Trafos Ein/Ausschalten

Jan 06, 2020 136 Replies

Am 09.01.20 um 17:59 schrieb Rolf Bombach:

Und dafür sollen die heutigen Deutschen zur Verantwortung gezoegn werden und bezahlen? Das meinst du doch?

Zitat: Ursprünglich wurde Südwestafrika (das heutige Namibia) von Buschmännern und Bergdamaras bewohnt. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erfolgte von Nordosten her, über den Okawangofluß, die Einwanderung der Hereros. Kurz darauf erfolgte von Süden her, über den Oranje, in mehreren Zügen die Einwanderung der Hottentottenstämme. Der Name „Hottentotten“ ist eine zeitgenössische Bezeichnung für das Volk der Nama. Holländische Siedler gaben ihnen, ihrer eigentümlichen Sprache wegen, den Namen „Hottentotten“ (Stotterer).

Hier eine realistische Schilderung dessen, was damals tatsächlich geschah.

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Zitat: Da die Briten den Hereros Asyl, unter der Bedingung, dass sie die Kämpfe nicht in ihre Kolonien tragen würden, zugesagt hatten, wollte die Mehrheit der am Waterberg versammelten Hereros ins 300 – 400 km entfernte britische Betschuanaland (heutiges Botswana) und so zogen sie, mitten in der Trockenzeit, in Etappen und in Gruppen getrennt nach Süden und Südosten. Nur 20 Tote wurden später in den verlassen Stellungen am Waterberg von den Deutschen gefunden.

Die Zahl der Todesopfer des Hereroaufstandes ist nicht bekannt! Die später häufig angegebenen Opferzahlen beruhen auf dem im August 1918, also am Ende des Ersten Weltkrieges, erschienen britischen „Blaubuch“. Dieses Buch diente lediglich dazu, zu beweisen, dass das Deutsche Reich nicht in der Lage sei Kolonien zu unterhalten, um somit einen offiziellen Vorwand zu haben, diese sich selbst einzuverleiben, was ja nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages 1919 auch geschah. 1926 wurde das Blaubuch, endgültig als Kriegspropaganda entlarvt und sogar offiziell zurückgezogen.

1905 erließ der neue Gouverneur Friedrich von Lindequist eine Proklamation, in der allen Hereros das Leben zugesichert wurde, sofern sie nicht nachweisbar einen Mord begangen hatten. Rund 14.000 Rückkehrer „sammelte“ man so in Deutsch-Südwestafrika wieder ein, insgesamt zählte man 1905 rund 24.000 Stammesangehörige der Hereros, zusätzlich waren rund Tausend ins britische Betschuanaland (heutiges Botswana) geflohen und mehrere Tausend nach Norden zu anderen Stämmen.

Erst der DDR-Historiker Horst Drechsler interpretierte 1966, nach staatlich gewünschter Vorgabe, den Kampf der Schutztruppen gegen den Aufstand, in seinem 1966 erschienen Buch „Südwestafrika unter deutscher Kolonialherrschaft – Der Kampf der Hereros und Namas gegen den deutschen Imperialismus„, als „geplanten Völkermord„.

Hartmuts Märchenstunde.

"12 Jahre"?

fup d.a.g.

Dorothee

Das habe ich früher auch mal geglaubt.

Die Kolonialisierung brachte Afrika die Zivilisation, mit allen Vor- und Nachteilen, die Zivilisationen so an sich haben, insbesondere vor über 100 Jahren.

Vorteilhaft war der Aufbau der Infrastruktur und der Verwaltung. Heutiges Problem ist, dass die dort beheimateten Menschen mit beidem nichts anfangen können, nachdem sie die Kolonialisatoren aus dem Land gejagt haben. Die weit verbreitete Unfähigkeit der meisten Neger, ohne Anleitung zu arbeiten, wird dir in offenen Gesprächen bestätigen, wer Afrika-Erfahrung hat. So kam nicht von ungefähr die nur auf den ersten Blick überraschende Forderung aus Afrika nach einem neuen Kolonialismus: Der weiße Mann möge wieder die Regie übernehmen.

