Innenleben von dimmbaren Halogen-Stehlampen?

Nov 11, 2007 38 Replies

Moin, mal als theoretische Vorbereitung auf ein UFO (Unbekannter-Fehler-Objekt): Es geht um eine 2-Halogen-12V-Leuchten-Bauhaus-Stehlampe (einige Jahre alt, aus der Epoche des Beginns der China-Edelstahl-Welle). Die ist vor ein paar Jahren bei einem Überspannungsereignis (dem hier noch zwei Steckernetzteile und drei Glühlampen zum Opfer fielen), obwohl zum Zeitpunkt des Ereignisses abgeschaltet, zum Opfer gefallen. (Ereignis: Treppe zum Dachboden wurde mit dicken Schrauben in noch dickeren Dübeln, die von der Seite in die geschüttete Decke/Fußboden des Dachbodens gesetzt worden waren, befestigt. Dummerweise taf der Treppenbauer ein dortnoch dummererweise in den Beton eingeschüttetes Kabel, das der Versorgung des Dachbodens dienen sollte. Letzteres war zu der Zeit noch nicht am Netz. In der ersten 1/50 Sekunde seines ans Netz-geschaltet-Seins trat o.g. Ereignis ein, begleitet von einem bemerkenswerten Knall. Danach waren besagte Geräte, die wohl alle auf einer Phase hingen, im Eimer. Ich tippe mal auf irgendeinen interessanten phasenübergreifenden Kurschluß, der den Trafo besagter Lampe zu zweckungemäßem Erzeugen einer Spannungsspitze nach Abschalten der Spannung durch die Sicherung veranlaßte. Wie auch immer, durchgeknallt ist durchgeknallt. Es geht jetzt, der kundige Leser ahnt es schon, mal wieder um die Reparierbarkeit des Leuchtgeräts, das allerdings noch weit hinten auf dme Dachboden steht.



Die Knöpsgen mit den Dimm-Potis besagter Lampe stecken in einem recht kleinen Gehäuse an der Stativstange, da kann nicht allzuviel verlustwärmeproduzierendes Geschraddel mit drin sein, im Fuß ruht wohl ein Ringkerntrafo (?). Noch habe ich das Ding nicht hervorgeholt und daran rumgeschraubt, gehe aber mal davon aus, daß die alle ein ähnliches Innenleben haben und hier mindestens ein jemand ist, der oder die das schon mal fachkundigen Auges aufgemacht hat.



Also, was wird da am ehesten kaputt sein? Stecken da Triacs drin? Wie werden die in diesen Massenprodukten denn angesteuert? Wenn da am ehesten ein ungebräuchliches IC durch ist, dürfte das die Entscheidung zur Direktverschrottung beflügeln. Klar - ich werde schon selbst reinschauen und mal messen, was zu messen ist, aber zur Einstimmung...



Für guten Rat und kluge Worte vorab schon herzlichen Dank!



Gruß, U. (dessen Sohn sich über den unverhofft recht schnell gewordenen, wieder laufenden PC (der den Elko-Blues hatte) freut.)


Nicht notwendigerweise. Oft ist auch einfach Beton oder so drin, damit die Lampe nicht dauernd umfällt. RK-Trafos sind nichts für Billigzeug - zu teuer.

Wenn ein konventioneller Trafo drin wäre, ja.

Bei einem elektronischen Trafo ist eher ein elektronischer Eingriff in dessen funktionalität zu erwarten. In dem Fall dürfte es mindestens die Transistoren/FETs des elektronischen Trafo's gegrillt haben.

Viele ICs werden da nicht drin sein. Meist 0.

Ja, dann mach' doch den Deckel mal auf! Dann erübrigen sich auch die wilden Spekulationen.

Na, war wohl doch eher was Neues fällig :-)

Marcel

Ulrich G. Kliegis schrieb:

Ja, geh mal die Klemmen an PE- und N-Schiene nachziehen.

Da wird ein stinknormaler Phasenanschnittdimmer drinstecken, also Triac, Diac, Poti, zwei Widerstände, zwei/drei Kondensatorn und eine Drossel, Feinsicherung sollte auch noch da sein.

Gruß Dieter

On Sun, 11 Nov 2007 17:21:27 +0100, Marcel Müller wrote in de.sci.electronics:

Naja, der Sprung von einem 1.8 GHz Single Core auf einen X2 3800+ mit

2mal 2 GHz ist wohl schon spürbar. Immerhin keine Abstürze mehr bisher, und das ist ja schon mal was... Übrigens fällt mir dabei ein, daß und wie MemTest täuschen kann. Ich hatte damals zuerst auf einen fehlerhaften RAM-Riegel getippt. Und MEMTest bestätigte diesen Verdacht recht eindrucksvoll. War aber eben nur vorgetäuscht, wie ich heute weiß. Die Fehler wurden in Wirklichkeit von den mallen Elkos verursacht. Memtest stürzte natürlich, einfachst, wie es ist, nicht ab.

Danke für die Stehlampenerleuchtung. Betontrafo, hatte ich auch noch nicht. Na denn. Gruß, U.

*Dieter Wiedmann* wrote on Sun, 07-11-11 17:45:

Das mit den

^^^

hast Du gelesen?

Dieter Wiedmann schrieb:

Wäre sehr zu empfehlen...

War auch erstaunt wie locker die hier waren (Elektrik hier ist nur 20 Jahre alt und ansonsten einigermaßen solide)... Ein N-Draht hatte schon deutlich angeschmolzene Isolation. Rest war zumindest sehr locker, konnte man teils von Hand rausziehen. E-Check übrigens aktuell zu dem Zeitpunkt, was mal wieder sagt dass die Leute nicht nachsehen sondern lieber nen Bier trinken wenn die alleine sind.

