bin dabei ein kleines Elektroniklabor einzurichten und mir fehlt noch ein Oszilloskop. Nun stellt sich für mich die Frage, auf welche Kriterien man achten sollte.
Habe mir eines ausgesucht, dass 40 MHz Samplingrate und 12 MHz Bandbreite aufweist. Ist so eines für die meisten Fälle ausreichend, oder sollte man welches mit anderen Daten wählen?
Gruss Artur
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J
Joerg
Sage uns mal, was Du so fuer Projekte vorhast und wie hoch das Budget fuer das Scope ist. 40MSPS reicht fuer heutige digitale Schaltungen nicht aus, 12MHz Bandbreite auch nicht.
Gruesse, Joerg
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S
Stefan Huebner
Würde ich auch sagen. Je kleiner das Verhältnis zwischen Samplingrate und höchster Frequenzkomponente des Signals wird, desto genauer muss man wissen, was man misst. So oder so sind 40MS/s etwas schlapp, ich habe derzeit in der Werkstatt auch nur ein 200MS/s und bin zeitweise angenervt von dem Ding, dafür ist es groß und laut. Es geht nichts über ein vernünftiges Analogoszi, ein HM605 im Bastlerbereich oder sonst ein Tek 2225 wären ein brauchbarer Anfang.
M
MaWin
"Artur Groß" schrieb im Newsbeitrag news:4862c98b$0$7541$ snipped-for-privacy@newsspool1.arcor-online.net...
Siehe de.sci.electronics FAQ:
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F.27. Oszilloskop
Wenn du noch keine konkreten Messaufgaben nennen kannst, brauchst du noch keines. Hast du die Messaufgabe, koennte auch das 1GHz-Scope zu wenig sein.
40Msps ist extrem wenig, reicht nur fuer Signale unter 4MHz, und dafuer ist die Filterbandbreite mit 12MHz zu viel, also muesste man einen extra Filter vorschalten.
Fuer Audio ist es wieder zu viel und vermutlich zu ungenau, fuer Mikrocontroller und Prozessoren zu wenig, ich kann mir nicht recht den Anwendungsfall vorstellen, wo dieses Scope genau hineinpassen koennte. Allerdings sind 40Msps gerade das, was man billig als A/D-Chip bekommt. Es ist also nicht danach gebaut, wofuer es gut sein soll, sondern was gerade billig herstellerseitig zusammensteckbar ist.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
H
Holger Bruns
Artur Groß schrieb:
Wenn du weißt, was du machen willst: Auf den Preis. Für Audioanwendungen würde ich kross ein Hameg 312 nehmen, reicht auf alle Fälle. Digitale Schaltungen mit Frequenzen bis zu einigen Megahertz kann man damit auch noch verarbeiten. Zum Problem wird das alles erst bei hohen Frequenzen. Ein PC-Mainboard kanst du damit nicht messen.
Die Bandbreite ist sehr gering, aber wie gesagt: Audio kannst du damit erschlagen.
Grüße, Holger
M
Matthias Weingart
Joerg :
Für Digitalschaltungen brauch man kein Oszi (na ok, meistens;-)). Da nimmt man dann lieber nen schnellen und preisguenstigen Logikanalysator (Intronix). Für meinen restlichen Analogkram würde mir das 40MHz Teil dann schon reichen :-).
M.
F
Frank Buss
Wie schon von anderen geschrieben, hängt davon ab, was du damit machen willst. Ich würde aber auf jeden Fall ein Zweikanaloszilloskop empfehlen. Kommt öfters vor, daß du zwei Kanäle gleichzeitig sehen willst. Z.B. mit meinem TDS2002 werden die auch zweifarbig dargestellt, was recht praktisch ist, wenn man I2C analysieren will, denn da kann man gut den Clock über das Datensignal legen und direkt sehen, wo die einzelnen Bits sind und ob die Flanken was zu spät kommen oder nicht.
Frank Buss, fb@frank-buss.de
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de
F
Falk Willberg
Unbedingt.
Und da ist das schlechteste DSO besser als alle nicht speichernden Oszilloskope.
Eingeschränkt, d.h. man sollte sich vorher über die speziellen Probleme informieren, kann ich das W2022A von Wittig empfehlen. Gibt's neu um
300-450? bei eBay unter Art.-Nr. 200233853798.
Links zu Tests etc.:
formatting link
und in den Foren von microcontroller.net.
Falk
R
Rainer Knaepper
snipped-for-privacy@private.net (MaWin) am 26.06.08:
Für Audio tut gewiß schon ein 20MHz Analogteil besser. Billige digitale können oft auch keinen X/Y-Betrieb.
Für Messungen an Digitalschaltungen sind 12MHz viel zu wenig.
