefon telefoniert besser als das DECT. Ich bin auch schon ein paar Mal in Situationen, in denen ich ein Festnetz-Telefonat hätte beenden müssen, das Telefonat fortsetzend zum Bahnhof gelaufen oder bin mit dem Auto irgendwohin gefagren.

Grße Marc

¹ das kann ich auch auf dem Fahrrad tragen weil es die Ohren frei lässt und zum Telefonieren und Podcasts hören ist es Gut Genug (außer im Flugzeug, dafür ist es zu leise).

Ich behaupte nicht dass mein Telefonierverhalten besonders repräsentativ ist, aber ich beobachte an mir selbst dass ich kein besonders guter Gesprächspartner bin, wenn man mich an einem von mir nicht geplanten Punkt aus irgend etwas herausreißt. Besonders, wenn dieses "irgend etwas" im Status "fast fertig" ist, ist mein primäres Ziel, den Gesprächspartner möglichst schnell wieder loszuwerden, und ich fürchte dass das Gegenüber das merkt.

Ich bin sehr froh darüber, dass meine meisten Gesprächspartner deswegen vorher per Messenger nachfragen und ein "gib mir zehn Minuten, ich ruf Dich an" dann auch respektieren.

Grüße Marc

Den Satz sage ich dann ins Telephon. Zugegeben, das Herausreißen ist dann schon passiert, aber kurz genug, um nicht so viel zu bewirken.

Danke. Dann ich bin ich nicht der einzige. Für normales Freisprechen über Lautsprecher gilt dasselbe.

Das ist genau so ein Misfeature wie damals beim seligen Gigaset 1000, das im (glüclicherweise änderbaren) Default die Verbindung automatisch angenommen hat wenn man es klingelnd aus der Ladeschale genommen hat. Das gepaart mit der _einen_ Hörertaste hat reihenweise dazu geführt, dass man das Gespräch durch das Hochnehmen des Gerätes angenommen und durch das nicht durchdachte Drücken auf die Hörertaste gleich wieder beendet hat. Das ist selbst mir ständig passiert.

Und Senioren sind damit, dass man das Telefon unterschiedlich bedienen muss abhängig davon wo es lag als es anfing zu klingeln, völlig überfordert.

Grüße Marc

Erstens bin ich dann _wirklich_ rausgerissen (wenn mir jemand im Messenger was schreibt dann habe ich wenigstens die Möglichkeit, meine aktuelle Kommandozeile oder den Satz oder den Gedanken zuende zu führen bevor ich in den Messenger gucke - eine Minute Zeit ist da immer, wenn das Telefon klingelt nicht), und zweitens gibt es genug Leute, die wenn man sie einmal am Telefon hat, mit "ganz kurz, geht ganz schnell" einem doch ihre Gedanken aufzwingen.

Eine Freundin meiner Frau kann das sehr gut, was dazu führt, dass ihre Gespräche von uns beiden fast nie angenommen werden.

Grüße Marc

Mein hier noch lange nicht seligen 3000 (Erbstück von meiner Mutter) ist es nicht abstellbar oder ich hab's nicht gefunden. Dafür kann die Annehmen- und Ablehnentaste ("Wegdrücken") mal links-rechts sein und mal andersrum mit winzigen Icons, die man nicht erkennt und in farblich identischem und nicht unterscheidbarem rot und grün. (Altersunabhängig jeder zehnte Mann, warum soll man auf ein so winziges Grüppchen auch Rücksicht nehmen?)

Axel Berger, 2025-02-02 13:19:

Wer nicht gestört werden will, soll sein Endgerät stummschalten oder auf die Mailbox umleiten lassen.

Marc Haber, 2025-02-02 15:29:

[...]

Ja, wenn man in praktisch jedem Raum außer in Toilette und Bad ein Telefon haben will, dann geht's natürlich nicht anders. Aber ist das der "typische Kunde"?

Mit meiner Frau lebe ich auch in über 100 qm Fläche inkl. Arbeitsräumen und wir kommen als 2-Personen-Haushalt auch mit zwei DECT-Telefonen und zwei mobilen Geräten aus. Selbst wenn man pro Arbeitsraum noch zusätzlich je ein separates Gerät einplanen würde, wären es immer noch nur 4 Geräte.

Axel Berger, 2025-02-02 13:22:

Das hier?

"Meine kleine Tochter war oft allein zu Hause und meine Mutter schon alt."

Und? War das jetzt schlecht oder gut? Ich hatte eher den Eindruck, dass Du ständige Erreichbarkeit eher als Problem siehst.

Axel Berger, 2025-02-02 17:32:

Dann tut man das eben nicht! Nur weil es einmal klingelt, piepst oder vibriert, muss man nicht mitten im Satz aufstehen. Anruflisten auf den Geräten gab es auch in den 1990er Jahren schon.

Thomas Einzel, 2025-02-02 21:02:

[...]

Hier ist es genau umgekehrt. Am Mobiltelefon habe ich ein sehr angenehmes Headset, was auch gleichzeitig mit dem Laptop verbunden werden kann - "Shockz OpenComm". Das liefert eine sehr gute Audioqualität sowohl als Kopfhörer wie auch dessen Mikrofon, was eine sehr gute Geräuschunterdrückung hat. Bei Akkulaufzeiten von bis zu 12 Stunden mit einer Ladung und eine Ladezeit von ca. 5 Minuten für 1-2 Stunden Gesprächszeit denke ich auch nicht mehr über Kabel nach. Als Notfall-Lösung habe ich noch ein OpenFit - kleiner und eher als Kopfhörer gedacht, aber auch da versteht mich jeder gut.

Im Gegenteil. Sie war, als es sie gab ein Segen. Als mein Vater überrasched starb, konnte mich fast 24 Stunden niemand erreichen. Das Problem sind Leute, die die Erreichbarkeit für Notfälle für jeden Schnulli mißbrauchen. Es gibt sogar Menschen, die rufen mobil an, wenn das Festnetz besetzt ist. Was soll ich deren Meinung nach tun? Zwei Gespräche simultan führen?

Das lässt Du bitte jeden einzelnen Benutzer für sich entscheiden.

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