On 06/17/2020 19:48, Gerald Oppen wrote: [...]
Toellner ist jedenfalls hochklassig. Toellner-Geräte sah ich bereits in Entwicklungsabteilungen.
On 06/17/2020 19:48, Gerald Oppen wrote: [...]
Toellner ist jedenfalls hochklassig. Toellner-Geräte sah ich bereits in Entwicklungsabteilungen.
Kann man machen; ich habe allerdings eher schlechte Erfahrungen mit dieser einfachen Schaltung gemacht. Es fehlen Strombegrenzung, Leistungsbegrenzung, Temperaturbegrenzung. Auch sind Emitterfolger sehr schwinganfällig. Andere Schaltung wäre eventuell wirksamer, etwa in Kollektorschaltung, angesteuert durch den Betriebsstrom des IC.
Für einfache Zwecke hätte ich eher zu einem integrierten NF-Verstärker geraten, muss nicht unbedingt LM1875 oder so sein, gibt ja Auswahl. Da mit diesen Dingern DC-Genauigkeit nicht so toll ist, wäre eine Einbindung in eine Schaltung wie deine von Vorteil. Die könnte man dann mit weniger Betriebsspannung laufen lassen, da diese Endstufen eh mit einer minimalen Verstärkung von 10 oder 20 laufen müssen.
On 06/21/2020 19:28, Rolf Bombach wrote:
Ich kenne die Schaltung aus verschiedenen Quellen, auch schon in den 1970ern. In der Hardware an meinem letzten Arbeitsplatz war sie auch vorhanden. Ganz ohne Probleme. Es wurden damit diverse Meßwerte verstärkt.
Ja, ist auch oft keine Forderung. Die Last ist definiert, so daß keine Überlastung stattfinden kann. Vielfach wird solch eine Schaltung als Kleinkram auf einem Board angesehen, auf dem sich viele diverse OPV tummeln.
Wie ist das gemeint? Ein Emitterfolger hat eine Spannungsverstärkung <1. Jedoch hier geht die Gegenkopplung von hinter den Emittern zurück. Es handelt sich daher eigentlich nicht mehr um Emitterfolger.
Im Kurvendiagramm sind jedenfalls keine Schwingungen erkennbar.
Version 4 SHEET 1 880 680 WIRE 16 -144 16 -160 WIRE 96 -144 96 -160 WIRE 16 -48 16 -64 WIRE 96 -48 96 -64 WIRE 48 32 16 32 WIRE 272 32 48 32 WIRE 272 48 272 32 WIRE -128 64 -160 64 WIRE 0 64 -48 64 WIRE 400 64 0 64 WIRE 208 96 144 96 WIRE 48 128 48 32 WIRE 0 144 0 64 WIRE 16 144 0 144 WIRE 288 144 272 144 WIRE 128 160 80 160 WIRE 144 160 144 96 WIRE 144 160 128 160 WIRE 160 160 144 160 WIRE 288 160 288 144 WIRE 288 160 240 160 WIRE 400 160 400 144 WIRE 400 160 288 160 WIRE 464 160 400 160 WIRE -160 176 -160 64 WIRE 16 176 -64 176 WIRE 288 176 288 160 WIRE 288 176 272 176 WIRE 400 176 400 160 WIRE 144 224 144 160 WIRE 208 224 144 224 WIRE -160 272 -160 256 WIRE -64 272 -64 256 WIRE 400 272 400 256 WIRE 48 288 48 192 WIRE 48 288 16 288 WIRE 272 288 272 272 WIRE 272 288 48 288 FLAG 16 32 P FLAG 16 288 N FLAG 16 -160 P FLAG 96 -160 N FLAG 16 -48 0 FLAG 96 -48 0 FLAG 464 160 O FLAG -160 272 0 FLAG 400 272 0 FLAG -160 64 I FLAG 128 160 B FLAG -64 272 0 SYMBOL npn2 208 48 R0 WINDOW 0 31 48 Left 2 WINDOW 3 10 -93 Left 2 SYMATTR InstName Q1 SYMATTR Value BC817-40 SYMBOL pnp2 208 272 M180 WINDOW 0 33 47 Left 2 WINDOW 3 10 289 Left 2 SYMATTR InstName Q2 SYMATTR Value BC807-40 SYMBOL Opamps\\LT1115 48 96 R0 WINDOW 3 15 -90 Left 2 SYMATTR InstName U1 SYMBOL voltage 16 -160 R0 WINDOW 123 0 0 Left 0 WINDOW 39 0 0 Left 0 SYMATTR