Billige CD-Player

Sep 13, 2012 11 Replies

Hallo,



ich habe mal eine Frage:



Warum halten alle "günstigen" CD-Player immer nur ca. 1 Jahr und fangen dann an Probleme zu machen, bis sie schließlich garkeine CDs mehr lesen?



Die Player wurden ca. täglich immer 1-2 CDs lang benutzt. Was ist denn das technische Problem? Dejustiert sich irgendetwas? Oder ist dann die Laserdiode einfach ausgelutscht?



Ich habe das jetzt schon bei 5+ Playern erlebt... immer die gleiche Geschichte...



Grüße Markus


Besorg dir auf Ebay einen alten Philips-Player mit Schwenkarm, der ist nicht kaputtzukriegen.

Gerrit

Schätze ab, was es kostet, Gehäuse, Mechanik, Optik und Elektronik in solider Qualität zu bauen, addiere darauf Versand und Handelspanne, vergleiche dein Ergebnis mit dem Kaufpreis.

Plastik auch bei stark belasteten Mechanikteilen, Netzteile mit Billigelkos hart an der Belastungsgrenze, miese Fertigungsqualität.

Unwahrscheinlich. Die benötigte Laserleistung ist bei einem reinen Player gering, und wenn die Ansteuerung richtig dimensioniert ist, hält auch eine billige Laserdiode "ewig". Eher schon hat sich Dreck in der Optik festgesetzt.

Wenn das so oft passiert, solltest du vielleicht auch mal die Umgebungsbedingungen analysieren. Staub? Raucher?

Hergen

Gerrit Heitsch schrieb:

gen

sen?

nn

Das war ja nun nicht seine Frage. Die Frage ist: In welcher Weise ist in =

diese Player die geplante Obsoleszenz realisiert, und kann man das=20 Versagen der Elektronik nach einem Jahr irgendwie umgehen? Ich habe hier =

zum Beispiel einen alten Sony-CD-Player, der es immer noch problemlos=20 tut. Ich habe hier zweitens einen von Onkyo, der mechanisch repariert=20 werden mu=DFte, der aber immer noch einwandfrei seine CDs abspielt. Man=20 kann CD-Player f=FCr die Ewigkeit bauen, wenn man das will.

Holger

Am 13.09.2012 22:07, schrieb Markus Marquardt:

Die Bauart, die ich kenne, tastet die CD mit einer Lasereinheit auf einem Linearschlitten ab, der mit einer Zahnstange bewegt wird - bzw. mit zwei halben Zahnstangen am gleichen Zahnrad, die mit Federspannung gegeneinander verspannt sind, damit die Toleranzen Zahnrad Zahnstange minimiert werden. Das ist aber nur die Grobpositionierung, zur Feinpositionierung wird die Linse der Lasereinheit elektromagnetisch verschoben. Wie man sich leicht überlegen kann, ist der Fangbereich der Feinpositionierung auf eine neuwertige Schlittenführung ausgelegt. Mit der Zeit verschleißt die Führung (beim Billigkram alles Plastik!), verstaubt und verdreckt, der Schlitten ruckelt immer mehr, bis das Ruckeln über dem Fangbereich der Feinpositionierung liegt.

Folge: beim Abspielen hängt oder springt die CD, je nach Qualität (Exzentrizität) der gerade eingelegten Scheibe mehr oder weniger. Der Effekt ist progressiv, wie man sich das halt bei mechanischem Verschleiß vorstellt. Man könnte putzen und neu schmieren versuchen, aber ich glaube nicht, daß es sich lohnt. Man kann die Führung bei teureren Geräten natürlich auch ordentlich auslegen...

Philips hatte einen elektromagnetisch geführten zweipunktgelagerten Schwenkarm, der genau genug war, um auch ohne Feinpositionierung die CD direkt auslesen zu können. Erkennbar sind die Modelle am runden Ausschnitt (Schwenkarm!) im Tray. Sind mechanisch kaum kaputtzubekommen, häufigster Fehler: Kalte Lötstellen auf der Platine (Hartpapier mit tw. korrodierten und daher unsauber verlöteten Metallnieten zur Durchkontaktierung, optisch kaum erkennbar). Alles nachlöten und gut ist.

Hanno

Am 14.09.2012 01:45, schrieb Hanno Foest:

Das ist eine Möglichkeit.

