Kuehlrippen und Temperatursensoren

Sep 20, 2024 Last reply: 1 year ago 137 Replies

Hallo,



an der Kühlrippe eines nicht mit voller Leistung laufenden Stücks Leistungselektrik der 10-kW-Größenordnung habe ich eben mit einem Infrarotthermometer 90 °C gemessen.



Das möchte ich gerne genauer beobachten.



Was denkt Ihr, wenn ich an eine der Kühlrippen mit einer Foldbackklammer einen DS18B20 festmache, mache ich die Kühlung damit gefährlich ineffizienter?



Genauer angucken würde ich mir die Einbausituation morgen früh wenn das Ding über Nacht abgekühlt ist.



Grüße Marc


Am 20.09.2024 um 15:31 schrieb Marc Haber:

Kann ich mir nicht vorstellen. Ich würde einen Hauch Wärmeleitpaste spendieren, denn der Übergang Fläche -> Zylinder ist eher suboptimal. Reinbohren kannst Du nicht?

Am 20.09.2024 um 15:34 schrieb Eric Bruecklmeier:

Ingrid meint: Oder meintest Du den nackten Sensor?

Am 20.09.24 um 15:31 schrieb Marc Haber:

Das ist aber nicht dein Ernst, oder?

Am 20.09.24 um 15:31 schrieb Marc Haber:

Kommt auf die Größe des Kühlkörpers an :-)

Da der Kühlkörper nicht gerade klein sein dürfte, würde ich mir keine Sorgen machen. Zumal gut konstruierte Hardware auch was aushält (das Ding wird wohl kaum wegen eines °C mehr die Grätsche machen). Bei Sachen von chinesischen Herstellern wäre ich allerdings vorsichtig.

Gruß

Gregor

Eigentlichj bist Du qualifizierter als ich, aber weil Du fragst:

10 kW ist sicher nicht klein. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein winziger Dallas an einer Stelle viel ändert.

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Am 20.09.24 um 16:18 schrieb Gregor Szaktilla: > Am 20.09.24 um 15:31 schrieb Marc Haber: >> ... >> Was denkt Ihr, wenn ich an eine der Kühlrippen mit einer >> Foldbackklammer einen DS18B20 festmache, mache ich die Kühlung damit >> gefährlich ineffizienter? >

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Ich kenne nun weder die Leistung, die da verheizt wird, noch die Wärmewiderstände, aber "aus dem Bauch" (und der Erfahrung) ;) heraus sage ich mal: Wenn die ganze Chose schon bei Teillast außen so kochheiß wird, ist innen was faul. Entweder:

- der Kühlkörper ist reichlich unterdimensioniert,

- zwischen BE und Kühlkörper sitzt "irgendwas", bloß kein Wärmeleitpad (Bei mir war das die Ursache, dass 3 "DSL-Easy-Boxen" fast auf den Tag genau nach 4 Jahren den Geist aufgaben. Wen wundert's:

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Vodafone hat mir die anstandslos ersetzt, ich musste nur das alte Gerät im Shop abgeben. Und bei denen stapelten sich die kaputten. Hab ihnen mal vorgerechnet, was sie bei wieviel (Mio?) Kunden einsparen könnten, wenn sie nur mal dem Hersteller auf die Hühneraugen treten würden: Das war doch offensichtlich geplante Obsoleszenz, diese viel zu kleinen Kühlkörper, und noch mit dicken beidseitigen Klebepads draufgepappt. Und das nächste Modell (904) hatte nicht mal mehr Lüftungsöffnungen im Gehäuse ...

Aussage des "technischen Direktors", bis zu dem ich mich durchtelefoniert hatte: "Och, das ist doch nicht nicht auffällig." Dann leckt mich doch fett!) ;)

- Oder irgendwas ist in deiner Schaltung faul.

Also "beobachte" mal schön weiter von außen bis zum Wärmetod irgendeines fetten Leistungshalbleiters, das stelle ich mir bei einem Gerät dieser Leistungsklasse schon echt prickelnd vor.

