Wie hohe Frequenzen wegfiltern?

Dec 12, 2007 66 Replies

Ich hab das mit der Simulation jetzt hingekriegt und auf Basis von:

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Zwei Möglichkeiten zusammengestellt:

Chebyshev:

Spule 6.8m Kondensator vor und nach Spule: 100n und 470n parallel

--> Kurve knickt schon etwas vor 4KHz ab. Ist aber wohl nicht relevant(?)

Bessel:

Spule 3.3m Kondensator vor Spule: 150n Kondensator nach Spule 2x470n parallel

--> Kurve knickt bei ca. 4,5KHz ab.

Bei "Butterworth" wird mir die Spule zu groß. Müsste man wohl zwei nehmen.

Immer unter der Annahme, dass 100 Ohm I/O Impedanz passt. Sollte hier

600 Ohm richtig sein, dann müsste neu berechnet werden.

Ist eine der Schaltungen brauchbar?

CU

Manuel

Überwachungsstaat bald Realität? Jetzt handeln! www.stasizwopunktnull.de ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die eines Experten sein, der versichert, das sei gar nicht möglich.

Die geht wohl eher von Terminierung 50 Ohm beidseitig aus.

a) der Versuch die Fehlerquelle in einer Telefonschaltung per Tiefpaß- filter zu finden ist suspekt und wohl nicht erfolgversprechend. Geräte abstöpseln und Verhalten prüfen ist naheliegender. Ein bisschen Realitätssinn gehört auch dazu: der Klimbim ist kompliziert & billig geworden. Resultat ist technisch nachteilig. Das Zeug muß nicht voll kompatibel sein. Es muß sich verkaufen und die Reklamationsquote muß erträglich bleiben.

b) ein LC Filter im Audiofrequenzbereich ist zumeist uninteressant, weil die Induktivität typisch zu groß werden. Wenn man es trotzdem baut wird es vermutlich letztlich alle Geräte nur in ihrer Funktion behindern. Weil es Impedanz verbiegt, per Wicklungswiderstand DC-Spannungsabfall macht usw.

MfG JRD

.. und schon durchgeführt. Die Geräte arbeiten eigenständig einwandfrei, stören sich aber im Betrieb gegenseitig, was zu starkem Echo im Telefon führt. Natürlich ist keiner der beiden Hersteller zuständig und es liegt immer am jeweils anderen Gerät.

Ja, leider ist das so...

Ein Splitter arbeitet wohl genau nach diesem Prinzip.

Sollte es aber wirklich unmöglich sein, so einen Filter selber zu dimensionieren, dann bleibt nur die fertige Lösung. Bei EBay scheint es die alten Splitter noch zu geben. Ich versuche mal sowas zu ersteigern um damit zu testen.

Wenn das funktioniert, dann kann ich ja immer noch die Schaltung des Splitters ausmessen, simulieren und ggf. dazu nochmal konkret Fragen stellen. Für das dazu nötige LC-Meter habe ich eine günstige Quelle und vielleicht lernt man letztlich auch noch was dabei.

Den ganzen Splitter möchte ich wegen seiner Größe nicht unbedingt zusätzlich in der sowieso schon überbesetzten Installationsecke aufhängen. Kabelsalat mag zwar (laut CCC) gesund sein, aber schön aussehen tut er ab einem gewissen Umfang nicht mehr. Deshalb wäre mir ein kleiner Filter aus wenigen Bauteilen da für den Dauereinsatz wesentlich lieber.

CU

Manuel

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"Winfried Salomon" schrieb:

Ein Filter ist dann ein Filter, wenn es mit realen Komponenten aufgebaut ist und dann auch macht was es soll und insbesondere nicht macht, was es nicht machen soll u.s.w.

Zu deinem schönen Filter mit >120dB Sperrdämpfung fallen mir gerade spontan die diesbezüglich sehr hilfreichen Erläuterungen von Bob Pease in dem letztens hier erwähnten Büchlein: "Troubleshooting Analog Circuits" ein, p. 145f insbesondere Figure 12.1 und 12.2

Aber _das_ wurde hier ja schon ganz am Anfang gesagt. :)

Dieter Wiedmann :

Jo, das lernt man aber auch nicht unbedingt im Studium, sondern wenigstens einmal durch die Praxis.

Man braucht nicht unbedingt das Studium. Man kann sich das auch alles selbst aneignen. Viele Dinge sind in der Elektronik auch ohne höhere Mathematik machbar (u.a. auch weil einem viel durch Computerprogramme abgenommen wird).

M.

Bist du sicher?

Ich kenne diese Kabel mit den roten Adern mit den schwarzen Markierungsstreifen und dachte, dass die paarweise verdrillt sind.

Als hier neulich mal ein Erdkabel an der Straße beschädigt wurde, konnte ich da noch ein Bündel papierisolierte Telefonkabel sehen. Ich dachte, da gehören immer zwei Stück zusammen, wegen Übersprechen.

Gruß

Stefan DF9BI

Stefan Brröring schrieb:

Nein, das sind sog. "Sternvierer", also immer vier Stück miteinander verdrillt.

Tschüs,

Sebastian

Am Thu, 13 Dec 2007 16:16:55 +0100 schrieb Stefan Brröring:

Das sind meist Sternvierer, die haben noch andere vorteilhafte Eigenschaften.

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Ja, deshalb wird das alles gemacht.

