Die haben natürlich gerade die wenigste Ahnung......
Sadam Hussein ja nicht, der war wohl eher Atheist und gleichzeitig wichtiger Verbündeter der USA gegen den islamistischen Iran und das kommunistische Afghanistan, das als islamistisches Ahfghanistan wieder Erzfeind wurde (nach der Befreiung von den atheistischen Russen). Pikanterweise hat man ihn durch seine Landsleute umbringen lassen, (Hände, Unschuld, Pilatus) als seine Verbrechen gegen das eigene Volk nicht mehr ins Konzept passten. (Mit 9/11 hatte er ja nichts zu tun)
Ahmadinedschad mag ja gläubig sein, ebenso wie 'Abdul-'Aziz Al Saud, der aber wieder ein wichtiger Verbündeter ist, obwohl er ein noch radikaler Moslem ist als der Ahmadinedschad, weil der Saudi zwar vergewaltigte Frauen auspeitschen läßt aber sein Öl in Dollar handelt, während der Iraner sein Öl auch gerne in Euro handeln würde, was den Dollar schwächen würde, weshalb er Schurke ist.
Das mit den Atomwaffen, die Iran (noch) nicht hat, dafür Pakistan (96% Muslime), ein "zuverlässiger" Verbündeter im "Kampf gegen den Terror", ist zwar blöd, aber die Iraner haben halt gelernt, daß man die Dinger braucht, um vor der "Befreiung" durch die USA einigermaßen sicher zu sein. Während der Pakistani gelernt hat, daß man prima Freund der USA sein kann, wenn man Regimegegner inhaftiert, foltert und umbringt, wie weiland in Südamerika als der 11. September (1973) noch eine andere Bedeutung hatte.
George Bush ist in diesem dreckigen Spiel trotz regelmäßiger Kirchgänge eigentlich nur eine minderwichtige Marionette. Er spielt halt den dummen Bösewicht. Leider verdienen die Firmen seiner Berater zuviel im "Kampf gegen den Terror", als daß das vom Herrn gewiß in Massen geworfene Hirn von jemandem von Bedeutung aufgesammelt würde.
Falk
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C
Christoph Müller
Lutz Schulze schrieb:
Sollte mit einem Grundeinkommen eigentlich recht nah beisammen liegen.
Insbesondere dann, wenn sie auch noch mit fehlendem Vorstellungsvermögen daher kommt.
Servus Christoph Müller
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C
Christoph Müller
Aus welchem Grund sollte das so sein? Kann man diese Gründe denn nicht abstellen? Wieso hat's früher funktioniert und heute nicht mehr? Oder stimmt das gar nicht?
Umlage- oder anlagefinanziert?
Mir wär's lieber, wenn der christliche Grundgedanke der Nächstenliebe zum Tragen käme.
Steht da auch was, dass andere fallen lassen soll?
Doch. Mit einem bedingungslosen Grundgehalt.
Wieso?
Kommunismus würde bedeuten, dass Alles allen gehört. Dem ist aber mit einem bedinungslosen GRUNDeinkommen überhaupt nicht so. Wo also soll der befürchtete Kommunismus denn nun sein?
Wieso sollte ein Grundeinkommen dazu führen, dass von niemandem etwas verlangt wird? Ein Grundeinkommen ist, wie der Name schon sagt, Minimalniveau. Was bringt dich auf dem Gedanken, dass man AUF BREITER FRONT darauf beharren will? Wer besser leben will als auf Minimalniveau, der wird nach meiner Auffassung höchstwahrscheinlich was dafür tun. Wieso bist du da ganz anderer Meinung?
Nochmal: Was bringt dich auf die Idee, dass man mit einem GRUNDeinkommen plötzlich nur noch mit Faulpelzen zu tun hätte? Wären dann mit einem Schlag alle mit Minimalniveau zufrieden? Sorry, das kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
Genau deshalb finde ich deine Argumente ja auch so merkwürdig.
Und? Sind Neiddebatten WIRKLICH erwünscht und bringen sie WIRKLICH was voran? Ich vermute eher das Gegenteil. Deshalb muss man auch was gegen diese unsäglichen Neiddebatten unternehmen. Also nicht jedem Einzelnen vorrechnen, was er nun darf und was nicht. Das ist Gängelung pur. Von Freiheit keine Spur. Sind nicht die Amis immer so stolz auf ihre Freiheit? Oder gilt die nur für die Habenden?