Rainer
-- Kurzum: Du suchtest nach einer eierlegenden Wollmilchsau, hast Dir eine Wollmilchsau zugelegt, die zwar nicht größer als ein Huhn ist, dafür aber wieder keine Eier legen kann und auch nicht besonders effizient arbeitet. (Steffen Bruns in de.comp.hardware.misc)
O
Oliver Betz
Matthias Weingart schrieb:
[...]
2048 Zustandsänderungen sind doch _ziemlich_ wenig. Dafür hat er einstellbare Schwellen.
DigiView von
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gefällt mir besser, sehr viel Speicher (komprimiert auch). Dafür muß man für die Ausführung mit "richtigen" Eingängen 1500$ oder ca. 1000EUR bezahlen. Ich habe nur die alte Version, da gehen die Eingänge direkt auf's FPGA.
Wichtig: Beim DigiView gibt's hochwertige Clips dazu!
Servus
Oliver
Oliver Betz, Munich
despammed.com might be broken, use Reply-To:
H
Harald Wilhelms
man
Hallo Artur, hier im Forum neigen viele Anwender dazu, Maximal- forderungen zu stellen, die nur mit Ger=E4ten weit jenseits der 1000 Euro grenze zu befriedigen sind. Ich w=FCrde Dir empfehlen, das Du dir als erstes eine Preisgrenze =FCberlegst und Dich dann um ein gebrauchtes Oszilloskop ausuchst, das Dir f=FCr diesen Preis die maximale Leistung bietet. Wenn Du noch keine Messer- fahrungen mit digitalen Oszilloskopen hast, w=FCrde ich Dir eher ein analoges Oszilloskop empfehlen, da bei dem das angezeigte Bild eher den wirklichen Verh=E4ltnissen entspricht. Bei digitalen Ger=E4ten kommt es eher zu Fehlinterpretationen des Bildschirminhalts. Einen guten Einstieg f=FCr die Suche nach Gebrauchtger=E4ten bietet die Firma Helmut Singer. Gruss Harald PS: Wenn Du Dich wirklich die n=E4chsten Jahre intensiver mit Elektronik besh=E4ftigen willst, wirst Du Dir sowieso fr=FCher oder sp=E4ter ein neues "Oszi" kaufen. Dann weisst Du auch genau, auf welche Kenndaten Du da achten musst.
M
Marcel Müller
Hallo,
Artur Groß schrieb:
Kleiner Tip: lieber ein ordentliches Analoges, als ein schlechtes Digitales. 40MHz Samplingrate kannst Du nach meiner Erfahrung gänzlich vergessen. Dann schon lieber richtig analog.
12MHz analog reicht für NF-Anwendungen, ist aber für ein SNT schon knapp. Wenn Du ein reines Analoggerät nimmst, kannst Du preislich recht problemlos bis ca. 50-100MHz gehen. Es gibt in dem Umfeld auch einen sinnvollen Gebrauchtmarkt. Viel mehr MHz bringt bringt ohnehin nicht mehr viel, solange man mit den üblichen passiven Tastköpfen arbeitet. Die Hameg-Geräte waren immer recht gute Allrounder und nach meiner Erfahrung langlebig und reperaturfreundlich. Die eingebauten Komponententester sind vor allem bei Reperaturen sehr nützlich. Echte Fans schwören natürlich auf die alten Tektronix. Die sind auch wirklich gut, aber aufgrund des Status selbst gebraucht recht teuer.
Wenn man was brauchbares digitales haben will, ist man preislich definitiv 4-stellig unterwegs. Um dem angezeigten Signal halbwegs vertrauen zu können, muss man fast immer mit Oversampling arbeiten. Also schneller sampeln und dann raus zoomen. Das hat Auswirkungen auf die erforderliche Sampling-Rate, aber auch Anforderungen an den Durchsatz der internen Logik sowie das Benutzerinterface. (Kann man im Zoom-Modus alle relevanten Funktionen bedienen, ohne den Zoom dauernd ein- und ausschalten zu müssen.) Die Geräte mit 1/4 VGA Display, wie TDS 1xxx, TDS 2xxx, TDS2xx von Tektronix oder vergleichbares von anderen Herstellern (Iwatsu etc.), behalten die meisten Informationen aufgrund der schlechten Auflösung für sich. Da kann man eigentlich gar nichts erkennen (verglichen mit einem einfachen Analog-Scope). Zudem haben fast alle Digitaloszis mehr oder minder starke Probleme mit Rauschen. Das lässt sich in Grenzen mit ungenutzter, hoher Samplingrate kompensieren. Ein Moving-Average- oder Binsize-Filter macht nicht nur Aliasing-Signale platt, sonder reduziert auch das Rauschen. Aus all diesen Gründen sollten es m.E. wenigstens ca. 500MHz Sampling-Rate sein. Und 640*480 finde ich auch notwendig.
