Wenn das Kabel nicht als Freileitung laeuft, mache ich das meist so: VCC | - ^ 10k | 100 Zum Sensor _ o _ Port Pin o------------------o-|_|-o-o-o|_|-o-------o o | - ^ BAV99 oder aehnlich | GND (created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05 Links ist Deine Telefonleitung. 10k…
ich habe einen Regenmesser mit Wippe am Gartenhaus montiert. Aktuell erfolgt die Abfrage des an der Wippe angebauten Reedkontakts in der Nähe mit einem Arduino.
Ich möchte das nun mit einem eh vorhandenen Banana Pi im Haus machen. Zwischen dem Gartenhaus und dem Haus gibt es eine unbenutzte Telefonleitung von ca 25 Metern Länge.
Der Banana Pi hat einen GPIO-Eingang mit eingebautem Pull-Up-Widerstand. Was kann mir denn da passieren, wenn ich diesen Pin einfach über die Telefonleitung und den Reedkontakt nach Masse ziehe?
Wird das funktionieren oder brauche ich irgend eine Art an Signalaufbereitung? Ist vielleicht gar eine galvanische Trennung (Optokoppler) angezeigt? Wenn ja, kann ich dann wenigstens die Spannungsversorgung für die "lange" Seite der Verbindung aus dem Banana Pi ziehen?
Grüße Marc
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Hallo, vermutlich mehr Leute, die sich mit den technischen Details unterhalb der...
J
Joerg Fischer
Nicht viel, solange der Blitz nicht einschlägt. :-> Ich habe seit Jahren eine Temperaturüberwachung des Gartenteiches mit einem Raspberry Pi, DS1820 und der üblichen Applikationsschaltung direkt auf den GPIO, bei der damals "als Provisorium" das Telefonkabel völlig ungeschützt quer durch den Garten gelegt, an kritischen Stellen in etwas Rohr, zwei Mal mit löten und Schrumpfschlauch verlängert.
Fazit: Provisorien halten ewig.
Überspannungssicher ist das dann auch nicht, aber wo sollen bei Deinem Fall Überspannungen herkommen?
Tschau, Jörg
M
Marcel Mueller
Am 10.02.20 um 07:54 schrieb Marc Haber:
Theoretisch nichts, wenn die Isolation der Leitung und des Relais gegenüber Erde zu jedem Zeitpunkt gewährleistet ist und die mit ihr aufgespannte Leiterschleife feldfrei ist.
Letzteres ist bei verdrilltem Telefondraht ganz gut gewährleistet, solange man beim Anschließen des Relais keine ausschweifenden Drahtschleifen verlegt.
Aber ersteres ist manchmal so eine Sache. Draußen passiert viel, wenn der Tag lang ist. Da gibt es Kondenswasser, da gibt es Kleintiere, die sich an der Isolierung zu schaffen machen, und was weiß ich noch.
Das wäre übertrieben.
Normalerweise würde man eher versuchen die Leitung zu schützen, also z.B. in einem geerdeten Rohr verlegen, gegenüber dem die Leitung keine Verbindung hat. Das Rohr wird an beiden Enden gut zugestopft und die Kabel zum Relais komplett unzugänglich verschlossen.
Wenn deine Leitung nämlich von der Verästlung eines Blitzes erwischt wird, dann hast du ein Problem, mit oder ohne Optokoppler. Wenn das Kabel unterirdisch liegt, ist das auch ein gewisser Schutz. Und wie schon gesagt, den Draußen-Faktor würde ich auch nicht unterschätzen.
Da würdest Du Dich im Kreis drehen.
Ich würde schon wenigstens einen RC-Tiefpass verwenden. Also Widerstände an /beide/ Leitungen, die so bemessen sind, dass der Port noch weit genug runter kommt. Zwischen Port und Masse legst Du noch einen ordentlichen Kondensator. Auf Geschwindigkeit kommt es hier ja sicher nicht an.