Da sollte dir aber was einfallen.
Wieso wird dann diese Weisheit mit Füßen getreten? Wo bitteschön soll denn die regelmäßige Arbeit her kommen, wenn sie zunehmend von Automaten erledigt wird und die Arbeitgeber nicht mehr wissen, was sie mit den Leuten anfangen sollen?
Wenn plötzlich viel mehr Leute drauf aufpassen, dass nicht mehr so viel schwarz gearbeitet wird? Mit weniger Schwarzarbeit kriegt man schließlich mehr, ohne was dafür tun zu müssen.
Das klingt so, als würdest du all die Beamten für höchst effiziente und superfleißige Menschen halten. Schließlich werden sie ja in erster Linie mit Steuergeldern bedient.
Weil sie es dann können!
Servus Christoph Müller
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G
Gerrit Heitsch
Kann man... Es muss wieder 1 Job ausreichen eine Familie zu ernaehren. Solange das nicht der Fall ist sehe ich schwarz.
Umlage, auch in USA.
Gerrit
C
Christoph Müller
Hallo Erik,
Sehe ich in der Tat so.
Eben das, was wir Gott nennen und mit Sicherheit nicht so leicht verstehen werden. Manche probieren's trotzdem und fallen damit i.d.R. auch gehörig auf die Nase.
Längst nicht für alle.
Auf wenig aussichtsreicher Ebene ist die Wahrscheinlich ziemlich groß, enttäuscht zu werden.
Vielleicht auch eine der vielen Erscheinungsformen von Gott.
Welche Eltern setzen ihren Kindern KEINE Grenzen? Wenn sie auf die heiße Ofenplatte greifen wollen - nur zu! Hauptsache, es werden keine Grenzen gesetzt?
Haben die Eltern, wenn das Kind auf die heiße Ofenplatte greifen will, wirklich Angst davor, dass das Kind mächtiger werden könnte als man selbst ist? Oder geht's da nicht doch um vollkommen andere Mechanismen?
Nach meinem Empfinden der ganz rationale Verstand.
Überleg' doch mal.
:-)
Servus Christoph Müller
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J
Joerg
Nun, da waeren: Beide arbeiten, weil der Zweit-Benz ja ach so wichtig ist. Denn die Nachbarn haben einen Zweit-BMW und das kann man so nicht sitzen lassen. Dann 250 Fernsehprogramme anstelle 2-3. Kids haben Fernseher in ihren Zimmern. Videospiele. Dauernd wird am Handy gequasselt. Und so weiter.
Kann man eher als Anlage betrachten, aber nicht zu 100%. Teils ist es eine Versicherung (Arbeitsunfaehigkeit) und das ist Umlage.
Ich lasse hier oft alles fallen, wenn jemand verschuldet oder unverschuldet in Not geraet. Wenn aber jemand dauernd aus Faulheit in finanzielle Not geraet, hoert das irgendwann auf.
Es steht dort, dass man anderen nicht aus Faulheit zur Last fallen soll.
Was dann hemmungslos missbraucht wird. "Working the system" wie hier manche das nennen.
Weil viele Menschen keine Skrupel haben, anderen oder einem System auf der Tasche zu liegen.
Versuch der Gleichmacherei. Hat noch nirgends funktioniert.
Die Erfahrung damals aus NL. Vielen "Lebenskuenstlern" reicht ein solches Grundgehalt und dann luemmeln sie sich auf der Couch. Oder eben bei uns in der Eisdiele. Wozu sollen sie arbeiten? Das haben mir Leute dirket so ins Gesicht gesagt. An dem Tag fiel mein Entschluss, dort nicht zu bleiben.
Siehe oben.
Ich habe es live gesehen. Das Geld reichte fuer den Hasch Fix oder was die da sonst reingesogen haben und die (jungen!) Leute waren's zufrieden. Viele hatten einfach die Ausbildung mittendrin hingeschmissen. Wer das einige Jahre so belaesst, fuer den ist der Karrierezug abgefahren.
Wie gesagt, ich habe auch in anderen Laendern gelebt.
