Kopfhöhrerverstärker

Sep 06, 2011 144 Replies

Am 07.09.2011 19:20, schrieb Bernd Mayer:

Leider hat ihn in TO220 nur Conrad für 10,55?.

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Danke für Hinweis.

mfg hdw

Hi Horst,

In beiden Schaltungen ist ein Hochpass davor, einmal mit 22 k und einmal mit 100 k. Ich sehe keinen Grund, da einen Krampf mit Hochohmigkeit draus zu stricken. Zuerst dachte ich, die wollen den Eingang symmetrisch machen, aber bei genauerem Hinsehen machen sie noch nicht mal das. Das ist beidemale ein Hochpass gefolgt von einer ni-OP-Stufe mit weiterem Hochpass in der Gegenkopplung, die IMHO gar keinen Sinn mehr ergibt. Ansonsten hab ich schon solche Verstärker mit den berühmten TL07x gesehen, die so schlecht nicht waren.

Marte

Am 08.09.2011 13:14, schrieb Marte Schwarz:

Üblicherweise ist eine Kopfhörerverstärker integraler Bestandteil von Steuerverstärkern. So habe ich es aufgefaßt. Auch dachte ich bei meiner Stellungnamen an CDs und rotierenden schwarzen Scheiben. An MP3 Files weniger. Sollte ich vielleicht ändern? Wenn dir ein TL07xx genügt, nimm ihn. Der Hochpass am Eingang kann auch ganz weg gelassen werden. einfach ausprobieren.
mfg hdw

Was haeltst Du(Ihr) von diesem Projekt ? Messdaten angeblich gut, aber das scheint beim Höhren nicht immer so entscheidend zu sein !?

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Holly

Am 08.09.2011 20:53, schrieb Holger Beyer:

Hallo,

die Daten des Opamp sind recht gut. Für hochohmige Kopfhörer kann man die Schaltung empfehlen, der dort benutzte Sennheiser HD600 hat 300 Ohm. Es gibt allerdings auch Kopfhörer mit geringerer Impedanz bis hinunter zu 16 Ohm und die Wirkungsgrade können unterschiedlich sein - das müsste man dann noch im Detail abklären.

Bernd Mayer

"Holger Beyer" schrieb im Newsbeitrag news:j4b2v3$rjg$ snipped-for-privacy@online.de...

Der OpAmp ist für Kopfhörer nicht leistungsfähig genug, und hat für hochohmige (2k bis 500R) Kopfhörer (die eigentlich zum direkten Anschluss an eine Lautsprecherendstufe vorgesehen sind und deswegen gar keinen extra Kopfhörerverstärker brauchen) keine ausreichende Spannung

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.reocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Lies 'Die hohe Schule der Elektronik' von Horowitz/Hill bevor du fragst. Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.

Hi Holger,

Schon wieder als ni-Verstärker mit vorgesetztem HP.

Marte

Am 12.09.2011 17:52, schrieb Marte Schwarz:

Was hast Du gegen den Hochpass? Schon mal die Grenzfrequenz angeguckt?

Bernd

Ich bin zwar etwas spät dran ...

Vergiss es. Schaltungen dieser Art geistern schon seit vielen Jahren durchs Netz. Vermutlich nehmen viele Entwickler an, dass der niedrige Klirrfaktor eines stark gegengekoppelten OP-Amps auch einen guten Klang bringt - weit gefehlt. Ganz davon abgesehen, dass ein Kopfhöhrer den Ausgang des OP-Amps überlastet (was den möglichen niedrigen Klirrfaktor mehr als zunichte macht) ist auch die Lautstärke etwas niedrig. Das ganze kann man schnell auf einem Breadboard ausprobieren.

Wenn es denn Halbleiter sein sollen: Bei Elektor.de gibt es für wenig Geld einen Artikel über einen hochwertigen Halbleiterverstärker für Kopfhöhrer. Diese Qualität sollte es mindestens sein! Der Schallwandler sitzt beim Kopfhöhrer direkt am Ohr und man sollte die Fähigkeiten unseres Gehörs nicht unterschätzen. Von Gegentaktverstärkern möchte ich bei Kopfhöhrern grundsätzlich abraten. Auch Op-Amps haben Gegentaktstufen im Ausgang. Jede Stereoanlage hat sowas ohnehin bereits eingebaut und man gewinnt definitiv nichts.

