Re: Nur noch eine Woche ...

Sep 24, 2022 Last reply: 3 years ago 148 Replies

Am 27.09.2022 um 11:02 schrieb Markus Franzke:

Nein, selbstverständlich will ich sowas nicht.

Daher müssen alle verfügbaren Kraftwerke umgehend wieder in Betrieb gehen, unabhängig davon, womit sie betrieben werden.

Dann muß mit allen möglichen Mitteln versucht werden, die Brennstoffversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Insbesondere müssen alle möglicherweise nutzbaren Erdgaspipelines umgehend wieder instand gesetzt werden und deren Funktionstüchtigkeit dauerhaft gewährleistet werden.

Einen 'freiwilligen Stresstest in echt', wo eventuelle ein plötzlicher Anstieg der abgeforderten Leistung von mehreren tausend Megawatt möglich ist, halte ich für eine absolut abartige Idee, da im Falle eines Versagen zahlreiche Menschenleben gefährdet würden.

Man muß zumindest verhindern, dass Züge auf freier Strecke liegen bleiben, das Menschen in der Zeit Aufzüge benutzen, dass in der Zeit Operationen durchgeführt werden, das Menschen ohne Bargeld dastehen, weil EC-Automaten nicht gehen etc. pp.

Ich dachte eigentlich immer, dass München 'die Hauptstadt der Bewegung' wäre (oder war das Berchtesgaden?).

Nicht nur die Tagesschau wird ausfallen, sondern z.B. auch die Heizung und das warme Wasser zum Duschen.

Auch ausfallen wird u.A.: die Beleuchtung, die Rollentreppen und Fahrstühle, das Internet, die Funktelefone ('händies'), die Alarmanlagen, die Security-cams, die Klingeln, alle elektrischen Heizungen (und auch die meisten anderen), die 'e-Mobility', Tankstellen, alle U- und S-Bahnen und die meisten Fernzüge, die Flughäfen, alle Ampeln, alle Banken und EC-Automaten, alle Ladenkassen, die Wasserversorgung insgesamt und verschiedenes andere.

Daher sollte man versuchen, so einen 'black out' mit allen Mitteln zu vermeiden.

Der einzelne könnte etwa alle starken Stromverbraucher in seiner Reichweite vorrübergehend abschalten. Das wären z.B:

Durchlauferhitzer E-Herde und andere el. betriebene Öfen E-Heizungen jedweder Art Klimaanlagen Ladevorgänge für E-Autos

Außerdem sollte man sich mit ausreichend Nahrungsmitteln, nötigen Medikamenten, Taschenlampen o.ä (möglichst keine Kerzen!), warmen Decken, Benzin im Tank und mit Bargeld versorgen.

Mord ist definiert als heimtückische vorsätzliche Tötung eines Menschen aus niederen Beweggründen.

Nicht erforderlich ist, dass man das alleine macht oder das man vorhat, einen genau definierten bestimmten Menschen zu töten.

Wenn also eine halbe Million Menschen gemeinsam einen einzelnen Menschen töten, dann ist jeder einzelne dieser halben Million ein Mörder.

Der Ausfall des Stromnetzes ist natürlich zu jeder Zeit fatal für eine große Stadt und muß zu jedem Zeitpunkt verhindert werden.

Daher kann man so einen 'black out' auch nicht vorsätzlich herbeiführen und schon gar nicht am 1. des Monats und vor einem langen Wochenende.

TH

Am 28.09.22 um 08:45 schrieb Thomas Heger:

Während des 2. Weltkrieges hat man quartierweise den Strom stundenweise abgestellt so wie es eben gepasst hat. Dann war halt jeder mal dran.

O.J.

Am 28.09.22 um 11:10 schrieb Ole Jansen:

Während des 2. Weltkrieges bestanden die Verbraucher in Privathaushalten praktisch aus Glühlampen, Tauchsiedern und einem Röhrenradio. Alles recht robuste Gerätschaften, die ein spontanes Ausbleiben oder Wiederherstellen der Spannung nicht weiter übelnahmen.

Wir sind heute in viel stärkerem Maß auf eine lückenlose Versorgung angewiesen. Man kann die Zeit von damals nicht mit heute vergleichen.

M

Am 28.09.22 um 11:25 schrieb Markus Franzke:

Und Heizdecken nicht zu vergessen.

