Netzteile vom Chinesier

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Hallo,

kleine Anekdote am Rande. Im Internetauktionshaus habe ich mir
neulichtens ein neues Netzteil fuer ein Notebook besorgt, 12 EUR
incl. Versand. Das habe ich ohne das mitgelieferte Netzkabel benutzt,
das originale Netzkabel war laenger und fuehlte sich 'wertiger' an.

Irgendwann fiel mir auf, dass der Mauszeiger bei Benutzung des touchpads
so stark zittert, dass er sich nicht benutzen laesst. Es gibt bug
reports dazu, also habe ich das Problem erstmal ignoriert. Ich brauche
die Maus eh nicht so oft. Gerade habe ich zufaellig das Netzkabel vom
Chinesen benutzt und der Mauszeiger laesst sich fast normal bedienen,
Netzkabel zurueckgetauscht und das Zittern ist wieder da. Aha, Theorie
a) Leiter so duenn, dass R > als normal ist, Theorie b) Leiter aus Eisen
und Theorie c) gar kein Schutzleiter drin ;).

Gemessen ergibt sich fuer das originale Kabel etwa 0.5R pro Strecke,
beim Chinesenkabel sind es zwischen 1.3R und 1.5R pro Strecke. Also ist
zumindest Theorie c) raus ;). Irgendwann mache ich es mal auf, um
zwischen a) und b) entscheiden zu koennen ;).

VG
hmw

Re: Netzteile vom Chinesier
Michael Welle wrote:
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Chinesische Kabel sind linientreuer als westliche, darum zittert es
weniger :-)

<duck>


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d) Der Schutzleiter-Pin am Netzteil bekommt bei einem der Kabel keinen
Kontakt zum Schutzleiteranschluss in der Kabelbuchse.

--  
Gruesse, Joerg

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Re: Netzteile vom Chinesier
Hallo,

[...]
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beim chinesischen hatte ich geschaut. Da sind zumindest Kratzspuren an
den Kontakten am Stecker. Beim Originalkabel muss ich mal schauen.

VG
hmw

Re: Netzteile vom Chinesier
Michael Welle wrote:
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Die Kratzspuren koennen auch von der Fertigung sein. Du koenntest z.B.
im kalten und (mit Sicherheit) restspannungslosen Zustand ein
Kapazitaetsmessgeraet zwischen einen Pin des Schukosteckers und
Schutzerde klemmen. Masseseite an Pin, heisse Seite an Schutzkontakt.
Oft tut es dafuer ein Multimeter mit Kapazitaetsbereich. Beim Einstecken
am Netzteil muss es einen satten Sprung im Messwert geben.

Bei guten Laptops ist der Schutzleiter mit dem Minuspol des DC
Abgangskabels verbunden, kann man ja messen.

--  
Gruesse, Joerg

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Re: Netzteile vom Chinesier
Am 21.08.2013 19:57, schrieb Joerg:

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und sorgt grundsĂ€tzlich fĂŒr "Brummschleifen".
Manchmal hilft verdrehen des Netzsteckers um 180 Grad. Aber manchmal  
reichen die Ströme auch zum auslösen des RCD....

Peter




Re: Netzteile vom Chinesier
Peter Kern wrote:
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Ist bei meinem Gammatech Durabook noch nie vorgekommen. Mit dem bin ich
ob auf Stoerungssuche gegangen. Habe nur deshalb auf ein Samsung NC-10
Netbook gewechselt, weil der Durabook aus Metall und entsprechend schwer
ist. Die Bandscheiben sind nicht mehr die fittesten. Das Samsung Netbook
ohne Schutzleiterverbindung zeigt deutlich mehr Muell im Sound Card Signal.


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Bei Euch. Bei uns geht das leider nicht.


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Dann ist aber was oberfaul. Wenn ein RCD ausloest hat das seinen Grund,
dem sollte man nachgehen.

--  
Gruesse, Joerg

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Re: Netzteile vom Chinesier
e) im Chinesenkabel sind ein paar Ferrite mit eingespritzt, die Störungen  
dÀmpfen

M.