Ja.

Nein. Auch hier war die Optik des PUs selbstverständlich wie üblich aufgehangen, um Tracking und Focus zu korrigieren.

Direkt zur Frage des OP: Der Verschleiß bzw. die ungenügende Fertigungsqualität genau dieser Aufhängung ist der häufigste Defekt bei nicht wegen Altersschwäche der Laserdiode defekten PUs. Irgendwann kommt die Elektronik nicht mehr hinterher, der mechanische Schwenkbereich fürs Tracking bzw. die Höhenkorrekur für den Focus reichen nicht mehr aus. Bei älteren Player konnte bzw. musste man den Offset einstellen, quasi eine Mittenposition im Verstellbereich vorgeben. Wenn die Aufhägung ausgelabbert ist, geht das eben nicht mehr.

Och, wir haben *reichlich* defekte CDM 4/19 & Co. getauscht ;)

Ja, da war auch viel im Argen.

Nichtsdestotrotz, speziell die CDM 4/19 waren echt klasse Laufwerke. Verbaut übrigens auch in manchem gar nicht soooo teuren Technics-Player und berühmt als wirklich schnelle Allesfresser ;)

Arnim

Am 14.09.2012 10:07, schrieb Arnim Eisenblaetter:

Fokus klar, aber nicht Tracking. Der Schaltplan meines Philips CD 100 hat einen Radialmotor, einen Fokusmotor und einen Spindelmotor, mit jeweils 2 Anschlüssen, mehr nicht. Der Schaltplan des CD 207 ebenso.

Vielleicht hatten die ja Spurnachführung im Pickup, meine Spieler (CD

100, CD 104, CD 207) sind alle älter. - Was war denn an den CDM 4/19 kaputt?

Hanno

Am 14.09.2012 20:24, schrieb Hanno Foest:

OGM. Lies bitte keine Service-Manuals mehr, Du verstehst sie nicht.

Arnim

Hint: Suche bitte nach anderen Bedeutungen für engl.(!) "Motor" und mache dich mit der prinzipiellen Funktionsweise eines PickUps vertraut.

Das war (zu meinen Service-Zeiten in den 1980/ frühen 1990ern) zu 95% die Ursache aller Ausfälle. Damals wurde ein spezielles Teflon-Fett empfohlen, das von Panasonic selbst mit besten Beziehungen nicht für unter 60 DM pro Gramm zu beziehen war.

In Billigplayern dürfte kaum vergleichbares zur Schmierung des Schlittens ab Werk eingesetzt sein. Heute erscheint mir dieses Zeugs (gibts bei Reichelt) ein ganz brauchbarer Ersatz zu sein:

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... auf einen kleinen Teller sprühen, einige Stunden warten bis die Lösungsmittel verdunstet sind, die verbleibende weße Schmiere mit (Holz-) Zahnstocher o.Ä. auf den Laufstangen verteile.

HTH,

Muck

Zum Glück gibt es inzwischen bezahlbare Solid-State-Speicher, denen ist Staub völlig egal. Und wenn deren Kapazität nicht reicht: Magnetische Speicher haben einen Staubfilter und halten in der Regel länger als 1 Jahr. Preisgünstiger als CD-Player sind sie sowieso.

Joseph

Am 15.09.2012 00:53, schrieb Arnim Eisenblaetter:

Lenk bitte nicht davon ab, daß du Unsinn erzählt hast. Daß mit "Motor" hier sowohl Aktuatoren (Fokus, Radial) als auch der Bürstenmotor für die Spindel gemeint sind, ist offensichtlich. Worauf ich hinauswollte ist aber, daß es genau EINEN Radialmotor gibt (den für den Schwenkarm) und im Pickup außer Fokus (zwei Anschlüsse - das reicht für nichts anderes) nichts mehr korrigiert wird.

Versuch bitte, meine Postings verstehend zu lesen.

Ich kann im Gegensatz zu dir die Dinger (na ja, die alten) sogar reparieren, anstatt nur Komplettmodule zu tauschen.

Hanno

Also schrieb Hergen Lehmann:

Mhm - mit solchen Geräten zu handeln, kann man mit Fug und Recht als Panne bezeichnen.

SCNR

Ansgar

*** Musik! ***

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