Der Einbau "intelligenter" Zähler stockt ja gerade etwas. Sollte es nicht möglich sein die Nachfrage über den Preis ausreichend zu beeinflussen wären periodische Stromausfälle bei Privathaushalten zwar lästig aber nicht der Untergang.

Ich bin sicher dass die Politik das gerne diese in Kauf nimmt würden wenn dadurch die wirklich kritischen Bereiche geschützt werden. Es gibt genug Entwicklungsländer die zeigen wie es geht.

Keine Bombenangriffe, kein Kohlemangel, keine zerstörten Kraftwerke und Leitungen. Nur "Klimaschutz" der funktionierende Kraftwerke abreißt und eine Politik die dafür Sorge trägt dass diesen Winter alles auf Gedeih und Verderb von einer einzelnen Gaspipeline abhängt und dabei hilft den Lieferanten nach Kräften zu brüskieren.

Es ist zu 100% Ergebnis von Politik. Die aktuelle Katastrophe ist künstlich, "Alternativlosigkeit" von Gas wurde über Jahrzehnte gezielt herbeigemanagt und das Ergebnis wird von interessierten Kreisen still gebilligt.

So gesehen ist es schlimmer als damals.

O.J.

Am 28.09.22 um 08:45 schrieb Thomas Heger:

Bis hierher einverstanden.

Genau das alles wird irgendwann im Winter aber passieren. Sollte der Test zeigen, daß die Netzfrequenz stark absinkt und erste Lastabschaltungen erforderlich werden, hat Habeck eine klare Ansage für die Entscheidungen der nahen Zukunft. Anders lernt er das nicht. Der Test führt zu einer Steigerung der Versorgungssicherheit.

Die Bewegung ist umgezogen und richtet jetzt von Berlin aus Unheil an.

Ja, denk mal an.

Was halt alles elektrisch funktioniert. Wir können es uns vorstellen. Deshalb darf man so ein 'Gebilde' nicht an die Wand fahren, wie Habeck es gerade tut.

Sag das Herrn Habeck und seinen Grünen, nicht uns.

Aha. Und das ab jetzt immer?

Olle Kamellen. Aber warum keine Kerzen?

Es existiert der Begriff des 'allgemeinen Lebensrisikos'. Dieses Risiko geht man automatisch ein, wenn man morgens aufsteht und sich der Technik anvertraut. Wenn man am Straßenverkehr teilnimmt, wenn man von anderen zubereitete Lebensmittel zu sich nimmt und an tausenden anderen Stellen. Die Benutzung eines Aufzugs gehört dazu.

Der Test (falls er denn stattfindet) soll bewirken, daß später weniger Menschen gefährdet werden, indem die Politik klare Zeichen erhält, was geht und was gefährlich ist. Schlimm genug, daß uns die Politik in ihrer Ahnungslosigkeit in diese Situation getrieben hat. Die Bande hat keine Ahnung und verläßt sich ersatzweise auf ebenfalls Unfähige, um dort die Expertise einzuholen. Siehe Lauterbach.

Der Termin ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Die Anregung erschien hier bereits vor etlichen Wochen. Ich finde den Zeitpunkt aber vergleichsweise 'wirtschaftsfreundlich'. Ein Sonntag im Bett...

M

Wenn ich mich da mal einmischen darf. Es wird früher oder später auf eine zentrale Synchronisation per Funk hinauslaufen müssen.

M

Was meinst Du mit "Signal"?

Das europäische Verbundnetz ist ein Netz von Erdoganistan bis in die Westsahara und Tunesien, also inkl. Deinem Ortsnetztrafo. Die Frequenz und die Phasenlage sind überall dieselbe. Ok, ein bißchen schaukelt es, siehe "Wide Area Monitoring":

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Gruß, Ralf

Habe ich am Mon, 26 Sep 2022 12:07:30 +0200 in Message-ID: snipped-for-privacy@Berger-Odenthal.De beantwortet.

Bis auf Telephon und Notruf habe ich nichts, das echte Probleme bereitete. Lästig wär's schon, aber das war es in den Vierzigern auch. Meine Eltern haben im blockierten Berlin studiert. Von solchen Verhältnissen wäre ich auch bei stundenweisem Stromausfall hier noch sehr weit entfernt.

snipped-for-privacy@tipota.de (Siegfrid Breuer) schrieb:

Korrigierte Links:

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$ snipped-for-privacy@tipota.de%3E>

ersatzweise:

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$ snipped-for-privacy@tipota.de%3E>

Helmut Schellong schrieb:

Bereits der Titel ist falsch. Die Steine speichern keinen Strom, sondern Wärme. Offenbar rechnet man mit einem Wirkungsgrad um 22%. Das macht dann bereits in den Grenzkosten den Windstrom 5x teurer. Windstrom ist das, was es gerade jetzt nicht hat, BTW.