InstName V1 SYMATTR Value 20 SYMBOL voltage 96 -160 R0 WINDOW 123 0 0 Left 0 WINDOW 39 0 0 Left 0 SYMATTR InstName V2 SYMATTR Value -20 SYMBOL voltage -160 160 R0 WINDOW 3 -179 135 Left 2 WINDOW 123 0 0 Left 0 WINDOW 39 0 0 Left 0 SYMATTR InstName V3 SYMATTR Value SINE(0 1 1k 0 0 0 50) SYMBOL res 384 48 R0 SYMATTR InstName R1 SYMATTR Value 10k SYMBOL res -32 48 R90 WINDOW 0 0 56 VBottom 2 WINDOW 3 32 56 VTop 2 SYMATTR InstName R2 SYMATTR Value 2k SYMBOL res 384 160 R0 SYMATTR InstName R3 SYMATTR Value 100 SYMBOL voltage -64 160 R0 WINDOW 0 -19 4 Left 2 WINDOW 123 0 0 Left 0 WINDOW 39 24 124 Left 2 SYMATTR InstName dc-offs SYMATTR Value -0.17 SYMBOL res 256 144 R90 WINDOW 0 0 56 VBottom 2 WINDOW 3 32 56 VTop 2 SYMATTR InstName R4 SYMATTR Value 470 TEXT -332 -50 Left 2 !.tran 0 2m 0 startup TEXT -336 -24 Left 2 !.four 1kHz V(o) TEXT -328 0 Left 2 ;0.04%
-v bitte. Ich habe die bisher für die unkritischste und gutmütigste Schaltung von allen gehalten.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
Nichts könnte falscher sein als diese Annahme. Ein kapazitiv belasteter Folger erzeugt an seinem Eingang eine kleine Kapazität in Serie mit einem negativen Wirkwiderstand. Irgend etwas induktives am Eingang und man hat einen Serienresonanzkreis der von dem negativen R entdämpft wird. Die übliche Abhilfe ist ein Gatestopper, ein positiver R der betragsmäßig größer ist als der negative. Rauschverhalten und Bandbreite bleiben dabei auf der Strecke.
Gruß, Gerhard
Am 22.06.20 um 04:36 schrieb Gerhard Hoffmann:
Ah ja stabiles Betriebsverhalten bei unterschiedlichem Last- also Impedanzen und und somit Leistungsverhalten. Auch kommerzielle Endstufen haben da ihre Eigenarten. Techniker sollten Hi-Fi Enthusiasten, welche Klangunterschiede zwischen verschiedenen PAs meinen herauszuhören, nicht gleich in die spinnerte Ecke stellen. Ein weites Thema.
Hallo,
bei der Simulation fehlen die ganzen parasitären Effekte.
Frequenzgang und Bandbreite wäre auch interessant und das Verhalten bei kapazitiver Belastung.
Ob man die Schwingungen feststellen kann hängt auch von der Messung ab (Bandbreite). Die treten oft im HF-Bereich auf und nur bei bestimmten Lastimpedanzen.
Man kann ja mal ein scharfes Rechtecksignal auf den Eingang geben und auf Überschwinger am Ausgang achten bei zunehmender kapazitiver Belastung.
Bei der Schaltung opvbuff hat man ja im Nulldurchgang einen Sprung von
2-mal Ube am Opampausgang, das kann leicht Schwingungen anregen. Zusammen mit dem LT1115 Opamp ist die Schleifenverstärkung höher als 1.Da hat man schon einen edlen und teuren Superopamp und hängt dann solch eine mickrige Endstufe dran!
Die Transistoren BC807 und BC817 sind immerhin recht gut komplementär. Die haben min. 100 MHz Transitfrequenz, der Opamp hat ein Gain-Bandwidth Product von 40MHz, darüber kann der nichts mehr ausregeln.
Und in dem Bereich kann es interessant werden.
Bernd Mayer
Am 22.06.2020 um 04:51 schrieb horst-d.winzler:
Bürenstr. 1 a, 31785 Hameln
In der realen Praxis macht ein Emitterfolger jedoch keine Probleme. In vielleicht einem von 1000 Fällen könnte es Probleme geben.
