Genau. Und der Arme bezahlt damit über die Zeit gesehen mehr als der Reiche, aber die Ware gehört zum Schluss immer noch nicht ihm. Schöner Spruch: "Wer ein Leben lang zur Miete wohnt, hat zum Schluss auch ein Haus abgezahlt, nur nicht sein eigenes." ;)
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S
Sieghard Schicktanz
Hallo Heinz,
Du schriebst am Fri, 30 Aug 2024 08:58:04 +0200:
["Mieten"]
Nur sind das zwei völlig verschiedene Situationen, und die Miete einer Sache, wie eine Wohnung, ist nochmal was anderes. Der SW-Hersteller "vermietet" nach bisheriger Vorgehensweise erstmal garnichts. Er gibt Dir nur das Recht, genannt "Lizenz", seine Software zu benutzen, und kann das an viele Bedingungen knüpfen, die ihm gefallen. Inzwischen kommen neue Nutzungsarten für Software auf, die "XaaS"-Nutzung. Das "aaS" steht für "as a Service", d.h. hier wird nicht die Software "gemietet" (lizensiert), sondern die Dienstleistung des diese zur- Verfügung-stellens was dann üblicher-, fast zwangsweise die Benutzung "on line" per "Cloud" bedeutet. Dieses "Modell" breitet sich inzwischen aus. Der Zeitschriften-Drucker "vermietet" ebenfalls nichts. Er bietet Dir einen regelmäßigen Dienst, die Herausgabe von Informationen, und verlangt dafür halt eine entsprechende Gegenleistung. Das ist effektiv dasselbe wie die monatlichen Abschlagszahlungen für Gas/Wasser/Strom u.ä. Nur der Wohnungsvermieter ver_mietet_ dem Wortlaut nach, nämlich die Sache "Wohnung", und zwar zum _Gebrauch_ durch den Mieter. Der darf die dann für seine Zwecke weitgehend frei benutzen, solange das Mietverhältnis besteht. Natürlich gibt es dabei ein paar Einschränkungen, aber solche gibt es auch für den Vermieter. Leider ist die Gesetzeslage da recht uneinheitlich und undurchsichtig, und die verschiedenen Nutzungsarten überlappen sich oft nicht ganz marginal, z.B. im Vergleich Mietwohnung und Mietauto. Aberalles in einen Topf werfen geben die Gesetze halt nicht her, auch wenn da eine Vereinheilichung vieles klarer machen könnte - nur sind die _Anbieter_, Kaufleute, fast genauso erfinderisch im Ausnutzen von Lücken und Unklarheiten wie die Hacker im internet.
H
Hartmut Kraus
Am 30.08.24 um 20:59 schrieb Sieghard Schicktanz:
Der Autovermieter, der Pedelecvermieter, ... auch.
Leider? Gott sei Dank! Der Aufwand, eine gemietete Wohnung "zurückzugeben", ist ja wohl ein anderer als bei einem Mietauto. ;)
Na, wenn du meinst. So "vereinheitlichend" muss mein Vermieter damals wohl auch gedacht haben: Er forderte mich auf, die Wohnung innerhalb von ein paar Tagen "zurückzugeben" wie etwa ein Mietauto. Ich habe also im "Gilchinger Forum" angefragt: "Wer hilft mir also, meinen Kram auf die Straße zu stellen? Am besten sagt ihr auch gleich der Bild-Zeitung Bescheid."
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Hartmut,
Du schriebst am Sat, 31 Aug 2024 08:52:30 +0200:
Ja, das "Geschäftsverhältnis" ist ja auch ein ganz anderes, das ist _so_ eben nicht direkt vergleichbar. Eher vergleichbar wäre (IMHO) das Verhältniis zwischen Wohnungsmiete und Autoleasing.
A
Andreas Bockelmann
Sieghard Schicktanz schrieb:
Dann versuche mal beim Autoleasing eine Minderung wegen "Mangel an der Mietsache" durchzuboxen. Ich verstehe gar nicht wie man auf die Idee kommen kann, privat einen PKW zu leasen.
P
Peter Thoms
Am 19.08.24 um 21:07 schrieb Rolf Bombach: ...
... Hallo,
dann nimmst Du Ballistol, als Kontaktreiniger, und gut ist das.
Meine Tochter hatte für eine BT-Maus vor wenigen Jahren wd40 gewählt, das war halt zur Hand, vorhanden. Selbst das geht.
Peter
H
Hartmut Kraus
Am 01.09.24 um 19:04 schrieb Andreas Bockelmann:
Das stelle ich mir auch schwierig vor. ;)
Man will halt mit einem Auto vorfahren, das man sich nicht mal auf Raten kaufen könnte. Mehr Schein als Sein eben. ;)
R
Ralph Aichinger
Unter Studenten hab ich Leute gekannt, die gemeint haben: Da zahl ich pro Monat xy, das kann ich mir leisten. Eventuell hätten die keinen Kredit gekriegt, oder was auch immer, aber "neues" Auto wollten sie trotzdem und mit Leasing ist es gegangen, und nein, ich glaub nicht, dass solche Entscheidungen immer 100% rational fallen.