Wolfgang Martens schrieb:

Ist das so? Nehmen wir mal 100% Last und 0% Einspeisung an. Dafür ist der Trafo ja da. Und da sollten 230VAC-y nicht unterschritten werden. Auch ohne Stelltrafo. Kurzschlussspannung 4%, das ist eng gekoppelt.

Hier kann man mal bisschen nachrechnen:

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Ich erwarte von Journalisten keine technisch korrekten Texte. Die sollen doch zumeist /geil-antörnend/ und populistisch schreiben... Die sorgen auch anteilig erheblich für das seit Monaten ablaufende Affentheater.

Am 28.09.2022 um 11:47 schrieb Markus Franzke:

Dann haben wir es nicht nur kalt und dunkel.

Nein, es fängt auch noch überall an zu brennen.

Und Alarm kann man keinen geben (da Telefon/Händie/Internet tot), was aber weiter nichts macht, da die Feuerwehr ohnehin kein Wasser hat.

Aber wenigstens werden die Feuerwehr-Autos wohl rechtzeitig betankt worden sein.

Leider haben die Feuerwehrleute selber das wohl nicht getan und die U-Bahn fährt ja auch nicht.

Macht aber nichts, da die Straßen mangels Ampeln ohnehin verstopft sind und nur noch die Krankenwagen durchkommen (mehr oder weniger).

Zu Fuß sollte man sich möglichst in so einer Zeit übrigens nicht auf die Straße wagen (genausowenig wie mit dem Rad), weil da überall Marodeure lauern und einem die warme Kleidung wegnehmen wollen (und das Bargeld).

Nein, das stimmt ganz und garnicht.

Die geschilderte Situation war das vorsätzliche Herbeiführen eines 'black-out', wobei es in Kauf genommen wird, dass dabei Leute sterben.

Das hat mit 'Risiko' überhaupt nichts zu tun, da es sich ja um eine Vorsatztat handelt.

Wer also willentlich an einer Aktion teilnimmt, welche durch die koordinierte Handlung vieler Beteilligter zum Tode einer oder mehrerer anderen Personen führt, die mit so einem Angriff nicht rechnet und weiter nichts schlimmes getan hat, der beteilligt sich damit an einem Mord.

Evtl. ist aber das Tatbestandsmerkmal Mordabsicht nicht gegeben und man hätte ähnliche Delikte wie Totschlag oder fahrlässige Tötung.

Jedenfalls birgt eine Beteilligung an so einer Aktion ein Risiko in moralischer und strafrechtlicher Hinsicht.

Es ist regelmäßig irrelevant, ob ein Mord letztlich auch einem höheren Zweck dient oder nicht.

Wie wärs mit:

ein schönes Wochenende ohne Geld

endlich mal kein Händie

ein langes Wochenende im Fahrstuhl

eine Nacht im U-Bahnschacht

ein paar Tage bei Finsterwalde im kalten ICE

Warten auf Godot (ähem Strom) an der letzten Ladesäule vor der Grenze..

TH

Am 29.09.22 um 09:19 schrieb Thomas Heger:

Du gehst leider wieder überhaupt nicht auf den Umstand ein, daß unsere Politik genau das Szenario mit den von dir beschriebenen Problemen aktiv vorbereitet.

Eine Politik, die darauf _hofft_, daß das Wetter im Winter mitspielt, damit die Energieversorgung nicht zusammenbricht...

Nachdem nun die Gasversorgung auch noch stark reduziert wurde, wird der Blackout umso wahrscheinlicher. Der erfolgt dann unangekündigt.

Die einzige Möglichkeit, den ehrenwerten Wirtschaftsminister zur Vernunft zu bringen, besteht darin, im Fakten zu liefern, die er nicht mehr leugnen kann.

Ich verstehe deine Besorgnis und teile sie vollumfänglich. Trotzdem reicht es nicht, die Augen zu verschließen und das Beste zu hoffen. Es müssen jetzt die richtigen Entscheidungen gefällt werden.

