Trafos Ein/Ausschalten

Jan 06, 2020 136 Replies

Nein, kenne ich nicht.

Dass manche Einsicht, die Schweitzer in Afrika gewann, in heutigen Publikationen unterschlagen wird, überrascht nicht. Andernfalls müsste man als richtig anerkennen, was heute ungeprüft(!) als Rassismus abgelehnt wird oder man müsste einen der bedeutendsten Humanisten als Rassisten brandmarken.

Was in Wikipedia steht, ist nicht immer richtig, aber meist korrekt.

Am 09.01.20 um 22:11 schrieb Werner Holtfreter: > Hartmut Kraus wrote: >> Ok, kennst du auch dieses Buch? Daher hab' ich nämlich meine >> Weisheiten über Schweitzer: >>

Ok, ist auch schon länger her, dass ich's gelesen habe. Wäre für dich aber sicher nicht uninteressant.

Aber vielleicht, dass er sogar Ratschläge von ihm Unterstellten (also "sozial Untergeordneten") annahm?

Aber du verwirrst mich mit diesem Satz:

Ersetzen wir mal "oder" durch "und", dann ergibt's für mich einen Sinn.

Am 09.01.20 um 22:20 schrieb Werner Holtfreter:

Also bitte, wollen wir doch nicht über einen Unterschied zwischen "richtig" und "korrekt" filosofieren. ;)

Warum nicht? Auch ein General kann mal einen Ratschlag eines Untergebenen annehmen, ohne dass sich die Hierarchie ändert.

"Oder" stimmt schon:

Man müsste anerkennen, dass Neger nicht "die intellektuellen, geistigen oder psychischen Faehigkeiten" der Weißen besitzen (wie Schweitzer schrieb)

oder

man müsste Schweitzer ablehnen und verachten.

Statt dessen lässt man die kritischen Passagen lieber unter den Tisch fallen. Jetzt klar?

Für dich Hartmut: "sachlich richtig" <--> "politisch korrekt".

Schon klar. Und deshalb ist deine Aussage über wikipedia weder richtig noch korrekt. ;) Aber wie gesagt: Darüber streite ich mich nicht.

Am 09.01.20 um 20:33 schrieb Hartmut Kraus:

Das ist so nicht richtig und zu kurz geschrieben- Albert Schweitzer hat in einem Text von 1914 (!) "Soziale Probleme im Urwald" über die soziale Einstellung der Einheimischen geschrieben: "Aber gibt es wirklich soziale Probleme im Urwald? Ja. Man braucht nur zehn Minuten lang die Unterhaltung zweier Weißer hier anzuhören, und schon ist sicher das schwerste dieser Probleme, das Arbeiterproblem, berührt. In Europa stellt man sich gerne vor, daß unter den Wilden für sehr mäßigen Lohn sich so viele Arbeiter anbieten, als gewünscht werden. Das Gegenteil ist der Fall. Arbeiter sind nirgends schwerer zu finden als unter den primitiven Völkern, und werden im Verhältnis zur Arbeitsleistung nirgends so teuer bezahlt wie hier. Dies kommt von der Faulheit der Neger, sagt man. Aber ist der Neger wirklich so faul? Liegt das Problem nicht tiefer? Wer einmal die Leute eines Negerdorfes gesehen hat, wenn sie ein Stück Urwald ausroden, um eine neue Pflanzung anzulegen, der weiß, daß sie imstande sind, wochenlang mit Eifer und unter Anspannung aller Kräfte zu arbeiten. Zu dieser härtesten aller Arbeiten – um dies nebenbei zu sagen – ist jedes Dorf alle drei Jahre genötigt. Die hohen Stauden, an denen die Bananen wachsen, verbrauchen den Boden außerordentlich schnell. Darum muß alle drei Jahre eine neue, durch die Asche des abgehauenen und verbrannten Urwaldes gedüngte Pflanzung angelegt werden. Was mich angeht, so wage ich nicht mehr, unbefangen von der Faulheit der Neger zu reden, seitdem mir fünfzehn Schwarze in fast ununterbrochenem, sechsunddreißigstündigem Rudern einen schwerkranken Weißen den Strom heraufbrachten. Der Neger arbeitet unter Umständen also sehr gut ... aber er arbeitet nur so viel, als die Umstände von ihm verlangen. Das Naturkind, und dies ist des Rätsels Lösung, ist immer nur Gelegenheitsarbeiter. Bei geringer Arbeit liefert die Natur dem Eingeborenen so ziemlich alles, was er zu seinem Unterhalt im Dorfe braucht. Der Wald bietet ihm Holz, Bambus, Raphia und Bast zum Herstellen einer Hütte, die ihn gegen Sonne und Regen schützt. Er braucht nur noch etwas Bananen und Maniok zu pflanzen, zu fischen und auf die Jagd zu gehen, so hat er das Notwendige beisammen, ohne sich als Arbeiter verdingen und regelmäßig verdienen zu müssen.Tritt er eine Stelle an, so ist es, weil er zu einem bestimmten Zweck Geld braucht. Er will eine Frau kaufen; sein Weib oder seine Weiber haben Lust auf schöne Stoffe, auf Zucker, auf Tabak; er selber braucht eine neue Axt, möchte gern Schnaps trinken, einen Khakieanzug und Schuhe tragen. Es sind also mehr oder weniger Bedürfnisse, die außerhalb des eigentlichen Kampfes ums Dasein liegen, die das Naturkind dazu bringen, sich zur Arbeit zu verdingen. Liegt ein bestimmter Zweck zum Gelderwerb nicht vor, so bleibt es in seinem Dorfe. Steht es irgendwo in Arbeit und hat es so viel verdient, daß es sich leisten kann, wonach ihm das Herz stand, so hat es keine Ursache, sich weiter zu mühen, und kehrt in sein Dorf zurück, wo es immer Wohnung und Nahrung findet. Der Neger ist nicht faul, sondern er ist ein Freier" aus