Beispielsweise habe ich noch nie bei einem Emitterfolger etwas Induktives in der Nähe der Basis gehabt. Das ist einfach exotisch.
Nur bei ohmscher Last.
Endstufen mit Emitterfolger (wie also die Meisten) können bei Lasten aus Lautsprechern / Weichen durchaus sich selbst erregen. Diese temporäre Selbsterregung kann als Laus auf einer Flanke beobachtete werden. Diese temporäre Selbsterregung kann manchmal sehr hartnäckig sein. ;-)
Das wird aber nicht durch den Emitterfolger selbst verursacht. Der hat eine Spannungsverstärkung von <1 und KANN daher gar nicht schwingen. Du beschreibst ein Verhalten einer kompletten Audio-Endstufe inklusive seiner komplexen Last, und lastest es der Grundschaltung Emitterfolger an.
Du schweifst übrigens vom bisherigen Kontext ab.
Das zeigt nur das Fehlen der realen Praxis. Das ist mit LTspice nicht zu ersetzen, und selbst damit kann man den Effekt leicht demonstrieren.
Kauf dir ein Buch über Oszillatordesign, z.B. Rhea oder Rohde, oder eins über Entwurf von Breitbandverstärkern, etwa Hollister oder Staric, dort ist das ein zentrales Thema.
Und nein, 5 cm Draht am Eingang sind nicht exotisch. Die 5 cm ideale Verbindung auf deinem LTspice-Bildschirm ist es.
Gerhard
Totale Ahnungslosigkeit, mit Trump'scher Arroganz vorgetragen.
5 Sekunden Websuche genügen für den Gegenbeweis. Oder ein Minimum an Fachwissen.
Meine Praxis geht bis 1970 zurück. Ich habe seitdem hunderte von Schaltungen entwickelt, aufgebaut und benutzt. LTspice habe ich erstmals 2015 verwendet.
Brauche ich nicht - ich habe hunderte von Fachbüchern. Könnte auch sein, daß ich besser bin als diese Autoren.
LTspice ist oft `empfindlicher` als reale Aufbauten mit allen parasitären Elementen, die oft Schwingneigungen dämpfen - wer hätte das gedacht?! Die Realität ist nämlich nicht selten umgekehrt gegenüber den theoretischen, akademischen Schilderungen in dieser NG.
Du entfernst Dich übrigens mehr und mehr vom Kontext.
Das Thema 'Kapazitive Lasten' hatten wir hier ausgiebig letztes Jahr, im Zusammenhang OPV. Haben die meisten wohl wieder vergessen.
Falsch. Eine Schaltung mit einer Spannungsverstärkung von <1 KANN daher nicht schwingen!
Wenn Du im Web etwas findest, daß das behauptet, kannst Du sicher sein, daß es eine falsche Behauptung ist; oder es wird einfach sprachlich nicht verstanden - wie so oft.
Der Emitterfolger ist ein Leistungsverstärker. Sie zB Colpitts / Clapp Oszillatoren.
Würde man nicht unter audio_proj einsortieren. Graeme hat 1977 noch zwei Widerstände spendiert, weil Sprung im Nulldurchgang die praktische Anwendung doch arg einschränkt:
Diskrete Endstufen werden deshalb schnell Bauteilgräber. Ich verbaue hier gerade L149 von SGS für Elektromagnete. Obsolet, aber bei ebay gängig. Spannungsverstärkung ist 1, damit leicht stabil durch OPs anzusteuern. Thermisch durch TO220/Pentawatt begrenzt, aber für viele Anwendungen ausreichend.
MfG JRD
Stimmt. Habe ich aber unter einer abweichenden Überschrift dort untergebracht.
Man sollte über den 470R in meiner Schaltung nachdenken...
Hi Helmut,
Ich mag mal ergänzen: ANschwingen. Dem Kontext kann man aber durchaus entnehmen, dass die anderen Teilnehmer der Diskussion das Nachschwingen oder auch Ausschwingen meinen, das einer Anregung folgt. Das geht selbstredend auch mit Verstärkungen unter 1.
Du darfst Dich also im Recht fühlen, bist aber trotzdem in der Gemeinschaft außen vor, wie es Rechthabern eben oft geht.
Marte
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