Re: Netzteile vom Chinesier
Hallo,


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zu teuer.

VG
hmw

Re: Netzteile vom Chinesier

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f) Stecker mal andersum in die Steckdose stecken ;-)

Btw. ich hatte auch mal eine halbkaputte Maus - war fast wie ein Kabelbruch /  
Wackler - dachte ich - als dann aber irgendwann USB2.0 GerĂ€te (480MBit/s)  
nicht mehr gingen (12MBit/s und 1.5MBit/s gingen aber noch), war mir klar,  
das da wohl der USB-Chip im Notebook irgendwie durchgebrannt sein musste ...  
;-(
Nunja irgendwann segnet alles mal das zeitliche, hatte sowas auch mal mit  
DMA-controllern auf Mainboards, die immer knallheiss wurden und irgendwann  
dann starben - mit der Folge, dass u.a. die Floppy nicht mehr lief.

M.

Re: Netzteile vom Chinesier
Hallo,


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macht keinen Unterschied.

VG
hmw

Re: Netzteile vom Chinesier
Matthias Weingart wrote:
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Weiss eigentlich jemand, wie so ein "Ferrit einspritzen" im Detail
ablaeuft und was man dafuer an Anlagen braucht?

--  
Gruesse, Joerg

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Re: Netzteile vom Chinesier
Am 22.08.2013 16:11, schrieb Joerg:
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Overmoulding?
So <
http://www.youtube.com/watch?vBB%gE6NKugww
oder
so <
http://www.youtube.com/watch?v=uD-kCf8amHk
?
<
http://www.youtube.com/watch?v=UDWpR3k8fF4

Invest angeblich 2500? beim BranchenfĂŒhrer.

Gruß
Gunther



Re: Netzteile vom Chinesier
Gunther Mannigel wrote:
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Schwer zu erkennen, doch das sieht nach Aussen-Umgiessen aus.


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Das waere beides normales Molding.


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Einspritzen dachte ich waere so gemeint, dass in Epoxy geloestes Ferrit
in ein Kabel gespritzt wird, also in die weichen Bereiche. Sowas waere
fuer ein aktuelles Projekt u.U. gut brauchbar. Wobei wir uns schon damit
abgefunden haben, das Material selbst herstellen zu muessen. Notfalls
auch inklusive dem Zermoersen von Ferritkernen. Gemacht haben wir das
zur Probe einmal und es hat auch einigermassen funktioniert. Ohne
Hitzeeinwirkung.

--  
Gruesse, Joerg

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Re: Netzteile vom Chinesier


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Hi,
nee, das ist dann zu langsam fĂŒr moderne Massenfertigung. Die Ferrite kommen  
fertig aus dem Container gekullert :-)
Wird umspritzt, oft sieht man noch die "Sacknaht" am Kabel und Kern. Bessere  
Maschinen vermeiden allzu deutliche SacknĂ€hte etwa durch Drehungen und  
mehrschichtige HĂŒllung. Andere Hersteller verwenden lieber den Trick vieler  
"LĂ€ngsrillen", dabei geht dann die eine Naht unter.

--  
 mfg,
gUnther



Re: Netzteile vom Chinesier
gUnther nanonĂŒm wrote:
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Ok, wenn das unter dem deutschen Wort "Einspritzen" verstanden wird,
dann war es ein Missverstaendnis. Ich muss eine Spule mit Ferrit-Epoxy
"umspuelen", die in einem "Rohr" von rund 250um Innendurchmesser sitzt.
Das Ferrit-Epoxy muss dann von selbst oder durch Ausbacken erhaerten.
Ja, Mikrometer, wird lustig, wird das ...

--  
Gruesse, Joerg

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Re: Netzteile vom Chinesier
Am Thu, 22 Aug 2013 13:55:10 -0700

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Bei Epoxydharzen wird eigentlich eine Art Kolben-Dosiereinrichtung +
Kakuumkammer zum Blasen rausziehen benutzt. Ohne sowas genau genug zu
kennen oder die ViskositĂ€t (dĂŒrfte eklig sein, mit FerritkrĂŒmeln auch
noch nicht-Netwon'sch) beurteilen zu können, wĂŒrde ich als erstes bei
GerĂ€tschaften zum Isolierverguß gucken.