Es könnte ferner taktisch klug sein, den Pullup nur ab und an mal kurz zum messen zu aktivieren und die Sache ansonsten Spannungsfrei zu halten. Das reduziert vor allem Korrosion durch elektrochemische Prozesse. Das ist aber dann ja eine reine Softwaresache.
Marcel
M
Martin Jangowski
Am 10.02.20 um 07:54 schrieb Marc Haber:
Hab was ähnliches (Arduino mit 18B20 und Feuchtemesser DHT22). Das ganze an einer laaaangen Vierdraht-Leitung (so ein flaches Telefonkabel, davon hab ich größere Rollen). Ausser einem Stützelko über der 5V an der Sensorplatine keinen weiteren Schutz (zwei Adern +5 und Masse, je eine Datenleitung für den 18B20 und den DHT22). Allerdings hab ich eigene Pullup-R am Eingang, die so niederohmig sind, wie es die Specs der Bausteine zulassen. Das verbessert nachweislich die Störsicherheit. Der
18B20 natürlich mit 5V gespeist, die parasitäre Betriebsart ist (in der üblichen Arduino-Primitvversion) bei mir nicht betriebsicher.
Das ganze läuft seit Jahren ohne Probleme (ausser, ich muss es gestehen, wenn ich auf 80m mit der PA funke). Das ganze ist auf einer Platine offen in einem Stück DN50 Rohr (vertikal) unter Dach montiert. Was kaputtgeht (so alle 2 Jahre) ist der 18B20. Irgendwann muxt der nicht mehr. Spinnen und ähnliches Viehzeug sind auch so ein Problem, da hatte ich schon ein leitfähiges Nest und Schleim auf der Platine.
Martin
F
Fritz
Schnelle Dioden als Schutzbeschaltung oder ‘Transient-voltage-suppression diodes‘ helfen.
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S
Stefan Wiens
Die Leitungskapazität führt zu Einschaltspitzenstömen. Die sollten im Interesse der Lebensdauer unbedingt begrenzt werden, etwa durch einen Widerstand (z.B. 100 Ohm) in Reihe zum Reedkontakt (auf dessen Ende der Leitung natürlich!). Man muss selbstverständlich auf Einhalten der Signalpegel der Empfängerschaltung achtgeben.
R
Rupert Haselbeck
Stefan Wiens schrieb:
Warum ist das nicht egal? Warum soll der Widerstand gerade an der Seite des Reedkontakts sein? Der Strom ist doch an jedem Ort des Stromkreises derselbe?! Marc hat sicherlich "gutes" Telefonkabel verwendet, also vielleicht eines mit 0,8mm² Querschnitt, sternverseilt, (aber bei der kurzen Strecke kommts darauf m.E. nicht wirklich an). Das ergäbe dann bei 25 Metern Kabellänge einen Schleifenwiderstand von ca. 1,8 Ohm und eine Kabelkapazität von ca.
1nF, also hier völlig vernachlässigbar. Da würde ich dann ohne Gewissensbisse an der Banana Pi - Seite erstmal 100nF zwischen GPIO-Pin und Signalmasse setzen und einen PullUp-Widerstand von etwa 10 kOhm verwenden (notfalls, bei übertriebener Sparwut, kann man auch den internen Pullup aktivieren). Der Reedkontakt dürfte die Entladung des
100nF-Kondensators auch ohne zusätzlichen Widerstand dauerhaft erledigen können ohne dass man Kontaktabbrand befürchten müsste... Ob weitergehende Schutzmassnahmen erforderlich sind, wird Marc anhand der Umgebung beurteilen müssen
MfG Rupert
L
Ludger Averborg
Das wäre 1 mm Durchmesser. Hab ich noch nie erlebt. Die Standard-Telefonleitungen haben Sternvierer mit 0,6 mm Durchmesser (also 0,3 mm^2).
Unter "Telefonleitung" gibts 4x0,8 mm^2 sicher nicht.
l.
