Schlechte Erfahrungen mit Tektronix TDS5104B Oszilloskop

Jun 12, 2005 35 Replies

Peter Weiss schrieb:

Hallo.

Sagt wer?

Warum sollten denn Hersteller wie Tektronix, R&S u.s.w. dann auf Windows2000 u.a. setzen?

Also das R&S ZVR besitzt z.B. eine von R&S eigens erstellte Software, die so garnichts mehr mit Windows2000 zu tun hat. Ich denke mal, dass die Firmen da schon wissen, was sie tun.

Weiterhin gibt es auch Automobilhersteller, die in ihren Produktionsstraßen Windows NT einsetzen...

MfG, Heiko.

Manchmal wird sowas nicht unter technischen Aspekten entschieden, sondern unter Marketinggesichtspunkten. Ausserdem erwarten Kunden und der Vertrieb von den Geräten immer mehr PC ähnliche Funktionen, wie Netzwerkfähigkeit, (grausame) Bedienung mit Menüs, einfach Dokumentationshilfen usw.. Da ist die eigentliche Gerätefunktion nur ein kleiner Bruchteil der gesamten Applikation... Da nimmt man doch ein käufliches Betriebssystem, das all diese Dinge schon mitbringt, genau es gibt da irgendwie nur ein käufliches. Und käuflich muss es sein, sonst haben die Entscheidungsträger nix zu unterschreiben und niemanden, dem sie drohen können nix mehr bei ihm kaufen zu wollen, wenn er nicht spurt ;-)

Ja und US-Fregatten dümpeln schon mal steuerlos im Golf umher, weil der Navigationsrechner (NT-basiert) streikt. Ich habe Windows-NT-emebdded auch schon in Marine-Echoloten gesehen. Nur um eine mittelmäßige Benutzeroberfläche und Grafikausgabe zu haben und auf ein paar Knöpfe zu verzichten ist das Overkill und hat fiese Konsequenzen für Hardware, aber der Kunde wollte es so haben...

Ing.olf

Mal so nebenbei, sind die Scopes immer noch so laut belüftet? Diese Fan-Scopes rauben mir immer die Nerven, insbesondere fand ich Tektronix immer extra laut...

Ing.olf

Ingolf Pohl schrieb:

Nunja, sich durch ein Menü hangeln zu müssen, um an weniger oft genutzte Funktionen zu kommen, ist dazu angetan, sie nicht zu nutzen. Mehr Bedienelemente auf der Frontseite erleichtern das Arbeiten ungemein. Hat sich velleicht noch nicht bis zu den Einkäufern in dieser Konsequenz herumgesprochen?

mfg horst-dieter

Ingolf Pohl schrieb:

Nunja, dieses laute Rauschen ist schon sehr ermüdent. Wäre vielleicht etwas für Leute, die unter Einschlafprobleme leiden?

mfg horst-dieter

"horst-h.winzler" schrieb:

Nur die Hardware zu finden, die die Abstürze auslößt, ist nicht immer ganz einfach. Ich hatte bei mir auch sporadisch Bluescreens oder einfach komplette hänger (alles eingefroren). Zuerst hab ich die DVB-S-Karte rausgeschmissen. Danach kam es zwar nicht mehr so oft zum einfrieren des Desktops, aber immer noch zu Bluescreens wenn ich online war oder der Rechner hohe Last hatte. Nach austauschen der ISDN-Anlage (Eumex gegen Siemens) kam es nur noch ab und zu vor, das ich einen Bluescreen hatte. Erst seit ich die Soundkarte ausgetauscht habe (SB-Live), läuft alles 100%ig stabil.

Gruß Jürgen

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Am Tue, 14 Jun 2005 23:35:44 +0000 schrieb Ingolf Pohl :

Bei einem größeren Tek (mit Röhre, farbig, 2GS/s, 4 Kanäle, 7..8Jahre alt) war nicht nur das laute Rauschen sondern auch die Wärmeentwicklung (im Sommer) lästig. Die (gemessenen) 250W erkären auch den riesigen, lauten Lüfter.

Martin

Mittlerweile haben wir tatsächlich ein Austauschgerät erhalten, das bis jetzt noch nicht abgestürzt ist. Da kann sich jetzt der Tek Service mit der Reparatur soviel Zeit lassen, wie er will.

Interessanterweise ist das Leihgerät identisch, jedoch ist ein anderes Motherboard verbaut. Der Unterschied liegt u.a. in der Anzahl der USB Anschlüsse.

Erstaunlich auch, dass ein P4 mit 2GHz und 512 MB Ram auf dem Board werkelt. Das erklärt auch den lauten Lüfter.

Besten Dank für Eure Kommentare.