Marc


Re: Netzteile vom Chinesier
Marc Santhoff wrote:
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Isolierverguss habe ich im Woerterbuch nicht gefunden. Wenn das
Conformal Coating ist, dann geht das eher nicht. Muss man wie Du oben
schriebst echt reinpressen, weil die Masse die Konsistenz von Pizzateig
hat. Es ist soweit wie moeglich gesaettigt mit Ferritpulver. Mein
Kollege hat das echt gut im Moerser hinbekommen, sah aus wie
Kohlenstaub. Trotzdem haben wir noch nicht mehr als rund Faktor 10
gegenueber Luftspule bei der Induktivitaet geschafft. Es gibt aber
hochpermeablere Ferrite, hatten wir nur auf die Schnelle nicht.

--  
Gruesse, Joerg

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Re: Netzteile vom Chinesier
Am Thu, 22 Aug 2013 14:29:19 -0700

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ln

Conformal Coating kenne ich als Begriff nun wieder nicht. Ich meine die
Technik, mit der man kleine Baugruppen oder Bauteile in winzigen,
meistens einseitig offenen GehĂ€usen mit Epoxydharz ausgießt.
Hochspannungsisolation, feuchtedichter Verguß, sowas.

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Dann kann man sich Vakuum gleich sparen, außer es ist lange genug offen
und man zerrt bist unter 950 mbar relativ. Aber selbst dann passiert da
fast nichts.

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Kommt natĂŒrlich auf die Menge an, aber dann vielleicht bei den
Ferritherstellern mal fragen? Oder, wenn's sich lohnt da viel Aufwand
zu treiben, mit den Herstellern der Vergußmaschinen sprechen. Die lösen
gern Probleme, wenn man die passende Anlage dann auch kauft. ;)

Marc




Re: Netzteile vom Chinesier
Marc Santhoff wrote:
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Ah jetzt ja, also Vollverguss. Haben wir beim einem Geraet letztes jahr
so gemacht. Das ist allerdings eine ganz andere Baustelle, da nimmt man
Epoxy, das die suppige Konsistenz von Fleischbruehe hat.


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Schon gemacht und abgeblitzt. Wird geheimgehalten wie die magische Suppe
des gallischen Druiden (da wo Obelix reingefallen ist).


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Wir haetten es lieber sogar fertig geliefert. Aber da hat mich selbst
ein grosser deutscher Induktivitaetshersteller herbe enttaeuscht. Erst
vollmunding "Aber logo, machen wir Ihnen!" und dann kamen nichtmal mehr
Antworten. Egal, ist nicht das erste Mal dass wir eine ekligen
Produktionsschritt selbst in die Hand nehmen muessen.

--  
Gruesse, Joerg

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Re: Netzteile vom Chinesier

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Denkt mal in Richtung UV-aktiviertem oder anderen einkomponentigen
Epoxy. Luftblasen entfernt man durch stehen lassen der Kartusche mit der
DĂŒse nach unten. Die ViskositĂ€t kannst Du mit Erhitzen drastisch senken.
Dann hast Du dĂŒnnflĂŒssigen Kunststoff, der noch nicht aushĂ€rtet. Erst
beim Dosieren beleuchtest Du mit einer blauen LED.

Erfahrung mit Ferritknete habe ich aber nicht. Könnte auch sein, dass
die Aktivierung nicht mehr klappt, weil das Pulver zu viel abschattet.

Andere Idee: Die Spule mit einer Art "Gipsverband" aus Epoxy und
TrĂ€gerfolie umwickeln und das Rohr weg lassen.  

Oder: Eine Form aus 2 ZylinderhÀlften (= Bohrung lÀngs der KontaktflÀche
zweier Platten) mit Epoxy bestreichen und um die Spule pressen.  

--  
Gruß, Raimund

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