Die gilt fuer all :-)
Noe. Als Manager hatte ich mir Leute gesucht, die Perspektiven hatten und keine Randale machten.
Ein jeder muss sich weiterentwickeln. Sich auf den Standpunkt zu stellen, dass ein einmal erlernter Beruf ein Leben lang haelt, das gibt's wohl hoechstens bei Gewerkschaften. Heizer auf E-Lok und so. Im richtigen Leben muss man sich weiterentwickeln. Gehoert dazu. Ich kann ja auch nicht wehklagen, dass es keine Roehrengeraete mehr zum entwickeln gibt.
Ah, also wie frueher in der DDR? Stasi wirbt massenhaft Spitzel in der Bevoelkerung? Nein danke.
Haeh? Ich glaube, das hast Du missverstanden. Ich glaube an Kapitalismus mit moeglichst wenig Beamten. Nur wenn auch eine anstaendige Rendite in Aussicht steht, geht man ein Risiko ein. Also muss man diesen potenziellen Gewinn soweit wie moeglich beim Risikotraeger belassen. Das ist der Hauptgrund, warum hier im Silicon Valley so viel los ist.
Du unterschaetzt die Bequemlichkeit der Menschheit.
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
J
Joerg
Tut es auch. Meine Frau arbeitet, aber 100% karitativ, ohne Fahrkostenerstattung oder sonst was. Trotzdem gibt's morgen abend Standing Rib Roast.
Aber wir haben keinen nagelneuen Benz in der Garage, sondern zwei ueber
10 Jahre alte Autos in sehr gut gepflegtem Zustand. Auch keinen zwei Meter breiten Plasma-TV oder so. Das Haus ist 35 Jahre alt, auch gut gepflegt, aber eben kein nagelneuer Palazzo Protzi wie so viele andere hier.
Gruesse, Joerg
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C
Christoph Müller
Rolf_Bombach schrieb:
Schon mal was von der Brown'schen Molekularbewegung gehört? In einem Kubikmillimeter Luft verdrücken sich die Luftmoleküle alle paar Sekunden mal bevorzugt in die eine oder andere Ecke, obwohl sie lt. Gasgesetz eigentlich vollkommen gleichmäßig verteilt sein müssten. Auf besagten Bleistift übertragen ist es also nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit, wann der Bleistift ohne jeden äußeren Anlass plötzlich mit Überschallgeschwindigkeit irgendwohin fliegt. Energie genug hat er ja dafür als Wärme gespeichert. Statistiker werden wohl auch ausrechnen können, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass so etwas passiert. Aber sie ist ungleich Null. Somit kann es also sehr wohl passieren, dass der Bleistift eben NICHT runterfällt, sondern sich nach irgendwohin sonst verzieht. Selbst wenn die Statistiker berechnen, dass das vielleicht 5 Milliarden Jahren nur einmal im Universum passieren wird.
Servus Christoph Müller
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C
Christoph Müller
Lutz Schulze schrieb:
Wer's zu spät gemerkt hat, kam dann im Krieg entweder um oder wurde danach verurteilt.
Servus Christoph Müller
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C
Christoph Müller
Lutz Schulze schrieb:
Warum denn nicht? Gewinne sind das, wovon man lebt. Du meinst wahrscheinlich UNMÄßIGE Gewinne. Diese zerstören oft ganze Berufsgruppen. Nach dem Krieg waren es die Architekten, jetzt sind es die Ärzte und die nächsten scheinen die Manager zu sein, die platt gemacht werden sollen.
Servus Christoph Müller
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R
Ralph A. Schmid, dk5ras
Ich meine damit ganz allgemein dieses irrationale Vorgehen gegen Dinge wie Funkmasten, den Wunderheilerglauben, das Ablehnen der Schulmedizin...
Ralph.
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R
Ralph A. Schmid, dk5ras
Ich befürchte, daß irgendwelche Priester, Schamanen oder sonstige Religionsfürsten mit seltsamen Ansichten wieder massiver beginnen, sich in Weltliches einzumischen. So wie die Taliban und andere Fundamentalisten.
Ralph.
