Re: Totalschaden?

Mar 20, 2026 Last reply: 3 months ago 73 Replies

F. W. schrieb:



Sind E-Bike-Beiträge inzwischen hier erlaubt? Sonst bitte ignorieren.

Erlaubt ist alles; die Frage ist, ob das ON-Topic ist.


Mein PUCH Q4.4 SUV hat nach drei Jahren einen defekten Akku. Es wurde
> nur 545 km alt.

Das ist wenig(?). Die üblichen Fragen sind hier wohl: Wurde der mal in großer Kälte tiefen-entladen; wie war das Lade-Verhalten, was für ein Akku-Typ ist das?


Der Akku lädt und entlädt nicht mehr. Die Werkstatt hat
> den Totenschein ausgestellt.

Das ist eher ein Elektronik-Thema und hat tatsächlich mit Fahrrädern nicht soviel zu tun. Die Experten in de.sci.electronics müßten über Akku-/Batterie-Technik besser Bescheid wissen (daher Crossposting beachten?!), wobei es auch hier einige Elektronik-Experten geben dürfte.


Ähnliche Probleme dürfte es bei Akkus für andere Geräte geben: Notebooks, Handys, Elektroautos, Starterbatterien für Verbrenner-Autos,...
Ein neuer Akku wäre inzwischen für gerade noch erträgliche 600.- € zu
> bekommen. Wenn er denn zu bekommen wäre. Weder Puch noch bekannte
> Akkuhändler haben das Ding, das nahtlos in den Rahmen passt, auf Lager.
> Nirgends ist dieses Stück Technik zu bekommen.

Auf dem Akku müßte doch irgendeine Typ-Nummer oder -Bezeichnung stehen?! Die Frage ist, ob der unbedingt nahtlos in den Rahmen passen muß. Notfalls muß man den irgendwie anderweitig festschrauben/befestigen, sofern zumindest die elektrischen Daten stimmen. Scheint kein Standard-Akku zu sein?


Beim örtlichen Akkuaufbereiter stehen sieben Stück meines Fahrradtyps.
> Die warten alle auf Akkus. War wohl eine Fehlkonstruktion.
>
> Also muss ich die 3000.- € wohl abschreiben und mir ein neues E-Bike
> kaufen (ein traditionelles Fahrrad habe ich natürlich auch noch). >
> Die Frage ist: was macht man mit einem E-Bike in diesem Fall?
> Verschrotten? Wo? Verkaufen? Wie und an wen zu welchem Preis?

Verkaufen... ob jemand quasi Mofa ohne Motor nimmt, ist fraglich. Da kann man auch gleich ein Fahrrad nehmen.


Evtl. auseinanderbauen und Teile einzeln verkaufen wäre eine Variante. Oder eben die Variante, irgendeinen ähnlichen Akku "irgendwie" befestigen, sofern die elektrischen Daten (Ladungsmenge, Spannung) passen.


Ich weiß auch nicht, was bei Elektro-Autos passiert, dessen Akkus defekt gehen. Ob das in jedem Fall Standard-Akkus sind, ist mir ohne weiteres Lesen nicht klar. Bei Verbrennern kann man die Starter-Batterie einfach durch irgendein anderes Standard-Modell ersetzen.

Das sind unter 200km/Jahr, also das, was ein rüstiger Renter in der Zeit für haushaltsübliche Erledigungen zu Fuß geht. Der Akku war vermutlich zeitlebens im Pedeleptikum montiert und hat sich zu Tode gelangweilt: Entweder schlichte Selbstentladung oder Ruhestromverbrauch.

Das Schicksal vieler E-Bikes und Mikromobilitätshilfsmittel.

Wozu ein heftig teures E-Bike in Konkurrenz zum "normalen" Fahrrad, das augenscheinlich sowieso nur rumsteht?