Da Du über dieses Thema nachdenkst nehme ich an, dass dich das nicht zufrieden stellt. Das war bei mir auch nicht anders. Der Aufwand ist bei Kopfhöhrerverstärkern eher gering, so dass sich der Bastelaufwand wirklich lohnt. Such einfach mal nach Schaltungen im Internet und Du wirst sehen, dass es sehr viele gute Ideen gibt!

Hallo Roland,

Was willst Du denn nehmen? Sag jetzt nicht, dass Röhren das allgemeine unumgängliche sind...

Mir scheint eher, dass einige sich mal mit der Physiologie des Gehöres auseinandersetzen sollten... Mich reizt diese Diskussion geradezu wieder einmal zu ein paar Doppelblindversuchen ;-) Die letzten Versuche dieser Art hatte ich bei der Einführung von CD-Playern gemacht. Die Ergebnisse waren sehr lustig. Auch Biersorten hatten wir in der WG schon "ausgetestet", das war noch viel lustiger ;-)

Ganz böse :-( Da steckt bestimmt der CIA dahinter.

Geht das auf den Mosad zurück?

Nicht wirklich, ich wundere mich nur über die IMHO völlig sinnlosen Schaltungen, anstatt das einfach mit einer invertierenden Schaltung zu machen bei der ich genau einen Kondensator und zwei Widerstände brauche, würgen sich die Designer mit nichtinvertierenden Schaltungen herum... Wenn schon so viel Peripherie, dann mach ich das doch gleich differentiell und hab damit auch noch Hoffnung, ein bischen Brumm weg zu bekommen.

Bevor ich da anfange zu suchen und mich über verquere Schaltungen wundere, entwerfe ich mir lieber selber was, ich glaub nicht, dass das schlechter würde. Gerade im internet finden sich so viele schlechte Designs als "Vorschläge", dass ich keinem meiner Studenten raten kann, das als ernsthaften Einstieg zu nehmen. Eines meiner Standardbeispiele in der Vorlesung ist die Bezugspotentialverschiebung: Man habe z.B. ein Signal mit +- 5 V und will das an einem AD-Eingang messen, der aber nur

0 bis 3V kann. Schau Dich im Internet um, welche Abenteuerlichen Konstruktionen mit Differenzverstärkern, mehreren Spannungen und hilfsspannungen und was weiss ich nicht was sonst noch angeboten wird. Meine Studenten lernen in der 4. Vorlesung, wie so etwas mit drei Widerständen geht. Möglicherweise noch ein Impedanzwandler dazu und gut ists.

Marte

Hallo Marte,

Unumgänglich vermutlich nicht, ich kenne bis jetzt aber keine bessere Lösung. Vielleicht hast Du ja irgendwo die Möglichkeit dir sowas vorführen zu lassen.

Die Idee ist gar nicht schlecht. Ich habe mir vor etwa einem Jahr einen Transistorverstärker in A-Schaltung gebaut um zu testen, ob ich mir das nicht eventuell doch einbilde, schließlich glimmt es so schön romantisch ;) Es dauert bestimmt 10-20 Minuten bis ich mich dann doch wieder für das Glimmen entscheide. Die Höhen sind unglaublich klar und brilliant.

Wohl eher nicht, für viele Anwendung ist das doch eine gute Lösung oder nicht?

Zwischen Ein- und Ausgang sollte man keine Phasendrehung einbauen. Kondensatoren halte ich für viel unkritischer als es oft dargestellt wird. Man muss halt aufpassen, dass man mit den Hochpässen die untere Grenzfrequenz nicht zu hoch schiebt.

Selbst versuchen ist nie verkehrt, mache ich auch oft so. Beim Ausgang empfehle ich eine Kollektorschaltung, die auf eine Konstantstromquelle arbeitet. Das bringt schon ein gutes Ergebnis. Vielleicht fällt Dir ja auch was besseres ein?

Hallo Roland,

Das war aber kein Doppelblindversuch. Ich bin mir sehr sicher, dass Dich ein solcher sehr ernüchtern würde.