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R
Rainer Buchty
In article , robert writes: |> In DE aber haben sie - die "Kapital-Lobby" - seit 1997 die |> Vermögensteuer abgeschafft
Was korrekt ist. Besitzsteuern sind ungerecht.
|> Und Immobilien waren noch nie angemessen besteuert
Immobilien habe ich mit meinem versteuerten Einkommen versteuert. Ich habe auf den Erwerb Grunderwerbsteuer gezahlt. Bereits die Grundsteuer empfinde ich als grundsätzlich ungerecht, da sie eine reine Besitzsteuer ist.
Warum nochmal sollte ich für den Besitz abermals zur Kasse gebeten werden, wo ich schon den Erwerb mehrfach besteuert bekommen habe?
|> "Relatively recently, US property tax rates increased well above |> similar rates in other countries, and exceeded 5% in some US |> states, thus becoming the main dwelling expense after construction." |>
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Wobei Du hier natürlich unterschlägst, daß die Property Tax gegen die Einkommensteuer anrechenbar ist und somit in den USA ein gewisses Gegenelement ist für jene, die keine Einkommensteuer durch Arbeit bestreiten (vergleichsweise hoch), sondern ihr Dasein durch reine Kapitalerträge (sehr niedrige Besteuerung) bestreiten.
Dazu kommt, daß die Höhe der Property Tax sich direkt danach bemißt, über welche Annehmlichkeiten (Müllabfuhr, Schule, Schwimmbad...) der Bezirk verfügt.
|> Die Merkelsteuererhöhung 19% (und gleichzeitig noch Reduzierung |> der Unternehmenssteuern und Erbsteuern) ist die assozialste |> Steuerform, da das unten, die Familien und den |> Wirtschaftskreislauf insgesamt am meisten belastet
Eigentlich nicht. Mehrwertsteuer ist streng genommen die gerechteste überhaupt, weil sie *alle* zahlen. Keiner kann sich rausmogeln, egal wie vermögend er ist.
Auch die Erbschaftsteuer ist streng genommen ungerecht, denn es handelt sich hier um Kapital, das bereits versteuert ist. Man könnte bestenfalls argumentieren. daß es für den, der das Erbe antritt, ein Zusatzeinkommen ist und demgemäß zu versteuern ist.
Diese Sichtweise kann ich zwar nachvollziehen, halte es aber hinsichtlich der abermaligen Besteuerung bereits versteuerten Einkommens für grundsätzlich ungerecht. Zumindest, was die Kinder als Erben anbelangt, denn die haben die Eltern seinerzeit mal gekostet bzw. für eine erhöhte MWSt-Abfuhr gesorgt.
*Umverteilung*, wie von Dir angesprochen, ist hingegen ein ganz schlechtes Argument. Wenn es danach geht, lege ich die Hände in den Schoß und lasse mich von denen durchfüttern, die so doof sind, trotzdem zu arbeiten, obwohl sie letztendlich davon nichts haben außer einem Fleißkärtchen.
Wenn ich weiß, daß ich aufgrund von Steuermechanismen von meiner Mehrarbeit nichts oder fast nichts mehr habe, dann erbringe ich sie auch nicht. Meinen Lebensunterhalt bestreite ich nämlich nicht von der Befriedigung, etwas tolles vollbracht zu haben, sondern von meinem Einkommen...
Rainer
R
Rudi Fischer
"Christoph Müller" schrieb:
me2
Erneut Scheiterhaufen. Beginnend mit Palaeontologen.
Rudi Fischer
...and may good music always be with you.
F
Falk Willberg
Rainer Buchty schrieb: ...
Diese Denkweise ist das Problem.
Mein Einkommen sorgt dafür, daß ich nicht verhungere. Meine Selbstachtung verbietet mir, mich ohne Not von anderen durchfüttern zu lassen.
Nach dem Lebensunterhalt sind Erfolgserlebnisse und vergleichbares genauso wichtig, wie der sogenannte "Luxus", wenn nicht wichtiger. Jedenfalls für mich.
Ich könnte nicht sagen, wieviel Geld vom Kunden die gleiche Befriedigung auslösen würde, wie eine email von ihm mit den Worten "Thank you, great job!".
Besinnliches Fest, Falk
J
Joerg
Sehe ich auch so.
Richtig.
Das kann fast keiner. Dividenden und Zinsen werden mit dem normalen Satz besteuert. Ebenfalls Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.