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Rainer Knaepper
mh+ snipped-for-privacy@zugschl.us (Marc Haber) am 10.02.20 um 07:54:
Ich glaube, ich hatte letztens eine 4-20mA(1) Stromschleife empfohlen.
Sag Bescheid, wenn du nach diversen anderen Experimenten, ausreichend langem instabilen Betrieb, Fehltriggerungen, Systemabstürzen oder dem ersten zerschossenen Pi schließlich dann doch bei der guten, alten Stromschleife gelandet bist.
Rainer
(1) Da du keine Normen einhalten mußt, kannst du auch 2-8 mA oder sonst was nehmen. Wenn Drahtbrucherkennung uwichtig ist, auch 0 - x mA.
S
Stefan Wiens
Schrieb ich doch: um den Entladestrom der Leitungskapazität zu begrenzen.
Es liegt aber ein verzweigter Stromkreis vor.
Deine Zahlen sind realistisch. Aber zum Kurzschlusstrom der Kabelkapazität schreibst du nichts. Er liegt aber selbst bei 5 V höchstwahrscheinlich über dem max. zulässigen Einschaltstrom.
Es gibt Datenblätter, z.B.
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,S. 41, oder später in einer Tabelle »Reed Relay -- Overload -- Very sensitive«. In konkreten Datenblättern erfährt man dann vom »Maximum switching current«, der also tunlichst nicht überschritten werden sollte, auch nicht für 50 ns.
Elektromigration ist das Problem.
J
Joerg
Wenn das Kabel nicht als Freileitung laeuft, mache ich das meist so:
VCC | - ^ 10k | 100 Zum Sensor ___ o ___ Port Pin o------------------o-|___|-o-o-o|___|-o-------o o | - ^ BAV99 oder aehnlich | GND (created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05
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)
Links ist Deine Telefonleitung. 10k, falls Dein Pull-up 100k ist, sonst entsprechend kleiner waehlen. Der 100ohm Widerstand dient dazu, dass die BAV99 den Loewenanteil einer Spitze abfaengt und nur ein kleiner Teil davon ueber die ESD-Dioden des Prozessor-IC laeuft.
Falls im Arduino (vermutlich ist da ein ATMega drin) kein Schmitt Eingang vorliegt, muesste man thoeretisch noch einen Schmitt-Buffer oder Inverter zwischensetzen, aber oft geht es auch ohne.
Zur Software: Bei 25m wird es einiges an Bouncing wegen Kabelreflexion geben. Man koennte die Telefonleitung mit ihrer Nennimpedanz per AC-Terminierung abschliessen, aber wenn man die Impedanz nicht kennt, kann das Gebastel werden. Ansonsten gutes De-Bouncing in der SW machen, z.B. durch Blanking, wo die Ausschwinger ignoriert werden.
R
Rupert Haselbeck
Ludger Averborg schrieb:
Nu ja. Es ist z.B. bei der Vogtländischen Kabelwerk GmbH gelistet:
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Und wenn man, nur so als Beispiel, nach "Sternvierer 4*2*0,8" sucht, wird man reichlich Fundstellen ernten, darunter auch Lieferquellen. Sogar im Baumarkt ist sowas zu haben. Und wäre z.B. meine TAL nicht zu großen Teilen in 0,8mm² realisiert, dann hätte ich hier kein VDSL100
MfG Rupert
R
Rupert Haselbeck
Stefan Wiens schrieb:
Auf der einen Seite ist ein Reedschalter mit einem Adernpaar der Telefonleitung verbunden. Am anderen Ende dieses Adernpaars haben wir den BananaPi. Eine Ader liegt an Ground, die andere Ader liegt an einem als Eingang geschalteten (also hochohmigen) GPIO-Pin und von dort über einen PullUp-Widerstand an der Versorgungsspannung von hier 3,3 Volt. Daneben liegt an diesem Ende der Leitung ein 100nF-Kerko. Damit tritt der höchste Strom dann auf, wenn der voll geladene Kondensator über den Leitungswiderstand und den geschlossenen Reedkontakt entladen wird. Wo habe ich denn da eine Verzweigung übersehen, die es erforderlich macht, den Strombegrenzungswiderstand auf der Seite des Reedkontaktes zu platzieren?