/ralph
M
Marc Haber
Mit Leasing geht es oft bis zur Rückgabe des Fahrzeuges und dann kommt das dicke Ende. Leasing ist eine Wette darauf dass die Karre am Ende noch einen gewissen Wert hat. Das kann man seriös kalkulieren oder eben billig.
Grüße Marc
A
Axel Berger
Ein Freund, Hausarzt, hat das vor vielen Jahren für ein Auto einmal durchgerechnet. Er hatte drei Optionen, mit eigenem Geld kaufen (nach Verkauf einer anderen Geldanlage), auf Kredit kaufen, oder Leasing. Vor Steuer war Leasing deutlich das teuerste, nach Steuer das günstigste. Für mich ist so etwas reine Branchensubvention. Angeblich haben ja alle Parteien den Subventionsabbau als Ziel. Tatsächlich abgebaut wird aber nur sinnvolle Daseinsvorsorge wie Autarkie in Lebensmitteln und Energie. In den Neunzigern konnte man noch schwadronieren, das brauche man alles nicht mehr. Heute haben wir gerade mehrfach erfahren, wie sehr das nicht stimmt.
Tatsächlich subventioniert werden überflüssige Branchen, die ohne staatliche Förderung aus Steuergeldern und andere Begünstigung nicht lebenbsfähig wären, wie Leasing und Steuerberater.
M
Marc Haber
Diese Rechnung würde ich gerne mal sehen. In beiden Fällen verteilen sich die Anschaffungkosten als Betriebsausgabe auf die Nutzungs- bzw. Vertragsdauer. Wo ist da der steuerliche Unterschied?
Grüße Marc
R
Rupert Haselbeck
Auch für einen Leasingvertrag möchte die Leasingfirma, die finanzierende Bank, einen kreditwürdigen Leasingkunden haben. Immerhin ist das Leasinggeschäft ja eine Wette darauf, dass der Kunde nicht nur für die ersten zwei oder drei Monate die Raten zahlen kann sondern über die gesamte Laufzeit
Das ist freilich auch ein bedeutender Faktor
Das ist bzw. war das Problem des Kunden beim Restwertleasing. Jedenfalls im Privatkundenkundensegment gibt es das aber kaum (noch), weil seit Jahren das Kilometer-Leasing Standard ist, womit der Leasinggeber (weitgehend) das Risiko des Restwerts trägt (und dieses natürlich in die Ratenhöhe einpreist)
MfG Rupert
R
Rupert Haselbeck
Andreas Bockelmann schrieb:
Das geht durchaus recht problemlos, wenn denn wirklich ein Mangel vorliegt, den der Vermieter nicht zu beheben vermochte, nachdem man ihm davon Mitteilung machte und ihm das Auto auch auf den Hof stellte, um es in Ordnung zu bringen. Vorteilhaft für den Leasingnehmer ist ja insbesondere auch der Umstand, dass der Vermieter/Leasinggeber Geld haben möchte, welches man zurückhalten kann, um die Motivation zur Mangelbeseitigung zu fördern. Es hilft allerdings nicht, brav weiter in voller Höhe zu zahlen und nur alle Monat mal telefonisch zu reklamieren, weil "ich will ja keinen Ärger"...
Das kann wohl durchaus sinnvoll sein. Es gibt von allerlei Herstellern immer wieder mal Leasingangebote mit einer Ratenhöhe, zu der eine Finanzierung weder aus Eigen- noch aus Fremdmitteln wirtschaftlich sinnvoll wäre. Tesla z.B. wirft ziemlich regelmäßig immer wieder mal einige tausend Autos auf den Markt, wenn das Quartals- oder gar das Jahresende naht und der Hof voller unverkäuflicher Fahrzeuge steht. Nicht immer will man aber dazu den Listenpreis senken, dennoch aber Kaufanreize schaffen, um die Haldenfahrzeuge los zu werden. Geeignete Leasingraten eignen sich dazu offenbar bestens
MfG Rupert
R
Rupert Haselbeck
Wie sollte denn beim Hausarzt das Auto steuerlich wirksam sein können? Gar derart wirksam, dass das Laesinggeschäft vom teuersten zum billigsten Finanzierungsinstrument werden könnte? Da hat dir wohl jemand einen Bären aufgebunden...
MfG Rupert
V
Volker Bartheld
Es sind eigentlich drei Fälle. ;-)
Von irgendwo muß das Geld für das in allen Fällen gleiche Auto kommen. Und der Kredit-/Leasinggeber wird garantiert niemandem auch nur einen Cent zuzahlen. Natürlich kann man allerlei Dinge von der Steuer absetzen (das Dienstwagenprivileg wäre eine der ersten Abschaffungen, die ich vornähme, falls ich zum Kaiser von Deutschland gewählt würde, die Kilometerpauschale dann die nächste, dicht gefolgt von der steuerlichen Absetzbarkeit von Firmenkrediten) und sich Leasing unter der Annahme schönrechnen, es entstünden bei der Rückgabe keine weiteren Kosten.