Oder wie stark die Lehrergewerkschaft drueckt. Hier gibt es Mello-Roos Steuern (School Bonds), die teils empfindlich hoch sind. Ich habe der Maklerin gleich am Anfang gesagt, dass sie in so einer Gegend gar nicht erst fuer uns suchen soll. Sie war ziemlich erstaunt, dass wir das als Einwanderer rausgefunden haben, als Internet noch in den Kinderschuhen steckte. Viele erkundigen sich nicht und fallen aus allen Wolken, wenn da eine Latte Extrawuerste auf der Grundsteuerrechnung ist. Ist auch ohne bereits eine halbe DIN-A4 Seite voll.
Tja, und genau daran ist hier ein grosses Western-Restaurant (Sam's Town) kaputtgegangen. Vattern gestorben, Todessteuer nicht bezahlbar, rumms, aus. Dutzende von Arbeitsplaetzen sind mit kaputtgegangen. Einigen Leuten sind fast die Traenen gekommen, weil sie da vor Jahrzehnten schon als Kind waren.
Absolutamente! Neben den jungen Faulenzern habe ich in NL auch Leute kennengelernt, die sih mit 40-5- berenten liessen, weil sie sich "ueberstresst" fuehlten. Na bravo.
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
J
Joerg
Oder wenn aus heiterem Himmel eine Flasche Pommery mit Dankeskaertchen auf dem Tisch steht.
Ebenfalls!
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
K
Kai-Martin Knaak
On Mon, 24 Dec 2007 22:18:01 +0000, Rainer Buchty wrote:
Diese Meinung auf breiter Front in handfeste Politik umgesetzt, bewirkt mittel- und langfristig eine Spreizung der Einkommensverhältnisse. Wenn es keine prinzipiellen Bremsen für die Ansammlung von Reichtum gibt, ergeben sich für manche die Gelegenheit von wohlhabend zu reich und superreich aufzusteigen. Im Gegenzug gibt es ganze Gesellschaftsschichten, die einen immer kleineren Anteil am gesamten Vermögen der Volkswirtschaft haben. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem diese Spreizung nicht mehr als gerecht empfunden wird. In einem demokratisch regierten Land kommt es dann zu einem Politikwechsel. Anderen Systemen droht der Umsturz.
Die USA haben so einen Zyklus bereits mehr als einmal hinter sich. In der Zeit der Industrialisierung mit Eisenbahn, Dampfmaschine und elektrischem Strom entsprachen die gesellschaftlichen Randbedingungen in etwa dem wirtschaftsliberalen Ideal -- Keine Steuer auf Besitz, wenig Regeln zur gerechten Bezahlung von Angestellten. Zusammen mit der Möglichkeit Vermögen unbegrenzt zu vererben entstand eine Schicht von reichen Familien, denen ein Großteil der Wirtschaftsgüter gehörten. Einige Namen wie Rockefeller, Ford, oder Vanderbilt sind heute noch bekannt. Diese waren nur die oberste Spitze zu einer Gruppe von Besitzenden, die ihren Reichtum auch offen zur Schau stellten. Vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise, die Millionen in die Armut stürzte wurde dies als obzön und ungerecht empfunden. Und so wurden im Rahmen des New Deal unter der Regierung Roosevelt die Rahmenbedingungen mit voller Absicht so umgeordnet, dass kleine Leute zu Ungunsten von Kapital-Akkumulation bevorzugt wurden. In den folgenden Jahrzehnten ergab sich daraus eine breitere Verteilung des Eigentums an Gütern. Der Anteil des Gesamtvermögens, der Eigentum des reichsten Prozents der Bevölkerung war, sank. In den Achzigern gab es dann in der Zeit der Reagan-Regierung einen Schwenk wieder hin zu wirtschaftsliberalen Randbedingungen. Die Folgen kann man jetzt allmählich besichtigen. Dabei sind die Vermögen der Herren Gates und Balmer, oder der Familie Walton zwar beeindruckend. Volkswirtschaftlich bedeutender ist das versammelte Eigentum ihrer Milliadärs-Kollegen. Deren Anteil am Gesamtvermögen steigt seit den Achzigern wieder an.
