Einsteig in Microcontroller und Programmierung

Apr 07, 2009 445 Replies

Nein, das muß nicht so sein. Bei SwiftForth gibt es da meines Wissens nach keinen Unterschied: wenn du ein neues Wort im interaktiven Modus eintippst, dann wird es auf dem PC compiliert und zum Target transferiert, genauso, als würdest du ein komplettes Projekt compilieren. Kann mich aber auch irren, aber technisch wäre das kein Problem. Ein wenig komplizierter wird es, wenn man über mehrere Wörter per Inlining usw. optimieren will, da der Compiler ja nicht weiß, ob jetzt noch neue Wortdefinitionen kommen oder ob der Anwender das Wort oder andere Wörter ausprobieren möchte.

Meist ist aber das Vorgehen sowieso folgendermaßen (zumindest ich habe so gearbeitet) : Man testet interaktiv ein paar Wörter, die man ggf. auch interaktiv definiert. Wenn was gut läuft, wird es in eine Textdatei übertragen, die per needs andere includieren kann, wenn es umfangreicher wird. Zwischendurch mal wird das aktuelle Projekt komplett neu compiliert und daran anschließend wieder interaktiv getestet und weiterentwickelt.

Der Vorteil der Forth-Interaktion gegenüber einem C-Debugger ist, daß man das Programm schrittweise aufbauen kann und insbesondere in einem einmal erreichten Systemzustand interaktiv testen kann. Wenn du bei (herkömmlichen) C Debuggern mal ein Breakpoint an der falschen Stelle gesetzt hast, oder an einer Stelle eine bestimmte Funktion aufrufen möchtest, dann steht man auf dem Schlauch und muß das System von vorne starten (im Falle des Funktionsaufrufs mit vorherigem Compilieren) und irgendwie zu diesem Punkt wieder hinkommen, was zeitaufwendig sein kann. Hat man das einmal ausprobiert, dann vermisst man diese direkte Interaktion sehr. Daher habe ich auch bei einem anderen Projekt einen interaktiven JavaScript-Interpreter mit Kommandozeile in ein C++ Programm integriert :-)

Frank Buss, fb@frank-buss.de http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Rainer Buchty schrieb:

Moment, ich habe *nicht* gesagt, dass ich serifenlose Schriften in gedruckten Dokumenten besser finde. Ich habe gesagt, dass Times eine suboptimale Wahl für einspaltigen DIN-A4-Satz mit Words Seitenrändern ist. Es gibt deutlich besser geeignete Serifenschriften.

Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.com.ar/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Nun ja, Nischengrueppchen gibt es in diesem weiten Land an jeder Ecke. So aehnlich wie hier einer von Millionen Leuten seine ganze Huette wie Raumschiff Enterprise eingerichtet hat, inklusive der taeglichen Kleidung der Familie. Aber das letzte Mal, dass ich echte Programmierarbeit in Forth sah war vor ueber 25 Jahren an der Uni.

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An den seriellen Schnittstellen meiner Controller laufen aber Sachen fuer die Anwendung. Ja ich weiss, irgendwie mit Pfusch koennte man immer was hinbiegen. Aber das ist Murks von Gestern. Heute stecke ich da nur mein kleines Kabel an die Schnittstelle die sowieso fuers Brennen gebraucht wird und sehe sofort alles.

Olaf

Forthanwender sind mittlerweile eine sehr ueberschaubare Gruppe. Du kannst also z.B kaum jemanden um Rat Fragen. Ich vermute auch ein Buch ueber Forth wird es nur noch auf dem Flohmarkt oder bei Ebay geben, es gibt aber viele neue C-Buecher. Egal ob man sie mag oder nicht, ich fand Forth auch mal ganz nett, sie ist einfach Tod.

Olaf

Dann hast du ein Projekt nicht genau angeschaut, daß du auch sehr gut kennst :-) Ich habe da die gesamte Inbetriebnahme, automatische Selbsttest usw. in Forth programmiert (mit Ficl über den Umweg eines Interpreters in C) und damit auch die Hardware interaktiv getestet und die etwas verworrenen Register eines AD-Wandlers schnell ausprobieren können. Lief recht gut und konnte man zügig mit entwickeln.

Musste es aber später in eine C-DLL übersetzen, da es dem Auftraggeber nicht gefiel, auf einem WindowsCE-System Programme in einer Nicht-Windows-Sprache zu verwenden, die er nicht selber leicht erweitern und von VB aus ansprechen kann. Hat sich aber im Endeffekt gelohnt, da ich die Forth-Implementierung sehr leicht in C umschreiben konnte und für den C-Teil dann kaum noch was zu debuggen oder zu entwickeln war. Hätte alleine mit C entwickelt wohl länger gedauert.

Frank Buss, fb@frank-buss.de http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Falk Willberg schrieb:

Es handelte sich um Megabytes an Quellcodes von einem grossen Fahrzeug Hersteller. Unter Windows konzernweit entwickelt und compiliert. Diese Code wurde mit einem Tool, das nur auf Linux läuft überprüft. Dabei fallen manchmal Codeänderungen an. Was denkst du wieviel Freude du dann so einem Kunden machst wenn du die letzte stabile Version auscheckst und hinterher die Files mit geändertem CR/LF wieder einspielst.