Auch wenn es müßig ist, kann man natürlich darüber diskutieren, ob es für Afrika besser gewesen wäre, wenn statt des Sprungs in die Neuzeit die archaischen Stammesgesellschaften erhalten geblieben wären. Die Bevölkerungsexplosion gäbe es nicht, schon mangels ausreichender Nahrung, und die Neger wüssten nichts von Europa.

Ich akzeptiere "historischen Verantwortung" so wenig wie ich Kollektivschuld akzeptiere. Verantwortlich bin ich für meine eigenen Taten, nicht mehr und nicht weniger.

Klar, die zwei Weltkriege hat's ja nie gegeben.

Schade, dass z.B. Albert Schweitzer tot ist. Der würde dir in einem "offenen Gespräch" was ganz anders erzählen. Z.B., dass mal 6 von den "dummen faulen" Schwarzen 36 Stunden ununterbrochen stromauf ruderten, um einen schwer kranken Weißen zu ihm zu bringen. Das hat auch an seiner Meinung etwas geändert. ;)

Von der "Masse" der Bevölkerung? Das glaubst du ja wohl selber nicht.

Und dann hast du angefangen deinen Gebetsteppich gen Braunau auszurollen...

Am 09.01.2020 um 19:04 schrieb horst-d.winzler:

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Am 09.01.20 um 20:07 schrieb Werner Holtfreter:

So kleine Nachteile wie Völkermord halt.

Das ist zwar grotesker Unfug, aber lokalisiert die Filterblase, in der du dich rumtreibst, recht gut.

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Das ist für die Nachkommen und Erben von Raubrittern natürlich eine sehr bequeme Position. Siehe auch meine Signatur.

Hanno

Am 09.01.20 um 18:50 schrieb Helmut Schellong:

Ziemlich genau 1kg. ;) Da musste ich doch mal nachgurgeln, ich hatte die einiges leichter in Erinnerung:

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ZITAT Dr. Albert Schweitzer, Friedensnobelpreistraeger 1952, aus From My African Notebook. 1961:

Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, die Leiden von Afrika zu lindern. Es gibt etwas, das alle weissen Maenner, die hier gelebt haben, wie ich, lernen und wissen muessen: dass diese Personen eine Sub-Rasse sind. Sie haben weder die intellektuellen, geistigen oder psychischen Faehigkeiten, um sie mit weissen Maennern in einer beliebigen Funktion unserer Zivilisation gleichzusetzen oder zu teilen. Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, ihnen die Vorteile zu bringen, die unsere Zivilisation bieten muss, aber mir ist sehr wohl bewusst geworden, dass wir diesen Status behalten: die Ueberlegenen und sie die Unterlegenen. Denn wann immer ein weisser Mann sucht unter ihnen als gleicher zu leben, werden sie ihn entweder zerstoeren oder ihn verschlingen. Und sie werden seine ganze Arbeit zerstoeren. Erinnert alle weissen Maenner von ueberall auf der Welt, die nach Afrika kommen, daran, dass man immer diesen Status behalten muss: Du der Meister und sie die Unterlegenen, wie die Kinder, denen man hilft oder die man lehrt. Nie sich mit ihnen auf Augenhoehe verbruedern. Nie Sie als sozial Gleichgestellte akzeptieren, oder sie werden Dich fressen. Sie werden Dich zerstoeren. ZITATENDE

Von der Masse sind noch nie kluge Gedanken gekommen.

Am 09.01.20 um 20:41 schrieb Hanno Foest:

Zitat: So, wie es Menschen gibt, die immer noch dem Kalten Krieg nachtrauern, gibt es auch Intellektuelle, die nie akzeptiert haben, dass die vormals unter französischer oder englischer Administration stehenden Gebiete jetzt wirklich unabhängig und für sich selber verantwortlich sind. Der Antikolonialismus dient als Ersatz-Marxismus für eine Linke, die langsam die Welt nicht mehr versteht.

Die französische Präsenz in Afrika zum Beispiel hat es erlaubt, der Sklaverei ein Ende zu setzen, die im Maghreb genauso wie in der Sahelzone und in Benin noch sehr verbreitet war.