Das Ganze sind nicht nur abstrakte Durchschnittszahlen, sondern hat ganz konkrete Folgen. So wandelten sich zum Beispiel die Besitzverhältnisse und die Nutzung der Häuser auf Long Island, New York im Laufe der Zeit sytematisch. Erbaut wurden sie zum größten Teil als prunkvolle Stadtvillen zu Beginn des 20ten Jahrhunderts. In den Siebzigern wurden viele von Institutionen vom Konsulat bis zur Musikschule genutzt. In neuere Zeit gibt es wieder einen Trend die Villen als Einfamilienhäuser entsprechend zahlungskräftiger Kundschaft zu nutzen.
Nach diesem Argumentationsmuster wäre die Mehrwertsteuer ebenso verwerflich, denn das Geld für meine Brötchen habe ich bereits mit meiner Lohnsteuer versteuert. So simpel ist es also nicht.
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Kai-Martin Knaak
http://lilalaser.de/blog
C
Christoph Müller
Wenn man Kinder hat? Ich fürchte, da können nur die mitreden, die selber welche haben. Zu ihnen pflegt man nämlich im Normalfall unheimlich starke Bindungen zu entwickel, die Außenstehende kaum nachvollziehen können. Eher wird Haus und Hof verscherbelt, bevor es den Kindern schlecht geht. NORMALERWEISE!
Meine Frage war, wie es sein kann, dass sich heutzutage die Eltern oft nicht um ihre Kids kümmern. Da muss ja irgendeine menschliche Grundfunktion irgendwie außer Kraft gesetzt worden sein. WAS kann die Ursache dafür sein, dass sogar die überlebenswichtigsten GRUNDINSTINKTE kaputt gehen? Hat man diese Ursache erkannt, muss sie natürlich abgestellt werden.
Ich merke schon - du hast selber keine Kinder.
Gib den Eltern mehr Zeit und Mittel. NORMALERWEISE werden sie dann auch mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Wenn nicht, läuft etwas nicht normal. Was, das ist nach Möglichkeit zu ermitteln und ggf. abzustellen.
Umlagefinanziert heißt, dass die Jungen die Alten bezahlen. So funktioniert hier die gesetzliche Rente. Fehlen die Jungen, zahlen die natürlich auch nichts ein und es kann keine so hohe Rente mehr ausbezahlt werden. Dieses System bricht aufgrund des Geburtendefizits und gleichzeit lang anhaltenden hohen Arbeitslosigkeit allmählich zusammen.
Anlagefinanziert heißt, dass das Geld in Wertpapiere angelegt wird und sich so im Laufe des Lebens genug Geld für das Alter ansammelt - das bevorzugte System in Amerika, so viel ich weiß. Hier funktioniert die private Vorsorge ganz ähnlich.
Klar. Weil du als Einzelner damit schnell überfordert sein wirst. Kaum aber eine ganze Gesellschaft, weil es von dieser Sorte Menschen nicht viele gibt. Bei der Gelegenheit: Van Gogh war meines Wissens ein solcher "Faulpelz", der Zeit seines ganzen Lebens nur ein einziges Bild verkauft hat. Rate mal, was heute eines wert ist und welche Werte er damit für die Gesellschaft geschffen hat?
Was "Faulheit" ist und was nicht, ist halt nicht immer gleich erkennbar.
Die Begründung für diese Sicht der Dinge bist du mir noch immer schuldig. Das, was du bisher genannt hast, kann ich nicht mit einem bedingungslosen Grundeinkommen in Zusammenhang bringen. Das waren übrigens Beispiele, die es OHNE diese Grundeinkommen offensichtich auch schon gab.
Klar. Ist jetzt auch nicht anders. Machen sogar Vorstände, die sich auf diese Weise Millionen in die eigenen Taschen stecken und dafür sogar noch gefeiert werden. Ein solcher Typ richtet damit leicht den gleichen Schaden an wie tausend Tippelbrüder, die dafür allerdings gesellschaftlich ausgestoßen werden. Was den Vorstandstypen betrifft: Der kriegt sogar noch extra Geld dafür, wenn der tausend Leute auf die Straße setzt und ihnen damit die Existenz raubt. So viel Schaden kann ein Tippelbruder gar nicht anrichten.
Um das Ganze richtig zu stellen: Wenn Vorstände ihre Sache gut machen, wird ihnen kaum jemand neidisch um ihre hohen Bezüge sein.