Falls es dieses Teil hier ist:

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werden die Interessenten sicher nicht Schlange stehen. Vielleicht kann man den Akku ja aufknacken und nachsehen, wie es den Zellen geht? Keine Ahnung, wie beleidigt das Puch-BMS nach der dem Radl zuteilgewordenen Geringschätzung ist und ob sich das wiederbeleben lässt.

Ansonsten isses eben ein Teilespender - auch wenn ich die Quali augenscheinlich jetzt nicht sooo überragend fände, dass ich neu dafür 3k€ ausgeben würde oder einen relevanten Betrag für den Kadaver.

Man wirft sie weg, tauscht den Akkupack oder lässt ihn wiederaufbereiten. Alldieweil das - anhand der bei BEV nun vorliegenden Erfahrungen - deutlich seltener passiert als Skeptiker es vorhersagten.

Volker

Das hoert sich nach kaputten Kabeln oder Steckkontakten an. Vielleicht kann Du mal zu einem Repaircafe mit dem Teil.

Am Fri, 20 Mar 2026 01:52:08 +0100 schrieb Stephan Gerlach snipped-for-privacy@t-online.de zum Thema "Re: Totalschaden?":

Der Akku wird passen müssen, schon wegen der Kontaktierung. Die Chancen stehen gut, dass es eine spezifische Variante ist.

Lange Zeit wurden die E-Auto-Batterien von den Herstellern als Blackbox betrachtet. Inzwischen sind einige wohl durch den Austausch von Modulen reparierbar. Da geht es aber eher um gesunkene Kapazitäten bzw. SOH. Ein kompletter Batterietausch bedeutet wohl immer nicht wirtschaftlicher Totalschaden. Ein Problem von E-Autos dass keiner hören will...

Auch das ist nicht mehr so einfach. Wenn es ein Auto mit Start-Stopp-System ist, muss die neue Batterie angelernt werden. Und sie ist wesentlich teurer dank anderem Typ.

Kabel, Lötkolben und wasserdichte Steckverbinder sind schon erfunden und am Markt erhältlich. Für genaueres bräuchte man Herstellerdoku.

Am Fri, 20 Mar 2026 01:52:08 +0100 schrieb Stephan Gerlach:

Es gibt Firmen, die solche Akkupacks möglicherweise reparieren können. Da ich nicht weiß, wo der OP wohnt, kann ich hier natürlich keine Empfehlung abgeben. Für Werkzeugakkus im Raum Berlin habe ich gute Erfahrungen mit der Firma Batterie Center Service

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gemacht.

Gerade erst gestern wurde im Fernsehen über den Neubau bei Liofit berichtet. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die auf Fahrradakkus speziealisiert.

MfG hjs

Hans-Juergen Schneider, 2026-03-20 16:52:

Ja:

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Ulli Horlacher, 2026-03-20 19:23:

Hier ist vor einigen Wochen ein kleiner 26650 Akku in Rauch aufgegangen, weil das Ladegerät nicht rechtzeitig abgeschaltet hat - vermutlich hatte der Akku da schon eine nicht erkannte Vorschädigung. Das Ladegerät samt Akku lag auf einem Arbeitstisch, an dem auch ein Computer steht.

Resultat:

Die Tischplatte war angebrannt und musste mit allem was darauf war, musste entsorgt werden (Ladegerät, Monitor, Tastatur, Maus, Desktop-KVM-Switch etc.) und die Wand dahinter musste gereinigt und neu gestrichen werden.

Glücklicherweise ist nicht die Wohnung abgebrannt und niemand zu Schaden gekommen.

Meine Lektion daraus: Akkus werden nicht mehr unbeaufsichtigt geladen.

Am 21.03.26 um 15:42 schrieb Arno Welzel:

Sowas kann auch mit einem Trafo (für den Router) passieren.