Ein anderes Kriterium ist dei Zahl der Kanäle. Das geht natürlich gleich mächtig ins Geld. Zwei haben alle ernstzunehmenden Kandidaten. Für Audio & Co. reicht das auch, aber in Digitalumfeld ist das eigentlich zu wenig. Einige Digitalscopes bieten zusätzliche Kanäle, deren Eingangsverstärker nur einen sehr engen Bereich abdecken, manchmal gar nur mit 1 Bit (high/low) quantisiert werden. Soetwas kann schon sehr hilfreich sein und ist viel günstiger als echte 4 Kanäle. Man muss allerdings auch bedenken, dass mehr als zwei Kanäle bei Monochrom-Displays schon grenzwertig sind. Respektive man muss die Signale dann auf dem Schirm trennen, was wieder jede Menge Auflösung kostet. Farbdisplays kosten wieder mächtig Geld.
Die neueren Hameg Combi-Scopes sollen wohl recht gut und halbwegs preiswert sein (HM1507/HM1508/HM2008). Ich habe sie aber ehrlich gesagt noch nicht selbst verwendet. Aber auch alles 4-stellig. Ein brauchbares Analogscope bekommt man dagegen schon für 100-200¤ gebraucht.
Von Geräten weniger bekannter Hersteller würde ich die Finger lassen oder zumindest erstmal genau recherchieren, was User über das Gerät sagen. Oft sind es Nachbauten oder unter Zweit-Label vertriebene, einfachere Geräte, teilweise aber auch einfach nur Mist.
Nochwas: Tastköpfe sind nicht ganz billig (falls sie bei einem Gebrauchtgerät fehlen), und umschaltbare 1:10/1:1 Tastköpfe sind einfach nur Schwachsinn.
Letztlich entscheidend ist, was damit gemacht werden soll und wie dick der Geldbeutel ist.
Marcel
H
Henry Kiefer
Falk Willberg schrieb:
Kann man sich mit einem periodischen Reset behelfen. Hatte sogar mal ein Gerät so designt, das das der Kunde aktivieren konnte.
- Henry
www.ehydra.dyndns.info
F
Falk Willberg
Henry Kiefer schrieb:
Das ist bestimmt sehr hilfreich. Und dann kommt Murphy aus dem Gebüsch gesprungen und "es funktioniert nur im Testmodus".
Mit dem (D)SO geht vieles deutlich besser. Ich messe aber auch überwiegend digitale Signale.
Falk
H
Henry Kiefer
Falk Willberg schrieb:
Nöö. Funzt, aber nur wenn das zu testende Zeitfenster nahe am Reset liegt.
Ich wollte nur mal einen Tipp für Arme geben. So ein Taktgeber ist ja supereinfach realisierbar und das vor allem auch nachträglich in einer ansonsten fertigen Schaltung.
Das einzige Meßinstrument was ich wirklich nie brauchte, wäre ein Logikteststift.
- Henry
www.ehydra.dyndns.info
A
Ansgar Strickerschmidt
Am 26.06.2008, 10:28 Uhr, schrieb Marcel Müller :
Mit welcher Begründung? Ich habe so welche hier zum Arbeiten (bereits bei meiner Einstellung vorgefunden)...
Ansgar
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Adresse gibt's bei Bedarf!
Mail to the given address may or may not reach me - useful address will be
given when required!
H
Henry Kiefer
Ansgar Strickerschmidt schrieb:
Immer diese Ausreden :-)
- Henry
www.ehydra.dyndns.info
A
Ansgar Strickerschmidt
Am 26.06.2008, 15:19 Uhr, schrieb Henry Kiefer :
naja, im Ernst: für eine Abschätzung, ob ein nicht allzu hochfrequentes Signal noch brauchbar aussieht (typische Frage: 32 MHz-Oszillator bringt genug Amplitude oder eben nicht mehr), tun's die doch vollkommen. Oder ob ein Pegel wegen Defekt irgendwo "auf Halbmast" hängt... Was ist denn jetzt wirklich so schlecht daran?
Ansgar
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J
Joerg
Dito hier, gehen bis 200MHz.
Gruesse, Joerg
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H
Henry Kiefer
Ansgar Strickerschmidt schrieb:
Weiß ich momentan aus dem Kopf nicht. Früher hatte ich die billigen von Reichelt&Co. Die mußte man regelmäßig alle paar Jahre zum Reparieren öffnen. Waren solche Umschaltertypen. Die gleichen Probleme wie bei "Prüfschnüren mit Krokos": mechanischer Pfusch.
Dann hatte ich zweimal einen kompletten Satz bei der Bucht als Restposten geordert. Nun also Tektronix und HP :-) Nie mehr Probleme.
- Henry
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