Weil richtig und falsch gerade auf diesem Gebiet sehr nah beieinander liegen, halte ich es durchaus für sinnvoll, einen Teil ihrer Steuern ganz einfach ohne primäre Gegenleistung unter das Volk zu bringen. Der Einfachheit halber sollte das Ganze auf ALLE Steuern bezogen werden.
Wer wird denn mit einem bedingungslosem Grundeinkommen gleich gemacht? Wird irgendwer dadurch irgendwie daran gehindert, ein Geschäft aufzumachen und eigene Gewinne zusätzlich zu erwirtschaften? Sollten damit irgendwelche Freiheiten eingeschränkt werden? Wenn ja, dann wahrscheinlich nur über die Steuerlast. Dann wäre aber ja jeder Staat, der Steuern erhebt, Kommunismus.
WIE vielen "Lebenskünstlern" reicht daas? Wenn ich mich so umschaue - sehr viele können das nicht sein. Ich fürchte dass du einer nicht ganz zulässigen Verallgemeinerung zum Opfer gefallen bist.
Bei wie vielen von wie vielen hast du das live gesehen? Da muss man ziemlich vorsichtig sein, weil man selbst nur zu ca. 10 Personen gute Kontakte pflegen kann. Diese 10 Personen sind aber sicher nicht repräsentativ für ein ganzes Land. Das wäre schon ein extremer Zufall.
Hast du ihnen erstrebenswerte Alternativen zu ihrem Leben gezeigt?
Einfach so? Ohne irgendeinen Grund? Das glaube wer will. Ich nicht. Religionen gibt es u.a. deshalb, um solche Gründe möglichst erst gar nicht entstehen zu lassen. Und wenn sie dann doch entstanden sind, diese wieder zu eliminieren.
Welche Freiheit hat man denn als Nichtshabender noch? Die Freiheit, einfach mal mit Freunden ins Blaue zu fahren? Womit denn? Die Freiheit, sich zu bilden? Womit denn? Die Freiheit, sich was Gutes zum Essen zu kaufen? Womit denn? Armut IST UNFREIHEIT!
Guter Kampfsport nutzt die Kräfte des Gegners für die eigenen Zwecke. Das macht auch viele Manager erfolgreich.
Klar. Nur wohin und womit? Beispiel Panama. Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt in bitterer Armut. Das Land selbst ist durch den Kanal allerdings reich. Die Einnahmen aus dem Kanal landen in nur wenigen Händen. Die Bauern können mangels Geld nicht investieren. Aber so sollen sich weiterentwickeln. Wie sollen sie das denn machen? In so großer Zahl? Ähnliche Probleme haben ziemlich viele Länder. Sie wären mit größter Wahrscheinlichkeit sehr viel geringer wenn der Reichtum im Land etwas gleichmäßiger aufgeteilt wäre, was noch lange nichts mit Kommunismus zu tun hat. Man könnte es auch als Vorsorgemaßnahme (ähnlich wie das Militär) gegen Revolten und Bürgerkrieg sehen.
Sofern man dazu überhaupt die Möglichkeit hat. Da verschätzen sich die Habenden auffallend oft und stark. Da werden z.B. Kurse für irgendwas angeboten, die dann nicht angenommen werden können, weil die Kinder ja noch zu versorgen sind. Doch Letzteres nimmt man gar nicht mehr zu Kenntnis. Da heißt's dann nur "wir haben ja was angeboten. Doch das Angebot wurde (von den Deppen) ja gar nicht angenommen." Anders ausgedrückt: Das Thema ist viel zu komplex als dass es mit punktuellen Maßnahmen in den Griff zu bekommen wäre. Es werden viele punktuelle Maßnahmen angeboten. Es werden Berechtigungen geprüft und überwacht, wobei am Ende der Verwaltungsapparat nicht selten viel teurer ist als das eigentliche Angebot. Spätestens dann frage ich mich, wieso man das Geld nicht einfach so auszahlen soll. Das würde mehr Nutzen und sehr viel weniger böses Blut bringen.
Kaum. Da wäre keine Systematik und kein aufgeblasener Beamtenapparat dahinter. Jedenfalls nicht mehr als heute. Warum auch?
Aber selten eines, das einem die Existenz kosten könnte.
Was hat das mit dem bedingungslosen Grundeinkommen zu tun? Oder willst du damit sagen, dass die Gewinne aus risikobehafteten Handlungen NICHT besteuert werden sollen?
