EVG fuer Leuchtstofflampen verstehen und vielleicht auch reparieren

Jun 16, 2020 7 Replies
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Mir ist vor Jahren ein elektronisches Vorschaltgerät zum Betrieb zweier Leuchtstofflampen kaputt gegangen. Wenn ich reinschaue sehe ich eine durchgebrannte Feinsicherung, einige Dioden, Widerstände, Kondensatoren und Spulen sowie drei Halbleiter



In Wikipedia ist ein Prinzipschaltbild verlinkt:



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Demnach muss es sich bei den dreibeinigen Halbleitern um 2 Transistoren und einen Diac handeln. Aber wie arbeitet diese Schaltung.



Erste Vermutung: Der über den Diac angesteuerte Transistor ist nur für die Zündung der Röhre zuständig. Im eigentlichen Betrieb regelt der andere Transistor den Strom.



Andererseits: Wie dann soll so aus der Netzfrequenz die ca. 10^3 höhere Betriebsfrequenz für die Röhre werden? Ich vermute, das erledigt der aus C1 und L1W2 gebildete gebildete Schwingkreis.



Oder sind beide Transistoren für den regulären Betrieb nötig?



Und was könnte an meinem EVG kaputt sein? Ich tippe auf einen der Transistoren. cu. Juergen


Am 16.06.2020 um 16:07 schrieb Juergen:

Ja.

Gut möglich.

Hier wird die Schaltung erklärt:

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Juergen schrieb:

Selbstschwingende Halbbrücke ohne Basisvorspannung. Daher muss das Ganze angeschubst werden, dazu der DIAC. Schwingt es dann, tut D1 den Hilfskreis periodisch unter die Zündspannung des Diacs absenken. Im Russischen braucht man keine Hilfsverben.

C1 ist nur der "Zündkondensator" für T2 und hat nach dem Start keine Wirkung mehr.

Ja, sie leiten abwechslungsweise.

Vielleicht haben die Transistoren mal, aus was für einem Grund auch immer, gleichzeitig geleitet.

Die Schaltung sieht extrem gemuntzt aus.

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Am Tue, 16 Jun 2020 23:00:17 +0200 schrieb Rolf Bombach

Bei der von Sebastian Wolf verlinkten Erklärung (vielen Dank!) ist ja anstelle der Röhre ein Trafo angeschlossen der die Spannung auf 12 Volt reduziert.

Ich frage mich jetzt, woraus ergibt sich die Betriebsfrequenz der Halbbrücke? Nehme an, L2 und C3 bilden dafür einen Resonanztransformator.

Beim Einschalten gehe ich davon aus, dass die Halbbrücke wesentlich schneller anschwingt als die Röhre zünden kann. Dann fließt dank C4 zunächst Strom durch die beiden Heizwendel. Zudem ist C4 so gewählt, dass der Schwingkreis in die Resonanz gerät, was zu hoher Spannung zwischen den Elektroden und Zünden der Röhre führt. Danach ist die Impedanz der Röhre weit niedriger als von C4, diesen könnte man nun theoretisch entnehmen?

Oder ist das alles Quatsch und die EVG enthalten noch eine separate Starterschaltung?

Was begrenzt im Betrieb den Strom durch die Röhre? Nur die Induktivität von L2 oder auch R1, der ein komplettes Durchsteuern der Transistoren nicht zulässt? Gehe ich recht in der Annahme, dass die Transistoren für hohe Spannungen geeignet sein müssen? Inbesondere an T2 liegt ja bei jedem Einschalten die Zündspannung an?

Mein defektes EVG für 2 Röhren ist ungleich komplizierter aufgebaut. Insbesondere gibt es deutlich mehr Dioden und Kondensatoren sowie schon kurz nach dem Netzanschluss 2 kleine Trafos. Trotzdem insgesamt nur 3 dreibeinige Halbleiter.

cu. Juergen

Habe ein billiges solches (Amazon) vor mir, auf dem steht neben

CCF

Am 02.07.2020 um 21:07 schrieb Juergen:

DoDi

verstehen und vielleicht auch reparieren": Am Fri, 3 Jul 2020 07:01:22 +0200 schrieb Hans-Peter Diettrich

cu. Juergen

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