Weitere schlimme Erfahrung mit M$

Jul 08, 2026 Last reply: 3 months ago 92 Replies

Dito hier. Bin aber im Januar 2020 auf Linux umgestiegen, als Windows 7 abgehalftert wurde. Windows 7 war fuer mich "last known good".

Nun funktioniert aber meine Buchhaltung (MS-Works) mit keinem der Linux-Programme und auch nicht mit "modernen" Windows-Programmen. Die Loesung: Play-on-Linux, ein GUI Program fuer WINE (Windows Emulator fuer Linux). Da muss ich nur fuer MS-Works eine sehr betagte Emulation plus Windows 7 Kompatibilitaet auswaehlen und damit geht das heute noch. Habe gerade eine Stunde Buchhaltung erledigt, lief sauber. Office geht da aber nur in alten Versionen.

Loesung 1a: Fuer Office Pro 2021 geht Linux WINE m.W. nicht, aber man kann eine VM installieren und in der z.B. Windows 7 laufen lassen. Oder Windows 10, wenn es das unbedingt braucht. Nur nicht aus dieser VM ins Internet gehen, aber das muss man ja nicht.

Vielleicht funktioniert der VM Trick auch in Windows 11, aber da habe ich keinerlei Erfahrung mit.

Loesung 1b: Winzigen SBC besorgen, auf dem ein aelteres Windows installieren und danach Office Pro 2021. Kostet mehr, aber mein letzter hat bei Amazon etwa $180 gekostet, mit 16GB RAM und ausreichender SSD. Sicherstellen, dass von dem nichts ins Internet gegangen werden kann. Oder hoechstens einmal, falls dieses Office Zeugs darueber freigeschaltet werden muss.

In Deinem Fall VM, fuer das meiste andere reicht WINE. Man kann das sogar auf Spanisch umschalten, habe ich auf einem PC zwecks Erlernung gemacht :-)

Falls Deine Chosen mit Office 2007 laufen, das soll in WINE funktionieren.

Wenn MS Deine Version illegalerweise als illegal einstuft, hast Du von Paraguay aus schlechte Karten. Die wissen, dass Ihr keine Fregatten und dicke Kanonen habt :-)

Vielleicht Office 2019 bei EBay besorgen? Lifetime kostet um $50, Office

2021 ist ein wenig teurer.

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Und, was immer hilft, einen Matecito trinken ... habe ich gerade gemacht.

Cordialmente, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Gregor Szaktilla schrieb:

Nach meinem Ruhestand gerne. SAP gibt SLES vor für SAP Business One version for SAP HANA. Dass ich mir eine OpenSuse Leap aufgebohrt habe, ist dem geschuldet, dass ich für mein reines Test- und Lernsystem keine Subscription für den Suse Linux enterprise Server bezahlen will. Ich setze das System auch nicht produktiv ein. Aber Busoiness One Server Componednts bekomme ich nicht auf Ubuntu zum Laufen. die SAP HANA selbst ist da völlig schmerzfrei(jenseits der Vorgaben durch SAP), ich vermute, die läuft sogar auf Knoppix.

Ich halte Linux Mint - insbesondere in der Mate-Edition - für die wesentlich bessere Alternative, wenn man aus dem Windows-Lager kommt. Mit ein paar Tweaks kriegt man das so hingefummelt, dass unbefangene User glauben, sie säßen vor Windows 7. Je nachdem, ob man das Design mag.

Volker

Joerg, 2026-07-14 02:49:

[...]> Dito hier. Bin aber im Januar 2020 auf Linux umgestiegen, als Windows 7

Hier läuft auch ein Chip-Programmer mit der Windows-Software dazu unter Linux:

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Eine native Linux-Software gibt's mittlerweile auch dafür (als freie Software, nicht vom Hersteller selbst), aber die Xgpro läuft auch zuverlässig mit WINE und einem Patch der Software.

Ja, man muss manchmal etwas basteln, aber ich vermisse unter Linux nichts und sämtliche Hardware tut's auch da.

Volker Bartheld, 2026-07-14 12:54:

Oder etwas mit KDE wie Fedora oder Kubuntu. Das ist auch noch mal deutlich flexibler anpassbare als Mate oder Gnome.

es gibt mittlerweile über 600 LINUX Editionen, allen gemeinsam ist, daß der Support stirbt wenn es den Hobbyprogrammierern so einfällt. Dann kannst wieder nach einer "Edition" suchen.

w.

Die Mainstream-Distributionen Debian, Ubuntu, RedHat, SuSE gibt es mittlerweile seit Jahrzehnten.

Je exotischer, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Distribution eingestellt wird.

/ralph

Was ist eine Edition?