Übrigens: Zum Abkühlen braucht sowas keine Nacht lang. ;)

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Am 20.09.24 um 16:18 schrieb Gregor Szaktilla: > Am 20.09.24 um 15:31 schrieb Marc Haber: >> ... >> Was denkt Ihr, wenn ich an eine der Kühlrippen mit einer >> Foldbackklammer einen DS18B20 festmache, mache ich die Kühlung damit >> gefährlich ineffizienter? >

Ich weiß auch echt nicht, was man an einem Kühlkörper, der bei noch nicht mal voller Leistung an der /Oberfläche/ schon 90°C hat, noch inefizienter machen könnte. @Marc: Was denkst du, welche Temperaturen da schon in dem / den zu kühlenden Bauelement(en) herrschen? Solche Berechnungen sind dir doch hoffentlich geläufig:

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Ich kenne nun weder die Leistung, die da verheizt wird, noch die Wärmewiderstände, aber aus "dem Bauch" (und der Erfahrung) ;) heraus sage ich mal: Wenn die ganze Chose schon bei Teillast außen so kochheiß wird, ist innen was faul. Entweder:

- der Kühlkörper ist reichlich unterdimensioniert,

- zwischen BE und Kühlkörper sitzt "irgendwas", bloß kein Wärmeleitpad (Bei mir war das die Ursache, dass 3 "DSL-Easy-Boxen" fast auf den Tag genau nach 4 Jahren den Geist aufgaben. Wen wundert's:

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Vodafone hat mir die anstandslos ersetzt, ich musste nur das alte Gerät im Shop abgeben. Und bei denen stapelten sich die kaputten. Hab ihnen mal vorgerechnet, was sie bei wieviel (Mio?) Kunden einsparen könnten, wenn sie nur mal dem Hersteller auf die Hühneraugen treten würden: Das war doch offensichtlich geplante Obsoleszenz, diese viel zu kleinen Kühlkörper, und noch mit dicken beidseitigen Klebepads draufgepappt. Und das nächste Modell (904) hatte nicht mal mehr Lüftungsöffnungen im Gehäuse ...

Aussage des "technischen Direktors", bis zu dem ich mich durchtelefoniert hatte: "Och, das ist doch nicht nicht auffällig." Dann leckt mich doch fett!) ;)

- Oder irgendwas ist in deiner Schaltung faul.

Also "beobachte" mal schön weiter von außen bis zum Wärmetod irgendeines fetten Leistungshalbleiters, das stelle ich mir bei einem Gerät dieser Leistungsklasse schon echt prickelnd vor.

Übrigens: Zum Abkühlen braucht sowas keine Nacht lang. ;)

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Am 20.09.24 um 16:18 schrieb Gregor Szaktilla:

Ich wüsste auch echt nicht, was man an einem Kühlkörper, der bei noch nicht mal voller Leistung an der /Oberfläche/ schon 90°C hat, noch ineffizienter machen könnte. @Marc: Was denkst du, welche Temperaturen da schon in dem / den zu kühlenden Bauelement(en) herrschen? Solche Berechnungen sind dir doch hoffentlich geläufig:

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Ich kenne nun weder die Leistung, die da verheizt wird, noch die Wärmewiderstände, aber aus "dem Bauch" (und der Erfahrung) ;) heraus sage ich mal: Wenn die ganze Chose schon bei Teillast außen so kochheiß wird, ist innen was faul. Entweder:

- der Kühlkörper ist reichlich unterdimensioniert,

- zwischen BE und Kühlkörper sitzt "irgendwas", bloß kein Wärmeleitpad (Bei mir war das die Ursache, dass 3 "DSL-Easy-Boxen" fast auf den Tag genau nach 4 Jahren den Geist aufgaben. Wen wundert's:

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Vodafone hat mir die anstandslos ersetzt, ich musste nur das alte Gerät im Shop abgeben. Und bei denen stapelten sich die kaputten. Hab ihnen mal vorgerechnet, was sie bei wieviel (Mio?) Kunden einsparen könnten, wenn sie nur mal dem Hersteller auf die Hühneraugen treten würden: Das war doch offensichtlich geplante Obsoleszenz, diese viel zu kleinen Kühlkörper, und noch mit dicken beidseitigen Klebepads draufgepappt. Und das nächste Modell (904) hatte nicht mal mehr Lüftungsöffnungen im Gehäuse ...

