Grundausstattung in der ElektronikFAQ

May 04, 2010 378 Replies

*g*, brauche ich nicht, dass Du Deine Usenet-Aktivitäten, Barbecue, Familie, Gemeinde und diesen Job geregelt bekommst, ist sowieso schon anbetungswürdig. ;o)

Ja, mit der Spezialisierung hapert es bei mir ein bisschen, das ist wohl der Knackpunkt. Um den Hintergrund meiner Frage zu erwähnen - ich habe heute mal wieder ein typisches Jobangebot über das Arbeitsamt bekommen und war mittelschwer irritiert:

" Voraussetzungen die Sie mitbringen sollten:

- Computer-Grundkenntnisse Internet, Email, Drucken

- Puenktlichkeit und Genauigkeit

- telefonische erreichbarkeit

- Volljaehrig [...] Der Verdienst betraegt 1150 Euro pro monat netto. "

Ich sehe mich schon im Zustand römischer Dekadenz einen Word-Kurs machen, um die Qualifikation für so einen Job nachweisen zu können - die Deutsche Fachkräftemangel wird mir so langsam zum stetigen Quell der Erheiterung. :o)

Na ja, so langsam solle ich die Sache aber mal Ernst nehmen, mich versteht gerade mal wieder niemand. ;o)

Das hätte ich nicht gedacht, weil ja doch recht regelmäßig irgendwelche Einsteiger aufschlagen.

Ach so, ich dachte immer, das wäre irgend etwas Seltsames, was nur andere machen, wie Golf spielen, Twitter und so...

Genau so ein Zeugs eben. Kein Wunder, dass nichts funktioniert, wenn Jobs über Networking gehandelt werden. Für die Änderung einer Telefonnummer habe ich gerade drei Anrufe, eine E-Mail und einen Schneckenbrief mit Unterschrift gebraucht, was zwei Monate gedauert hat. Gerechnet hatte ich mit einem Anruf, fünf Tagen und fehlerfreier Ausführung... :o(

Wer versteht schon HF? Da lernt man doch bloß nach Jahrzehnten, was funktioniert und was nicht funktioniert. ;o)

Na ja, man muss diese Fehler alle mal gemacht haben, das mit der Erfahrung dauert halt etwas. Ich glaube, Typen wie wir, werden da mit der Zeit schon etwas arrogant. ;o)

Am 04.05.2010 21:07, schrieb Andreas Fecht:

Gib mir mal eine Idee, was junge Leit sind. Bin ich denn mit 28 schon derart altes Eisen?

Bei mir auf der Arbeit ist es eher schwierig, die älteren Semester vom Wert des Usenets zu überzeugen. "Da hab ich mal reingeschaut, nur Idioten. Haben meine Frage nicht richtig beantwortet, und dann über was ganz anderes diskutiert".

Gruß, Felix

Warum habe nur ich hier nicht recht? :o/

und falls der Prof die entsprechenden Erfahrungen hat. Aber okay, inzwischen steht das ja sogar in den Datenblätter, wie gesagt, ist mir aufgefallen.

Also dass Otto Normal-User das jemals konnte wäre mir wirklich neu. Ich erzähle den Leuten schon länger, dass ich mich mit so etwas nicht auskenne, weil ich doch nur C++ programmiere. Und inzwischen habe ich die perfekte Ausrede "WAS für ein Betriebssystem? Nee, kann ich nicht, ich benutze Linux!". Hey, das klappt! :o)

[...]

Der Fachkraeftemangel ist IMHO ein Maerchen. Ich hatte letzte Woche einen Headhunter gefragt warum fuer eine richtige Guru-Stelle ein Ingenieurgehalt von 35k-40k Britische Pfund angegeben sei. Er meinte das ist wegen der hohen Arbeitslosigkeit, da koennen die Firmen wenig zahlen. Wenn es bei Euch einen Mangel gaebe dann staenden jetzt haufenweise Englaender auf der Matte.

?

Um die muessen wir uns kuemmern, die muessen ja irgendwann unsere Jobs weitermachen.

Och, Networking geht schon ganz gut. So findet man oft die besten Fachkraefte. Z.B. braucht ein Kunde moeglicherweise einen IC Designer. Der fand sich in s.e.design.

Man muss sich einfach Gedanken machen, was wo passiert, und warum. Die Bereitschaft dazu wird irgendwie geringer, die Leute wollen Kochrezepte. Damit werden sie es auch in 20 Jahren noch nicht verstehen.

