Hochspannungskondensator im Eigenbau

Jan 12, 2007 63 Replies

"Marcus Woletz" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@pc2.local.host...

Schichkondensatoren haben Raender, viele Raender, an denen keine Isolation, sondern ein Luftspalt in der Dicke der Alufolie vorliegt. Die Alufolie muss also viel kleiner sein als die Glasplatte, so das sich diese Bauweise nicht lohnt. Beim strammen Wicklen aus Kunststoffolie zieht sich die Folie am Rand zusammen (siehe Styroflex), keine Luft, man braucht weniger Abstand. Klar, bei der Flasche ist alles fertig isoliert, man koennte auch eine ausgediente Fernsehroehre nehmen, die hat schon einen Anschluss, aber die Kapazitae wird bei beiden viel zu klein sein.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

"Marcus Woletz"

Nein, das ist ganz und gar nicht egal. Eine Teslaspule erzeugt recht heftige Magnetfelder [1]. Und in so einer Stärke kommt das gar nicht gut, weil in meiner Nachbarschaft Menschen mit Herzschrittmacher leben.

s.o.

Vorsicht, sicherheitsrelevante Funkdienste verstehen da wenig Spaß. Wenn wegen diesem Tesla-Teil eine Feuerwehralarmierung nach Brand oder schwerem Unfall nicht durchgeht und deswegen die Kräfte mehrere Minuten verspätet eintreffen, dann können die Folgen durchaus beachtlich sein. Und das ist kein Hirngespinst, schon weitaus kleinere Störer sind dazu in der Lage.

Ich würde so ein Teil definitiv nur fernab jeder Zivilisation betreiben...und vor allem niemals auch nur ansatzweise in der Nähe einer BOS-Funk-Relaisstelle.

Ralph.

Hallo Markus,

Markus schrieb: [...]

gut,

also ich wei=DF ja nicht, was Du f=FCr H=F6llenmaschinen baust. Das magnetische Feld, das in der Prim=E4rspule erzeugt wird, hat mit Sicherheit keinerlei Auswirkungen auf einen Herzschrittmacher, der mehr als ein bis zwei Meter von dieser Spule entfernt ist. Ich halte das f=FCr Unsinn, sich dar=FCber Gedanken zu machen.

ciao

Marcus

Hallo Ralph,

Ralph A. Schmid, DK5RAS schrieb:

wegen der paar KV? OK, ein Teslatrafo hat vermutlich ein breites St=F6rspektrum, vor allem in der Funkenstrecke. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass dadurch irgend welche Alarmsysteme lahmgelegt werden k=F6nnen. Wo muss sich dabei der St=F6rer aufhalten, um gleich einen kompletten Alarm zu vereiteln?

u

Gibt es auch echte F=E4lle, in denen durch St=F6rer solche Alarmierungen tats=E4chlich gest=F6rt wurden?

Es gibt eine Masse mindestens gleichwertiger St=F6rer. Schau Dich mal um, was in Fabrikhallen so los ist. Da ist so eine mikrige Teslaspule v=F6llig vernachl=E4ssigbar.

Also im Klartext: ich bin durchaus ein verantwortungsbewusster, vorsichtiger Mensch. Aber ich w=FCrde mir nie Gedanken machen, einen kleinen Teslatrafo wenige Minuten lang in der Woche in meinem Keller oder in der Garage zu betreiben.

Nachdem aber heute schon =F6ffentlich gefragt wird, ob man seinen Weihnachtsbaum aus dem Fenster werfen darf, oder ob das verboten ist (ist es nat=FCrlich nicht, man muss sich nur, welch Wunder,=20 vergewissern, dass niemand unter dem Fenster steht, wenn der Baum kommt ;-) wundert mich allerdings so langsam nichts mehr. Ach ja, passend dazu die Verbl=F6dungssendung "Darf man das?" Paragraphenreiterei scheint sich als Volkssport zu etablieren.