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Das ist 1914 geschrieben worden - Kann man 1914 mit 2020 vergleichen?

Weil hier nicht passend, fup to d.a.g

Dorothee

Am 09.01.20 um 21:16 schrieb Werner Holtfreter:

Und ich lese hier:

12.09.2019 – 15:33 dpa-Faktencheck *Rassistischer Satz nicht von Schweitzer* «unverschämt unzutreffend» Berlin (ots) Mit einem angeblichen Zitat von Albert Schweitzer über Afrikaner wird seit Jahren rassistisch Stimmung gemacht. Dem Friedensnobelpreisträger wird unterstellt, er habe in einer seiner Schriften die Europäer als intellektuell, geistig und psychisch überlegen dargestellt.

BEWERTUNG: Der Satz ist vollkommen erfunden. Kenner der Arbeit und Werke von Schweitzer sprechen von einem «unverschämt unzutreffenden Bild» von dessen Sicht auf Afrika.

FAKTEN: Vor mehr als 100 Jahren ließ der deutsch-französische Arzt und Theologe Albert Schweitzer Europa hinter sich, um Kranken und Bedürftigen in Afrika zu helfen. 1913 gründete er ein Krankenhaus in Lambaréné, einem Ort im damaligen Französisch-Äquatorialafrika. Dort starb Schweitzer 1965 im Alter von 90 Jahren. Über seine Arbeit in Afrika hat er autobiografische Bücher geschrieben.

Seit Jahren wird fälschlicherweise im Internet verbreitet, Schweitzer habe für Bewohner des Kontinents das Wort «Sub-Rasse» genutzt. In seinem Buch «Afrikanische Geschichten», das ursprünglich 1938 auf Deutsch veröffentlicht wurde, soll er geschrieben haben: «Sie haben weder die intellektuellen, geistigen oder psychischen Fähigkeiten, um sie mit weißen Männern in einer beliebigen Funktion unserer Zivilisation gleichzusetzen oder zu teilen.» Zudem würden Afrikaner deren «ganze Arbeit zerstören».

In Schweitzers Buch «Afrikanische Geschichten» gibt es kein solches Zitat. Schon vor Jahren erklärte der frühere Präsident der Internationalen Stiftung für das Albert-Schweitzer-Spital, Lachlan Forrow: «Dieses Zitat ist völlig falsch und ein unverschämt unzutreffendes Bild von Dr. Schweitzers Sicht auf die Afrikaner.» Der Arzt habe solche Sätze nie im Entferntesten gesagt oder geschrieben.

Die Bewertung des Harvard-Mediziners Forrow stammt aus einem Dokument des Albert-Schweitzer-Hauses im französischen Gunsbach, das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. Auszüge daraus sind auch auf der Internetseite Wikiquote zu finden:

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Häufig wird als Quellenangabe für das falsche Schweitzer-Zitat auf die englische Version «From My African Notebook» von 1961 (zuweilen auch von

1951) verwiesen. Der Text der Übersetzerin Charles E. B. Russell kam erstmals 1939 auf den Markt und verzeichnete in den Folgejahren mehrere Auflagen. Darin soll vermeintlich stehen: «They have neither the intellectual, mental or emotional abilities to equate or share in any of the functions of our civilization.» Doch kommen in dem Buch
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die Wörter «intellectual», «mental» oder «emotional» überhaupt nicht vor.

