Hallo!
Ich habe vor, an einen WR mit zwei MPPT Eingängen 4 Solarmodule anzuschließen. Grund ist einfach, dass ich sie recht billig bekomme und die Hälfte der Module in eine komplett andere Himmelsrichtung zeigt, so dass nie alle gleichzeitig signifikant Leistung liefern. Bei diffusem Licht allerdings würde sich der Ertrag durchaus verdoppeln.
In der Sache hängen dann an jedem Eingang zwei Module _parallel_. Der WR kann je 22,5A Kurzschluss und die Module haben irgendwas um die 11A Kurzschluss STC, was in unseren Breiten sowieso nie erreicht wird, und da nicht beide Module unter voller Sonne stehen können, schon zweimal nicht. Damit jetzt das weitgehend unbeleuchtete Module nicht zu viel Strom vom gerade beleuchteten wegzieht, wollte ich je eine 2*16A Doppel-Schottky dazwischen hängen.
Man könnte die Dioden jetzt auf die Leerlaufspannung der Module dimensionieren. Aber ist das wirklich notwendig? Ich würde lieber Dioden mit weniger Sperrspannung nehmen, zumal die auch weniger Spannungsverlust haben. Es scheint mir unplausibel, dass jemals die Leerlaufspannung auch nur annähernd erreicht wird. Schließlich genügt auch geringe Beleuchtung, um die Leerlaufspannung des anderen Moduls schon hoch zu treiben. Naja, und selbst der Leckstrom der Schottkys dürfte auf der logarithmischen Diodenkennlinie einiges bewirken.
Man könnte natürlich auch ganz anders argumentieren. Ein beleuchtetes PV-Modul erwärmt sich und hat damit eher eine _kleinere_ Spannung als ein schwach beleuchtetes Modul. Sogesehen könnte man die Module auch einfach so parallel schalten und sich den Verlust in den Dioden sparen.
Hat da jemand Erfahrungen?
Marcel