Batterierätsel

Dec 27, 2019 19 Replies
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Hi,



in meiner Sammlung alter Meßgeräte befindet sich ein Gerät, das mit einer Batterie "TR 162" betrieben wird. Lt. Angaben eines Internethändlers handelt es sich dabei um eine Quecksilberbatterie



2,7 V (enthält also 2 Zellen).

Auf dem Typenschild meines Geräts (Bj. 1963) wird allerdings behauptet, daß die Batteriespannung 2,5 V beträgt; bei einem Gerät desselben Typs aus dem Jahr 1974, auf das ich aktuell gestoßen bin, beträgt die Batteriespannung angeblich 2,8 V:



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Kann jemand von Euch diese Diskrepanzen erklären?



Hofft rätselnd



Reinhard


Ja.

2,5 Volt halte ich für falsch.

Korrekte Werte sollten durch 1,35 teilbar sein.

Das ist doch alles das Gleiche. Man konnte sich offensichtlich damals schon nicht auf eine Nennspannung einigen. Heutzutage macht man das Spiel mit LiIon-Akkus; 3,6 oder 3,7V? Vor nicht allzu langer Zeit waren's NiCds; 1,2V oder 1,25V Nennspannung? Gerade heute war ich auf der Suche nach Akkuschraubern, da gibt es "12V"-Typen mit LiIon-Akkus, obwohl keine der üblichen genannten Nennspannungen dieser Akkus irgendwie 12V ergibt...

Also, nicht verwirren lassen und keinen Zahlenfetischismus betreiben. Das ist alles Marketinggewäsch, es handelt sich um 2 Zellen und feddich.

Ebent! Insofern ist dann aber auch die Angabe "2,8 V" nicht korrekt. Eigentlich sollze doch auch seinerzeit bekannt gewesen sein, daß eine Quecksilberzelle 1,35 V liefert.

Nach wie vor rätselnd

Reinhard

Vergleiche die Entladekennlinien, dann sollte klar werden, dass man bei Quecksilberoxid-Zink-Batterien keinen Spielraum für die Nennspannung hat.

Dann kannst Du sicher erklären, woher der zahlenmäßige Spannungsunterschied kommt?

Ich würde nicht rumgrübeln. Warum? Diese Bereiche für den Endverbraucher sind alle unprofessionell. (Im Unterschied zu Datenblättern für Elektronische Bauelemente.)

Beispielsweise muß ein bestimmter Laststrom zur Ermittlung der Zellenspannung definiert sein. Wo isser denn? Auch die Leerlaufspannung muß definiert sein. Na, wo isse denn?

Da wird ein unkundiger gewürfelt haben.

Kriegst du die noch irgendwo? Bei Belichtungsmessern scheint ja der Konsens zu sein, daß man keine vernünftigen Quecksilberzellen mehr bekommt, weil die entweder uralt oder von zweifelhafter Qualität von chinesischen Hinterhofproduzenten kommen, und man lieber irgendwelche Adapter oder Zink-Luft-Zellen probieren sollte.

/ralph

Oder die Kamera, z.B. OM1, vom Oly-Doktor auf modernere Zellen umstellen ließ...

Olaf, grumpf... daß bißchen Hg durch Batterien sind Peanuts zu der Menge an Hg, Pu und PT durch großtechnische Kohleverbrennung...

Ja und - ich muss auch den Moment abpassen, wo meine (NiMH)- "9V-Blocks" genau 9V haben. ;) (Für die ich mir gerade einen Lader gebastelt habe

- ja Fritzchen, mit einem Ge-Trasistor drin, haha.) Also beim Laden steigern sie sich immer so von >~8V ... 10,5V ...

Bei den 9V-Block-Akkus gibts verschiedene. Es gibt welche mit 6 Zellen, die haben dann 7.2V... oder welche mit 7 Zellen, die haben 8.4V.

Gerrit

Aber auch nur im richtigen Moment. ;)

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Konkret: Einer liegt seit der Ladung nur ein paar Stunden hier 'rum, der hat noch 9,58V. Der andere im Gerät noch 8,33V ...