Arrogant nicht, ich versuche immer die Sache zu erklaeren. Wenn ein Kunde den Module Spec bekommt dann steht darin auch einiges an Hintergrund. Z.B. wie die Schaltungssegmente funktionieren, warum da hinten ein SEPIC Converter sitzt und kein Flyback, und so weiter.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Maenner haben nicht immer recht :-)

(sagt meine Frau)

Deshalb bin ich der Meinung man sollte unsereins mal dort lehren lassen. Aber nein, das geht nur mit entsprechenden Papieren :-(

Verstehe ich nicht so ganz. Nach dem Arbeitsamtsbrief vermute ich mal dass Du Arbeit suchst. Die absackende Technikkenntnis der Bevoelkerung ist dabei auch eine Chance. Hier gibt es haufenweise Leute die haben sich einen ausgemusterten Krankenwagen besorgt, huebsch bemalt, WLAN Richtantenne auf dem Dach, sieht imposant aus. Drinnen eine kleine PC-Schrauberei, Loetkolben, was man so braucht. M.W. nehmen die im "Einsatz" inzwischen um die $60/Stunde. Der Laden BestBuy hat sogar eine komplette eigene Truppe mit schwarz-weissen VW Kaefern (Geek Squad). Aber das nutzt nur wenn man Windows kennt. Der typische Anruf: "Mein Email geht nicht mehr!"

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Meine Arbeitsliste zum Thema Opamp-Auswahl ist hier einsehbar:

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Einige Stellen tragen die Handschrift dieser Newsgroup :-) Im Zweifelsfall ist Wert auf Preis und Beschaffbarkeit gelegt. Also Reichelt, Bürklin und RS in dieser Reihenfolge. Aber wenn es nicht anders geht, nehme ich auch Einzelstücke von Farnell.

Bei Bedarf kann ich davon sicher eine ascii-Kopie ziehen... Irgendwelche formalen Kopierrechtanbsprüche erhebe ich jedenfalls nicht.

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Kai-Martin Knaak Öffentlicher PGP-Schlüssel: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

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Oooh, da fehlt aber der VW-Kaefer, LM324 :-)

In der Testosteronklasse dann der THS4021, den fand ich besonders fuer eine Laseranwendung brauchbar weil bis +/-15V:

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"kai-martin knaak" schrieb im Newsbeitrag news:hrqbpv$b0a$ snipped-for-privacy@gwaiyur.mb-net.net...

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Schön, aber suche mal "Wiederstand" auf eurer Site.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Gegen die technischen Daten ist für den Elektronik-Start nix zu sagen. Den Luxus sehe ich eher im Preis. Ein Faktor 10 macht im Vergleich zum TL084 sich da schon im Budget bemerkbar.

Gerade bei Opamps würde ich für den Anfang auf preiswert setzen. Bei den ersten Schritten entdeckt man typischerweise einige Wege, wie man sie zur Abgabe von Rauchzeichen bringen kann. Verpolter Anschluss, umgedreht in den Sockel gesteckt, geschaltete Spulen ohne Freilaufdiode ... Da ist es gut, wenn man sich ohne großes Loch im Budget ein paar Duzend in die Schublade legen kann. Außerdem sind es im Zweifelsfall die teuersten Bauteile in der Schaltungen. Da lohnt sich Sparsamkeit am meisten.

Außerdem sprengen Projekte, wie ein kleines Mischpult mit n n-poligen aktiven Filtern nicht gleich die Bank.

Als Anfänger hatte ich gar kein Bedürfnis nach so kleinen Spannungen. Da war erstmal nur +5V für Logik und +/-12V für Opamps angesagt. Dass sich aktiven Bauteile bei zu geringen Spannungen sich nicht mehr vernünftig verhalten, finde ich nicht besonders überraschend.

Sicher? Wenn der Cent dreimal umgedreht wird, weil alles mal 1e5 in der Bilanz auftaucht, würde ich mir einbilden, dass gerade auf solche Billig- Komponenten geschielt wird. Schon bei den Hunderter-Serien die bei meinem alten Job gebaut wurden, hat mein Chef schief geschaut, wenn in der Stückliste n-mal 2 EUR pro Board stand, statt n-mal 0.2 EUR. Joerg mag mich korrigieren.

Eben wegen dem JFET im Eingang halte ich die TL08xx Serie für besonders anfängertauglich. Damit erfüllen sie sich beinahe perfekt die Regel Nummer zwei eines idealen Opams: "In die Eingänge fließt kein Strom" Der JFET vermeidet Frust bei großen Integrationskonstanten und bei der Verstärkung von Photodiodensignalen.

Wenn ein Opamp dagegen nicht mit um die Null symmetrischen Signalen zu Recht kommt, scheint mir das dagegen als Anfänger-Fußangel. Eine der häufigsten gutmütigen Grundschaltungen ist der invertierende Verstärker. Das beschert einem beinahe automatisch negative Signale.