Gibt es da keine Steuern auf Gewinne aus risikobehafteten Dingen?
Dann muss ich vielleicht noch ergänzen: Weil's Spaß macht.
Oder laufen bei euch in Silicon Valley alle Erfolgreichen nur mit Leichenbittermine durch die Gegend? Das würde mich extrem wundern. Denn Erfolg hat ja auch jede Menge mit Lebensfreude zu tun.
Servus Christoph Müller
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Rainer Buchty
In article , Kai-Martin Knaak writes: |> |> Diese Meinung auf breiter Front in handfeste Politik umgesetzt, bewirkt |> mittel- und langfristig eine Spreizung der Einkommensverhältnisse. Wenn |> es keine prinzipiellen Bremsen für die Ansammlung von Reichtum gibt, |> ergeben sich für manche die Gelegenheit von wohlhabend zu reich und |> superreich aufzusteigen.
Ich sehe nur nicht, daß Besitzsteuern hier etwas daran ändern.
(1) Das so den "Wohlhabenderen" (in heutigen Zeiten heißt das ja bereits, daß man schuldenfrei ist und ggf. sogar eine Eigentumswohnung zur Selbstnutzung vorhält) entzogene Geld kommt ja nicht den "Armen" zugute, sondern wird anderweitig verpraßt, denn
(2) der Staat, und zwar egal welcher, hat in der Vergangenheit hinreichend bewiesen, daß er nicht mit Geld umgehen kann und nur ein Ziel kennt: mehr auszugeben.
Im Zweifelsfall wandert es dann eben in die Taschen irgendwelcher Amigos; der real existierende Sozialismus kannte schließlich auch jene, die gleicher waren als andere...
|> Im Gegenzug gibt es ganze Gesellschaftsschichten, die einen immer |> kleineren Anteil am gesamten Vermögen der Volkswirtschaft haben. |> Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem diese Spreizung nicht |> mehr als gerecht empfunden wird. In einem demokratisch regierten Land |> kommt es dann zu einem Politikwechsel. Anderen Systemen droht der Umsturz.
Das Problem ist doch nicht das Auseinanderklaffen als solches, sondern wie es zustandekommt.
Wenn ein Bill Gates es schafft, sich aus der Upper Middleclass zum einem der reichsten Männer der Welt emporzuschwingen, weil er den richtigen Riecher zur richtigen Zeit hatte und es, im Gegensatz zu anderen, etablierteren Mitspielern der Zeit auch nicht an entsprechendem Verkaufsgeschick mangeln ließ, dann gönne ich ihm den Erfolg.
Wenn ein Ruprecht Esser für das Verschrotten von Mannesmann auch noch eine Abfindung von mehreren 10 Millionen einstreicht, dann stimmt hier was nicht. Dito für Jahresboni irgendwelcher Börsen- und Firmenmanager, die für eine recht zweifelhafte Arbeitsleistung Entgelte erhalten, die unsereins in 10 Leben nicht erwirtschaften kann.
|> Nach diesem Argumentationsmuster wäre die Mehrwertsteuer ebenso |> verwerflich, denn das Geld für meine Brötchen habe ich bereits mit meiner |> Lohnsteuer versteuert. So simpel ist es also nicht.
Natürlich ist die MWSt ebenfalls verwerflich. Aber wenn es um eine "gerechte" Besteuerung geht, die alle gleich trifft, dann ist die MWSt das Mittel der Wahl.
Von progressiven Modellen halte ich nämlich genauso wenig wie von Besitzsteuern.
Wenn Du vermeiden möchtest, daß sich Geldwert über alle Maßen anhäuft, dann wäre der *Verfall* eine sinnvolle Steuerungsmethode. So hat jeder noch den Verdienstanreiz -- wenn jedoch das Geld über Gebühr gehortet und nicht wieder in den Kreislauf eingespeist wird, dann verfällt sein Wert.
In einem solchen Modell verdient man nurmehr über Investition und Arbeits- leistung, nicht jedoch über das Akkumulieren großer Geldmengen, die dann durch den schieren Zins sich multiplizieren und somit der Inflation (oder der Volksarmut durch Entzug von liquiden Mitteln) Vorschub leisten.
Rainer
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