Ich war auch mal so bl=F6de: als Jugendlicher habe ich mir allen Ernstes Gedanken gemacht, welche Probleme ich beim Bau einer IR-Lichtschranke mit einem 5kHz-Takt bekommen k=F6nnte. Es gibt wohl Grenzen (waren es 5kHz oder 10kHz?), ab denen solche Signale st=F6rungstechnisch relevant werden. Aber man muss es ja nicht =FCbertreiben. Oder das theoretische (ehemalige?) Verbot, mit dem Nachbarsjungen mit der Taschenlampe Lichtsignale auszutauschen. ts ts ts...

ciao

Marcus

Und je nach Grösse eine recht beachtliche Sendeleistung....

Je näher am Empfänger, desto kritischer. Passiert das in der Nähe einer Relaisfunkstelle oder gar einer Leitstelle, die die Nachricht dank der Störung nicht mehr empfängt, kann auch eine grössere Zahl vom Empfängern betroffen sein. Ebenfalls sehr kritisch dürften Störungen im Bereich der Einflugschneisen von Flughäfen sein (Stichwort Funknavigation).

Immer wieder gern genannt wird ein Fall einer Katastrophenschutzübung in Österreich, die dank Powerline-Modems massiv gestört wurde. Und die Dinger haben eine um Zehnpotenzen geringere Sendeleistung als dein Teslatrafo...

Da gibt es gesetzliche Auflagen, deren Einhaltung auch messtechnisch konktrolliert wird. Die verbleibenden Störungen sind zudem dauerhaft, so daß die Betroffenen genug Zeit für Gegenmassnahmen haben.

Wenn Du dich da mal nicht täuscht.

Hergen

Hallo Hergen,

Hergen Lehmann schrieb:

hast Du irgend welche Zahlen vorliegen?

[...]

l vom

Definiere bitte "N=E4he" und "Bereich".

Ihr seid also echt der Meinung, man k=F6nne einen kleinen Tesla-Trafo nicht ohne massive Bedenken einfach mal f=FCr ein paar Minuten betreiben?=

Hmmm, wie gesagt, ich habe mich (bisher) eigentlich immer f=FCr vorsichtig und verantwortungsbewusst gehalten. Aber anscheinend kann ich da mit Euch nicht mithalten...

[...]

ich habe keine Zahlen, war nur mein Bauchgef=FChl.

ciao

Marcus

"Marcus Woletz"

Im Schaltmoment der Teslaspule stellt die Teslaspule durchaus Sender weit oberhalb von 100 kW dar.

Da Teslaspulen durchweg Indiviualkonstruktionen sind, sind irgend- welche pauschalen Zahlen sinnfrei.

Geh' ins nächste EMV-Labor, und lass dein Spielzeug durchmessen. Eine qualitative Überschlagsmessung der Störabstrahlungen dauert nur wenige Minuten und dürfte damit bezahlbar bleiben. Evtl. kann auch schon ein gut ausgerüsteter Funkamateur dabei helfen, irgend einen Schätzwert zwischen "das Ding legt kilometerweit alles lahm" und "bei wenigen Minuten wirds keiner merken" zu bekommen.

"Wir" sind der Meinung, daß man Geräte mit einem derartigen Gefahrenpotenzial nicht aus einem "Bauchgefühl" heraus betreiben sollte. Abgesehen von der akuten Lebensgefahr für dich und die Menschen in deinem Umfeld durch die Hochpannung solltest du auch für die Störung des Funkverkehrs eine (messtechnische) Abschätzung haben, was und wie stark du störst.

Hergen

Nahe am Relais, das reicht vollauf.

Ja, immer wieder mal, in meiner Praxis als Funktechniker (6 Jahre lang) gab es sowas sicher alle viertel Jahr mal, technische Defekte, Störungen durch Überreichweiten und durch schwingende TV-Antennenverstärker, dazu unklare Störfälle, die nie aufzuklären waren.

Das reicht i.d.R. nicht so weit wie eine gänzlich ungeschirmte Installation wie eine Teslaspule.

eine gewisse staatliche Fernmeldehoheit ist unabdingbar, sonst würde jeder machen, was er will. Die StVO wird ja auch akzeptiert und i.d.R. beachtet.