Aber am Ende ist das Bild davon, was einfach und was kompliziert ist, wohl von den jeweiligen persönlichen Erfahrungen und Hintergrund abhängig. Unterschiede in der Bewertung sind da kein Wunder ;^)

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Kai-Martin Knaak Öffentlicher PGP-Schlüssel: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

Mit anderen Worten, man kann LM324 ganz normal an an +/-15 V betreiben Dann habe ich das Datenblatt von National grob missverstanden. Da ist durchgängig nur von positiven Spannungen und GND die Rede. Aber beim nochmal nachdenken hast Du Recht, man kann ja die untere Versorgungsspannung nennen, wie man will --> Asche über mein Haupt. Ich nehme in diesem Zusammenhang alles zurück und behaupte das Gegenteil.

Dafür kann man bei ihm wegen dem JFET im Eingang den Biasstrom getrost vergessen.

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Kai-Martin Knaak Öffentlicher PGP-Schlüssel: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

[...]

Hier koennte man den jungen Spunden allerdings einen Geheimtip mit auf den Weg geben: Benutzung von CMOS Logik-Inverten am unteren Ende des Versorgungsbereichs und als linearer Verstaerker.

Volle Zustimmung. Deshalb ist es auch gut dass Du NE592 und Co mit in der Liste hast. Die Leute sollen sich dran gewoehnen, dass man mal Sachen aus dem Consumerbereich zweckentfremden kann.

Der LM324 muss unbedingt in die Liste, den muessen die Leute im Job spaeter kennen. Viel billiger geht es kaum noch, ausser man nimmt asiatische Opamps.

Da oefter mal fette Lasten wie z.B. irgendwelche Aktuatoren getrieben werden muessen sollte auch mindestens ein fetter NF-Chip mit rein, mit Kuehlfahne zum Anschrauben. Ok, gilt vielleicht nicht mehr als reinrassiger Opamp, aber billig, macht bis weit ueber den Audiobereich ordentlich Power und muesste bei Euch beschaffbar sein:

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Nur muss man den Leuten dabei die Warnung geben, dass Chips der T-Serien schonmal sang- und klanglos vom Markt verduften.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Edzard Egberts schrieb:

Joerg schrieb:

Der einzige Überlebende der Katastrophe des Space Shuttle Enterprise halt.

Am Tue, 04 May 2010 21:54:37 +0200 schrieb Guido Grohmann:

So lange wir es nicht merken ist es erträglich.

Lutz

Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de Neu: Ethernetbox jetzt auch im 19 Zoll Gehäuse mit 12 Ports für Sensoren

Auf der ersten Seite unter "Features" ist es zumindest mal erwähnt: ;-)

Wide power supply range: Single supply 3V to 32V or dual supplies ±1.5V to ±16V

Markus

Am 04.05.2010 19:03, schrieb Joerg:

Da kann man selbst bei "echten" Komparatoren auf die Nase fallen (LM319).

Markus

Das ist schon so. Email ist doch das

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oder auch
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Emailprogramm? Häh? Noch nie gesehen, brauch ich net.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

In meinen Jugendtagen war der LM324 der Brot-und-Butter-OpAmp für jegliche Audiozwecke (man möge mir verzeihen). Da hab ich den sogar häufiger mit 2 9V-Blöcken betrieben.

Selige Kindheitserinnerungen. ;-)

Gruß Henning

Ich habe letztens einen einwandfrei funktionierenden LiIo-Akkulader genauer angesehen, Ladespannung, Ladestrom, alles tiptop. Herz des Konstrukts ist ein LM324 :-)

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

...

So ist das...

...

Sämtliche Unix-Experten, die ich kenne, beherrschen Windows weitaus besser als die sogenannten Windows-Experten[0]. Man will nur nicht genötigt sein, Windows-Support machen zu müssen.

Das ist so, als wenn man den Hauselektriker seiner Majestät in eine Messie-Bude zum Sicherungswechseln schicken würde. Können würde der das, Wollen eher nicht ;-)

Falk [0]Reboot, Reinstall, "ich klicke nicht auf Schmuddelseiten, ich bin sicher"

Ich habe vor einiger Zeit einen NiCd-Lader f=C3=BCr eine billige Elektroluftpumpe aufgemacht. Die Ladeschaltung dadrin ist irgendwo zwischen gruselbar und f=C3=BCrchterhaft (im Prinzip Abschaltung bei =C3=9Cberschreitung einer Ladeendspannung, und per Knopf w=C3=A4hlbare Vo= rentladung bis zu einer Entladeschlussspannung). Als einziges IC war da ein

4-fach-Opamp drin, bei dem nur zwei davon wirklich genutzt wurden, und zwar als Komparatoren. Das IC war abgeschliffen! Ich wette trotzdem, dass es sich um einen LM324 handelte :)

Gru=C3=9F, Michael Karcher

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