Markus

Markus Knauss schrieb:

Für Spiele ist diese Leistung halt nötig ;-)

Wer kann denn noch maschinennahe programmieren? Vermutlich würde es dann ein 486 zufriedenstellend tun. Der brauchte dann auch keinen Lüfter.

mfg horst-dieter

"horst-d.winzler" schrieb im Newsbeitrag news:d8r66f$hd4$04$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Naja, das mit dem maschienennah programmieren macht auch immer weniger Sinn. Sprichwort Wartbarkeit, Fehleranfälligkeit etc. Ich meine, ein solide Software auf C Basis ist schon das Mittel der Wahl. Nur sind heute nahezu alle Softwarepakete (Betriebssysteme, APIs etc) tierisch aufgebläht. Das fehlt wahrscheinlich mal ein deftiges Tabula Rasa. Ausserdem, die alte Programmiererregel besagt, dass 90% der Rechenpower in

10% des Code "verbraten" werden Diese 10% sollte man lokalisieren und optimieren, wenn sein muss mit Assembler. Und zu guter letzt gibta auch ne Menge Embedded x86 (oder PPC) die wenig Leistung brauchen und genügend Rechenpower zur Verfügung stellen um bissel GUI anzuzeigen und ein paar Dateioperationen zu ermöglichen.

MFG Falk

blos kann man 90% der momentan existierenden C Compiler hinsichtlich der Code Optimierung in der Pfeiffe rauchen. Insbesondere für kleinere Prozessoren. Aber lassen wir das ...

horst-d.winzlerschrieb: "

Das Problem ist eher, dass das dann keiner mehr bezahlen kann/will. Ich sehe da hunderte Assm-Programmierer in Reih und Glied sitzen. Bei den Produktzyklen wäre das sicher nötig, von der Administration ganz zu schweigen. Es gibt da Berechnungen, ab wieviel Programmierer, die an einem Projekt gleichzeitig arbeiten, der administrative Aufwand, den Nutzen auffrist. Die Messkarten selber werden sicher in Assm programmiert sein.

Dirk

Hallo!

Heiko Weinbrenner schrieb:

Z=2E B. die Leute, die t=E4glich damit zu tun haben? Ausschreibungstexte, Sicherheitsanweisungen, IT-Schutzvorschriften usw...

Das ist mir auch ein R=E4tsel. Man kann ja auch VX-Works, Lynx, ein embedded-Linux oder sonstwas einsetzen. Aber oft sitzen an den entscheidenden Stellen Leute, die zu wenig Ahnung haben, und entscheiden dann irgendwas. Das ist halt manchmal wie bei einer Jeans: an den entscheidenden Stellen sitzen Nieten. :-)

Siehe oben, ich glaube, da=DF einige Leute bei solchen Firmen manchmal eben NICHT wissen, was sie tun. Hier werden z. B. Me=DFger=E4te auf Windows-Basis schlichtweg nicht gekauft, basta! Das ist ein Ausschlu=DFkriterium. Genauso wie mein Kunde sagt, da=DF ich mit einem Mobiltelefon und einem Windows-Laptop sein Firmengel=E4nde nicht betrete

- auch basta.

Und damit oft genug Probleme haben, ja ich wei=DF. Und es gibt auch so Wahnsinnige, die ein Windows-XP in einer (Fertigungs-) Steuerung im Einsatz haben! Und sich dann wundern, da=DF die Steuerung alle 4 Tage ausf=E4llt...

Und es gibt Zivilschutzsysteme und Kraftwerkssteuerungen, die mit Windows NT laufen. Da ist mir absolut nicht wohl dabei, wenn ich wei=DF, da=DF im Ernstfall das Leben von tausenden von Menschen von einer Technik abh=E4ngig sein kann, die nicht wirklich sicher und zuverl=E4ssig l=E4uft. Investitionen in eine IT-Erneuerung sind in der Regel fr=FChestens nach 10 bis 15 Jahren m=F6glich.

CU Peter

Ganz einfach: Weil R&S sich das leisten kann.

Realistisch gesehen sind die zur Auswahl stehenden Alternativen gering und nicht unbedingt besser.

Mir ist das ehrlich gesagt egal, wenn es funktioniert. Closed Source ist es so oder so, auch mit Linux, weil die Messgeräteansteuerung eh' nicht als Source verfügbar ist.

Und Linux hat sehr wohl auch gewaltige Tücken, um das mal ganz deutlich zu sagen. Das Treibermodell ist absoluter Murks, wegen jeder noch so nichtigen Änderung im Kern darf man alles neu compilieren. Von den dann entstandenen Code ist nichts, aber auch rein garnichts getestet - ich bin selber damit oft genug auf die Nase gefallen - und damit ist das in Punkto Funktionssicherheit kein Stück besser als Windows. Bei Windows ist es so, dass es entweder läuft oder man ein ganz massives Problem hat, bei Linux zeigt sich irgendwann, ob es ein Problem gibt.

