OT Global Warming

Jul 25, 2013 160 Replies

Am 31.07.2013 21:51, schrieb Axel Berger:

Die Schwierigkeiten liegen bei der Höhe der Pauschale: wieviel soll ein bestimmter Verbraucher denn bezahlen?

Ganz knifflige Frage. Man könnte alle gleich viel bezahlen lassen, was Leute mit Swimmingpool oder Chemieunternehmen natürlich begrüßen würden (so eine 'Wasser-flatrate').

Aber wenn nicht alle gleich viel bezahlen, wonach bemißt man denn dann die Grundgebühr?

Nach der Zahl der Toiletten? Oder danach wie häufig jemand duscht? Oder ob er lieber badet?

Man KANN also garnicht ohne Verbrauchsmessungen auskommen, da man keine vernünftige Grundlage für die Grundgebühr finden kann.

Das macht das 'Geschäft Wasser' schwierig.

Dazu kommt, das Wasser eigentlich ein sehr häufiger Stoff ist, zumindest in Deutschland. Hier in Berlin liegt der Grundwasserspiegel nur ein paar Meter unterhalb des Straßenniveaus. Man könnte problemlos Brunnen bauen und vermissen würde das Wasser auch keiner.

Darf man zwar nicht, aber es ginge ziemlich einfach. Jetzt hat dies 'geht einfach' Auswirkungen auf die Marktpreise. Hohe Preise verlangen knappe Güter und 'leicht zu umgehen' verhindert hohe Preise.

Der Preis ist aber das A und O von jedem Geschäft. Es ist nur dann eines, wenn der Preis dauerhaft hoch ist. Die Verbraucher haben - naturgemäß - ein entgegengesetztes Interesse und verlangen niedrige Preise.

Bei knappen, unverzichtbaren Monopol-Produkten könnte der Versorger praktisch jeden beliebigen Preis verlangen und die Bürger müssen den bezahlen oder verdursten.

Fazit: Wasser eignet sich nicht für die Privatisierung, sondern ist bei den Kommunen besser aufgehoben. Das heißt nicht, daß jetzt die Kommunen Monopolisten sein sollen. Da könnten Private schon Zusatzangebote machen, aber Privatunternehmen können keine Monopoldienstleistungen anbieten.

TH

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