Mir ist bis heute rätselhaft, woher Menschen die Kohle für ein neues Auto nehmen und warum es ausgerechnet ein neues Auto sein muß. Mit dem immensen Wertverfall, den ganzen mit einem Neuwagen einhergehenden Ärgernissen (Wartungzwang in der V€rtrag$w€rk$tatt, Neidkratzer, jede Minidelle ist sofort eine Tragödie, man steht ganz am Anfang der Badewannenkurve, erträgt die volle Breitseite an elektronischem Firlefanz und Assistenzsystemen). Aber vielleicht haben die alle ein frisches Smartphone. wohnen in der neu gebauten Eigentumsimmobilie und steigen ausschließlich mit Jungfrauen ins Bett.
Das Clientel würde ich als Verkäufer übrigens auch nach Kräften abkassieren und mit Kredit-/Leasingverträgen oder Abofallen übers Ohr hauen wollen, die zu schön sind, um wahr zu sein. Man muß diesen Irrsinn aber nicht auch noch mit Steuergeldern subventionieren, damit sich das Neuwagenkarussell im Autoland möglichst schnell weiterdreht.
Die krebsartigen Wachstumsgelüste der Industrie basieren übrigens auf ausgegebenem Geld, welches der Konsument nicht hat, sondern sich gegen Zinsen leiht. Aber das sollte ja jedem klar sein, der kurz nachdenkt.
Volker
M
Michael Brand
Volker Bartheld wrote: [...]
[...] Es gibt Leute, die bekommen halt viel mehr Geld für Ihre geleistete Arbeit als andere. Klingt ungerecht, ist aber so. Und woher willst du ein gebrauchtes Fahrzeug nehmen, wenn es nicht zuerst von jemandem neu gekauft und später als Gebrauchtwagen wieder verkauft wird? Ich weiß nicht, ob man den Bedarf an Gebrauchtwagen nur mit Leasing-Rückläufern o.ä. decken kann.
Michael
A
Axel Berger
Es kann sein, daß sie falsch ist. Ich vershe nichts davon und habe es aus zweiter Hand.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
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A
Axel Berger
Ich wollte keins. Das Problem ist, die meisten Neuwagenkäufer, die so jung wieder verkaufen, daß es sich lohnt, haben haufenweise dummen Schnickschnack, den ich nicht will. Einen Dacia in Basisausstattung gab und gibt es nur neu oder uralt und heruntergeritten. Dazwischen nichts. Es ist mein erster Neuwagen.
Und es war tatsächlich genau so furchtbar, wie ich es erwartet hatte. Ich hatte vorher schon oft z.B. Bremsscheiben, Kupplungsscheiben, Beläge und alles mögliche andere ausgetauscht. In jedem Fall funktionierte das Neuteil zuerst einmal schlecht und mußte um die 100 km eingefahren werden. Wie erwartet war am Neuwagen *alles* Mist, auch Lager, Abdichtungen usw. Es brauchte fast 1000 km bis er leicht und widerstandsarm rollte. Zum Glück ahnte ich, was mich erwartet und war nicht schockiert.
Ansonsten bin ich sehr überrascht. Es ist mein bestes Auto bisher. Alle anderen waren VW oder Audi und neu nicht billig.
Wozu?
Im ersten Monat selbst eine Beule mit breitem Kratzer in den hinteren Kotflügel gefahren. Danasch war es mein Auto. Nicht mit Absicht, aber besonders gestört hat es auch nicht.
Ja. In meinem Fall hatte ich Glück, aber das Risiko ist bekannt.
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Axel,
Du schriebst am Mon, 02 Sep 2024 13:57:50 +0200:
[Leasing]
Wie kommst Du auf _Branchen_subvention=? Die Steuervorteile gelten für alle Wirtschaftsteilnehmer, da kann und soll sich jeder bedienen. Die Wirtschaft ist doch schließlich die Grundlage für unser Wohlergehen?
R
Ralph Aichinger
Die Branche die subventioniert wird ist die Autobranche und ihr angehängte Dienstleister (wie Autofinanzierer, Leasingabwicklung, Versicherungen etc.).
Würde man statt Dienstwagenprivilegien etc. das Geld in die Bahn pumpen und dienstliche Bahncards fördern, dann würde es z.B. in die Eisenbahnbranche umgeschichtet.
Vielleicht tut es euch in Deutschland ganz gut, wenn die FDP mit ihrem "Technologieoffenheit"-Wahnsinn (d.h. steuerlose, sprunghafte und willkürliche Industriepolitik) die Autoindustrie in Grund und Boden fährt.
/ralph
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