Eine halbwegs stabile Alternative könnte BSD sein, einfach weil die mehr auf Kontinuität wert legen und ideologische Ansätze a'la "wenn die Treiber neu gebaut werden müssen, dann muss der Source offen liegen" entfallen.

Am Internet-Frontend setzen wir trotzdem kein Windows ein, weil Microsoft IMHO irgendwie das Internet nicht wirklich verstanden hat ...

( Zur Messtechnik: Natürlich ist eine komplette Embedded Lösung schön, so haben wir das z.B. beim Low Cost Spec. gemacht. Aber sie kostet auch viel Entwicklungszeit und Geld. )

Was nervt:

  1. Messgeräte, die ewig booten :-((
  2. Messgeräte, bei denen es keine Backup-Möglichkeit von Verbrauchsmaterial wie Festplatten gibt.

Bei 2. hat ein Windows wie Linux durchaus einen Vorteil: Es gibt Komplett-Backup-Programme ;-)

( Und es gibt auch Druckertreiber, *das* ist sehr wohl ein Argument pro Standard-System, egal ob Windows oder Linux. )

Das trifft leider häufig zu.

Nunja : Das hängt von Deiner Stellung als Geschäftspartner ab. Mein Notebook hat z.B. aus bestimmten praktischen Erwägungen Windows installiert (verfügbare und benötigte Software).

Wenn ein Kunde mir mit solchen Argumenten kommt, dann wird er halt nicht mein Kunde. Auch basta.

Und nachdem sich andere (zumindest gute) Entwickler auch nicht beliebig auf der Nase rumtanzen lassen, wird dann irgendwann der Herr Manager sich selber an Hard- und Software versuchen dürfen. Oder er dreht mit Billisch-Entwicklungskapazität einmal die große Ehrenrunde, siehe LKW Mautsystem. Danach steigt die Lernkurve.

Man muss nicht jedem in den (zensiert) kriechen.

Zumindest dann nicht, wenn man gute Produkte hat ;-)

Mal ganz deutlich gesagt: Sicherheitskritische Steuerungen der ersten Ebene haben auf *PC*'s im allgemeinen, egal ob Windosw, Linux oder sonstwas, nichts verloren.

Dafür gibt es spezielle (redundante) Architekturen, die den Fehler eines einzelnen IC's verzeihen. PC's im Allgemeinen sind solche Architekturen nicht.

Andererseits sehe ich kein Problem darin, z.B. eine Mittelfrist- Lastberechnung oder ein "ach-was-ist-unser-Netz-gross" Tableau im NOC per PC anzusteuern, zur Not kann man da immer noch manuell eingreifen oder den Krempel einfach abschalten.

Ansonsten: Immer mehr wichtige Kommunikation wird auf IP umgestellt. Und rate mal, was in vielen Routern steckt ? ;-)

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Hallo!

Oliver Bartels schrieb:

Oder QNX, scheint zumindest recht Posix-konoform zu sein und nach meinen bisherigen Erfahrungen auch recht stabil zu laufen. Ist aber halt nicht OSS und daher nicht frei von Lizenzzahlungen.

Tja, wenn man sich das leisten kann, Mio$-Auftr=E4ge in den Wind zu schie=DFen, dann hat man nat=FCrlich eine andere Position. Aber gerade im sicherheitskritischen Bereich schreibt der Kunde recht oft auch die Entwicklungsumgebung vor, und nur allzu oft steht da in letzter Zeit immer wieder mehr oder weniger verklausuliert "no MS-Windows" drin. Da=DF auf dem Targetsystem kein Windows zum Einsatz kommt, ist klar. Bei dem in aller Regel stattfindenden Audit sollte man dann auch eine reine Weste vorweisen k=F6nnen, sonst wird es teuer.

Ich gehe dann zu einem Tool-Hersteller und frage ihn, f=FCr welche Plattformen er seine Tools anbieten kann. Und wenn da nicht Linux, BSD oder Solaris dabei ist (bzw. die Me=DFger=E4te eben frei von Windows sind), hat er halt Pech gehabt, dann gehe ich zum n=E4chsten Anbieter. So einfach geht das. Das gibt dann zwar bei den Anbietern und Lieferanten von Zeit zu Zeit lange Gesichter, wenn sie gr=F6=DFere Auftr=E4ge davonschwimmen sehen, aber so langsam lernen es zumindest manche Anbieter.

Nunja... h=FCstel... manchmal ist es eben besser, wenn man als Au=DFenstehender nicht wei=DF, auf welchen (wackeligen) Beinen so manche Steuerung steht.

CU Peter

Hi,

Das erinnert mich an eine fruehere Arbeitsstelle: der Rechner mit der Soft-SPS lief unter NT und musste per Arbeitsanweisung _taeglich_ neu gebootet werden, damit nichts haengenbleibt. Das hat dann auch ganz gut hingehauen.

gruesse, achim

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