SMD: Welche Lötpast e zum Applizieren v on Hand

Dec 13, 2007 44 Replies

Hallo Gruppe,



im Rahmen meiner Bem=FChungen, SMD Versuchsschaltungen ohne Abwarten einer Bearbeitungszeit selbst herstellen zu k=F6nnen, hat sich meine Ausr=FCstung zur Platinenherstellung als geeeignet erwiesen, auch noch



0,4er Pitch f=FCr Quadflats aufl=F6sen zu k=F6nnen. Unter dem Mikroskop betrachtet sind die Pad-R=E4nder verglichen mit professionell hergestellten Platinen zwar wellig, aber f=FCr Versuchszwecke und einfache Prototypen w=E4re das ausreichend.=20

Jetzt geht es darum, diese Platinen auch l=F6ten zu k=F6nnen. Ein Stereomikroskop steht f=FCr Best=FCckungsarbeiten zur Verf=FCgung. Jetzt habe ich die M=F6glichkeit, einen gebrauchten Infrarot Durchlaufofen g=FCnstig erstehen zu k=F6nnen. Ich habe eine L=F6tpaste in H=E4nden, die allerdings f=FCr Siebdruck gedacht und wohl deswegen sehr faserig ist. Mit einer Spritze w=E4re diese keineswegs zu handeln. Au=DFerdem ist sie nur wenige Monate haltbar. Ob sich das allerdings nur auf die Siebdruckf=E4higkeit, sondern auch auf die L=F6tf=E4higkeit bezieht, wei=DF ich nicht. Wei=DF vielleicht jemand mehr dazu? Welche Paste w=E4re denn zum Applizieren von Hand geeignet und wo kann man diese erstehen? Wie sieht es mit der Haltbarkeit aus? G=E4be es so etwas auch noch in bleihaltig, was ja im Blick auf noch expirimentelles Heruml=F6ten sinnvoll w=E4re?=20



Wie komme ich an besonders leicht laufende kleinvolumige Spritzen und passende Applikationskan=FClen, mit denen man entsprechend kleine Mengen applizieren kann? Einmalspritzen arbeiten bei den ben=F6tigten Mengen und z=E4hfl=FCssigen Massen doch etwas ruckartig. Weder eine Apotheke = noch ein Zahnarzt konnten mir bei der Beschaffung behilflich sein.


"Paul Rosen" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Das ist normal, Loetpaste nur mit Schablode (kein Siebdruck), und nur wenn man sie in wenigen Monaten aufbrauchen kann. Bleifrei macht die Sache noch lustiger, kann man aber fuer Privatgebrauch auch drauf verzichten, allerdings, gerade privat ist einem die Gesundheit vielleicht wichtig (denn bei der Verarbeitung gehts ums Blei, weniger wenn das Geraet erst mal beim Kunden steht).

Gar nicht. Dispenser sind zu teuer. So ist meine bisherige Erfahrung.

Ich gehe den umgekehrten Weg: Pins/Pads in Loetpaste stippen und nach Augenschein begutachten, dann das Bauteil auf die (HAL-verzinnte) Platine setzen. Aber SMD wird auch nur verbaut, wenn noetig.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Paul Rosen schrieb:

Besorg dir einen Laborkatalog des nächsten Laborbedarfs-Händlers. Du glaubst nicht, was es dort alles drin zu sehen gibt.

Zum jemanden Erschlagen würde der auch dicke reichen.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Hi,

Paul Rosen schrieb:

Ich löte sowas einfach von Hand. Ein Lötpad etwas vorverzinnen, Bauteil mit Pinzette plazieren (mit Lupe oder Mikroskop kontrollieren) und dann dieses Pad erhitzen. Jetzt die gegenüberliegende Seite begutachten, etwas justieren und verlöten. Beim verlöten reichlich Flußmittel (NoClean) und genügend Lötzinn verwenden. Kurzschlüsse einfach ignorieren, die werden nachher einfach mit etwas Entlötlitze entfernt.

Gruß Alex

Wenn es zu viel Luft in der Spritze über längere Zeit hatte, gibt es noch ein Problem: es sprizt dann beim Löten im Ofen und mache Komponenten springen herum. Angebelich Wasser aus der Luft in der Paste, weiss nicht, kann sein.

Kaufe alles bei einem Elektronik Händler, ja ich bin in CH und da haben wir eben fixe Läden dafür. Die Applikation mit Spritzen ist eigentlich auch nur mit so einem Pressluft Dosiergerät vernünftig möglich.

Feinpitch lötet man mit einer grossen Lötspitze unter Zugabe von 'Löthonig' (gibt es auch in Spritzen). Damit fährt man einfach über die Füsschen, allfällige Kurzschlüsse, von denen es bei dieser Methode sehr wenig geben wird, korrigiert man später mit Sauglitze.

Paul Rosen schrieb:

(...)