Oh, peinlich. Allerdings gucke ich bei Kunden-Designs nur dort hin, wo ich wirklich was drueber wissen muss. Need-to-know Basis, wie man hier sagt. Sitzt irgendwie noch von den ganz sensitiven Sachen im Blut, da wo man schief angeguckt wird wenn man zuviel fragt ;-)

Das ist es, was ich beim Word/LaTex-Thema ausdruecken wollte, aber kaum jemand scheint es wahrhaben zu wollen. Am Ende machen Leute wie Du und ich immer eines: Den Kundenwunsch erfuellen.

VB ist auch so eine Geschichte, die bei vielen verpoent ist. Aber irgendwie sieht man es wie auch VBA in Firmen an jeder Ecke.

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Hans-Georg Lehnard schrieb: ...

OMG! Wenn sich einer so ins Knie schießt, soll er nicht über Schmerzen(sgeld) jammern. Damit meine ich nicht Dich.

unix2dos

Falk

Mein Lancom verschickt selbständig Mails für eingehende Anrufe, ohne, daß dafür ein Windows-Server nötig wäre ;-)

cu Michael

Das ist dann aber nicht bunt ...

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Korrekt, daher baut man ein LAN so auf, dass ein Ausfall nicht das ganze LAN abschiesst sondern nur Teile.

Das duerfte also zu der Zeit gewesen sein als 10Mbit Koax normal war. Inzwischen hat sich da einiges getan.

Gut, dann solltest du ein RAID1 dringend in Erwaegung ziehen.

Gerrit

In article , Falk Willberg writes: |> |> unix2dos

Das heißt jetzt recode ;)

Rainer

Tja, die Verbindung zu dem Gebaeudetrakt war jedenfalls weg. M.W. mussten da erstmal Schachtdeckel gehoben werden und so, groessere Aktion.

War es.

Doch Draht ist Draht. Ein Bekannter hatte so eine Panne mal mit CAT-5. WLAN konnten/durften sie dort aus irgendwelchen Gruenden nicht machen. Haette man natuerlich schnell auswechseln koennen, aber ein winzig kleines Problem dabei war, dass die Polizei dafuer den Verkehr auf der belebten Strasse haette anhalten muessen. Also erstmal Datentransport per pedes und nachts wurden dann die Steigeisen angelegt.

Zuendi haette natuerlich CAT-5 mit Gaffa Tape ueber den Asphalt geschlabbert :-)

Da ist die Welt geteilter Meinung:

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Nee, hier bleibt das alles schoen manuell. Da weiss man was man hat. Ich habe in meinen gut 20 Berufsjahren damit immer gut gelebt. Wird wohl auch die naechsten 20 reichen und danach hoffe ich das nicht mehr gross zu brauchen.

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Alles alte Opas die das in ihrer Jugend mal gemacht haben. Die enormen Postings in de.comp.lang.forth, besonders wenn man noch die abzieht wo es darum geht wo sich die 2-3User zum Stammtisch treffen, sprechen eher von Grabesruhe.

Olaf

Wobei ich Leute getroffen habe, die meinten, das ganze Usenet sei ein Relikt wo sich nur noch emeritierte Professoren mit langen weissen Rauschebaerten unterhalten.

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Tja, sowas macht man heute mit 2 Strecken ueber die Strasse, an 2 Punkten. Alles andere ist fuer ein Produktionsnetz fahrlaessig.

Geht nicht wegen Ausgleichsstroemen ueber die Schirmung. Zwischen Gebaeuden legt man Glasfaser.

Ein RAID1 ist kein Ersatz fuer ein Backup sondern nur eine Versicherung fuer den Ausfall einer HD, nicht mehr. Solange man das im Auge behaelt und Backups macht ist das kein Problem. Ich hab zuhause auch kein RAID, aber in meiner Workstation auf der Arbeit schon. Die muss laufen, ein Ausfall wegen defekter Platte ist nicht tolerierbar.

Gerrit

Das erzaehle mal dem Buerokraten, der das Permit ausstellt :-)

Ausserdem nutzt das nichts, wenn Giuseppe da mit seinem Sattelschlepper durchgekachelt ist und die Oberkante des darauf befindlichen Baggers eine Leitung nach der anderen abgerissen hat.

Aehm, CAT-5 hat Uebertrager ...

Aber auch ich wuerde da zumindest in so tropischen Gegenden Glasfaser legen, wegen Gewittersicherheit.

Wobei es leicht passieren kann, dass defekte Files automatisch dabei mit kopiert werden. Als hier eine HD hochging, deutete sich das an, ich habe sofort jegliches Kopieren unterlassen und erstmal auf der anderen weitergearbeitet. RAID hat keinen akustischen Sensor, der ein erhoehtes Rauschen der Lager mitbekommt. Ich habe zwei davon eingebaut :-)

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Da ist natuerlich auch was dran. Aber es gibt halt Orte wo wenig los ist und andere wo garnichts mehr passiert.

Aber immerhin, es scheint fuer Forth noch ein winzigkleines bisschen Hoffnung zu geben. Es gibt bei Amazon noch zwei Forth-Buecher. :-)

Olaf

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