Lutz

Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de Neu: Ethernetbox jetzt auch im 19 Zoll Gehäuse mit 12 Ports für Sensoren

Ja, anders kenne ich das auch nicht; sonst würde auch kaum ein

50MBit/sec-DSL über 750m funktionieren!

Ralph.

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Manuel Reimer schrieb:

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Da muss man realistisch bleiben, viel mehr als 60dB/Dekade ist bei einem dreipoligen Filter nicht drin :-]. Der Salesman hilft sich dadurch, dass er eine heftig logarithmische Skala nimmt, hier z.B. 1 Hz bis 1 MHz auf der X-Achse. Eine weitere Verbesserung bringt die Beibehaltung einer linearen Y-Achse. Filtertypen mit scharfem Knie [tm] sehen dann auch auf den ersten Blick besser aus. Mit etwas Übung lässt sich jetzt leicht eine Brickwall-Filterkurve darstellen.

mfg Rolf Bombach

Rüdiger Klenner schrieb:

"Hard reset"?

mfg Rolf Bombach

Doch schon. Nur ist es ein weiter Weg von der Schwingkreisformel für den unbelasteten Fall zu einem leitungsangepaßten passiven Filter.

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Kannste kippen. Nimm die ausgelegte Schaltung, die jemand dir postete.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

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Besorg dir ein Filter-Handbuch. Vielleicht hat AoE auch was drinnen.

Die Flankensteilheit wird hauptsächlich durch die sogenannte Filterordnung (=Anzahl der Pole) beschrieben: R zählt nicht, L und C jeweils Eins.

- Henry

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Rafael Deliano schrieb:

Es gab das auch für in die Telefonapparate zum Stecken für längere Leitungen.

- Henry

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Stefan Brröring schrieb:

Hm. Sagen wir mal so, ich habe bei der DBP gelernt...

Du meinst die Sternvierer, die in der Verschaltung im Haus des Teilnehmers verwendet werden. Die sind aber nicht sonderlich lang! Die Leitung zwischen Vermittlungsstelle und Haus kann schonmal 10km reichen.

Die sind nach komplizierten Mustern in _Bündeln_ getwistet. Vermutlich haben sich vor Hunderten von Mannjahren superschlaue Köpfe die einzelnen Anordnungen überlegt. Die Kabel dürfen aber nicht sonderlich dick werden und müssen äußerlich rund enden, daher hielt man sich mit Twisten wohl zurück.

Papierisoliert? Im Ernst? Das hat Seltenheitswert. Bereits vor 25 Jahren lernten wir die Technologie der bleiummantelten papierisolierten Kabel nur noch für Austauschzwecke.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Lutz Schulze schrieb:

Hier ein Bild eines dicken Kabels, wie sie aus der Vermittlungsstelle rausgehen:

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- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Am Thu, 13 Dec 2007 19:17:12 +0100 schrieb Henry Kiefer:

Ich hatte mal die Aufgabe, in einem Gelände einige Baracken wieder an das Netz zu bringen indem die draussen abgeschnittenen Blei/Papierkabel mit Schrumpfmuffen und Kunststoffkabel wieder bis in die Gebäude verlängert wurden. Im Januar im Freien eine nette Aufgab ...

Besonders die Zentrale, wo die Kabel alle zusammenliefen war Kopfarbeit. Das lief aber dann wieder ohne Ausfälle jahrelang auch mit moderner Nebenstellentechnik.

Lutz

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Lutz Schulze schrieb:

Wir steigerten das noch durch die Verwendung moderner fettgetränkter Kabel. Schon schönes Gefühl wenn die Finger bei -10°C zusammenkleben und bald Frühstück ist, draußen auf dem Feld, das Butterbrot bereit liegt.

Einmal kam der Ausbilder ins Zelt und ich hatte gerade den Gasbrenner fast bis zur Decke fackeln. Da waren bei ihm fast die Haare weg.

Absolut zuverlässige Technik wie früher alles bei der Post.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Hallo Rüdiger,

Rüdiger Klenner schrieb:

auch wenn ich die Verluste handelsüblicher Ls berücksichtige, tritt nur eine Durchgangsdämpfung von 1 dB auf, alles andere bleibt fast unverändert, wenn man nicht gerade welche in SMD nimmt. Viel schwieriger ist es mit dem Innenwiderstand der Telefonleitung. Falls er, wie Rafael schrieb, komplex ist in dem Ausmaß, verschlechtern sich die Eigenschaften deutlich. Aber ich kann mir schlecht vorstellen, wie man durch _die_ Leitungsnachbildung DSL kriegen kann.

Das Filter ist nicht von mir, ohne die Quelle angeben zu können, hatte es ursprünglich diese Dimensionierung:

C1=C2=C5=C6=12.84 nF C3=C4=72.5 nF L1=L2=8.7 mH L3=17 mH L4=17.8 mH L5=8.6 mH L6=8.9 mH Ri=Rl=600 Ohm

Ob das jemals funktioniert hat weiß ich nicht, ich habe es ja nicht aufgebaut. Die Kopplung auf 1 Kern von L1 mit L2, L3 mit L4 und L5 mit L6 hat bei mir nicht richtig funktioniert, ohne Kopplung sieht es gut aus in der Simulation. Das Buch da kenne ich nicht, aber der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist mir bekannt.

mfg. Winfried

Henry Kiefer schrieb:

Bis auf deren Modems für Endkunden... Die Illegalen Modems aus dem Rest der Welt waren da um Klassen besser.

Mann hab ich mich damals Strafbar gemacht ;)

Grüße Björn

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