Wenn man von einer Betriebsspannung von maximal 3,3Volt und einem damit geladenen Kondensator ausgeht, dann beträgt der Strom im Einschaltmoment 3,3 Volt / 1,8 Ohm, also ca. 1,8 Ampere. Bei 5 Volt Betriebsspannung wärs halt entsprechend mehr. Das ist in der Tat eine ganze Menge, so dass es sicherlich nicht schaden wird, einen Strombegrenzungswiderstand zu spendieren...
Wirklich? Elektromigration an derart großen Strukturen wie Relaiskontakten?
MfG Rupert
J
Joerg
Den Kondensator sollte man dort nicht haben, das moegen Reed-Kontakte nicht.
Reed Kontakte sind meist ziemlich kleine Zuenglein.
S
Sebastian Wolf
Am 10.02.2020 um 23:30 schrieb Rupert Haselbeck:
Bei solchen Strippen wird aber nicht der Querschnitt, sondern der Leiterdurchmesser angegeben.
S
Sebastian Wolf
Am 11.02.2020 um 00:00 schrieb Rupert Haselbeck:
Aber sicher doch.
S
Stefan Wiens
Mir ging es um die Leitungskapazität, und wenn man sich die vereinfacht als konzentriertes Bauelement vorstellt, macht es schon einen Unterschied, ob der Begrenzungswiderstand auf der ladenden oder der entladenden Seite ist. Diesen (noch weniger empfehlenswerten)
100-nF-Kondensator hast du nachträglich eingeführt, nicht der OP.
Im Bereich des Kontaktprellens sind die Strukturen nicht mehr so groß.
Den Hinweis auf Datenblätter hast du leider entfernt, du hast aber hoffentlich gesehen, dass der »max. switching current« typischerweise kleiner ist als der zulässige Dauerstrom? Z.B. 0.1 A bei nicht unüblichen Baugrößen?
J
Joerg
[...]
Wir haetten da bei einer sehr langen nicht angepassten Leitung eventuell auch ein "Spratzeln" am Kontakt. Ich glaube in Deutsch koennte das Freilaufspannung heissen oder so. Kann man mit einer 5V Z-Diode ueber dem Reed-Kontakt abfangen.
Das soll ja sicher alles lange halten.
L
Ludger Averborg
Ich hab da nichts gefunden. Kannst du mir die Seite/das Kapitel nennen?
Richtig. Da geht es aber nicht um 0,8 mm^2 Querschnitt, wie geschrieben, sondern um 0,8 mm Durchmesser = 0,5 mm^2
Querschnitt 0,8 mm^2 finde ich eigentlich nirgends. Nur 0,5,
0,75, 1,0. 0,8 ist typisch für Leiterdurchmesser.
TAL ???
Mir biete die Telekotz hier -angebunden 2x 0,6 mm aus einem Sternvierer- VDSL250 an. Bis zum nächsten Outdoor Dslam sind es 200 m Kupfer. Ich hab 50 Mbit/s gekauft, das reicht mir völlig.
l.
H
Holger
Am 10.02.20 um 07:54 schrieb Marc Haber:
Du hast eine offene Spule mit einer Wicklung, in der sich Spannungen induzieren lassen. Wie hoch, hängt von den magnetischen Feldern ab, die sich dort bilden können, zum Beispiel bei Gewitter. Du könntest also schnelle Schaltdioden nehmen, die deinen Eingang schützen. Allerdings solltest du prüfen, ob sie ihre Schutzfunktion auch überleben.
Vielleicht schaust du mal nach Überspannungsschutz für Telefonleitungen im Netz nach. Dort werden dir fertige Lösungen präsentiert.
Wenn sie gut isolieren, ist das einen Versuch wert. Bei Gewitter kann es um hohe Spannungen gehen.
Die würde ich getrennt machen.
HTH, Holger
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