Natürlich nicht, aber eine HF-Schleuder wie ein Tesla-Trafo ist schon nicht ohne. Es reicht ja shcon zu, wenn das ganze Haus keinen TV-und Radioempfang mehr hat.

Dazu kommt, Du störst damit auch z.B. den Piepser deas Nachbarn, der gerade Notarzt-Bereitschaft hat, und das sogar ziemlich zuverlässig. Das sind einfach alles Dinge, die manchmal (selten) ungeahnte Folgen haben können, und ich mag das ja nur aufzeigen, daß jeder auch eine kleine Ahnung hat, was er (wenn es auch unwahrscheinlich ist) damit anrichten kann.

Ich bin ja an sich auch kein, äähm, Kind der Traurigkeit, aber ich versuche eben, den BOS-Funk mit meinem Krimskrams _nicht_ zu stören, da ich auch die andere Seite der Medaille kenne. Das Zeug ist eben hinreichend wichtig, daß es schon besonderen Schutzes bedarf.

In sci.electronics.design hat gerade jemand einen pointer auf eine interessante Website gegeben, die die geneigten Leser dieses Treads sicher interessieren dürfte:

formatting link

Das Destruct-O-Tron scheint mir besonders gelungen.

Von dort gibt es weitere Links zum Schrumpfen von Geldstücken, Tesla-Generatoren und Lichtenberg-Bilder

http://205.243.100.155/

Gruß, Gerhard

Wow, genial!

Vielleicht waere ein "Bierkondensator" das Mittel der Wahl. Guck mal hier:

Ziemlich weit unten...

Die Seite ist auch sonst ein Quell der Freude :-)

Ralph

Unsere Baustelle: http://www.burenreege3.de

Hallo Hergen,

Hergen Lehmann schrieb:

[...]
g

zum Thema Lebensgefahr: wer Teslatrafos bastelt, sollte wissen, was er tut. Ganz nebenbei geht von der _Sekund=E4rspule_ keine elektrisch= e Gefahr aus, da das System im Bereich im 100kHz-Bereich schwingt und deshalb die Str=F6me nur relativ gefahrlos au=DFerhalb des K=F6rpers verlaufen.

Ich denke auch, bei einem Betrieb im (stahlbetonierten) Keller sollte sich die St=F6rausstrahlung in Grenzen halten.

In wieweit ich damit die Personen in meinem Umfeld (z.B. Nachbarn?) gef=E4hrden sollte, entzieht sich meiner Kenntnis.

ciao

Marcus

Die Kondensatorbastelideen des OP liessen allerdings nicht gerade auf viel Sachverstand schliessen...

"Keine" würde ich nicht sagen (auch Verbrennungen können bedrohlich werden), auch wenn die Primärseite zweifellos die gefährlichere ist.

Schwer abzuschätzen, wenn man nicht weiss, wie hoch die Oberwellen reichen, und mit welcher Leistung man da überhaupt sendet. Vollständig HF-dicht ist ein solcher Keller jedenfalls nicht.

Es war z.B. von einer Garage und einem stillgelegten Bauernhof die Rede, und da könnte durchaus plötzlich jemand hereinplatzen, der nicht instruiert ist. Und auch in den Keller könnten sich in deiner Abwesenheit Familienmit- glieder verirren, die nicht unbedingt damit rechnen, daß sich z.B. in einem Hochspannungskondensator noch eine gefährliche Restladung befinden könnte. All das sind Dinge, die sehr sorgfältig bedacht sein wollen.

Hergen

Hallo,

Du willst es mal wieder mit Gewalt so schlecht wie möglich machen.

Bye

Axel Schwenke schrieb:

Hallo Axel, wieviel kV braucht man denn da so, damit die Pl=E4tzchen gut durchgebacken sind? Gruss Harald PS: Da hier in der NG oft =FCber die Vorteile von B=FCchern diskutiert wird, wie w=E4rs denn damit? Ein Telefonbuch, alle f=FCnf Seiten eine Alufolie einlegen, und das ganze kommkt dann in ein =F6lgef=FClltes Aquarium.

Hallo,

offenbar bekommst Du auch ein brauchbares Literaturzitat nicht zustande...

Bye

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