Wenn der Akku lange Zeit (vmtl. über den Winter) rumstand, hat er sich evtl. soweit entladen, daß das BMS ein Laden und erst recht entladen verweigert. In so einem Fall könnte es helfen, die Zellen einzeln mit geringem Strom und beaufsichtigt auf >3 V aufzuladen. Wenn allerdings die Zellen noch über 3 V aufweisen, ist vmtl. das BMS hinüber.

Am Sun, 22 Mar 2026 19:05:25 +0100 schrieb Tomas Graser snipped-for-privacy@posteo.de zum Thema "Re: Totalschaden?":

Trafo? Als Umgangssprache kann ich das ja nachvollziehen. So wie Ladekabel für Smartphones, wenn eigentlich Ladegerät samt Kabel gemeint ist. Aber in einer Newsgroup für Elektronik? Trafo für ein Gerät das am Ende eine niedrige aber stabile Gleichspannung liefert, ob das passt. Man könnte natürlich argumentieren, dass die Übertrager in den heute üblichen Schaltnetzteilen letztlich auch Trafos sind.

cu. Juergen

Am 23.03.26 um 12:06 schrieb Juergen:

Wo genau siehst du da ein sprachliches Problem?

Das sind *keine* Übertrager (=Bauelement zur Signalübertragung), sondern ohne Frage Transformatoren (=Bauelement zur Energieübertragung).

Tomas Graser, 2026-03-22 19:05:

Hattest Du sowas schon? Mehr Details bitte.

Am Mon, 23 Mar 2026 12:49:18 +0100 schrieb Hergen Lehmann

Es sind eben nicht nur Trafos. Die würden am Ende Wechselspannung liefern. Es sind Netzteile oder Ladegeräte. Viele USB-Ladegeräte handeln zudem mit den angeschlossenen Geräten sogar Spannung und Strom aus.

Zum Beispiel der YT "Zerobrain" spricht in seinen Videos oft von Übertragern.

cu. Juergen

Am 23.03.26 um 16:10 schrieb Juergen:

Ok, ja, da gehe ich noch mit.

Nunja... der pflegt auch ganz bewusst einen "lockeren" Sprachgebrauch mit nicht immer ganz korrekter Ausdrucksweise.

Das halte ich für keine gute Idee. Wenn die Zellen zu tief entladen wurden, können die beim Aufladen hochgehen - es gibt Gründe, daß das BMS in so einem Fall das Laden verweigert.

Das setzt natürlich voraus, daß das BMS etwas taugt und die untere Schwelle zu den verwendeten Zellen passt.

cu Michael

Hallo Peter,

Du schriebst am 23 Mar 2026 08:07:22 GMT:

Dann hat vermutlich das "BMS" den Akku tiefentladen.

ALLENFALLS BEAUFSICHTIGT - aber NUR UND AUSSCHLIESSLICH DIE ZELLEN, deren Spannung noch DEUTLICH > 2V beträgt! Sonst - falls eine solche tiefentladene Zelle überhaupt noch Spannung aufbaut - könnte passieren, was in dem Video dokumentiert (und erklärt) ist: "DO NOT recharge a dead Tesla LV Battery!"

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(Das trifft natürlich auch für nicht-Tesla-Zellen zu...)

Und dann könnte man, SO MAN WEISS, WAS MAN TUT!, die Zellen weiterverwerten.

Hergen Lehmann, 2026-03-23 12:49:

Wenn es sich um ein *Netzgerät* handelt, dann ist es kein "Trafo".

Fahrzeug:

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Lithium-Ionen-Akku: 4%/Monat @20°C. Alter: 3 Jahre. Fahrleistung: 180km/Jahr.

Da vermute ich eher ein Layer-8-Problem: Einmal ziemlich leer abgestellt, monatelang "vergessen".

Jup. Sind ja nur 720/603Wh - was kann da schon groß schiefgehen?

Erstmal mit

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einsteigen, damit der Einsatz klar wird und Stimmung aufkommt. Zur Theorie dann mit
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weitermachen.

Volker

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