Am 27.12.2019 um 21:17 schrieb Hartmut Kraus:

Wozu brauchts da einen teuren Ge-Transistor? Für solche 8,4V NiCD-Akkus hatte ich Ende der 80er mal in der ruhmreichen Sowjetunion ein Ladegerät für 1,xx Rubel gekauft, umgerechnet für <4,-M(DDR)! Flaches Gehäuse wie eine Streichholzschachtel mit ein paar Lüftungsschlitzen, vorne 2 Pins für die Steckdose und auf einer Seite offenliegend der Anschluss-Clip für den Akku. Wegen dem Kampfpreis war ich neugierig und habe Zuhause dann das Ding dann mal geöffnet. Von dem einen 220V-Pin ging ein R und eine Diode in Reihenschaltung an den 9V-Clip. Vom anderen 220V-Pin war nur ein gewickelter, brauner C zum Akku-Clip. Also brauchts da kein Transistor, wie uns damals schon die Raumfahrtnation Nr.1 lehrte. Den Ladeclip durfte man allerdings nicht anfassen, wenn das Ding in der Steckdose war. Auch die Ladeschlusserkennung oblag dem Anwender. :-D

W.

Am 27.12.19 um 21:49 schrieb Wolf gang P u f f e:

Meine Güte, ich hatte mir vorgenommen: Es wird nix eingekauft! (Wovon auch?) ;) Und den hatte ich halt gerade noch da. "NOS" sozusagen. ;)

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Am 27.12.19 um 21:49 schrieb Wolf gang P u f f e:

Interessant, das Towaritschtsch damals schon sowas drauf hatte wie ungezählte Billigmarken oder "no names" heute, war mir neu.

Ich hab' da andere Geräte in Erinnerung, z.B. mal einen Kassettenrecorder repariert - sowas suchte im "sozialistischen Wirtschaftsgebiet" seinesgleichen: Zwei gegenläufige Schwungmassen und so ...

Am 27.12.2019 um 22:06 schrieb Hartmut Kraus:

Da bin ich ein wenig zu lange raus aus der Übung um die Schaltung jetzt auf die Schnelle zu durchschauen. Sieht aber seriös aus. Oldschool.

W.

Am 27.12.19 um 22:21 schrieb Wolf gang P u f f e:

Ist doch ganz einfach. ;) Der Regler ist als Konstantstromquelle beschaltet, der Transi "schaltet" nur "ein" oder "aus", je nachdem, ob am Ausgang des 555 "L" anliegt (grüne Lumi brennt) oder H (rote Lumi brennt). Die zwei Thermistoren liefern dem 555 (einfachste Schmitt-Trigger-Beschaltung) eine Spannung abhängig von der Temperaturdifferenz zwischen Akku und "Außenluft". Der Taster ist zum "Wiedereinschalten", wenn sich die Chose abgekühlt hat (geladener Akku 'raus, neuer 'rein). Alles klar?

Danke. ;:)

Sowieso. Heutzutage gibt's ja nix zwischen dem von dir beschrieben Gerät und mikroprozessorgesteuertem Schaltregler mit Internetanbindung zwecks automatischem Firmwareupdate, gelle? ;)

Am 27.12.19 um 23:09 schrieb Hartmut Kraus:

Ähm - die Diode am Ausgang ist nicht nur ein Verpolschutz, auch Bequemlichkeit von mir: Ich war mir nämlich zu faul zum Überlegen, ob sich der Akku sonst bei "abgeschaltet" "rückwärts" entladen würde. ;)

Am 27.12.19 um 23:09 schrieb Hartmut Kraus:

[...]

Doch, sicher schon, meint Ingrid. ;) Da hab' ich doch neulich eins bei EDEKA gesehen, für 7 Euren oder so, und so schön klein, 'ne richtige "Wandwarze" - aber dann doch lieber weiter gebastelt. Wie gesagt. Was man hat, weiß man - was man kriegt, weiß man nicht. ;) Bei den Erfahrungsberichten hier (z.B. mit dem ganzen LED - Netzteil - Beschiss) rollen sich mir nämlich manchmal die Fußnägel hoch. ;).

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