Die Direktorin des Albert-Schweitzer-Hauses im französischen Gunsbach, Jenny Litzelmann, erklärte am 11. September 2019 auf Nachfrage der dpa ihre Einschätzung des Zitats: «Für mich geht es eindeutig um die Verwendung der "Schweitzer-Aura" für unehrliche Zwecke und Propaganda.»

Nach Angaben der südafrikanischen Politikprofessorin Christi van der Westhuizen von 2008

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ist das falsche Zitat schon lange in der Welt. Demnach sei es etwa im Juni 1981 in einer inzwischen eingestellten südafrikanischen Zeitung erschienen. Es zeige, so die Wissenschaftlerin, «wie Rassisten sich an bestimmte Diskurse klammern und sie Jahrzehnte lang unbedacht verbreiten». Das untergeschobene Zitat ist häufig auf Seiten und in Internetforen mit rassistischen und migrationsfeindlichen Verschwörungstheorien zu finden: (Es folgen Links, man kann auch den Artikel als pdf herunterladen)
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Dorothee

Mit dem Unterschied: Schweitzer hat seine Angestellten nicht befehligt, "nur" geleitet.

Naja, etwa. Obwohl ich wie gesagt auch schon "NegerInnen" kennen gelernt habe (ok, nicht im afrikanischen Busch, sondern nach einigen Monaten / Jahren in D), ;) denen mancher Weiße weder geistig noch psychisch das Wasser reichen kann.

Am 09.01.20 um 22:20 schrieb Werner Holtfreter:

Aus snipped-for-privacy@mid.individual.net>

"Wohlfeile WP-Kritik soll typischerweise lediglich verbergen, daß man keine besseren Argumente bzw. Quellen hat. Hätte man die, könnte man sie bringen, damit wäre die WP-Kritik dann implizit und sogar begründet."

Paßt wohl bei allem braunen Gesocks.

Nebenher: Da war noch dein zwweiter Link.

Hanno

(sup: typos)

Am 09.01.20 um 22:20 schrieb Werner Holtfreter:

Aus snipped-for-privacy@mid.individual.net>

"Wohlfeile WP-Kritik soll typischerweise lediglich verbergen, daß man keine besseren Argumente bzw. Quellen hat. Hätte man die, könnte man sie bringen, damit wäre die WP-Kritik dann implizit und sogar begründet."

Paßt wohl bei allem braunen Gesocks.

Nebenher: Da war noch ein zweiter Link.

Hanno

Am 09.01.20 um 23:06 schrieb Dorothee Hermann:

Na wer hätte das gedacht.

Als nächstes kommt unsere braune Armee Fraktion hier vermutlich mit den "Protokollen der Weisen von Zion".

Hanno

Den so genannten "Faktencheck" muss man mit ebensolcher Vorsicht begegnen, wie einem aufschnappten Zitat, von dem immerhin die Originalquelle angegeben war. Wirklich wissen können wir im Moment nur, dass das Zitat umstritten ist - danke für die Info. Entschieden ist die Sache erst, wenn man die Originalquelle geprüft hat.

Die Differenz der Zahlenangaben zu deutschen zivilen Weltkriegsopfern lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass bei der kleineren Zahl die zahlreichen Opfer *nach* der Kapitulation absichtsvoll nicht mit gezählt wurden.

Wenn man, wie hier gezeigt, während des Einschaltens die Last mit einem Relais abtrennt, genügt ein simpler Widerstand, um den Trafo symmetrisch zu magnetisieren. Evtl. braucht man ein Zeitrelais, falls das etwas länger dauert. Das Verfahren ist ja mit dem voreilenden Kontakt an handbetätigten Schaltern gut eingeführt.

Der Widerstand kann ziemlich klein ausfallen, denn nach kurzer Zeit stellt sich der Leerlaufstrom des Trafos ein.

Nö, Du hast übersehen, dass unser strammer Holzfresser dummerweise die rund 6 Mio ermordeten Juden als Deutsche deklariert hat und das dt. Militär ebenfalls den Zivilisten zuschlägt. Fähnchen flattere im Wind!

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 09.01.20 um 20:07 schrieb Werner Holtfreter:

In diesen Absatz stecken leider viele Falschinformationen drinnen!

Am 09.01.20 um 23:06 schrieb Dorothee Hermann:

Danke, dachte ich mir doch, dass da was unterjubelt wurde! Analog zu 'Die Protokolle der Weisen von Zion' was auch nur erstunken und erlogen ist!

Am 09.01.20 um 23:45 schrieb Hanno Foest:

Eben, habe es grad selbst vorsorglich als erstunken und erlogen angemerkt!

Am 10.01.20 um 01:29 schrieb Werner Holtfreter:

Im welchen Verhältnis standen die zu den Vorherigen zig, zig Millionen?

Sag gehst noch tiefer?

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