Aussage des "technischen Direktors", bis zu dem ich mich durchtelefoniert hatte: "Och, das ist doch nicht nicht auffällig." Dann leckt mich doch fett!) ;)

- Oder irgendwas ist in deiner Schaltung faul.

Also "beobachte" mal schön weiter von außen bis zum Wärmetod irgendeines fetten Leistungshalbleiters, das stelle ich mir bei einem Gerät dieser Leistungsklasse schon echt prickelnd vor.

Übrigens: Zum Abkühlen braucht sowas keine Nacht lang. ;)

Das ist eine gute Idee, etwas mehr Paste wäre da wohl notwendig.

Nein, das Gerät hat noch Herstellergarantie.

Grüße Marc

Am 20.09.24 um 15:31 schrieb Marc Haber:

Laß mich raten... PV-Wandler....zeigt die Software (MQQT... nicht die Temperatur selber an). Der Kühlkörper setzt aber nicht 10kW um. Alu natur? Emissionsgrad?

Wenn Du die typischen DS18B20 im Rundgehäuse meinst... thermisch besser kontaktieren den TO aus dem Rohr extrahieren und mit Wärmeleitpaste auf eine der Rippen pappen. Und mit einem Streifen Schaumstoff mit zwischen den Rippen fixieren und gegen Abstrahlung des Gehäuses isolieren, sonst misst Du nur Mist;-)

Viel Erfolg,

Olaf

Er kann sich ja einen DS18B20 in TO92 kaufen und an dessen GND-Pin einen Schnippsel Kupferfolie löten. Und die dann mit Schaumstofffolie auf den Kühlkörper klemmen.

Allerdings wäre mein erster Arbeitsgang mit Ohmmeter prüfen ob der Kühlkörper auf Schutzleiter liegt. Wenn er frei zugänglich ist wohl ja. Wenn er erst nach Öffnen des Gehäuses zugänglich ist: nicht so sicher.

MfG JRD

Mit Sicherheit wird auch nur ein Bruchteil davon verheizt. ;)

Mit Sicherheit nicht. Ich verstehe Marcs Bedenken echt nicht. Wie könnte so ein im Vergleich zum Kühlkörper winziges Teil die Kühlung ineffizienter machen? Das führt höchstens noch ein bisschen Wärme ab.

Am 20.09.24 um 15:31 schrieb Marc Haber:

Hallo,

das kannst Du doch einfach messen: Vergleichen - vorher - nachher. Und evtl. noch die Umgebungstemperatur und abgestrahlte Leistung berücksichtigen (falls die sich stark änder) - oder?

Wie groß ist den der Kühlkörper und welche Größe hat die Störstelle mit dem Sensor?

Ist denn die zulässige Maximaltemperatur bekannt?

Bernd Mayer

Am 20.09.24 um 18:29 schrieb Olaf Schultz:

Ich befürchte eher, er hat mit dem Infrarotthermometer Mist gemessen.

Am 20.09.24 um 18:29 schrieb Olaf Schultz: > Emissionsgrad?

Eben. Wenn man den nicht kennt ...

"Während die meisten organischen Stoffe (Holz, Kunststoff, Papier, Lack) sowie Keramik sehr hohe Emissionsgrade (um 0,95) im mittleren (MIR) und fernen Infrarot (FIR) aufweisen, emittieren blanke Metalle besser bei kurzen Wellenlängen (violettes Ende des sichtbaren Spektralbereiches) und haben im nahen (NIR) und mittleren Infrarot (MIR) deutlich niedrigere und daher für die Messung ungünstigere Emissionsgrade (poliertes Gold im MIR-Bereich z. B. nur ca. 0,02)." (wikpedia)

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Wie gemessen? Alu eloxiert natur, oder einen Klecks schwarze Farbe oder Isolierband 'draufgemacht?

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@Work werden die Prüflinge vor so einer Messung erstmal an den interessanten Stellen mit Lack verschandelt:

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Kann ich mir bei einem Kühlkörper der Größe, die ich bei 10kW erwarten würde, kaum vorstellen.

cu Michael

Und ich würde sagen, mit 10kW wäre das eher ein Heizkörper. ;)

Am 20.09.24 um 19:38 schrieb Michael Schwingen:

So was machst du? Das hätte ich damals wissen müssen, du hättest mir sicher helfen können, vodafone zu überzeugen. ;)

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