Dass der Support für eine Version eingestellt wird kommt ja bei Windows nie vor.

Grüße Marc

Helmut Wabnig, 2026-07-14 15:57:

Der offizielle Begriff is "Distribution" nicht "Edition".

Nein, man kann auch gleich eine Distribution von einem großen Anbieter nehmen und keinem "Hobbyprogrammierer": Debian, Ubuntu, Mint, Fedora

Bis auf die kleinen Signalhound Analyzer. Der ist weder in WINE noch per VM zum Laufen zu bringen, weil die USB Latenz in Linux zu unsicher ist. Dafuer musste ich immer einen alten Laptop im Windows Boot starten, doch der ist mir gerade von hinnen geschieden :-(

Hi Helmut,

Bevor Debian stirbt geht Microsoft pleite ;-)

Und wenn, dann geht man zu Arch ;-)

Marte

Hallo Joerg,

Du schriebst am Tue, 14 Jul 2026 09:34:31 -0700:

USB stellt sowieso nur eins sicher: unreliability. Hat da die Software evtl. den Prozessor (unerlaubt) "festgehalten" und in einer engen Schleife auf eine Antwort gewartet? Das könnte unter Linux auch gehen, inzwischen gibt's dafür Vorkehrungen für "real time processing". Ich bin da noch nicht recht dazugekommen, mich damit zu befassen. Du müßtest selber mal dazu recherchieren, aber damit könnte es möglich sein, eine Task als zeitkritisch einzustufen und der quasi "freie Hand" bei der Prozessornutzung zu geben. Wenn die das zu sehr ausnutzt, könnte das natürlich auch bedeuten, daß da nix anderes mehr läuft, das sollte aber bei Mehrkern-Maschinen auch kein totales Aussperren produzieren, wenn man die auf einem Kern "einsperrt".

Das ist natürlich schade. Ich hoffe, Du findest eine andere Lösung dafür, soweit Du das noch brauchst.

Linux Mint wurde 2006 gestartet und basiert auf Ubuntu, welches seinerseits schon seit 2004 existiert. Der Umstieg von einer Distribution zur anderen ist wegen der sehr ähnlichen Architektur - insbesondere der Verzeichnisstruktur - meist mit wenig Schwierigkeiten verbunden. Bootstick erstellen, booten, drüberinstallieren, $HOME-Verzeichnis behalten.

Aber das brauchst Du ja nicht zu wissen, denn dem, der den Hafen nicht kennt, weht kein Wind der richtige. Weiterhin gute Besserung Deiner Ängste und viel Spaß in der Abofalle von Microsoft.

Volker

Joerg, 2026-07-14 18:34:

Unsicher oder zu hoch? Letzteres kann man ändern:

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Am 15.07.26 um 09:31 schrieb Arno Welzel:

Ich hatte einen der ersten DG8SAQ-Networkanalyzer, der blieb in Virtual Box öfter mal hängen weil USB nicht zügig genug durchgereicht wurde. Mit VMware war das einfach behoben. (frühes Mint) Leider ist VMware etwas skurill geworden seit es letztes Jahr von Broadcom gekauft wurde.

Ich habe auch noch eine virtuelle XP-Maschine für meinen ALL-11 Prom/PAL-Programmer. Der lässt sich unter Win7 nicht mal installieren. Unter XP geht's aber, mit einem USB <--> V.24-Kabel von Hama aus dem Supermarkt.

Gerhard

Ich habe hier bei meinem letzten Hardwareupgrade im Januar (RAM-Preise... Aua!) auf Mint gewechselt, der alte Rechner hatte Ubuntu. Fand ich nicht besonders schwer. Kiste rennt, meine Hardware wird out of the box unerstützt.

Gerrit

Vom Beibehalten der Dotfiles möchte ich gerne abraten.

Grüße Marc

Naja, ein .ssh/config kann man ohne Nachdenken übersiedeln, eine komplexe neovim-Installation mit irgendwelchen Plugins eher nicht.

/ralph

Kommt drauf an. Hier im $HOME sind dotfiles, deren Anfänge auf ein SuSE Linux aus den 1990er datieren. Natürlich nicht unverändert seitdem sondern immer mal wieder bedarfsweise aktualisiert.

Man liest sich, Alex.

Ich dachte da insbesondere an die dotfiles des Desktop Environments und anderer grafischer Anwendungen, die in der neuen Distribution vielleicht in älterer Version oder mit anderen Optionen gebaut vorliegt.

Nicht umsonst bekommt man aus der Community solcher Anwendungen als erstes die Frage, ob man das Problem mit einem "frischen Account" nachstellen kann.

Grüße Marc

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