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"taz" die Referenz für bekannt objektiv linke Berichterstattung

Zitat: Man vergisst es allzu häufig: Eroberung und Expansionsdrang sind keine Alleinstellungsmerkmale Europas. Alle grossen Zivilisationen, die Perser, die Mongolen, die Chinesen, die Azteken oder die Inkas, waren kolonisatorisch. Die Muslime haben Persien überfallen, Indien, Südostasien, Ägypten, den Sudan, sie haben lokale Religionen zerstört und, wie in Indien, schrecklich gewütet. Aber davon spricht man wenig in der offiziellen Historiografie; Europa allein soll die Last der kolonialen Sünde schultern, die anderen Kulturen zeigen nur selten Bereitschaft zur Selbstkritik.

Am 09.01.2020 um 21:16 schrieb Werner Holtfreter:

Von dir noch viel weniger.

Am 09.01.2020 um 21:17 schrieb horst-d.winzler:

Insbesondere der übergeschnappte Winzler.

Raubritter? Bis ins wievielte Glied möchtest du die Sünden der Vorfahren sühnen?

Außerdem weiß nicht, ob ich Nachfahre eines Raubritter bin. Ich weiß nur, dass ich einem Volk angehöre, das allein im 2. Weltkrieg zwölf Millionen tote Zivilisten(!) zu beklagen hatte, während viele Überlebende ihre Heimat, ihr Eigentum und ihre "Unschuld" (Vergewaltigungsopfer) verloren haben.

Vom Verzicht, historische Verantwortung einzufordern, profitieren vorwiegend die Völker um uns herum.

Richtig, und nicht die Nachteile. Die hat Schweizer nämlich auch am eigenen Leib erfahren, und nicht erst da:

"1913 setzte Schweitzer sein Vorhaben in die Tat um und gründete am Ogooué, einem 1200 km langen Fluss in Gabun, das Urwaldhospital Lambaréné.[7] Das Gebiet gehörte damals zu Französisch-Äquatorialafrika. Schon ab 1914, als der Erste Weltkrieg ausbrach, wurden er und seine Frau Helene, eine Lehrerin, aufgrund ihrer deutschen Staatsangehörigkeit von der französischen Armee unter Hausarrest gestellt.

1917, erschöpft von mehr als vier Jahren Arbeit und von einer Art tropischer Anämie, wurde das Ehepaar Schweitzer festgenommen, von Afrika nach Frankreich überführt und in Bordeaux, Garaison und dann St. Rémy de Provence bis Juli 1918 interniert."

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Komisch, dann müssten hier aber einige Schwarze schon mich gefressen haben. Vor allem die, die sozial "höher gestellt" sind als ich. Wie z.B. ein Verkäufer bei Lidl im Getränkemarkt. ;)

Ok, kennst du auch dieses Buch? Daher hab' ich nämlich meine Weisheiten über Schweitzer:

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Von der Masse nicht, aus der Masse gelegentlich schon.

Am 09.01.20 um 21:17 schrieb horst-d.winzler:

Die NZZ ist voll auf AfD-Linie. Daß da jemand die Afrikaner für Untermenschen hält überrascht wenig.

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Sagt einer, der mit der NZZ kommt.

Das entschuldigt nichts. Jeder kehre vor seiner eigenen Tür.

Hanno

Am 09.01.20 um 21:30 schrieb Werner Holtfreter:

Deutsche Zivilisten, meinst du sicher. Die anderen ~ 15 Mio. (darunter

5.645.000 Juden) hat man wohl nicht so beklagt.

Naja, die wohl weniger. Eher die "Kulturbereicherer" etwa auf dem Stand des Islam wie des Christentums im Mittelatler.

Am 09.01.20 um 21:30 schrieb Werner Holtfreter:

In meiner alten Schule hätte man jetzt formuliert "versagt beim Transfer des Gelernten".

Oh, die Filterblase wieder.

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"Für Deutschland schwanken die Angaben zwischen 5,5 (Statistisches Bundesamt 1991) und 6,9 Millionen Kriegstoten (Bevölkerungs-Ploetz 1965)"

Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

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"Mit mehr als 26 Millionen Toten hatte die Sowjetunion die größten Verluste. Deutschland zählte etwa 6,3 Millionen Tote, darunter fast 5,2 Millionen Soldaten."

Hanno

Am 09.01.2020 um 21:56 schrieb Hanno Foest:

Er wird gleich mit der Dolchstoßlegende kommen....

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