Der Unterschied von Phasendrehung und Inversion ist Dir aber schon bekannt? Jetzt willst Du mir wahrscheinlich noch sagen, dass Du den Unterschied hörst.

Das Problem sind hier eher die zwei Hochpässe, die wahrscheinlich eher zufällige Grenzfrequenzen besitzen. Welche Charakteristik dann der Gesamtfilter 2. Ordnung macht, mit allen Fehlermöglichkeiten, darf man nur ahnen. Wenn dann noch Hochpässe aus vorgelagerten Stufen dazu kommen...

Klar, wer Röhrensound mag, bevorzugt Konstantstromansteuerung, warum wohl. Leider ist die Physik der Lautsprecher eigentlichanderer Meinung. Die sollte man doch lieber mit einer definierten Spannung ansteuern, wenn man HiFi haben will. Letztlich hat man aber schon in den 50er bei AFAIR Grundig festgestellt, dass die Menschen eigentlich gar kein HiFi wollen, weil es sich eben nicht "schön" anhört, sondern manch Nichtideales sich angenehmer anhört, wenngleich nicht naturgetreu.

Marte

Am 25.09.2011 21:28, schrieb Marte Schwarz:

Röhrenendstufen mit Trafo können bei Weitem nicht so stark gegengekoppelt werden wie trafolose Endstufen.

Die damaligen Lautsprecher(kombinationen) sind auf damaligen Endstufen optimiert.

Wenn Lautsprecher(Kombinationen) auf Stromsteuerung optimiert würden, hätte man damit auch HiFi.

Eben, in den 50ern wurden die Geräte auf "guten Klang" optimiert. UKW war noch nicht so weitverbreitet. Viele mußten noch mit der LW,MW bisweilen auch KW vorliebnehmen. Trotzdem wurden gerade auch von Grundig Module für HiFi angeboten.

mfg hdw

Meine beiden Geräte würde ich unterscheiden können. Zu welchen Ergebnis ich bei zwei anderen Geräten kommen würde, ist erstmal offen. Nicht auszuschließen, dass ich einen guten Transistorverstärker einem historischen Röhrenverstärker vorziehen würde. Ich bin da erstmal vorurteilsfrei. Es geht nur um den Klang.

Meines Wissens hört man den nicht, es ist aber "gute Sitte" keine Phasendrehung zwischen Ein- und Ausgang einzubauen.

Gemeint war eine Stromquelle als Ersatz für den Emitterwiderstand. Diese Variante neigt weniger zum schwingen und stellt keine wechselstrommäßige Belastung des Ausgangs dar. Der Wechselstrom fließt nur durch den Kopfhöhrer. Das funktioniert einfach besser. Entsprechende Hinweise findet man auch in der Elektronik-Literatur.

Übrigens: Meines Wissen werden Kopfhörer für den Betrieb an hochohmigen Quellen (also eher Stromquellen) optimiert und nicht für Spannungsquellen. Hintergrund: Üblicherweise wird der Kopfhöhrer einfach über einen Vorwiderstand am Ausgang der Lautsprecherendstufe geklemmt, was auch recht gut funktioniert. Es geht aber eben auch besser.

Vielleicht sollte ich meinen Transistorverstärker dahingehend mal überdenken und den Ausgang eher hochohmig als niederohmig auslegen? Das wäre zu überlegen ...

"Üblicherweise" haben die meisten Geräte mit Kopfhörerausgang heutzutage überhaupt keine Endstufe für Lautsprecher. Willkommen im iPod-Zeitalter!

HaPa

Bei Elektor gibts viele KH-Verst=E4rker. Auf was f=FCr einen Artikel (Heft/Jahr) beziehst Du Dich denn da? Gruss Harald

Yes! "KH-Verstärker" ist _die_ Lösung! Das diskriminiert nicht die Rechtschreibkreativen, und ich muß nicht mehr "höhrer" lesen. Viel öfter kann ich es auch nicht, ohne Schreikrämpfe zu bekommen.

David Kastrup

Ich meine den Artikel "Präziser Kopfhöhrerverstärker", vermutlich aus der Märzausgabe 1997.

Gruß

Die digitalen Endstufen klingen allerdings auch recht gut, zumindest mit den kleinen Ohrstöpseln. Ich benutze auch so ein Ding.

War mir nicht aufgefallen, sorry

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