Das war in einer vergangenen Elektor-Ausgabe Thema (afaik Dezember

07). Dort ging es auch um die Haltbarkeit von Lötpasten und Applikation. Evtl. hat die (Uni-) Bib. deines Vertrauens die im Archiv... hth Martin

Keinen Diabetiker Typ I im Bekanntenkreis?

Gruß

Stefan DF9BI

Dazu meine Frage: Der Bauteil bleibt nicht brav sitzen, zB ein 0603er, sondern pickt sich dann auf die Löspitze oder macht sonstwas. Wie hältst du den Teil fest? Kleben?

w.

Ich drück den mit der SMD-Pinzette runter.

Nick

The lowcost-DRO:

Ich nehm da nach wie vor Kolophonium in Spiritus gelöst aus einem Pipettenspender, der mal für Nasentropfen gemacht war.

Ich nehm da eher sparsam Zinn auf die 2 mm Lötspitze und zieh damit längs der Pins drüber. Das gibt gleich von vorne weg wenig Hitze aufs Teil und wenige Kurzschlüsse.

Ich mag Entlötlitze einfach nicht. Meist geht das mit einer zweiten Ladung Flußmittel und einer frisch geputzten Lotkolbenspitze recht gut auch ohne.

Marte

Ja versteh. Hab mal so eine kleine Klammer gebaut mit Gewichr zum Fixieren, aber da wird man alt dabei.

Ruhige Hand ist Voraussetzung, nicht zuviel Kaffee und nicht z'viel w...... w.

"MaWin" wrote: ...

...

...

Kannst Du diese beiden Dinge tats=E4chlich mit Eigenmitteln herstellen und die Paste selbst mit der Schablone applizieren? 8-)

Otto Sykora schrieb:

Du mußt die Platine erstmal vortrocknen!!

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

"Paul Rosen" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Nein, beides bestellt, Adressen siehe de.sci.electronics FAQ:

formatting link

Das geht dann eher problemlos, leider mit viel Verschnitt, denn das am Rakel klebende Zeug tut man nicht mehr in die Tube zurueck.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Moin!

[...]

Also ich bestelle in der Firma gerne bei , weiß aber nicht, ob sie auch an privat verkaufen bzw. wie hoch der Mindestbestellwert ist.

Wie schon in vielen anderen Beiträgen in diesem Forum genannt, ist eine "dicke" Spitze, ausreichend Flussmittel (bevorzuge auch mit Isopropanol gelöstes Kolophonium - REINIGEN nicht vergessen!) und feinadriger Entlötlitze durchaus geeignet SMD zu löten. Mit einer ruhigen Hand und einer sichelförmigen Pinzette kann man mit etwas Übung doch ansehnliche Ergebnisse schaffen. Lötofenerfahrung habe ich jedoch keine :-)

cu

Stef@n

Aha! Geschieht das vor oder nach dem Applizieren der L=F6tpaste?

*schluck*

Nach dem Applizieren und weil wir schon beim Thema sind: Auch die ICs sollten schön trocken sein!!

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Gerade das war es, was ich zu vermeiden suchte. Sprich eine L=F6sung zu finden, Versuchsaufbauten und Zwischen-Prototypen vollkommen autark herstellen zu k=F6nnen, ohne irgendwelche Wartezeiten bei =46remdherstellern und ohne das umst=E4ndliche Gefuchtel beim Einl=F6ten.= =20

Das Problem beim Dosieren der Paste k=F6nnte m=F6glicherweise mit einem Druckluftanschluss an einer Spritze und einem Monoflop-geschalteten Magnetventil erschlagen werden. Mit Vaseline (die allerdings eine f=FCr diese Zwecke erheblich g=FCnstigere Konsistenz hat) habe ich das schon einmal befriedigend in superkleinen und reproduzierbaren Mengen verwirklichen k=F6nnen. Voraussetztung ist allerdings, es bleiben bei der Ofenmethode wirklich nur wenige Grabsteine von Hand flachzulegen. Immerhin handelt es sich um einen Durchlaufofen, mit dem fr=FChere Generationen von SMD Kleinserien tats=E4chlich produziert wurden.=20

Das einzig vollkommen unl=F6sbare Problem scheint die geringe Lebensdauer der Paste zu sein, die wegen jeglichem Popelkram erst einmal in geringen Mengen beschafft werden muss. Spontan geht da leider nichts. :-(

Nunja, es h=E4tte ja sein k=F6nnen, dass die Platine f=FCr diese Zwecke = erst einmal zun=E4chst =FCber die Schmelztemperatur der Paste h=E4tte = erw=E4rmt werden m=FCssen. Jetzt ist klar, dass sich der Trocknungsprozess eher auf die Paste bezieht.

Also sollte die mit L=F6tpaste versehene und best=FCckte Platine f=FCr = eine gewisse Zeit erst einmal bei moderater Temparatur und Umluft getrocknet werden, um dann auf L=F6ttemperatur hochzufahren? Dann ist dies n=E4mlich im oben erw=E4hnten Durchlaufofen schon so vorgesehen.=20

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