Habeck steht jetzt vor der (sicher unangenehmen) Entscheidung, die grüne Agenda durchzuziehen und mit hoher Wahrscheinlichkeit im Winter einen Blackout mitzuverursachen _oder_ einzugestehen, daß die grüne Politik Stümperwerk ist und auf jeden Fall die AKW weiterlaufen zu lassen, aber auch die Wiederinbetriebnahme anderer Großkraftwerke vorzubereiten.

M

Am 29.09.2022 um 11:46 schrieb Markus Franzke:

Meine Hochachtung gegenüber Politikern hat ohnehin schon etwas gelitten.

Aber apokalyptische Situationen willentlich herbeiführen halte ich für kriminell.

Schande und ewige Verdammnis für Jeden der es wagt, sich an sowas zu beteilligen!

...

TH

Muss für diese Erkenntnis extra noch ein Test gemacht werden?

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"25.06.2020, 15:57 Wumms, Bumms und Rumms: Hört auf, mit Wählern wie mit Kindern zu sprechen"

Grüße, H.

Am 30.09.22 um 09:32 schrieb Thomas Heger:

Da sind wir uns einig.

Das mußt du Herrn Habeck sagen. Der tut das.

Falsche Schlußfolgerung, aber du willst es nicht einsehen. Deshalb nochmal: Irgendwann im Januar/Februar wird es passieren. Wenn die Gasversorgung nicht mehr reicht, die Wohnungen erträglich warm zu bekommen, werden die Menschen ihre Heizlüfter in Betrieb nehmen. Gezwungenermaßen. Im Kinderzimmer, in der Küche, im Bad... Und das sogar recht zeitgleich zu den bekannten Aufstehzeiten, parallel zur Kaffeemaschine, Toaster, Aufbackbrötchen, Dusche und Frühstücksfernsehen. Da hilft dein gesamtes Jammern und Klagen nichts. Es wurden im ersten Halbjahr 600.000 Heizgeräte (entspricht ~0,6..1,2 GW) in Deutschland gekauft, die Lage dürfte sich im weiteren Verlauf eher zugespitzt haben. In China werden ausschließlich für Deutschland Heizlüfter produziert. Gleichzeitig sind hier die Verantwortlichen damit beschäftigt, die Lage schönzureden. Frag mal die Techniker bei den Netzbetreibern, wie die das einschätzen, nicht den völlig ideologiezerfressenen, realitäts- und technikfernen Märchenbuchschreiber Habeck. Der Netzausfall wird kommen. Er wird ohne Ankündigung stattfinden, bei richtiger Kälte. Er wird erheblich mehr Teilnehmer haben als die paar, die morgen vielleicht am Probetag teilnehmen. Du solltest deine Wut nicht in die falsche Richtung lenken lassen und die Überbringer der schlechten Nachricht angreifen. Dein Feind sitzt in Berlin, wo er es sich gutgehen läßt.

M

Dort schriebst Du; "Du redest hier von Zuständen, wo die tatsächliche Wirkleistung durch den Ortstrafo eher klein ist mit wechselndem Vorzeichen. Für Blindstrom hat er dann immer noch die volle Kraft des Netzes im Rücken und kann den kleinen Wechslerichtern seinen Willen aufprägen."

Aber wie hören das die kleinen, netzgeführten Wechselrichter, wenn sie nur noch ihren eigenen Lärm wahrnehmen?

Grüße, H.

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"GLENDOWER: I can call Spirits from the vasty Deep. HOTSPUR: Why, so can I, or so can any man. But will they come when you do call for them?"

Spannende Frage, ob eine größere Anzahl von Netz-geführten Solarwechselrichtern in der Niederspannungsebene "sich gegenseitig" am einspeisen halten können, wenn praktisch kein Strom mehr aus der Mittelspannungsebene fließt. So habe ich jedenfalls deine Frage verstanden. War es so gemeint?

IMO bzw. mein Tipp: Auch ohne Stromfluss in diese Richtung liegen die transformierten Spannungen in der Niederspannungsebene an. Sollte weiter funktionieren. Erst wenn aus der Mittelspannungsebene keine Spannung mehr anliegt, schalten die Wechselrichter ab.

Rein elektrotechnische Fragestellung, deswegen setze ich setze mal ohne x-post ein f'up2 de.sci.ing.elektrotechnik

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