Ausschlaggebend für die Nachzieh-Maßnahme waren mehrere kaputte Leuchten im Flur (darunter auch ein gesprengtes Halogenlampen-SNT) nachdem in Klo eine Glühlampe geplatzt ist. Der verbrannte blaue gehörte anscheinend auch zu dem Stromkreis (geht

5-adrig rauf in den Flur, um sich dort auf 3 Stromkreise für die Beleuchtung des gesamten EGs aufzuspalten...Murks ist das).

Gruss, Robert

Kann man einfach mit dem Ohmmeter feststellen: Halte es mal in beiden Richtungen dran, ob sich einige wenige Ohm in beiden Richtungen ergeben oder durch sich Unterschiede etwas "halbleitriges" zeigt. Bei ganz offen ist wohl was durchgefitzt. ICs sind nur in seltenen Faellen drin, zu teuer.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

On Sun, 11 Nov 2007 17:45:55 +0100, Dieter Wiedmann wrote in de.sci.electronics:

Hallo Dieter, beim zweiten Lesen (und nach Roberts Kommentar) habe ich das jetzt erst richtig verstanden - Du meinst die Hausinstallation? Tja, 5 Jahre alt jetzt, wäre mal Anlaß für ein Gespräch mit dem Strippenzieher. Denn durchgeknallte Sicherungen beim Durchheizen einer (220V-)Halogenlampe hatte ich hier nun auch schon zweimal (wobei der Stromkreis allerdings auch wirklich verhältnismäßig ausgereizt ist).

Dieses Nachziehen dürfte sich dann auch und besonders auf Etagenverteilungen beziehen, richtig?

Gruß, U.

Der kausale Zusammenhang wäre voreilig.

Eine abrauchende Birne kann durchaus manchmal einen Lichtbogen in der Lampe erzeugen, der ein vielfaches des Nennstromes zieht. Und bei

On Mon, 12 Nov 2007 00:20:51 +0100, Marcel Müller wrote in de.sci.electronics:

Kausalzusammenhang vielleicht im Graubereich, Konditional- und Temporalzusammenhang eindeutig. JFTR, es sind die durchaus nicht ganz so preiswerten 230(!)V -

50W-Kaltlicht-Spiegellampen (wobei das mit dem Kaltlicht auch nicht mehr so ganz hinhaut), um die es hier geht. Wie da das Finanzierungsmodell des Leuchtenherstellers aussieht, habe ich noch nicht ganz verstanden, denn das Folgegeschäft mit Ersatzleuchtmitteln dürfte deutlich profitabler als der Leuchtenhandel selbst sein.

Ganz anders bei diesen einschmelzbedrahteten 20- und 50W-Flutschis, wie sie auch in besagter Stehlampe stecken.

Gruß, U.

Ulrich G. Kliegis schrieb:

Hast du sonstwo solcherlei Schienen?

Andere Baustelle.

Und auf den HAK.

Gruß Dieter

On Mon, 12 Nov 2007 12:16:38 +0100, Dieter Wiedmann wrote in de.sci.electronics:

Danke :).

U.

Marcel Müller schrieb:

Hallo,

ein Vielfaches der Nennleistung der Birne wird kurzzeitig bei jedem einschalten der Birne aufgenommen. Der Unterschied zwischen Kaltwiderstand des Glühfadens und dem Widerstand bei Betriebstemperatur ist beträchtlich. Kann man ganz einfach mit einem Ohmmeter und durch Anwendung der Formel P = U^2/R bestimmen.

Bye

Uwe Hercksen schrieb:

Wie stark streuen eigentlich GLEICHE Birnen in den technischen Daten? Ich denke hier vor allem an Halogenbirnchen für 12V. Nicht fürs Fahrrad, sondern eher für Hausbeleuchtung oder Kfz.

Könnte mir vorstellen, daß die erstaunlich gut in der Serie übereinstimmen. Was andere Verwendungen ermöglichen würde...

- Henry

Hallo,

Henry Kiefer schrieb:

schalte sie in Reihe, dann weißt Du es. Aufgrund des NTC des Glühdrahtes verstärken sich Assymetrieen nämlich noch. Welcher Einsatzzweck wird denn avisiert?

Marcel

Marcel Müller schrieb:

Gute Idee! Anwendung wäre z.B. als hochtemperaturfester Temperatursensor, eventuell sogar als gleichzeitige Leuchte.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Henry Kiefer schrieb:

Hallo,

Thermoelemente aus Wolfram gibt es bereits. Zwischen dem was die Wolframwendel aushält und dem was der Glaskolben und die Fassung verträgt liegen noch Welten.

Welche Temperaturen meinst Du denn mit "hochtemperaturfest"?

Bye

Uwe Hercksen schrieb:

Naja, mehr als Backofentemperatur wird schon wegen dem Sockel/-anschlußtechnik nicht gehen.

Wer ist denn der Partner beim Wolfram-Thermoelement? Wolfram ist doch furchtbar zu verarbeiten.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Henry Kiefer schrieb:

Typ C: WRe5/WRe26

Gruß Dieter

Henry Kiefer schrieb:

Lampe alleine wäre eher RTD als Thermoelement... Als Thermoelement gibt es angeblich einen Typ C, W/Re(5%) - W/Re(26%). Ist aber sehr oxidationsanfällig und nur für Vakuumöfen sinnvoll.

mfg Rolf Bombach

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